CH86045A - Messverfahren für Gleich-, bezw. Wechselstromanlagen und Vorrichtung zur Durchführung desselben. - Google Patents
Messverfahren für Gleich-, bezw. Wechselstromanlagen und Vorrichtung zur Durchführung desselben.Info
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Description
Messverfahren für Gleich-, bezw. Wechselstrotnanlagen und Vorrichtung zur Durch führung desselben. Den Gegenstand der vorliegenden Erfin dung bildet ein Verfahren und eine Vorrich tung zur Ermittlung der messtechnischen Grundlage eines Spezialtarifes für den Ver kauf elektrischer Energie. Die Erfindung be zweckt die Feststellung der verlustvergrössern den Wirkung der Ungleichmässigkeit der Stromentnahme und bei Wechselstrom zu gleich der verlustvergrössernden Wirkung der Abweichungen des Leistungsfaktors vom Werte Eins.
Die Ermittlung dieser Wirkung als Mass für die Güte der Verbrauchsform erfolgt zu Zwecken der Rabattgewährung auf die Strompreise von Stromversorgungsunterneh men, oder zu Zwecken der rationellen Ge staltung des Betriebes in solchen Anlagen, welche ihren Bedarf an elektrischer Energie selbst erzeugen. Die bisher gebräuchlichen einschlägigen Messapparate (Höchstverbrauchs messer, Kilovoltamperestundenzähler) ermög lichen dem Stromlieferanten, bezw. -Produ zenten eine genaue Bestimmung der genann ten Wirkungen nicht. Dies ist aber der Fall bei dein Verfahren und der Einrichtung, die den Gegenstand vorliegender Erfindung bilden.
:Nach dem Verfahren gemäss vorliegender Er findung wird neben der während der Ver brauchszeit t abgegebenen Leistung auch der Wert
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gemessen, zum Zwecke, durch Vergleichung des innerhalb der Zeit t abgegebenen elektrischen Arbeitsbetrages mit diesem Werte ein Mass für die Güte der Ver brauchsform hinsichtlich (Gleichmässigkeit und Leistungsfaktor zu erhalten.
Zur Ausführung des Messverfahrens wird neben einem Zähler bekannter Art, der die abgegebene elektrische Arbeit misst, ein Ap parat zur Messung des Wertes
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be nutzt. Um einen solchen Apparat zu erhalten, braucht nian beispielsweise nur die Spannungs spulen eines Zählers bekannter Art und mit einem dem Hauptstrome proportionalen Strome zu speisen.
Zu diesem Zwecke kann man- A. An die Stelle des bei den nach dem Thonison-Prinzipe gebauten Wattstunden-Mo- torzahlern an der Netzspannung liegenden Ankers eine der vom Nutzstrome durchflossene Spule und parallel geschalteter Anker b treten (Fig. 1); B. An die Stelle der sogenannten Span- nungs-Triebspule bei Induktions-Wattstunden- zählern entweder: 1.
Eine mit demselben magnetischen Flusse eines vorzusehenden Zwischentransformators Z wie die sogenannte Stromspule<B>ei</B> elektro magnetisch verkettete Triebspule di treten (Fig. 2); oder es werden \?. Die beiden Triebspulen e2 und<I>d2</I> unter sich in Reihe und hintereinander mit dem äussern Stromkreis geschaltet, wobei eine wirksame.Phasenverschiebung a zwischen den magnetischen Feldern dieser beiden Triebspulen durch Parallelschaltung eines induktionsfreien Widerstandes r; zu einer von beiden Spulen wicklungen erzielt wird (Fig. 2a); C.
An die Stelle der beiden Spannungs spulen eines Pendel-Wattstundenzählers kann ein System d' zweier in Reihe geschalteter Spulen treten, welches entweder 1. Dem System o' der festen Stromspulen parallel (Fig. 4a) oder - in geeigneten Fällen - mit dem genannten System c' hintereinan- dergeschaltet ist (Fig. 4b), oder Mit demselben magnetischen Flusse eines Zwischentransformators T wie das Sy stem o' elektromagnetisch verkettet ist (Fig. 5).
