CH84522A - Abhängiges Überstrom-Zeitrelais - Google Patents

Abhängiges Überstrom-Zeitrelais

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CH84522A
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CH84522A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Abhängiges     Überstrom-Zeitrelais.       Den     Gegenstand    der Erfindung bildet ein       Überstroni-Zeitrelais,    dessen     Auslösezeit    bis  zu sehr hohen Stromstärken in einem linearen  Verhältnis zur Stromstärke steht und bei       Zunahme    der letzteren     abnimmt.    Diese Eigen  schaft wird     geniäl;

      der Erfindung durch die  Verwendung eines als     Ferrarismotor    gebauten  Triebsystems gewonnen, dessen Drehmoment  sich als das Produkt zweier Faktoren dar  stellt, deren einer sich nicht nennenswert     finit     dem das Relais     durchfliessenden    Strom ändert,  während der andere annähernd proportional  mit. dieseln     zunimmt.    Zur Erzeugung eines  solchen Drehmomentes wirken zwei     nin    an  nähernd 90  gegeneinander verschobene Wech  selflüsse     zusammen,    die     gemäss    der Erfindung  verschieden stark gesättigte     Eisenwege    vor  finden.

   Die beispielsweise     Ausführung    eines  solchen Relais nach dem Prinzip der     Ferraris-          scheibe    sei im Nachfelgenden anhand der Fi  gur beschrieben.  



  Eine Metallscheibe<B>S</B> dreht sich vor den  Polen eines     dreischenkligen    Triebkernes  ans     lamelliertem    Eisen entgegen der Kraft  eines Gewichtes G. Der mittlere Schenkel    des Triebkernes ist mit einer     Wicklung    ver  sehen, welche     direkt    von dem     zii    überwachen  den Strome durchflossen wird und welche in  Reibe mit einem induktionsfreien     Widerstande     IV geschaltet ist.

   Parallel zu diesem Wider  stande liegen die     auf    den beiden äussern Schen  keln des Triebkernes sitzenden Wicklungen,  welche so bemessen sind,     dass    sie dem Wider  stande nur einen geringen Bruchteil     seines     Stromes entziehen. Durch diese     Massnahme     wird erreicht, dass der die beiden     äussern     Schenkel     magnetisierende    Strom um etwa 90    hinter dem     Strome    des mittleren Schenkels  nacheilt; der Triebkern bildet. also ein Dreh  feld aus, welches die     Metallscheibe    in der  durch den Pfeil angedeuteten Richtung mit  zunehmen sucht.

   Die Grösse des auf die  Scheibe     ausgeübten    Drehmomentes ist be  kanntlich proportional dem Produkte der einer  seits vom mittleren und anderseits von den  beiden äussern Schenkeln ausgesandten Kraft  linienströme.  



  Nun werden, was durch passende Bemes  sung der     Windungszahlen    und des Wider  standes     IV-    leicht     möglich    ist, die Verhält-           nisse    so gewählt,     dass    etwa bereits beim     11011-          malen        Betriebsstrome    der mittlere Schenkel  ziemlich stark gesättigt ist.     während    die Sät  tigung der äussern Schenkel noch sehr gering  ist.

   Dann wird     beire    weiteren     Ansteigen        des     Stromes der vom     mittleren        Stromkern    erzeugte       Kraftlinienfluss    nicht mehr nennenswert zu  nehmen,     während    der von den schwachgesät  tigten     äussern    Schenkeln ausgesandte     Kraft-          linienstroin    proportional mit dem     Strome    zu  nimmt.

   Das auf die     drehbare    Scheibe aus  geübte Drehmoment wächst also annähernd  linear mit dem     Strome.        Aufäerdem    wirkt auf  die Scheibe noch das konstante     Gegendreh-          nionient,         -elches    durch     das    Gewicht G     her-          vorgerufen    wird.

   Die Abmessungen des Ap  parates     werden    bei der gezeichneten Ausfüh  rung so gewählt, dass das Gegendrehmoment  des     (xewichtes    nur bei einer Stromstärke       überwunden    wird, die über der zulässigen  liegt und bei     der    der mittlere Kern gesättigt  ist.

   Solange der Netzstrom noch nicht zur  Auslösung des Relais ausreicht, legt sich ein  mit der Scheibe     1S    starr     verbundener    Arm  ein     Widerlager    L; steigt der Netzstrom über  dieses Mass     hinaus,    so wird sich die Scheibe     :S     in der Pfeilrichtung in Bewegung     setzen;    bis  der     Arui    die     Kontakte    K zur     Berührung          bringt;

      dadurch einen nicht gezeichneten, im  Netzstromkreise liegenden Schalter     öffnet,    und  somit die     gefährdete        Leitung    von der     Dla-          sehine    abschaltet.  



  Aus der oben angegebenen     Abhängigkeit     des Drehmomentes von dem     Netzstrome    folgt  nur),     dass    die Geschwindigkeit, welche die  Scheibe unter dem Einflosse des auf sie     aUs-          geübtens    Drehmomentes     annimmt,        annähernd     linear mit     dein    Strome wächst. Das gilt natür  lich nur so     lange,    als sich die Scheibe weit       unterhalb    ihrer synchronen     Geschwindigkeit     befindet.

