Lüftungseinrichtung für elektrische Maschinen. Die Einrichtungen zur Kühlung elek trischer Maschinen lassen sich nach der Art der Kühlluftförderung unterscheiden in sol che, bei denen der Läufer der elektrischen Maschinen selbst die für die Kühlung der gesamten Maschine benötigte Luftmenge allein fördert, in solche, bei denen lediglich von aussen her durch einen gesonderten luftbeweger Kühlluft durch die Maschine getrieben wird, und schliesslich in solche, bei denen beide Kühlungsarten vereint zur Anwendung kommen.
Eine Anordnung der ersten Art zeigt die Fig. 1, die den allgemein bekannten Typ der elektrischen Maschinen mit Kühlung mittelst durch den Läufer geförderter Luft darstellt. Das wirksame Eisen 1 des Ständers ist mit den üblichen radialen Lüftungs schlitzen 2 und achsialen Luftkanälen 3 ver sehen dargestellt. Das wirksame Eisen 4 des Läufers ist in der üblichen Weise mit ra dialen Lüftungsschlitzen 5 versehen, die in bekannter Weise eine Ventilationswirkung hervorbringen.
Ausserdem besitzt der Läufer an seinen Stirnseiten Ventilatoren 6, die die aus dem Ansaugraume 7 entnommene Kühl luft in die Druckkammer 8 pressen, von wo sie sieh durch die Achsialkanäle 3, sowie durch den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer auf die radialen Lüftungsschlitze verteilt und von dort schliesslich über den Abluftraurn 9 ins Freie entweicht. Die ein bezeichneten Pfeile geben hier wir in allen andern Figuren die Richtung des Kühlluft stromes in den einzelnen Teilen der Ma schine an. Die Wicklung ist der Deutlich keit halber hier wie in allen andern Figuren weggelassen.
Fig. 2 zeigt ein Beispiel der zweiten be kannten Art einer Luftkühlung für elek trische Maschinen. Hier wird die Kühlluft von aussen leer mittelst eines gesonderten Luftbewegers durch die Kühlkanäle und Lüftungsschlitze des Läufers und des Stän ders hindurchgepresst. Gleiche Teile wie in Fig. 1 sind mit, den gleichen Bezugszeichen verseben. Die Ständerkühlung ist in Fig. nach dem im scliweiz. Patent.
Nr. 438','r3 ge schützten Erfindungsgedanken ausgebildet.
Die dritte der anfangs erwähnten bekann- ten Luftkühlungseinrichtungen ergibt sich unmittelbar aus einer Vereinigung der Ein richtungen nach den Fig. 1 und 2, indem man beispielsweise bei einer Einrichtung nach Fig. i ausser der durch den Läufer und seine Ventilatoren bewirkten Kühlung (Ei genkühlung) noch eine durch einen geson derten Luftbezveger von aussen her bewirkte Kühlung (zusätzliche Kühlung) nach Fig.2 vorsieht. Diese Ausführung hat jedoch den Nahteil, dass sich die beiden Luftströme gegenseitig stören, die Kühlung also nicht immer vollkommen ist.
Es ist ohne weiteres einleuchtend, dass bei derartigen Einrichtungen die Kühlluft sich im wesentlichen nach den Reibungs widerständen, welche sich in den verschie denen Luftwegen der Maschine finden, auf die verschiedenen zu kühlenden Gebiete der Maschine verteilt. Eine Regelung, also eire von vornherein beabsichtigte Verteilung der Kühlluftmengen auf bestimmte Gebiete der Maschine nach Massgabe der verschieden hohen Erwärmung dieser letzteren ist nur äufsserst schwierig, eine willkürliche Beein flussung der Luftverteilung bei einer fer tigen Maschine ohne konstruktive Änderun gen derselben gar nicht möglich.
