CH85787A - Regelbarer Flüssigkeitswiderstand. - Google Patents

Regelbarer Flüssigkeitswiderstand.

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CH85787A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Regelbarer Flüssigkeitswiderstand.    Für grosse Induktionsmotoren und ganz  besonders für solche, die sehr häufig ange  lassen werden müssen und bei denen gleich  zeitig eine Regelung der Drehzahl bei  den verschiedensten Drehmomenten verlangt  wird, zum Beispiel bei Förder- und Walz  werkmotoren, werden mit Vorteil Flüssig  keitswiderstände verwendet. Diese Apparate  werden so gebaut, dass entweder durch die  Bewegung der Elektroden oder der Flüssig  keit der Querschnitt der zwischen den Elek  troden befindlichen Flüssigkeitssäule oller  aber die Länge der Flüssigkeitssäule zwi  schen den Elektroden verändert wird.

   Im  ersten Falle, bei den sogenannten Platten  widerständen, erfolgt somit die Widerstands  änderung durch die Änderung des Quer  schnittes, im zweiten Falle, bei den     sogenann-          ten    Röhrenwiderständen, durch die Ver  änderung der Länge der Flüssigkeitssäle.  



  Bei diesen Flüssigkeitsanlassern ist der  Verlauf der Widerstandskurve in Abhängig  keit von der Elektrodenbewegung, das heisst  vom Steuerweg des Anlassers von ganz  besonderer Wichtigkeit.    Beim Plattenwiderstande kann der Wider  stand in Abhängigkeit vom Steuerwege in  weiten Grenzen durch die Länge und An  zahl dler Platten beeinflusst werden. In. Fig. 1  ist die Charakteristik eines solchen     Widere     Standes in der Kurve a angedeutet, in wel  cher dlas Vielfache des Widerstandswvertes  vom Ohmwerte für normales Drehmoment  des Motors bei Stillstand (1) in Abhängig  keit vom Steuerwege des Apparates dar  gestellt ist.

   Der Anfangswiderstand kann  dabei auch durch die Form der Platten  beeinflusst werden, der     Endwiderstand    kann  hingegen unter eine gewisse Grösse nicht ge  bracht werden und kann vor allem, was selr  wünschenswert wväre, nie den Wert Null  erreichen, da mit der Vergrösserung des  Querschnittes der     stromführenden        Flüssig.          keitssänle        der        Widerstand    nie Null werden  kann.

   Um     den        Endwiderstand    auf einen  brauchbaren Wert herunter zu     brinzen,    (las  heisst um einen sehr grossen Querschnitt. zu       bekommen,    müssen schon sehr viele Platten  zum Eintauchen gelangen,     was    einen sehr  grossen     Materialauf-tvand,    ein sehr grosses      Gewicht und damit grosse bewegliche Mas  sen bedingt. Die nötige Plattenoberfläche ist  dabei zirka 15 mal grösser, als durch die  Strombelastung bedingt wäre, das heisst das  Malertal ist nicht ausgenützt.

   Dieser An  lasser hat zudem noch die Nachteile, dass  ohne kostspielige Einrichtungen der     An-          fangswiderstancl    und der Endwiderstand  in einem gegebenen, festen Verhältnis zu  einander stehen, das durch die Leitfähig  keit der Flüssigkeit nicht beeinflusst werden  bann, und da ss infolge der schlechten Flüs  sigkeitszirkulation immer nur die obersten       Flüssigkeitsschichten    erwärmt werden, die  infolgedessen frühzeitig verdampfen, so dass  der Ohmwert des Widerstandes stark  schwankt.  



  heim bekannten Röhrenwiderstande mit  Elektroden, die zu der Röhrenwand senk  recht stehen, und die sich in der     untern     Endlage parallel berühren, ist der Wider  stand in Abhängigkeit vom Steuerwege nicht  ohne weiteres zu     beeinflussen    und nimmt  linear mit kürzerer Länge der     Flüssigkeits-          säiule    ab, wie in Fig. 1 durch die Kurve b  angedeutet c ist. Der Anfangswiderstand kann  lhier leicht. durch die Länge und den Quer  schnitt, der Flüssigkeitssäule und durch die  Leitfähigzkeit der Flüssigkeit beeinflusst wer  den. Der Endwiderstand erreicht hier ohne  weiteres den Wert Null, da die Länge der  Flüssigkeitssäule auf den Wert Null gebracht  werden kann.

