CH84922A - Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben oder Ringen. - Google Patents

Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben oder Ringen.

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CH84922A
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Brinkmann Hermann
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Brinkmann Hermann
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    • G09D3/00Perpetual calendars
    • G09D3/04Perpetual calendars wherein members bearing the indicia are movably mounted in the calendar
    • G09D3/06Perpetual calendars wherein members bearing the indicia are movably mounted in the calendar with rotatable members
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Description


  Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander     einstellbaren    Scheiben oder Ringen.    Der christliche Jahreskalender entsteht  durch die Einordnung des wechselnden  Kirchenjahres in das mit Ausnahme des  Schaltjahres stets gleich bleibende bürger  liche Jahr. Daher ist alljährlich ein neuer  Kalender notwendig.  



  Wohl hat man     kalenderische    Apparate  konstruiert,     durch    welche man die Monats  tage eines jeden     .Jahres    auf die     Wochentag     verteilen kann, aber die Hauptsache fehlte:  nämlich die Einordnung der beweglichen       kirchlicben    Feste und Zeiten an ihrem Da  tum im bürgerlichen Jahreskalender.  



  Diese Aufgabe löst zum     ersten    Mal in  einfachster Weise der zur     Pafentierung    vor  gelegte Kalender. Die Erfindung beruht auf  der Erwägung, das der unregelmässige  Wechsel des Jahreskalenders nicht so sehr  von der     Verschiebbarkeit    des Osterfestes,  sondern vielmehr von der ungleichen  Länge des kirchlichen und bürgerlichen  Jahres abhängt. Das bürgerliche Jahr ist  entweder um ein oder zwei Tage     Dinger     oder um sechs,     bezw.    fünf Tage kürzer als  das kirchliche Jahr.

      Gebt     inan    von der letzten Tatsache aus,  so lässt sich eine mechanische     Nebeneinan-          derordnung    beider Jahre - und das ist die  Grundlage für den erstrebten wirklichen  Dauerkalender - nur durch einen künst  lichen Ausgleich der Länge beider Jahre  erzielen, d. h. es müssen dem kurzen bür  gerlichen Jahre die fehlenden sechs,     bezw.     fünf Tage in der Form einer Lücke oder       Raumaussparung        hinzugefügt        werden;

      dann  kann das     lürcliiiclie    Jahr sofort beweglich       angebracht    und mit dem bürgerlichen Jahre  mechanisch     zusammengeordnet    werden.  Diese     Nebeneinanderordnung    und Parallel  stellung könnte auf zwei parallelen Geraden  oder auf zwei parallelen, d. h. konzentri  schen Kreisen erfolgen. Aus praktischen       Gründen    empfiehlt sich letztere     Anordnung.     



  Der zur     Patentierung    vorgelegte     Erfin-          dungsgegenstand    besteht aus     konzentrisch     gegeneinander einstellbaren Scheiben oder  Fingen und kennzeichnet sich durch zwei  in     gleichviele    und     gleichgrosse    Einheiten       eteilte.    auf den     Scheiben    oder Ringen an  gebrachte     Parallelkreise,    von denen der eine  die Monatstage     eines.    bürgerlichen Jahres      oder Jahresteils und der andere, bei un  unterbrochener Aneinanderreihung von vol  len Wochen im ganzen Kreise, die Wochen  tage eines um mehrere Tage.

   grösseren  kirchlichen Jahres oder Jahresteils neben  einander aufgezeichnet enthält, wobei auf  dem ersteren Kreise zwischen dem ersten  und letzten Monatstage so viele     Einheit.err     leer bleiben, als auf dem letzteren Kreise  die Zahl der mehr verzeichneten Wochen  tage beträgt, so dass die Einstellung des  Osterfestes oder eines von Ostern abhän  gigen Tages auf den Monatstag den voll  ständigen Kalender des verzeichneten Zeit       raumies    finden lässt.  



  Im. Folgenden sind drei Ausführungsbei  spiele des Erfindungsgegenstandes erläutert.  <I>9.</I>     Ausfiilarungsai,t        (Fig.    1-3)  Die als Träger der konzentrischen Kreise  dienenden Scheiben sind einseitig bedruckt..  Ein auf feststehender Scheibe vorge  sehener, in     3'i1.    Einheitsfelder geteilter  äusserer Kreis enthält die 365 Monatstage des  Gemeinjahres,     bezw.    die 366 Monatstage des  Schaltjahres, während zwischen dem 31. De  zember und dem 1. .Januar sechs Felder im  Gemeinjahr und fünf Felder im Schaltjahr  leer bleiben. Für die Monate März bis De  zember einschliesslich gilt für das Gemein  und Schaltjahr eine Tagesreihe, während  für Januar und Februar zwei Reihen vor  gesehen sind.  