In Rücksicht auf die oft hohe Ausnut zung des Materials bei Maschinen neuerer Bauart ist es aber häufig erwünscht, be stimmten Gebieten der Maschine, in denen eine stärkere Erwärmung stattfindet als in andern Gebieten, nicht nur eine reichlichere Kühlluftmenge zuzuführen, sondern es wird oft zweeckmässig sein, die den einzelnen Ge bieten der Maschine zugeführten Kühlluft mengen je nach Bedarf regelbar zu machen. So wird es sich häufig als notwendig er weisen, beispielsweise den Gebieten, die dem Luftspalte zwischen Ständer und Läufer be nachbart sind, eine grössere Kühlluftmenge zuzuführen als den Gebieten, die in der Nähe des, Ständerrückens liegen, weil erstere durch die Verluste in der Wicklung und in den meist hochgesättigten Zähnen des wirk samen Eisens stärker erwärmt werden als die andern Gebiete.
Bei achsial langen Ma- schinen kann der Fall eintreten, dass die in bezug auf die Längsachse mittlern Gebiete des wirksamen Ständereisens nicht ausrei chend gekühlt werden, weil bei der ver hältnismässig grossen Länge der Luftwege bis dorthin die Widerstände, die die Kühlluft zu überwinden bat, erheblich und die Ah- kühlungsverhältnisse überdies ungünstiger sind als in den den Stirnseiten des wirk samen Eisens benachbarten Gebieten.
Da ferner die Verschiedenheit im Küllluftbe- darfe der einzelnen Gebiete der Maschine mit zunehmender Belastung derselben un ter Umständen grösser wird, ist es noch er wünscht, die Verteilung der Kühlluftmengen auf die einzelnen Gebiete der Maschine nach Bedarf regelbar zu machen. Der Gegenstand der Erfindung löst diese Aufgaben in ein facher Weise. Auch hier wird ausser der durch den Läufer bewirkten Kühlung (Ei genkühlung) noch eine durch mindestens einen zusätzlichen Luftbeweger von aussen her bewirkte Kühlung (zusätzliche Kühlung) vorgesehen.
Um aber die geförderten Luft mengen in gewünschter Weise auf die ein zelnen Gebiete der Maschine zu verteilen, ermöglicht es die neue Einrichtung, die Kühlluft der zusätzlichen Luftbeweger zurr mindesten auf einen Teil ihrer Weglänge getrennt von der durch den Läufer geför derten Luft durch die Maschine zu führen. während auf lern restlichen Teil die Luft ströme vereinigt sind.
Anhand der Zeichnungen soll die Erfin dung in einigen Ausführungsbeispielen nä her beschrieben werden.
Fig. 3 zeigt ein ausserordentlich einfaches Ausführungsbeispiel, bei welchem die Luft führung im wirksamen Eisen in an sich be kannter Weise folgendermassen durchgebil det ist: Das aus Blechen zusammengeschich tete wirksame Eisen des feststehenden Teil der Maschine ist mit radialen Lüftungs schlitzen versehen, von denen einer oder eine Anzahl (Einströmluftschlitze 2) die Kühlluft achsialen Kanälen in den Blech- raketen zlifühlt. @\üllrcnll Dill alldcrer l,llft- sehlitz oller eilte Allzahl derselhen (:
1@z@- strömluftschlitze 2') die aus den achsialen Kanälen austretende Luft abführt, wobei diejenigen Lüftungsschlitze. durch welche die Luft in die Maschine einströmt, durch Zwischenlagen gegen den Luftspalt zwi schen Ständer und Läufer abgeschlossen sind. Der Ansaugraum 7 der Fig. i und 2 ist hier durch eine Zwischenwand 11 in zwei Kammern I und II geteilt und zwar in der Weise, dass die Kammer 1 an ilrem dem Läufer zugekehrten Ende die Form eines Ansaugstutzens 12 erhält, der in irgendeiner an sich bekannten Weise so der Stirnseite des Läufers gegenübersteht, in ihn hinein ragt oder ihn übergreift, dass eine mög lichst vollkommene Trennung der Luft ströme in den Kammern I und II erfolgt.
In die Kammer 1 tritt die Luft beispiels weise von irgendwo aus der freien Atmo sphäre ein, wird durch die Ventilatorwir- kung des Läufers über den Ansaugstutzen 12 in das Innere des Läufers eingesaugt, tritt durch die radialen Lüftungsschlitze 5 des Läufers in die als Ausströmluftschlitze die nenden radialen Lüftungsschlitze 2' des Ständers und teilweise auch in den Luft spalt zwischen Ständer und Läufer und ent weicht schliesslich durch den Ausströmraum 9 ins Freie.
