CH84909A - Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydroxyd in leicht filtrierbarer und leicht auswaschbarer Form. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydroxyd in leicht filtrierbarer und leicht auswaschbarer Form.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Aluminiumhydroxyd in leicht filtrierbarer und leicht auswaschbarer Form. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Alumi niumhydroxyd in leicht filtrierbarer und leicht auswaschbarer, wasserarmer Form, das frei von basiseben Verbindungen und trotz geringen Aufwandes an Waschflüssigkeit frei von löslichen Aluminiumverbindungen ist.
Das Verfahren beruht darauf, dass Alu miniumsalze, und zwar am besten in nicht zu verdünnter Lösung oder in fester Form, mit einem mehrfachen Überschuss von Am moniak gefällt werden und dass die Reak tionsflüssigkeit mit dem gebildeten Ammon salz mit Ammoniak angereichert und wieder mit Aluminiumsalz zusammengebracht wird. Diese erneute Verwendung der Reaktions flüssigkeit kann so lange fortgesetzt werden, bis dieselbe eben genügend angereichert oder gesättigt ist, um Glas Ammonsalz unmittelbar auskristallisieren zu lassen, oder bis nur noch ein unbedeutendes Eindampfen erforderlich ist, um die Ausscheidung des Ammonsalzes in fester Form zu erreichen. Zweckmässig wird mit einem mehrfachen Volumen an Ammoniakflüssigkeit, vorzugs- wveise in höheren Konzentrationsstufen ge arbeitet.
Die Anreicherung der nach dem Umsetzungsprozess vom Metallhydroxyd ab gezogenen Ammonsalzlauge kann ebenso gut wie während der Umsetzung durch Zuführung von Hochkonzentriertem wässerigem Ammo niak, flüssigem Ammoniak oder durch Ein leiten von gasförmigem Ammoniak erfolgen. Es kann hierbei reines Ammoniakgas oder ammoniakhaltiges Abgas, wie Mondgas oder Koksofengas, genommen werden. Die Am monsalzlaugen können, selbes wenn sie schon stark salzhaltig sind. stets noch beträchtliche Ammoniakmengen aufnehmen.
Die Aluminiumsalzlösung ist vorteilhaft gesättigt zu verwenden. Festes Aluminium salz, selbst unreines, kann, zweckmässig in kleinen Anteilen, in pulveriger oder stückiger Form, mit und ohne Kristallwasser, entwäs sert oder auch in Form einer Kristallwasser schmelze in die lmmoniahflüssigkeit ein- --etra-en werden. Am sichersten erfolgt die Umbildung in den wasserarmen, von basi schen Verbindungen freien, leicht auswasch baren und dichten Niederschlag, wenn man stückiges Gut anwendet, das so gelagert ist, dass es allseits leicht von der ammoniaka- lischen Lauge umspült werden kann.
Macht sich eine zu starke Verminderung des Was sergehaltes infolge des wenn auch geringen Wassereinschlusses des Niederschlages be merkbar, so ist entsprechend zu verdünnen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die Kon zentration der Metallsalzlösung zweckmässig so hoch zu halten ist, dass die Hydroxyde nicht in gallertartigem oder gelatinösem Zu stand ausfallen. Diese Mindestkonzentration ist von Fall zu Fall bei den einzelnen Metall salzen durch Versuche zu bestimmen.
Das beschriebene Verfahren ist besonders geeignet zur Herstellung von Aluminium- hydroxy d aus reinen oder verunreinigten Aluminiumsalzen, die man durch den Auf schluss von tonerdehaltigen Materialien aller Art mittelst Säuren, insbesondere mittelst Schwefelsäure, erhält. In diesem Falle hat mann die betreffenden Aluminiumsalze von den unlöslichem Kieselsäurerückständen abzu filtrieren und durch Verdampfung des Was sers entweder hoch zu konzentrieren oder so weit zu sättigen, dass dann die Aluminium salze aus den Lösungen auskristallisieren. Diese sind naturgemäss durch Eisen und an dere Salze verunreinigt.
