Verfahren zur autogenen Metallbearbeitung unter Wasser. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur autogenen Metallbearbeitung unter Wasser.
Gemäss der Erfindung wird die Vorwärm-, bezw. Arbeitsflamme eines autogenen Bren ners für Unterwasserarbeiten mit einem Brenngas-Sauerstoffgemisch gespeist, das in voll innen nach aussen folgenden Schichten immer brenngasärmer, bezw. sauerstoffreicher wird.
Die Ausführung des Verfahrens kann bei spielsweise mittelst zweier ineinandergesteck ter Rohre, eines sogenannten Daniellschen Hahnes, geschehen, den Fig. 1 schematisch darstellt, indem man durch das äussere Rohr n Sauerstoff, durch das innere Rohr b Wasser stoff oder ein Gemisch von Wasserstoff mit Sauerstoff leitet. Die Gase mischen sich am Brennermundstück in der Weise, dass die Mischung schichtenweise nach aussen hin immer brenngasärmer, bezw. sauerstoffreicher wird. Die mit dieser Mischung gespeiste Flamme brennt nicht nur unter Wasser, son dern wärmt auch vor. Steigert man nach erfolgter Vorwärmung den Druck des Sauer- stoffes in der Rohrleitung a, so kann man in bekannter Weise unter Wasser autogen schnei den.
Um die hierbei entstehende (für Demon tierungsarbeiten unschädliche) Breite des Schnittes zu vermeiden, kann man nach der in Fig. 2 schematisch wiedergegebenen Aus führungsform in das innere Rohr b1 des Daniell- schen Hahnes ein drittes Rohr c stecken, das nur Schneidsauerstotf führt, welcher somit an der Verbrennung gar nicht oder so gut wie gar nicht teilnimmt. Man kann auch durch das mittlere Rohr c eine Mischung von Brenngas und Sauerstoff leiten, die aber dann sauerstoffarm sein kann. In diesen Fäl len wird die Vorwärmeflamme gewissermassen in einen Flammenmantel eingehüllt.
In allen Füllen ist es zweckmässig, die innern Rohre bi c oder das innere Rohr b etwas hinter dein Rohre a zurückstehen zu lassen. Dadurch wird erreicht, dass der Sauerstoff in der äussern Schicht sich nicht vollständig mit dem Brenngase iniscbt. Ausserdem brennt dadurch die Flamme etwas in das Brennermundstück hinein, so dass sie besser am Brennermund stücke haftet.
Hierdurch wird auch erreicht, dass die Flamme der Wasserkühlung nur insoweit ausgesetzt wird, als es nötig ist, um durch genügenden Abstand des Brennermund stückes vom Werkstücke zu verhüten, dass die Arbeitsflamme durch das Brennermundstück verdeckt wird.
Gegenüber bekannt gewordenen Verfahren und Apparaten zur Metallbearbeitung unter Wasser, bei denen die Arbeits- oder Vor wärmeflamme durch mechanische Mittel, näm lich durch eine starre Glocke oder durch einen für das Wasser undurchdringlichen Pressluftmantel (Pressgasglocke), gegen die Einwirkung des Wassers geschützt wird, zeigt das neue Verfahren wesentliche Vor teile. Die alten Verfahren haben den Übel stand, dass entweder die Arbeitsstelle durch die eitle starre Glocke verdeckt wird, oder dass eine besondere Anlage zur Erzeugung und Zufuhr der Pressluft oder eines andern Pressgases nötig ist.
Die Erfindung beruht diesen alten Ver fahren gegenüber auf der neuen Erkenntnis, dass die Flamme eines autogenen Brenners für Unterwasserarbeiten (Vorwärm-, bezw. Arbeitsflamme) keiner Schutzmittel bedarf, um unter Wasser zu brennen. Der Druck des Gasgemisches, das die Flamme speist, kante genügend gesteigert werden, um den Wasserdruck zu überwinden.
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<tb> durch <SEP> das <SEP> Wasser <SEP> stark abgekühlt, sondern brennt ruhig und sicher unter Wasser und bleibt heiss genug, um die Metallbearbeitung unter Wasser zu gewähr leisten. Er wirkt auch bei entsprechender Mischung der Graszufuhr für den Flammen kern nicht oxydierend.