Die vom zusätzlichen Luftbeweger geför derte Kühlluft wird in die Kammer II ge leitet und gelangt von dort in die Druck kammer 8 der Stirnverschalung. Von hier verteilt. sie sich durch die Einströmkam- mern 13 über die als Einströmluftschlitze dienenden Radialschlitze 2 des wirksamen Ständereisens, die, um Störungen des Luft stromes durch die aus den Radialschlitzen des Läufers kommende Luft zu vermeiden, durch Zwischenstücke gegen den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer abgeschlossen sind.
Von dort nimmt die Luft ihren Web in der im vorhergehenden Abschnitte be schriebenen Weise über die achsialen Kühl- lcanäle 3 und die als Ausströmluftschlitze dienenden Radialschlitze 2' des Ständer eisens, von wo sie über den Ausströmraum 9 ins Freie gelangt. Ein Teil der zusätzlicher, Kühlluft strömt aus der Druckkammer S unmittelbar durch die achsialen Kühlkanäle 3 des Ständer eisens und durch den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer in die Ausströmschlitze 2', vereinigt sich dort mit der aus den Ra dialschnitten des Läufers kommenden Luft der Eigenkühlung und gelangt über die Ausströmkammern 9 ins Freie.
Die Anordneng nach Fig. 3 ermöglicht daher schon eine bis zu gewissem Grade willkürliche, in jedem Falle bessere Ver- ieilung der Kühlluft auf die einzelnen Teile der Maschine, als es bei den bisher bekann ten Anordnungen möglich war.
Je nach den gerade vorliegenden Ver hältnissen kann man den beiden Luftströ men verschiedene Gebiete in der zu kühlen den Maschine zuweisen. So kann man den zusätzlichen Ltiftstrom von der einen Stirn seife der Maschine, den Luftstrom der Eigen- kühltung von der andern Stirnseite der Ma schine zuführen. Man kann aber auch einen Teil des Masehinenumfanges mit dem einen Luftstrom, den übrigen Teil des Umfanges mit dem andern Luftstrom kühlen. Je nach dun im Einzelfall ausschlaggebenden kon struktiven Gesichtspunkten wird man hier bei entweder die obere und untere oder aber die rechte und die linke Hälfte des Umfanges wählen.
Es stellt aber auch nichts im Wege, jede dieser Umfangshälften wiederum in eine Anzahl Sektoren zu unterteilen und die den beiden Hälften zugeordneten Sektoren in der LTmfanbsrichtting- einzeln oder grup penweise miteinander abwechseln zu lassen.
Man kann die Einrichtung auch in der Weise ausführen, elass man von dem zusätz lichen Luftstrom und dem Luftstrome der Eigenl:ühlun;- den einen vorwiegend die in- nern Teile der Maschine. den andern vor wiegend die nach dem äussern Umfange des Ständers zti gelegenen Teile bestreichen lässt.
Während der zusätzliche Luftstrom zum mindester, auf einem '!'eil der Weglänge getrennt von der durch den Läufer meför- derten Luft durch die Maschine geführt werden soll, ist eine teilweise Trennung des Luftstromes der Eigenkühlung von dem der zusätzlichen Kühlung nicht unbedingt er forderlich. Es wird in häufigen Fällen er wünscht sein, die durch den Läufer hervor gerufene Luftbewegung durch diejenige der zusätzlichen Luftbeweger in ihrer Wirkung zu unterstützen. Es geschieht dieses da durch, dass der Täufer die Luft mindestens zum Teil aus dem Druckraume der zusätz lichen Luftbeweger zugeführt erhält.
Hier bei kann die Grösse der unterstützenden Wirkung durch eingebaute Regelungsorgane geregelt werden, von denen die eine Art die Regelung der Luftzufuhr zum Läufer aus dem Druckraume der zusätzlichen Luft- beweger, die andere Art die Regelung der unmittelbaren Luftzufuhr zum Läufer be wirkt. Fig. 4 zeigt eine Anordnung, welche eine weifere Durchbildung der Anordnung nach Fig. 3 darstellt und eine Regelung der Kühlluttmengen für die beiden Luftwege in noch vollkommenerer Weise ermöglicht. In der Trennwand zwischen den Kammern 1 und II ist. eine Klappe 14 angeordnet, dass je nach ihrer Stellung ein mehr oder we niger grosser Teil der zusätzlichen Kühltaft in die Kammern 1 und II geleitet wird.