Bei der bisher geschilderten Arbeitsweise wird der Überschuss der zur Fällung und An reicherung dienenden konzentrierten Ammo niakflüssigkeit, beziehungsweise der ammon salzhaltigen Ammoniaklauge und ander seits das zu fällende Aluminiumsalz, bezie hungsweise seine Lösung unmittelbar mitein ander zusammengebracht. Man kann das Verfahren zu einem kontinuierlichen gestal ten, wenn man unter Ausnutzung osmotischer Vorgänge mit einer porösen Scheidewand arbeitet, die das Metallsalz von der Fällungs flüssigkeit trennt. Auf der Seite der Scheide wand, wo sich das Aluminiumsalz befindet, wird festes Salz immer wieder zugegeben und auf der andern Seite erfolgt die ständige Anreicherung mit überschüssigem Ammoniak.
Der Aluminiumhydroxydniederschlag wird, ebenso wie das aus der ammoniakhaltigen Fällungsflüssigkeit infolge der steigenden Anreicherung sich ausscheidende Ammonsalz, regelmässig entfernt.
Die Zugabe von Fällungsmittel beider seits der Scheidewand wirkt beschleunigend. Überraschenderweise verstopft selbst bei An wendung von festem Salz der Niederschlag diese poröse Trennwand nicht. Zweckmässig arbeitet man mit Überdruck auf der Seite der Fällungsflüssigkeit, wodurch die Reak tion unterstützt wird.
Man verfährt beispielsweise wie folgt: In ein Gefäss mit starker gesättigter Ammoniakflüssigkeit wird eine poröse Zelle oder ein anderer Hohlkörper mit gut durch lässigen Scheidewänden, zum Beispiel ein über ein prismenförmiges Gestell gespanntes, leicht abpressbares Gewebe, eingesetzt und in den Innenraum Aluminiumsulfatlösung oder festes Salz eingeführt, während man in den Aussenraum Ammoniaklösung im über schuss bringt. Die in den Innenraum drin gende, im äussern Gefässe fortlaufend bis zur Sättigung angereicherte Fällungsflüssigheit tritt sofort mit dem Aluminiumsalz in Re aktion.
Nun wird in den Innenraum 91)- wechselnd Sulfat eingetragen und das ge bildete Aluminiumhy droxy d entfernt, aussen Ammoniak zugefügt und das dem Hydroxi d eritgegenwandernde ausgeschiedene Ammo- niumsulfat abgezogen.
Claims (1)
- PATNNTANSPRÜCH: Verfahren zur Herstellung von Aluminium- hy droxy d, in leicht filtrierbarer und leicht auswasclibarer Form, dadurch gekennzeich net, dass Aluminiumsalze mit einem mehr fachen Überschuss von Ammoniak gefällt werden und dass die Reaktionsflüssigkeit mit dem gebildeten Ammonsalz mit Ammoniali: angereichert und wieder mit Ahuniniumsalzen zusammengebracht wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass gesättigte Alumi niumsalzlösung verwendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in die Reaktions flüssigkeit, die nach der Umsetzung von dem Aluminiumhydroxydniederschlag ab gezogen worden ist, Ammoniakgas ein geleitet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anreichern der Reaktionsflüssigkeit ammoniakhaltige Ab gase dienen. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass festes Aluminumsalz in überschüssige, konzentrierte Ammoniak flüssigkeit in kleinen Anteilen eingetra gen wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Aluminumsalze in Form von kleinen Stücken in ammoniak haltige Flüssigkeit eingeführt werden. G. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass unreine Aluminium salze zur Anwendung kommen. 7.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ammoniakflüssig- keit und das Aluminiumsalz durch eine poröse Scheidewand getrennt sind. B. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumsalzlösung auf der einen Seite, gesättigte Ammoniak, flüssigkeit auf der andern Seite einer porösen Scheidewand angeordnet wird. wobei in erstere festes Aluminiumsalz eingetragen, in letztere gasförmiges Am moniak eingeleitet wird. 9.Verfahren nach Patentanspruch., dadurch gekennzeichnet, dass Aluminiumsalzlösung auf der einen Seite, gesättigte Ammoniak flüssigkeit im Überschuss auf der andern Seite einer porösen Scheidewand angeord net wird, wobei in erstere festes Alumi niumsalz eingetragen, in letztere gas förmiges Ammoniak jeglicher Herkunft eingeleitet und einerseits der Aluminium- hy droxydniederschlag, anderseits das sich aus der gesättigten Ammonsalzlösung aus scheidende Ammonsalz ständig entfernt wird.
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