Zur näheren Erläuterung der Verhältnisse unter Bi, bezw. C dient das Vektordiagranim Fig. 3 der in den Anordnungen nach Fig. 2, bezw. Fig. 5 fliessenden Ströme.
In Fig. 3 bedeutet i, den Primärstrom (Nutzstrom) im Zwi schentransformator T, i' den Sekundärstrom des Zwischentrans formators<B>T zur</B> Erregung der Spule o (bezw. des Systems c' im Falle Ca), i' den Sekundärstrom des Zwischentrans formators<I>T</I> zur Erregung der Spule<I>d</I> (bezw. des Systems d' im Falle C2), a den für konstante Frequenz des Stromes i" konstanten Phasenwinkel zwischen i,
und il.
Bei Ausbildung als Motorzähler ist die Anordnung einer Wirbelstrombremse für die richtige Wirkungsweise der b1essvorrichtung notwendig.
Aus der Beschreibung ergibt sich, dass bei den motorischen Zählern das vom Anker, bezw. Rotor entwickelte Drehmoment in je dem Augenblicke dem Quadrate der Strom stärke proportional ist, welche in dem Kreise fliesst, in welchen das Instrument eingeschaltet ist. Die Messvorrichtung ist also dazu bestimmt, automatisch den Wert
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für eine Ableseperiode T zu bilden.
Der Beweis, dass dies durch die angege bene Schaltung tatsächlich erreicht wird, ge staltet sich für die unter A, bezw. B, bezw. C beschriebenen Anordnungen wie folgt: <I>Zu A.</I> Ist in Fig. 1 Spule a fest, Spule b beweglich angeordnet, und bedeutet i. den Augenblickswert der Stromstärke in a, i,, den Augenblickswert der Stromstärke in b, r. den Wert des Ohmschen Widerstandes in a, i-,, den Wert des Ohmschen Widerstandes in b,
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den Parallelschaltungswider- stand von a und<I>b,</I> r eine Konstante, so ergibt sich, wenn .I E=ra- 2@---r,,- Z,,=P-(L@-+-L,,)=R- i unter Vernachlässigung der im Anker bei der Drehung induzierten Gegerr-L'l1Th als Wert des zwischen a und b auftretenden Dreh momentes
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Die auftretende mechanisehe Leistung Li ist, wenn c)
die Winkelgesehwindigkeit des Ankers b bedeutet, gegeben durch zi=Dwli2r'0) Die von der Wirbelstrombremse absor bierte mechanische Leistung L= ist propor tional o2, somit ist L2 W2 Es gilt daher für dynamisches Gleich gewicht
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-Man erhält daher
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in welchem Endausdrücke Udie Anzahl der vom Anker<I>b</I> innerhalb der Zeit<I>T</I> zurückgelegten Umdrehungen bedeutet.
Der vom Zählwerke der 3lessvorrichtung registrierte Wert L' gibt ('T demnach ein Mass für den Wert) i2 <I>d t.</I> 0 Zu B. Bei Messvorrichtungen für Wechsel strom nach dem Prinzipe der Induktionszähler (Fig. 2 und 2a) gestaltet sich der Beweis viillig analog.
Sind in Fig. 2, bezw. Fig. 2a die von den Strömen i. und i" durchflossenen Spulen<B>ei</B> und di (bezw. c2 und d2) die Träger des Erregerfeldes, so ist gemäss der Theorie der Induktionszähler das auf den Rotor aus geübte Drebnionient gegeben durch den Aus druck<I>D =</I> r i, i, sin <I>ü,
</I> wobei a den Phasen winkel zwischen den Strömen i,. und i,, be deutet, welch letztere dem Strom i, konstant proportional sind. Da nun ferner, im Gegen satze zu den Verhältnissen bei Schaltung des Induktionszählers als Wattstundenzähler, der Wert sin a konstant bleibt, indem sowohl i.. als i, gegenüber i" stets näherungsweise die selbe Phase für gleichbleibende Frequenz be halten (Fig. 3), so kann geschrieben werden <B>Q</B> .<I>. .