Würde zum Beispiel die Klappe auf die Stellung e gestellt, so würde die gesamte zusätzliche Kühlluft durch die Kammer I geleitet, während die Kammer lI unmittel bar gar keine zusätzliche Kühlluft erhält. Der äussere Luftweg der Maschine würde dann nur mittelbar Kühlluft vom zusätz lichen Luftbeweger erhalten, nämlich über den Läufer. In der Stellung a würde da gegen die gesamte zusätzliche Kühlluft durch die Kammer II geleitet, während die Kammer I gar keine zusätzliche Kühlluft erhält. Um in diesem Falle dem innern Luftwege Kühlluft zuzuführen, wird zweck mässig eine die Kammer I mit der Aussen luft oder einer sonstigen Kühlluftduelle in Verbindung setzende Öffnung vorgesehen, die durch ein Abschlussorgan, z.
B. eine Kappe 15, selbsttätig oder von Hand ge- schlossen werden kann, wenn die Klappe i4 in einer andern als Stellung a stellt. In allen Zwischenstellungen b, c und d wird je nach der Stellung der Klappe 14 die zusätzliche Kühlluft auf die Kammern I und II verteilt.
Da gleiche Teile der Maschine wie in den früheren Figuren auch hier mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind, er übrigt sich eine nähere Beschreibung der Fig. AL in ihren Einzelheiten. Nur zurr bes seren Verständnis des Weges, welchen die Kühlluft im äussern Luftwege nimmt, möge dieser Weg anhand der Fig. 4 und 5 verfolgt, werden.
Wie oben bei der Beschreibung der Flg. 3 ausgeführt wurde, tritt die Kühlluft voll der Druckkammer 8 in der Stirnver schalung in die Einströmkammern 13 und von dort in die Einströmluftschlitze 2 des Ständereisens. Von den Einströmluftschlit- zen 2 geht die Luft weiter durch die ach- sialen Kühlkanäle 3 bis in die Ausströmluft- schlitze 2'. Dieser Teil des Weges der Kühl luft lässt sich anhand der Fig. 3 und 4 ohne weiteres verfolgen.
Um jedoch den Austritt der warmen Abluft aus den Ausströmschlit- zen 2' in den Ausströmraum 9 klar verfol gen zu können, diene die Fig. a als Er@gän- zung der Fig. 4.
In Fig. 5 ist auf der linken Hälfte ein Querschnitt durch die Maschine nach A--7 Fig. 4) dargestellt, während die rechte Hälfte der Fig. 5 einen solchen Querschnitt nach C-D darstellt. Auf der linken Hälfte Sieht man die Kammer II, durch die den eingezeichneten Pfeilen entsprechend die zu sätzliche Kühlluft in die Druckkammer 8 eintritt. Von dieser aus verteilt sich die Kühlluft auf die nur gewisse Sektoren um fassenden Einströmkammern 13 und trifft von dort, wie die Pfeile andeuten, zentri petal in die Einströmluftschlitze 2 (Fig. 4) ein.
Aus diesen gelangt sie durch die Achsial- kanäle 3 (Fig. 41 in die Ausströmluftschlitze ' (h'ig. 4 und 5) und tritt von dort zentri fugal in den Auströmraum 9 und über den Abluftkanal 111 (Fig. 4 und 5) ins Freie.
Wie die Fig. 4 und 5 erkennen lassun, Sind die Einströmluftschlitze 2 im Bereiche der Ein- strömkammern 13 durch Zwischenstücke gegen den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer abgeschlossen, ebenso sind die Ein- strömkammern 13 gegen den Ausströmraum 9 beispielsweise durch im Gehäuse angeord nete Trennwände 16 abgeschlossen. Auch hier ist ersichtlich, dass die zusätzliche Küh lung auf dem wehgrössten Teil ihres Weges innerhalb der Maschine getrennt von der durch den Läufer geförderten Luft durch die Maschine geleitet wird.
Die durch den Läufer hervorgerufene Luftbewegung wird aber durch diejenige der zusätzlichen Luft- beweger in ihrer Wirkung unterstützt, denn der Ventilator des Läufers entnimmt seine Kühlluft aus dem Druckraume der zusätz lichen Luftbeweger.