   In diesem Falle braucht somit  die Elektrodenoberfläche nur so gross ge  wählt zu werden, wie der Strombelastung  entspricht. Das Gewicht und damit die be  wegten Massen sind also hier ein Minimum,  und zudem ist eine sehr gute Flüssigkeits  zirkulation gewiährleistet.  



  Die Kurven a und b genügen für die Pra  xis nicht, sondern man erstrebt, eine Charak  teristik des Widerstandes, die etwa nach  Kurve c verläuft, dass heisst derart, dass der  Motor bei etwa 30-40 % des Steuerweges  sein     normales    Drehmoment bei Stillstand  entwickelt, und dass der Widerstand ober  halb und unterhalb dieses Punktes etwa  geradlinig verläuft und am Ende des Steuer-    wehes allmählich Null wird. Letzteres ist  nötig, damit beim Kurzschliessen des Wider  standes kein Stromstoss auftritt. Die Grösse  des Anfangswiderstandes richtet sich einer  seits nach der Grösse des Stromstosses,     den     man im Momente des Einschaltens zulassen  will, und anderseits, und zwar in der Haupt  wache, nach der Grösse der verlangten Dreh  zahlregelung.

   Wird zum Beispiel bei einem  Drehmomente des Motors von 10 % des nor  malen Momentes noch ein ganz langsames  Drehen des Läufers des Motors verlangt, so  ergibt diese Annahme einen Anfangswider  stand des Anlassers von der Grössenordnung  10, für den Fall, dass der Widerstand für das  normale Drehmoment des Motors bei Still  stand als 1 angenommen wird.  



  Bei einem nach Kurve c gebauten Wider  stande würden die ersten 30-40  % des       Steuerweges,    bei denen der     Widerstand     geradlinig von 10 auf 1 fällt, für allgemeine  Manöver verwendet werden können, wäh  rend der Rest des Steuerweges bis 100%.  wo     der    Widerstand geradlinig von     i    auf  Null fällt, für den normalen Anlassvorgam  oder gegebenenfalls zur Schlupfregelung ver  wendet würde.  



  Nach der Erfindung wird nun eine Cha  rakteristik zum Beispiel nach Art der Kurve       c    dadurch erreicht., dass     inan    mehrere     Fliis-          sigkeitswiderstände,    die unter     sich        verschie-          dene    Charakteristiken aufweisen, miteinan  der vereinigt. und ihre Steuerwege in gewoll  ter Weise zwangsläufig miteinander     konr-          biniert.    Auf diese Weise lässt sich jede ge  wünschte Charakteristik erzielen.

   Soll die  Kurve bei     100%        Steuerwedie    Nullinie  schneiden, so muss jedenfalls einer der Ein  zelwiderstände ein Röhrenapparat sein.  



  In der Zeichnung sind zwei     Ausführungs-          beispiele    für den     Ei-findung-sge.enstand    dar  gestellt. Die     Flüssigkeitswiderstände    sind  zweipolig gezeichnet, können aber auch als  Darstellung einer Phase eines mehrphasigen       Widerstandes    angesehen werden, wobei der  geerdete Pol die Neutrale des     Mehrphasen-          ss-stems    bildet.      Nach Fig. 2 besteht der Widerstand aus  den beiden Flüssigkeitsbehältern t und 2,  die zu einem gemeinsamen Kasten 3 aus  leitendem Material vereinigt sind.

   Im     Be-          häler    1 sind Isolationsröhren, zum Beispiel  Ton- oder Zementröhren, 4 und 5 mit dem  Metallringe 6 als freie Elektrode zu einem  tRohrsystenme vereinigt, und auf irgendeine  Weise so im Behälter 1 gelagert, class dlas  Wasser von unten her freien Zutritt hat lund  den obern Rand der Röhren bespült. Im  Behälter 2 ist eine Isolationsröhre 7 auf ähn  liche Weise gelagert, wie das Rohrsystem  4--5-6 im Behälter 1. An der Stange 8,  respektive dem Hebel 9, der mit der Antriebs  welle 10 verbunden ist, häng-t der bewegliche  Rahmen 11, der auf der Stange 12 durch  dlas Stück 13 geführt ist. Der bewegliche  Rlahmen il trägt unter Zwischenschaltung  von Isolierstücken 14, 15 an den Metallstan  gen 16, 17 die Metallelektroden 18, 19.

