CH84340A - Vorrichtung zur Regulierung des Einblaseluftdruckes bei Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Vorrichtung zur Regulierung des Einblaseluftdruckes bei VerbrennungskraftmaschinenInfo
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- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
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Description
Vorrichtung zur Regulierung des Einblaseluftdruches bei Verbrennungskraftmaschinen. Der Druck der Einblaseluft bei Verbren- nungskraftma.schinen hängt sowohl von der Umlaufszahl, als auch von der jeweiligen Belastung der Maschine ab und muss des- lialb in -beträchtlichen Grenzen geändert, werden.
Die Erfahrung lehrt, dass die Zunahme des günstigsten Druckes der Einblaseluft im quadratischen Verhältnis zu der Zunahme der Umlaufszahl der Maschine steht.
Es ist unbequem und vielfach unmöglich, den erforderlichen Druck der Einblaseluft bei Maschinen, die mit stark wechselnder Drehzahl und Belastung arbeiten, von Hand einzustellen.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine 'Vorrichtung zur Regelung des Einblaseluft- druckes bei Verbrennungskraftmaschinen ent sprechend ihrer Umlaufszahl und Belastung, in welcher der Druck:
der Einblaseluft unter dem Einfluss der Fliehkräfte umlaufender Schwungkörper steht, derart, da.ss Änderun gen der Fliehkräfte infolge wechselnder Umlaufsza.hl proportionale Änderungen des Einblaseluftdruckes bewirken. Die Regelung des Einblaseluftdruckes in Abh,ingigkeit von der jeweiligen' Belastung der Maschine, das heisst in Abhängigkeit von der Brennstofförderung, kann zweckmässig durch Veränderung von Hebelarmen an He beln erfolgen, auf welche einerseits die Fliehkraft der umlaufenden Schwungkörper.
;mderseits der Druck der Einblaseluft wir ken.
Eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeich nung schematisch dargestellt.
a bezeichnet ein Druckminderorga.n, das auf seiner Hochdruckseite b mit einem nicht gezeigten Einbla.seluftgefäss in Verbindung steht, das zweckmässigerweise ständig unter dem höchsten benötigten Drucke gehalten wird.
Ein Absperrorgan h beherrscht den Zutritt der Einblaseluft vom Einblaseluft- gefässe nach dem Druckminderorgan a.. Die Niederdrucliseite r. des Druckminderorganes a steht mit. einer zu den Brennstoffventilen der einzelnen Zylinder der ebenfalls nicht gezeig ten Verbrennungskraftmaschine führenden Einblaseluftleitung in Verbindung.
Die Hochdruckseite b des Druckminderorganes a ist vollkommen entlastet; eine von aussen auf Verstellung eines Kolbenschiebers i hin wirkende Kraft findet daher ihren Wider stand nur in dem auf die Fläche f wirken den Druck. Eine Feder g hat das Bestreben. den Kolbenschieber i hochzuheben und die Öffnungen d des Druckminderorganes frei zulegen.
u bezeichnet eine l\\elle, ivelehe von der nicht gezeigten Verbrennungskraftmaschine gedreht wird und bei ihrer Drehung Schwung- körper in in Umdrehung versetzt. Winkel hebel l und ein Drucklager k dienen dazu, die bei der Umdrehung der Schwungkörper nn her- orgerufene Fliehkraft derselben auf den Kolbenschieber i zu übertragen.
Jeder He bel d ist doppelarmig ausgebildet und stützt sieh auf eine Rolle h. Die Rollen -n finden ein Widerlager auf einer Hülse e, welche fest mit der Welle w verbunden ist.
Mittelst Zap fen<I>p</I> an der Hülse e gelagerte Winkelhebel<I>q</I> stehen mit je einer der Rollen n und durch einen Lenlzer r mit einer -Muffe o in Ver- bindun;
-. -Wird die Muffe o verschoben. so werden damit auch die Rollen ri verschoben und damit -wird das Verhältnis der Hebel arme der Hebel verändert, an denen einer- seits die Fliehluafft anderseits der dieser das CTleicligeivicht haltende Teil des Einblase luftdruckes wirkt.