  Der konzentrische innere Kreis auf der  beweglichen Scheibe enthält in ebenfalls 371.  gleichen Feldern lückenlos die Wochentage  von 53 Wochen, unter denen die kirchlichen  Tage und Zeiten von     Septuagesima    bis zum  23. Sonntage nach Trinitatis als solche ge  kennzeichnet sind, während die übrigen       Sonn-    und Wochentage durch ihre Lage  gegenüber- den Tagen des bürgerlichen Jah  res auf dem äusseren Kreis als Trinitatis-.  Advents-,     Weihnachts-    oder Epiphanias  tage erkennbar sind.  



  <I>Gebrauchsregel-</I> Stelle Ostern auf seinen       Monatstag,    dann legen sich dadurch von  selbst alle andern Tage des kirchlichen  Jahres auf ihren Monatstag.    Zum Beispiel im .Jahre 1919: Schiebt man  den ersten Ostersonntag auf den 20. April,  so liegt der Sonntag     Septuagesima    am  16. Februar, Aschermittwoch am 5. März,  Karfreitag am 18. April, Himmelfahrt am  29. Mai, Pfingstmontag am 9. Mai, Fron  leichnam am 19. Mai, der vierte Advents  sonntag am 21. Dezember usw. Während  bei der Ausführung nach     Fig.    2 die Kreise  in zwei parallelen Ebenen liegen; sind sie  bei der Variante nach     Fig.    3 in der näm  lichen Ebene gelegen.  



       n.        Azcsfiihi,?ingsart        (Fig.    4-7 j  Die Träger der Kreise sind einseitig be  druckte Scheiben wie bei Ausführungsart 1.  Der feststehende Kreis wie in Ausfüh  rungsart 1. Der bewegliche Kreis setzt sich  aus Bogen zusammen, deren Träger zwei  konzentrische, gegeneinander einstellbare  Sektoren sind, die von ihren Bogen bei  jeder zweckentsprechenden Zusammenstel  lung zusammen stets 53 Wochen     sichtbar     lassen.  



  Der grössere Sektor enthält einen Kreis  bogen mit 315 Feldern für die Tage der     \t:)     Wochen zwischen     Septuagesima    und der  Woche nach dem 27. Sonntage nach Tri  nitatis einschliesslich unter Benennung sämt  licher     Sonn-    und Festtage dieser Zeit.  



  Der kleinere Sektor enthält 91 Felder für  die 13 Wochen zwischen dem ersten     Adventz;-          sonntag    und dem letzten     Epiphaniassonnta-          unter    Benennung der ersten vier Sonntage  als Adventssonntage und der letzten sechs  Sonntage als     Epiphaniassonntage,    während  die dazwischenliegenden Sonntage keinen  Namen führen.  



  Um eine glatte Einstellung der Sektoren  gegeneinander zu erzielen und eine gegen  seitige Hemmung- zu vermeiden, enthalten  beide Sektoren an ihrem Ende. also hinter  der 27.     Trinitatiswoche,        bez#,v.    der sechsten       Epiphaniaswoche,    noch eine leere, nicht  bedruckte Fläche, die immer, auch bei der  äussersten Verschiebung der     Sektollen    ge  geneinander, unter dem Anfange des sich  darüber schiebenden andern Sektors bleibt.           Gebrauchsregel:    Stelle Ostern auf seinen  Monatstag und den ersten Adventssonntag  auf den ersten Sonntag nach dem 26. No  vember.  



  Beispiel: 1916 (Schaltjahr):  Ostern am 23. April,     Septuagesima    am  20. Februar, Aschermittwoch am B. März.  Karfreitag am 21. April, Himmelfahrt am  i.. Juni, Pfingstmontag am 12. Juni. Fron  leichnam am 22. Juni.  



  Der erste Sonntag nach dem 26. Novem  ber ist der 3. Dezember, auf den also der  erste Adventssonntag fällt, und durch diesen  werden alle Tage zwischen dem ersten  Adventssonntag und     Septuagesima    auf  ihren Monatstag gebracht, zum Beispiel der  dritte     Adventssonntag    am<B>17.</B> Dezember, der  erste Sonntag nach drei Könige am 9. Ja  nuar, der vierte nach drei Könige am 30. Ja  nuar.  