   Die  Metallelektroden 18 und 19 sind durch die  Verbindung 20 miteinander und durch die  flexible Verbindung 2t mit der Anschluss  klemme 22 leitend verbunden. Am Fusse der  Isolierröhre 7 des Behälters 2 ist eine feste  Metallelektrode 23 eingelagert. Für einen  dreiphasigen Anlasser sind sowohl in Behäl  ter i wie in Behälter 2 je dfrei Elektroden 19,  bezw. 18 mit entsprechenden Rohrsystemen  4 -5--6 und Isolierrohren 7 vorhanden. Die  drei festen Elektroden 6 sind dlabet mitein  ander metallisch verbunden und ebenso die  drei Elektroden 23.  



  Die Wirkungsweise dieses Anlassers ist  folgende: Ist der bewegliche Rahmen 11  lhochgezogen, so dass die Elektrode 19 in der  Stellung 1 sich befindet, so ist der Wider  stand gegeben durch die Höhe H und den  mittleren Durchmesser der Flüssigkeitssäule  sowie die Leitfähigkeit der Flüssigkeit. Die  festen Elektroden 6 bilden den     Sternpunkt     des Systems. Die Grösse dieses Widerstandes  entspreche in Fig. 1 dem Punkt I.

   Wird der  bewegliche lRahmen 11 gesenkt, bis die Elek  trode 19 in Stellung II steht und die Elek  trode 18 gerade beginnt, den Flüssigkeits  spiegel im Behälter 2 zu berühren, so ist der         Widerstand    gegeben durch die Differenz der  Durchmesser D' und D und diejenige der  flöhen ha und h' der Elektroden 19 und 6,  sowie     durch    die Leitfähigkeit der Flüssigkeit  im Behälter 1. Die Grösse des Widerstandes  in dieser Elektrodenstellung entspreche in  der Fig. 1 demn Punkte II.

   Wird der beweg  liche Rahmen 11 weiter gesenkt, so kommt  die Elektrode 18 zur Wirkung, und nun  nimmt die Grösse des Widerstandes langsam  ab, etwa nach der Linie II-III der Kurve c  in Fig. 1, um bei der Berührung der beweg  lichen Elektrode 18 mit der festen Elektrode  23 in der Stellung III Null zu werden, ent  sprechend Punkt III in Fig. 1. Durch die  Wahl der Höhendifferenz H und die Wahl  der Durclhnmesser D, Dl und D2, sowie die der  Leitfiähigkeit der Flüssigkieiten in den Behäl  tern 1 und 2 kann der Verlauf der Wider  standskurve beliebig eingestellt werden, zum  Beispiel nach Kurve n oder b oder, wnenn es  wünschenswert werden sollte, auch nach e  in Fig. 1.  



  Würden die beweglichen Elektroden 18.  19 (ig. 2) als volle Platten ausgeführt, so  würden sie' der raschen Bewegung in der  Flüssigkeit hinderlich sein. Die bewegliche  Elektrode 18 wird deshalb vorteilhaft in  Form eines Rostes ausgeführt, zum Beispiel  wie in     Fig.    3 und 4 durch die ausgezogenen       Umrisse        angedeutet;    ist.

   Damit. der Quer  schnitt der     Flüssigkeitssäule    zwischen der       beweglichen        Elekl.rode        und    der festen     Elek-          Irode    im     Momente.    vor dem metallischen       Berühren    möglichst. gross wird, wird auch  die feste Elektrode rostförmig ausgebildet.

    wie (lies in     Fig.    3 durch die gestrichelten  Umrisse     angedeutet        ist.    Auch können die       Elektroden    gemäss     Fig.    5 und 6 aus     claeh-          oder    kegelförmig angeordneten Einzelteilen  zusammengesetzt sein.  



       Sfatf    die beiden     Behälter    1- und 2 zu einem  Kasten 3 zu vereinigen, wie (lies in     Fig.    2  angenommen ist, können diese auch getrennt       voneinander        ausgeführt    werden.  