Fig. 6 zeigt zwei weitere Ausführungs beispiele der Anordnung gemäss der Erfin dung. Da die in dieser, sowie in den noch folgenden Figuren dargestellte Maschine in ihrem allgemeinen Aufbau im Prinzipe mit den in den früheren Figuren dargestellten Maschinen übereinstimmt, sind im Folgen den der Übersichtlichkeit halber alle die jenigen Bezugszeichen in den Figuren weg gelassen, welche zum Verständnis der dar gestellten Ausführungsform nicht mehr er forderlich sind.
In Fig. 6 ist der Druckraum 8 der Stirn verschalung durch eine ringförmig oder po lygonal um den ganzen Druckraum herum laufende Trennwand 17, die in der Fig. 6 nur in der obern Hälfte gezeichnet ist, wäh rend in der untern Hälfte eine andere, spä ter zu beschreibende Ausführungsform dar gestellt ist, in zwei getrennte Räume geteilt. In den innern Raum drückt ein besonderer, auf dem Läufer angeordneter Ventilator 6 Luft hinein, die durch die innern Luftwege des Ständers, beispielsweise durch die Ach sialkanäle 3 und den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer nach den Ausströmluft- schlitzen 2' und von da über den Ausström- raum 9 ins Freie gelangt.
In den äussern Raum 8' des Druckraumes 8 tritt je nach der Stellung der Klappe 14 die gesamte zusätzliche Kühlluft oder ein Teil derselben ein und gelangt von dort über die Einström- kammern 13 in die Einströmluftschlitze 2, weiter auf dem bereits beschriebenen Wege in den Auströmraum 9, wo sich sämtliche der Eigenkühlung, sowie der zusätzlichen Kühlung angehörenden Luftströme treffen. und von dort ins Freie.
Die Trennwand 17 dient, wie ersichtlich, dazu, eine gegenseitige Störung des vom Läuferventilator geförderten Luftstromes und des zusätzlichen Luftstromes zu verhindern. Sie kann in die Stirnverschalung besonders eingebaut sein, sie kann aber auch mit der Stirnverschalung oder Teilen der letzteren aus einem Stücke bestehen.
In der untern Hälfte der Fig. 6 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel dargestellt. Bei gewissen Arten von Ständerwicklungen, wie, um nur ein Beispiel zu nennen, der sogenannten Fasswicklung oder ähnlichen Wicklungen, ist es unter ganz unerheb lichen Änderungen der Wicklung gegen über cler sonst üblichen Ausführung mög lich, gleich die Wicklung selbst als Trenn.- wanc1 auszubilden, so dass die besondere Trennwand 17 nach Fig. 6 oben entbehrlich wird.
Hierbei kann entweder die Wicklung allein die Funktion der Trennwand über nehmen, oder es können die zur Befestigung der Wickelköpfe dienenden Wicklungs stützen gleichfalls so ausgebildet sein, dass sie mit der Wicklung zusammen einen Man tel bilden, der die Druckkammer der Stirn verschalung in zwei Kammern 8 und 8' teilt.
So können zum Beispiel die sonst. üblichen Wicklungsstützen durch einen konzentrisch zur Maschinenachse in der Stirnverschalung herumlaufenden Ring 18 ersetzt werden, der dann die Wicklungsköpfe zu einer Trenn wand ergänzt. licht in allen Fällen wird es erforderlich sein, eine vollkommene Tren nung zwischen den Kammern 8 und 8' durchzuführen, es wird vielmehr in man chen Fällen geniigen, nur die ungehinderte Vermischung der Luftströme in den beiden Kammern bis zu gewissem Grade zu ver meiden.
Die Regelung der Luftmengen, bezw. des Druckes in den beiden Hauptluftwegen der Maschine kann bei den Einrichtungen nach Fig. 6 in ähnlicher Weise erfolgen wie bei derjenigen nach Fig. 4, nämlich mittelst der Klappen 1 4 und 15 oder mittelst gleichwer tiger Regelungsorgane. In gewissen Fällen kann es erwünscht sein, statt den Druckraum der Stirnverscha lung in die Kammern 8 und 8' zu untertei len, den Druckraum 8 in seiner ganzen Ausdehnung für den einen Luftstrom, bei spielsweise für die Eigenkühlung, zu be nutzen.