Die Verschiebung der Muffe o und damit der Rollen )i wird von einer ReglilierR@elle s, die sich bei Belastungs . änderunger v verstellt. durch Vermittlun, einer Kurbel t, einer Stange u und eines auf dem Zapfen y drehbar gelagerten Hebels ab geleitet.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist beispielsweise wie folgt: Bei geöffnetem Absperrorgan h schliesst der Kolbenschieber<I>i</I> die Öffnungen<I>d</I> ab, wenn auf die Fläche f ein Druck wirkt, der der Kraft der Feder g das Gleichgewicht hält, das heisst durch die Feder g wird ein llinde;#tmass des Einblaseluftdruckes ein gestellt. das theoretisch der Umlaufszahl 0 und der Belastung 0 entspricht.
Dreht. sich die -Maschine und mit ihr die ZVelle ec, so wird die dadurch hervorgerufene Fliehkraft der Schwungkörper m, die durch Vermittlung der Winkelhebel<I>l</I> und des Drucklagers <I>k</I> auf den Kolbenschieber i übertragen wird, die Wirkung der Feder g unterstützen.
Wäh rend nun die Belastung des Kolbenschiebers i durch die Feder g unverändert bleibt, nimmt die von der Fliehkraft der Schwungkörper na herrührende Belastung mit dem Quadrate der Umdrehungszahl zu. indem ja. bekanntlich die Zunahme der Fliehkraft einer umlaufenden Masse im quadratischen Verhältnis zu der Zunahme ihrer Umlaufszahl steht.
Infolge dessen wird ein in demselben Verhältnis zu nehmender Druck auf die Fläche f nötig, uni der Belastung des Kolbenschiebers i das Gleichgewicht zu halten, das heisst die Zu nahme des Einblasedruckes ist ebenfalls proportional dem Quadrate der Umlaufszahl. Dabei ist natürlich Voraussetzung, dass der Drucli# im Einblaseluftgefäss stets mindestens ebenso hoch ist wie der jeweils benötigte Ein- bl aseluftdruck.
Da die bei Regelung auftretenden Hübe des Kolbenschiebers i sehr klein sind. so ist die damit verbundene Änderung der Feder kraft ohne Belang; sie wird auch zum Teil durch die mit der Entfernung der Schwung- körper von ihrer Drehachse wachsende Flieh kraft ausgeglichen.
Der Druck der Einblaseluft soll bei stei gender Belastung erfahrungsgemäss zweck mässig zuerst rascher. dann langsamer zu nehmen. Gemäss Zeichnung entspricht einer Zunahme der Belastung von Leerlauf (Stel lung I) bis Halblast (Stellung II) ein grö sserer Weg der Muffe o, als der Zunahme der Belastung von Halblast bis Höchstlast (Stellung III) entspricht. Durch Verände rung der Länge der Stange 2a - durch Dre- h1#.ng der Stellmutter x - ist eine genaue Einstellung von Hand auch während des Be triebes möglich.
Durch die beschriebene Vorrichtung wird also für ,jede Umlaufszahl und für jede Be lastung der -Maschine ein bestimmter. und zwar der für die Verbreiniung günstigste Einblaseluftdruck eingestellt: dabei können sieh sowohl Umlaufszahl, wie auch Belastung völlig unabhängig voneinander verändern.
Es sei noch bemerkt, dass die Schwung- körper <I>na</I> zum Zwecke der Einstellung der Vorrichtung auch verschiebbar auf den He beln l angeordnet sein könnten oder durch Zusatzgewichte verändert werden können.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Regelung des Einblase luftdruckes bei Verbrennungskraftmaschinen entsprechend ihrer Umlaufszahl und Be lastung, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck der Einblaseluft unter dem Einfluss der Fliehkräfte umlaufender Schwungkörper steht, derart, dass Änderungen der Fliehkräfte infolge wechselnder Umlaufszahl proportio nale Änderungen des Einblaseluftdrucke.s bewirken. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Regelung des Einblaseluftdruckes in Abhängigkeit von der Belastung durch Veränderung von Hebelarmen an Hebeln erfolgt, auf welche die Fliehkräfte einerseits und der Druck der Einblaseluft anderseits wirken. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung des Einblaseluftdruckes in Abhängigkeit von der Belastung die Hebelarme derart verändert werden, dass der Zunahme der Belastung von Leerlauf bis Höchstlast eine zuerst rasche, dann langsamer erfolgende Zunahme des Ein blaseluftdruckes entspricht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH84340T | 1919-03-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH84340A true CH84340A (de) | 1920-04-16 |
Family
ID=4340270
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH84340A CH84340A (de) | 1919-03-07 | 1919-03-07 | Vorrichtung zur Regulierung des Einblaseluftdruckes bei Verbrennungskraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH84340A (de) |
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1919
- 1919-03-07 CH CH84340A patent/CH84340A/de unknown
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