  Statt. den Flüssigkeiten in den Behältern  i und 2 verschiedenes Niveau zu geben, kann  man ihnen (las gleiche Niveau gehen und die      Länge der Stangen 16 und 17 verschieden  mn achen.  



  Statt der Isolationsröhre 5 (Fig. 2) kann  die feste Elektrode 6 auf die ganze Länge  der Röhre 5 ausgedehnt werden.  



  Uni den Querschnitt der Flüssigkeitssäule  im Momente vor dem Kurzschliessen der  Elektroden 18 und 23 zu vergrössern, kann in  der Röhre 5 in der Stellung III ebenfalls eine  feste Elektrode eingebaut werden.  



  Statt die beiden beweglichen Elektroden  18 und 719 (Fig. 2) auf einem gemeinsamen  Rabmen 11 zu befestigen und durch einen       gemeinsamen    Hebel 9 anzutreiben, kann die       Ausführung    auch so gemacht werden, dass  jede     Elektrode    für sich durch einen Hebel  derselben Steuerwelle angetrieben wird.

   In  diesemn Falle ist auch noch die Ausführung  möglich, dass die einzelnen Elektroden von  der Steuerwelle 10 (Fig. 2) nur auf gewissen,  beliebig einstellbaren Wegstrecken     mitge-          nonzmen    werden, zum Beispiel so, dass von  der Stellung I bis zur Stellung II nur die  Elektrode 19 bewegt wird und von der Stel  lung II bis zur Stellung III nur die     Elek-          trodle    18.  



  Stalt dlie Behälter 1 und 2 und die Elek  troden 19, bezw. 18 nebeneinander anzu  ordnen, können dieselben auch übereinander  angeordnet iw-erden, wie dies in Fig. 7     sche-          mnatisch    dargestellt ist. Die Ziffern in der  Fig. 7 entsprechen denen in der Fig. 2.  



  Statt zur Beeinflussung der Widerstands  kurve nur zvwei Elektroden zu verwenden,  können auch drei und mehr solcher mitein  ander verbunden werden. In Fig. 1 ist die  Widerstandskurve für einen solchen Fall  durch Kurve d angedeutet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Regelbarer Flüssigkeitswiderstand mit festen und bewegliclzen Elektroden, gekenn zeichnet durch eine Kombination mehrerer Fliüsiglkeitswiderstände mit, unter sich ver schiedenen Charakteristiken, deren beweg liche Elektroden in bestimmter Bewegungs abhängigkeit zueinander stehen und mitein ander elektrisch verbunden sind, und von denen mindestens einer ein Röhrenwider stand mit in einem Isolierrohre auf- und abbeweglichen Elektroden ist. UNTERANSPRÜHE: 1. Widerstand nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass er aus zwei Röhren widerständen besteht, die zeitlich nach einander eingeschaltet werden. 2.
    Widerstand nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Widerstands flüssigkeiten in einem einzigen leitenden Behälter mit mehreren Abteilungen ent halten sind. 3. Widerstand nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch zwei konzentrische, übereinanderstehende Röhren verschiedener Weite, wobei eine zwischen ihnen befindliche ringförmige Bodenfläche des obenliegenden weitern Rohres durch eine feste Gegenelektrode gebildet wird. 4. Widerstand nach Patentanspruch mit mehreren Röhrenwiderständen, dadurch gekennzeichnet, dass die festen Elektro den derselben ringförmig sind und et\va den gleichen lichten Durchmesser auf weisen wie das zugehörige Isolierrohr.
    r>. Widerstand nach Patentanspruch mit mehreren Röhrenwiderständen, da.@lurch gekennzeichnet, dass die Röhrensenkrecht stehen und so im Behälter gelagert sind, dass die Widerstandsflüssigkeit von unten her freien Zutritt- in die Röhre und nach oben freien Abfluss aus ihr hat. 6. Widerstand nach Patentanspruch, dadtii ch gekennzeichnet, dass bewegliche und feste Elektroden rostförmig durchbrochen sind. <B>7</B>.
    Widerstand nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die beweglichen Elektroden mindestens teilweise nur auf bestimmten, beliebig einstellbaren We strecken des Stetterwe;les mitgenommen werden.
CH85787D 1918-08-17 1919-08-12 Regelbarer Flüssigkeitswiderstand. CH85787A (de)

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