Um auch in diesem Fall eine Zu führung der dem zweiten, also beispiels weise dem zusätzlichen Luftstrom entnom menen Kühlluft zu den Einströmluftschlit- zen 2 des wirksamen Ständereisens zu er- mögligchen, können, wie es beispielsweise in Fig. 7 dargestellt ist, die Einströmkammern 13 von einem oder bei achsial langen Ma schinen von mehreren in der Maschinen mitte oder in deren Nähe gelegenen, das wirksame Eisen ringförmig umgebenden Zuführungskanälen 20 aus mit Kühlluft ge speist werden. Die Luftführung ist auch hier im übrigen die gleiche wie bei den an dern Figuren, so dass sich ein näheres Ein gehen hierauf erübrigt.
Um dem oder den Zuführungskanälen 20 Luft von dem zu sätzlichen Kühlluftstrom zuführen zu kön nen, ist in der die Kammer II von der Kam mer III' trennenden Wand eine Öffnung vorgesehen, durch die mittelst eines Rege- lungsorganes, z. B. einer Klappe 21 oder eines Schiebers oder dergleichen, ein Teil des zusätzlichen Kühlluftstromes nach dem Kanal 20 hin selbsttätig oder von Hand regelbar abgezweigt werden kann. Der Läuferventilator 6 fördert bei der Anordnung nach Fig. 7 die Kühlluft in die Druckkammer S der Stirnverschalung.
Voll hier fliesst sie durch die Achsialkanäle 3 des Ständers, sowie durch den Luftspalt zwi schen Ständer und Läufer in die Ausström- luftschlitze 2', von wo sie in die Ausström- kammer 9 und ins Freie gelangt.
Um nicht denjenigen Teil der vom Ventilator geför derten Kühlluft, der zur Kühlung der Wik- kelköpfe dient und der sich an den letz teren bereits erwärmt hat, durch die in- nern Luftwege der Maschine treiben zu müssen, kann man die im übrigen den Aus- strömraum 9 von der Druckkammer 8 tren nende Gehäusewand 22 mit entsprechend bemessenen Durchbrechungen versehen. so dass ein Teil der Luft aus der Druckkammer S, wie es die punktierten Pfeile andeuten. in den Ausströmraum 9 entweichen kann.
Fig. 8 zeigt eine Vereinigung der An ordnungen nach den Fig. 6 oben und 7. Wie in Fig. 6 ist der Druckraum der Stirnver- schaftung durch die ringförmig oder poly gonal leerumlaufende Zwischenwand 17 in zwei Kammern S und S' geteilt. Die der zu sätzlichen Kühlung angehörende Luft in der Kammer II fliesst zum Teil in die Kammer S', von wo sie in die Einströmkammern l3 gelangt. Ein Teil der Luft in der Kammer II zweigt durch das Regelungsorgan 21 in die Kammer 1II' ab, fliesst voll dort in die Kammer 20, von wo sie in Einströmkam- mern 13 gelangt, die, wie die Fig. 2 zeigt mit den Kammern 13 in unmittelbarer Ver bindung stellen.
Durch diese unmittelbare Verbindung der Einströmkammern 13 und l3' wird bei etwaigen Verschiedenheiten des Luftdruckes in den Kammern 8' und 20 ein Druckausgleich ermöglicht, der eine ungleichmässige Verteilung der Kühlluft auf die einzelnen Teile des Ständereisens nach Möglichkeit verhindert.
Wo es die Betriebsverhältnisse zweck mässig erscheinen lassen, kann man auch auf diesen Druckausgleich verzichten, ins besondere dann, wenn man Gien nach der Maschinenmitte zu gelegenen Teilen des wirksamen Eisens reichlicher Küfllluft Zu zuführen beabsichtigt, als den mehr nach den Stirnseiten der Ma sclliue zu gele\;eneu Teilen. In diesem Falle werden die Eam- mern 13 und i-3' voneinander getrennt.