  Beispiel: 1913 (Gemeinjahr):  Ostern am 23. März,     Septuagesima    am 19.  Januar,     Asehermittwoch    am 5. Februar, Kar  freitag am 21. März, Himmelfahrt am 1. Mai,  Pfingstmontag am 12. Mai, Fronleichnam  am 22. Mai.  



  Der erste Sonntag nach dem 26. Novem  ber ist der 30. November, auf den also der  erste Adventssonntag fällt, und durch die  sen werden alle Tage zwischen dem ersten  Adventssonntage und     Septuagesima    auf ihr  Datum gebracht; zum Beispiel der     zweite     Adventssonntag am 7. Dezember, der vierte  Adventssonntag am 21. Dezember, der erste  nach     Epiphania    am 12. Januar.  



  <I>,3. Ausführungsart</I> (nicht gezeichnet)  Die Träger der konzentrischen Kreise  sind auf beiden Seiten bedruckte Scheiben,       bezw.    Ringe.  



  Die Standscheibe und die bewegliebe  Scheibe sind ungeteilt und zeigen auf der       Vorder-    und Rückseite zusammen je ein  Paar konzentrischer Kreise.  



  Auf der Vorderseite enthält der Kreis auf  -der Standscheibe in 196 Feldern die Mo  natstage vom 1. Januar bis zum 30. Juni       einschliesslich,    während zwischen dem 30.  Juni und dem 1. Januar eine Lücke von im    Gemeinjahre 15, im Schaltjahre 14 Tages  feldern leer bleibt. Für das Schaltjahr ist  wie bei den Ausführungsarten Nr. 1 und 2  eine besondere Tagesreihe im Januar und  Februar vorgesehen.  



  Der Kreis auf der beweglichen Scheibe  enthält auf der Vorderseite 196 Felder für  28 Wochen, in denen die Tage von     Sep-          tuagesima    bis zum Herz     Jesufest    (am Frei  tag nach dem ersten Sonntag nach Trini  tatis) gekennzeichnet sind, während die  übrigen     Sonn-    und Festtage jeweils durch  ihre Lage zu den Tagen des Standscheiben  kreises als Epiphanias-,     bezw.    Trinitatis  sonntage zu erkennen sind.  



  Auf der Rückseite enthält. der Kreis auf  der Standscheibe     wieder    196 Felder für     die:     1.84 Monatstage zwischen dem 1. Juli und  31. Dezember, wobei zwischen dem 31. De  zember und dem 1. Juli eine Lücke von  12 Tagen bleibt. (Der Unterschied zwischen  Gemeinjahr und Schaltjahr spricht hier  nicht mehr mit.)  Der Kreis auf der beweglichen Scheibe  enthält     196    Felder für 28 Wochen, welche  durch ihre Lage zu den Tagen des Stand  scheibenkreises als Trinitatis-,     bezw.    Ad  ventszeit zu erkennen sind.  



  Die Reihenfolge der Monate und Wo  chen auf der Rückseite muss der auf der  Vorderseite     entgegengesetzt    sein. so dass,  wenn man zum Beispiel einen Uhrzeiger  anbrächte, der über die Tage ihrer Reihen  folge nach hinwegginge, dieser auf der Rück  seite sich links herum     -drehen    würde, und  wenn er auf der Vorderseite wäre, rechts  herum ginge.  



       Gebrauchsregel.:    Stelle das Osterfest auf  seinen Monatstag.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben. oder hingen, gekennzeichnet durch zwei in Bleich viele und Bleichgrosse Einheiten geteilte, auf den Scheiben oder Ringen angebrachte Pa rallelkreise, von denen der eine die Monats tage eines bürgerlichen Jahres oder Jahres- teils und der andere, bei ununterbrochener Aneinanderreihung von vollen Wochen im ganzen Kreise, die Wochentage eines um mehrere Tage grösseren kirchlichen Jahres oder Jahresteils nebeneinander aufgezeich net enthält, wobei auf dem erstern Kreise zwischen dem ersten und letzten Monats tage so viele Einheiten leer bleiben, als auf -lem letzteren Kreise die Zahl der mehr ver zeichneten Wochentage beträgt,
    so dass die Einstellung des Osterfestes oder eines von Ostern abhängigen Tages auf den Monats tag den vollständigen Kalender des ver zeichneten Zeitraumes finden lässt.
CH84922D 1918-07-25 1918-07-25 Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben oder Ringen. CH84922A (de)

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CH84922D CH84922A (de) 1918-07-25 1918-07-25 Ewiger Kalender mit gleichachsigen, gegeneinander einstellbaren Scheiben oder Ringen.

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