CH85901A - Verfahren zur Darstellung von Ferrowolfram. - Google Patents
Verfahren zur Darstellung von Ferrowolfram.Info
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- C22C35/005—Master alloys for iron or steel based on iron, e.g. ferro-alloys
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Description
Verfahren zur Darstellung von Ferrowolfram. Die Erzeugung der in der Edelstahlindu- strie benötigten Legierung von Wolfram und Eisen aus wolframhaltigen Materialien, zurn Beispiel den Erzen Wolframit und Scheelit, geschieht bekanntlich im elektrischen Ofen durch Reduktion der Erze mit Kohlenstoff in Form, zum Beispiel von Koks unter Zugabe von Schlackenbildnern, wie gebranntem Kalk, Quarz und dergleichen, zur Bindung der Bei mengungen, zum Beispiel der Gangart der Erze zu einer meist aus Kalk, Manganoaydul, Tonerde und Kieselsäure bestehenden Schlacke,
in der das Molekülverhältnis von Säure zu Base etwa eins zrr eins ist. Das auf diese Weise erschmolzene Ferrowolfram besitzt einen Wolframmetallgehalt von ungefähr 75-85% und einen Kohlenstoffgehalt von etwa 0,5-10/0.
Es hat sich nun überraschenderweise ge zeigt, dass die Ferrowolfram-Erzeugung per Kilowattstunde bis um 100 % erhöht wird, sobald man dem Müller zur Beschickung des elektrischen Ofens eine geringe Menge einer schwefelhaltigen Substanz, zum Beispiel ele- mentaren Schwefels oder eines Sulfids oder eines sulfidbildenden Gemenges, zusetzt.
Als Sulfide eignen sich Schwefeleisenverbindungen, insbesondere Schwefelkies, als sulfidbildendes Gemisch hat sich Gips und Kohle bewährt; auch andere Sulfate können nebst Kohle be nutzt werden.
Die erforderliche Menge der schwefelhal tigen Substanz hängt von verschiedenen Um stünden ab, insbesondere von dem Verhältnis der Schlackenmenge zur Metallmenge im Müller und von dem hlanga.rr-O:cy dul-CTeh-.tlt der Schlacke. Im allgemeinen genügt eine solche Menge der schwefelhaltigen Substanz, dass der Schwefelgehalt der Schlacke unge fähr 4-10 0;'o der Schlackenmenge beträgt.
Eine Schwefelbindung im erzeugten Ferro- wolfram findet nicht statt und bei richtiger Arbeitsweise steigt der Gehalt des Ferro- wolframs an Schwefel nicht über den bei der Stahlfabrikation zulässigen Gehalt von 0.10/0.
Des öfteren enthalten die Wolframerze von Natur aus etwas Schwefel, bezw. Schwe- felvtrbindungrn, aber nie so viel, um die ge schilderte Produktionserhöhung zu erreichen; in diesem Falle muss die Schwefelbeimengung auf die angegebene Höhe ergänzt werden.
Den Beweis für die Erhöhung in der Pro duktion ergeben folgende Versuche: Verschmolzen wurde eine 111ischung von schwefelfreiem ZVolframit und Scheelit mit 70'-' " Wolframsäure. Bei der Reduktion im elektrischen Ofen mit Koks wurden 0,085 kg Ferrowolfram auf die angewandte Kilovolt- anaprestunde erzeugt.
Nach Zusatz von Schwefel als Schwefelkies in einer Menge von -1% der sich bildenden Schlacke wurden 0,17 kg Ferrowolfram auf eine Kilovoltarn- perestunde dargestellt, was einer Produktions- er h;3hung von 1000;o entspricht.
Das beschr,_ebene Verfahren ist nicht zu verwechseln mit einem bekannten Verfahren, gemälwelchem zur Herstellung von Ferro- w olfram aus Scheelit im elektrischen Ofen Schwefeleisen als eisenhaltiger und gleich zeitig den Kalk bindender Zuschlag verwen det wird.
Bei diesem bekannten Verfahren wird Schwefeleisen zur Bindung des Kalkes in einer dem stöchiometrischen Verhältnis entsprechenden Menge zugesetzt und der ganze Kalk des Erzes an Schwefel gebunden, wobei eine nahezu ausschliesslich aus Schwe- felealcium bestehende Schlacke entsteht. Das in dieser Weise hergestellte Ferrowolfram enthält .9 ,Schwefel, wodurch es für die Stah1_fabrikation unbrauchbar wird.
Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren dienen dagegen Schwefel oder schwefelhaltige Zusätze nicht zur Bin- duirg oder Verschlackung des Kalkes oder eines andern Bestandteils des angewandten Erzes, sondern als Katalysator zur Reaktions- beschleunigung, die sich ganz überraschend und augenfällig einstellt.
Der Schwefelgehalt des nach diesem Verfahren hergestellten Ferro- wolframs steigt, wie bereits oben erwähnt wurde, bei richtiger Arbeitsweise nicht über den bei der Stahlfabrikation zulässigen Be trag von 0,10/u. Ausserdem ist dieses Verfah ren für alle Wolframerze anwendbar, nicht nur für Scheelit, wie das bekannte Verfahren.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Ferro- wolfram aus wolframhaltigen 11Taterialien im elektrischen Ofen, dadurch gekennzeichnet, dass eine schwefelhaltige Substanz dem Möller in solcher ',Menge beigemischt wird, dass eine wesentlich höhere Ausbeute pro Kilowatt stunde erzielt wird. UN TERANSPRt?ClIE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Menge der zuge setzten schwefelhaltigen Substanz so be messen wird, dass der Schwefelgehalt der Schlacke ungefähr 4-10 % beträgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, d < ilals schwefelhaltige Substanz Schwefelkies genommen wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, #ekenn- zeichnet durch Anwendung eines sulfid- bildenden Gemenges. 4.Verfahren nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch Anwendung eines Gemenges von Gips mit hohle.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE513671X | 1918-05-06 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (2)
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|---|---|---|---|
| CH85901D CH85901A (de) | 1918-05-06 | 1919-06-26 | Verfahren zur Darstellung von Ferrowolfram. |
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