Eine weitere Attsbildting dieses Ausfüh- rungsbeispiels zeigt Fig. 9. Hier ist die Zwischenwand im Di-ticl:ratime 8 der Stirn- verschalung weggelassen. Infolgedessen tritt die von dem Ventilator 6 des Läufers ge förderte Kühlluft auch in die Einström- kammern 13, während in die Kammer III' und damit in die Kammer 20 und von clort in die Einströmkammern 13' die von den zusätzlichen Luftbewegern geförderte Kühl luft durch das Regelungsorgan 21 gelaugt.
Bei der sonst gleichen Art der Luftführung im wirksamen Ständereisen erübrigt sich ein näheres Eingehen auf diese.
Um eine besondere gleichmässige Vertei lung der gesamten Kühlluft über sämtliche Teile des wirksamen Ständereisens zu er möglichen, kann man gemäss Fig, 11 die Einrichtung so treffen, dass die in Fig. 9 dar gestellte Konstruktion gewissermassen in achsialer Richtung zusammengeschoben wird.
Hieraus ergibt sich, dass, während bei der Anordnung nach Fig. 9 die Einström- kammern 13 ein bestimmtes Gebiet des wirksamen Ständereisens, nämlich die den Stirnseiten benachbarten Teile mit Kühlluft versorgen, wogegen die Einströmkammern 13' einem andern, nämlich dem in der Ma schinenmitte gelegenen Gebiete des Ständer eisens Kühlluft zuführen, bei der Anordnung nach Fig. 11 beide Gebiete des Ständer eisens von beiden Gruppen von Einström- kammern mit Kühlluft versorgt werden.
In manchen Fällen, wie zum Beispiel bei achsial kurzen Maschinen, die infolge koher spezifischer Beanspruchung des Material eine ausgiebige Kühlung benötigen, kann es unerwünscht sein, im mittlere Teil der Ma schine, eine ringförmige Kammer 20 wie in den Fig. 7-9 anzuordnen. Um trotzdem den an den Stirnseiten und den nach der Maschinenmitte zu gelegenen Teilen des wirksamen Ständereisens nach Bedarf ver schieden bemessene, regelbare Kühlluft menge zuführen zu können, kann man nach Fig. 10 die Einströmkammern in zwei ra dial übereinander angeordnete Kammer gruppen 13 und 13" trennen, indem man die Trennwand 17 im Druckraume 8 noch bis in die Einströmkammern fortsetzt.
In diesem Falle wird die in den Druck raum 8' eintretende zusätzliche Kühlluft über die Einströmkammern 13 den nach der Mitte der Maschine zu gelegenen Teilen des wirksamen Eisens zugeführt, während der Ventilator 6 in seiner Wirkung durch diejenige der zusätzlichen Luftbeweger un terstützt wird, und die Kühlluft über den Druckraum 8 und die Einströmkammern 13' den der Stirnseite der Maschine benach barten Teilen des wirksamen Eisens zuge führt wird. Je nach der Stellung ler Klappe 14 kann man den ersteren oder den letzteren Teilen des wirksamen Eisens mehr oder weniger Kühlluft zukommen lassen.
Ausser bei den in len Zeichnungen dar gestellten Anordnungen kann die Erfindung mit Vorteil auch für andere Arten der Luft führung zur Anwendung kommen, bei spielsweise für eine rein achsiale Führung der Kühlluft in Achsialkanälen des Ständer eisens oder für eine Vereinigung achsialer Führungen mit, innerhalb der Radialschlitze peripherischer Führung, wie überhaupt bei allen denjenigen Luftführungen, welche die gänzliche oder teilweise Trennung der Luft wege in dem in der Einleitung der Beschrei bung angegebenen Sinne zulassen.
Auch die konstruktive Durcbbildung der Einzelheiten kann nach Bedarf von den in der Zeichnung dargestellten Ausführungs formen abweichen. So kann zum Beispiel die Abgrenzung der Kammern 20 im Ge liä userücken gegen den Ausströmraurn 9 aueli auf andere Weise als durch die.
zum Gehäuse gehörigen Zwischenwände 10' in den Fig. <B>7</B>, 8, 9 und 11 erfolgen, beispiels weise durch in die Blechpakete des Ständer eisens eingelegte, bis zum Gehäuserücken reichende Blechwände oder durch entspre chend im Durchmesser vergrösserte End- bleche einzelner Bleclipal:ete.