D =</I> (r sin <I>a)</I> i,, <I>il =</I> r' i, i,, <I>=</I> r i' Der Beweis ist im übrigen identisch finit den] oben geführten von Gleichung 1 ab, so dass sich ergibt
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Die Anzahl der vom Zählwerke registrierten Umdrehungen gibt also auch bei Verwendung des Prinzips der Induktionszähler eiu Mass für den Wert
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Zu C.
Die nochmalige Wiederholung, bezw. Modifizierung des Gedankenganges in An wendung auf den als blehvori-ichtung aus zubildenden Pendelzähler erübrigt sich.
Zum kurzen Nachweise der Verwendbarkeit des Prinzipes des PendelzÜhler:s zur Konstruktion einer Messvorriehtung fürGleich-oderWechsel- stroin diene die folgende (für das Thomson- oder Induktionsprinzip gleichermassen gültige) Gberlegung. Bei Schaltung als Wattstunden zähler wird das System d' von einem Strome durchflossen, welcher der Netzspannung e proportional ist;
das Instrument registriert, <I>tos</I> c <I>=</I> tonst. vorausgesetzt, den Wert
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Bei Schaltung als Messvorrichtung hingegen wird das System d' (Fig. -la, Fig. 4b) von einem Strome durchflossen, welcher dem -Nutz strom i proportional ist;
in diesem Falle ver zeichnet das Instrument somit den Wert
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Inwiefern nun dieserWert ein Kriterium für den Grad der Regelmässig- keit, bezw. Unregelmässigkeit der Stroinab- nahine, sowie bei Wechselstrom für den hierbei stattfindenden Mittelwert des Leistungsfaktors darstellt, erhellt aus folgender Betrachtung Wie schon bemerkt,
ist das Instrument zur Verwendung in Verbindung mit einem Wattstundenzähler bestimmt. Bezeichnet man die Angabe der llessvorriolitung mit A,., die jenige des Wattstundenzählers A", so gibt der Wert des Verhältnisses-
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ein Mass für den 0rad der Regelmässigkeit, resp. Unregelmässig keit der Stromentnahme.
Für gleiche Werte d" wird nämlich das genannte Verhältnis umso grüf@er, je unregelmässiger die Strom entnahme erfolgt und je ungünstiger der Leistungsfaktor ist. Der für eine gegebene konstante Spannung B bei Übertragung der Arbeit :1" kleinstmögliche Stromwärmeverlust
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tritt nämlich dann auf, wenn :
i" mit konstanter Leistung<I>L</I> bei cos @.q <I>= 1,</I> also mit dem Strome
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übertragen wird.
Die Verluste f1v' sind dann gleich<I>c'</I> # <I>T</I> # J. Wird A" unter icechselnder Leistung übertragen, so sind die in diesem Falle innerhalb derselben Zeit T auftretenden Stromivärmeverluste Ay' grösser als A',
indem der für die Berechnung der Ohmschen Ver luste massgebende quadratische Mittelwert
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bei inkonstantern Stromverlaufe stets tun einen Betrag grösser ist als J¯. Der Wert J5 -- und damit :1v' - ist vom Grade der Unregel mässigkeit abhängig.
Für<I>L =</I> const. ist J3, gleich NTull. Ist unter sonst gleichen Ver hältnissen der mittlere Leistungsfaktor wäh rend T kleiner als 1, so sind die Strom- wärmeverluste A'',." proportional der Stimme Jg + .7= + <I>J.</I> Der Wert Jist von der Höhe des mittleren Leistungsfaktors abhängig. Für c(K @:7 <I>= 1</I> ist J7 gleich Null.
Wie er sichtlieh, ist die zusätzliche Summe @7: + 3z von der gesamten Wirkung der Unregel- mZ#f.,igiieit und des Abw eichens des Leistungs- faktors vom Werte 1 abhängig.