   Die beschriebene Anordnung stellt  somit ein abhängiges     Überstrom-Zeitrelais    dar,  dessen     Arrsli;sezeit        zunimmt,    wenn der Strom  abnimmt.  



  Bei der eben     beschriebenen        Ausführungs-          form    ist die Einstellung des Apparates nicht  ganz einfach, so     dass    es meist nicht möglich  ist. auch bei geringen     Überströmen    eine lineare    Abhängigkeit der     Auslösezeit    voll dem Netz  strome zu erreichen.

   Der Apparat wird viel  mehr häufig schon bei     Stronistiii-ken    anspre  chen, bei denen der mittlere Kern noch nicht  völlig gesättigt ist.     1n        die.>eru    Bereiche wird  das     Drehnzonient    etwa quadratisch mit dem  Strome anwachsen, da die beiden auf die  Scheibe wirkenden     1@raftflüsse    mit zunehmen  dem     Strome    steigen.

       LTin        diesen    Nachteil     zri     versleiden, ist es     zweckmässig.        deal    eigent  lichen     Ferrarisrelaisnoch    ein     besonderes    Strom  relais vorzuschalten, welches die Scheibe  erst freigibt,     weil)    der Stromkreis genügend       ge>ättigt    ist. Das     Ferrarisrelais    dient dann  nur noch als     Zeitwerk,        während    das zweite  Relais zur Begrenzung des     Netzsti@onles    dienern  soll.

   Bei der praktischen Ausführung wird  zweckmässig ein     Arbeitskontakt        angeordnet,     welcher durch das Stromrelais geschlossert  wird und dadurch die     ziuf:,ei-il    Spulens an den       Widerstand        1V        aisschliel>t.    Auf diese Weise       rgl    sieh     in    dem ganzen     Auslösebereich     e     'bt   <B>1</B>     #n     eine lineare Abhängigkeit     zwiselien    Strom  und     Auslösezeit.     



       All    Stelle des     Gewichtes    G     kann        auch     eine Feder treten, die in bekannter Weise  derartig angeordnet     wird.        daf.;    das von ihr  ausgeübte     Gegendrelimoinent    für jeder Stel  lung der Scheibe     annäliernnd        konstant    ist.  



  Der     Ferrarismotor    arbeitet     ziinileist    mit  starker     ',Sclilüpfurig;    in     dieseln        Falle    trimmt  die     (esch@@incligl:cit    der     Scheibe    runter sonst  gleichen     Umständen        ab,    wenn der     Ohnnsche     Widerstand desselben zunimmt.

   Da nun die  ser     Widerstand    sich     finit    der Temperatur  nicht     unbeträchtlich    ändert, folgt     hieraus        ein          starker        Einflut;

  )    der     Temperatur        auf    die Ar  beitsweise eines jeden     FerrarisreIais,    was     voll     jeher als     grosser    Nachteil empfunden     wurde.     Der Einfluss der     Temperatur        lässt    sich nun  bei dem     vorhergehend    beschriebenen Relais       vollkommen    ausscheiden.

       Man    Trat     nur    die  Scheibe     S    und den     M'iderstand    11- aus dem  selben Material herzustellen,     eine        Wider-          standszunahme    beider     beeinflusst    das Dreh  moment in entgegengesetztem Sinne und der       Einfluss    der Tempera     trir    ist     somit    aufgehoben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Abhängiges Überstrom-Zeitrelais mit einem durch zwei um annähernd 90 gegeneinander verschobene Wechselflüsse erzeugten Dreh felde, dessen Auslösezeit in einem linearen Verhältnis zur Stromstärke stellt und bei Zunahme der letzteren abnimmt, dadurch ge kennzeichnet, dass der eine Wechselfluss einen magnetisch stark,
    der andere dagegen einen schwach gesättigten Eisenweg vorfindet. URTERANSPRtrCHE 1.
    Abhängiges Überstrom-Zeitrelais, nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Phasenverschiebung zwischen den bei den Wechselflüssen dadurch gewonnen wird, da.ss die Erregerwicklung des stark gesättigten Eisenweges direkt ini Strom- kreise liegt.
    während die -Wicklung des schwach gesättigten Eisenweges parallel zii einem in Reihe mit der ersten Wicklung liegenden induktionsfreien Widerstande ge schaltet ist. 2.
    Abhängiges Überstroin-Zeitrelais, nach Pa- tentansprucli und Unteranspruch 1, ge- kennzeichnet durch die Verwendung eines besonderen Stromrelais, das die Ferraris- scheibe erst darin freigibt, wenn die Sät- tigungsgrenze des einen Eisenweges bereits erreicht ist, zu dem Zwecke, auch für den Anfang des Auslösebereiche#,
    ein lineares Verhältnis zwischen Strom und Auslöse zeit zii erreichen.
CH84522A 1919-04-02 1919-04-02 Abhängiges Überstrom-Zeitrelais CH84522A (de)

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