In der Tat bildet also das Verhältnis der Zählerangaben fit; : A" ein ALL') für diese gesamte Wirkung, beziehungsweise gestattet dasselbe die exakte Beurteilung eines Konsumenten hinsichtlich der Regelmässigkeit oder Unregelmässigkeit der Stromentnahme.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. ",\lel@ver-fahrerr für Gleich- und Wechsel stromanlagen zur Feststellung der verlust- vergrössernden Wirkung der Ungleich- nräl@igkeit der Stromentnahme z und bei Wechselstrom zugleich der verlustvergrö ssernden Wirkung der Abweichungen des Leistungsfaktors vom Werte Eins, da durch gekennzeichnet, dass neben der innerhalb der Verbrauchszeit t abgegebe nen elektrischen Arbeit auch der Wert EMI0004.0069 gemessen wird, zu dem Zwecke,durch Vergleichung des innerhalb t abge gebenen elektrischen Arbeitsbetrages mit diesem Werte ein Mass für die Güte der Verbrauchsform hinsichtlich Gleichmässig- _ keit und Leistungsfaktor zu erhalten. II. Alessvorrichtung zur Ausführung des im Patentanspruch 1 gekennzeichneten Ver fahrens, dadurch gekennzeichnet, dass neben einem Verbrauchsmesser (Wattstunden zähler) bekannter Art ein weiterer Apparat vorgesehen ist, welcher den Wert EMI0004.0079 misst.UNTERANSPRüCHE: Messvorrichtung nach Patentanspruch II, mit einem MeIiapparate für EMI0004.0084 in Form eines Zählers nach Thomson-Prinzip, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker dieses Zählers der im Hauptkreise liegen= den Feldstromspule des Zählers parallel geschaltet ist.bIelävorrichtung nach Patentanspruch 1I, für Wechselstrom, mit einem Messapparate für EMI0004.0090 in Form eines Zählers nach I'erraris (Induktions-) dadurch ge kennzeichnet, dass beide Triebspulen (c' und d', Fig. 2) mit dem gleichen magne tischen Flusse eines Zwischentransforma tors (Z,), dessen Primärwicklung vom Verbrauchsstrome durchflossen wird, elek tromagnetisch verkettet sind.Messvorrichtung nach Patentanspruch II, für Wechselstrom, mit einem Alessapparate für EMI0004.0101 in Form eines Zählers nach Ferraris Prinzip, dadurch gekennzeichnet, dass beide Triebspulen des Ferrariszählers (c= und d2, Fig. 2a) unter sich in Reihe und hintereinander mit dem äusseren Strom- kreise geschaltet sind, wobei zum Zwecke der Erzielung einer wirksamen Phasen verschiebung zwischen den magnetischen Feldern dieser beiden Triebspulen ein in duktionsfreier Widerstand (r;) zu einer der beiden 8pulenwickiungen parallel ge schaltet ist. 4. 11Iessvorrichtung nach Patentanspruch Il, für Gleich- und Wechselstrom, mit einem Messapparate für EMI0005.0006 in Form eines Pendelzählers, dadurch gekennzeichnet, dass die hintereinandergeschalteten Pendel spulen (d') dem im Verbrauchsstromkreise liegenden System (c') der hintereinander geschalteten festen Spulen parallel (Fig. 4a) geschaltet sind.5. 141essvorrichtung nach Patentanspruch 1I, für Gleich- und Wechselstrom, mit einem blessapparate für EMI0005.0015 in Form eines Pendelzählers, dadurch gekennzeichnet, dass die hintereinandergeschalteten Pendel spulen (d') mit dem im Verbrauchsstrom- kreise liegenden System (c') der hinter einandergeschalteten festen Spulen hinter einandergeschaltet sind (Fig. 4b).5. Dlessvorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 4, für Wechselstrom, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die festen Spulen (c') wie die Pendelspulen (d') mit dem gleichen magnetischen Flusse eines Zwischentransformators (T), dessen Primärwicklung vom Verbrauchsstrome durchflossen wird, elektromagnetisch ver kettet sind (Fig. 5).
Applications Claiming Priority (1)
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| CH86045D CH86045A (de) | 1917-04-28 | 1918-09-26 | Messverfahren für Gleich-, bezw. Wechselstromanlagen und Vorrichtung zur Durchführung desselben. |
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