Tresorsicherung. Bei den bisher üblichen elektrisch be triebenen Tresorsicherungen werden meistens der Tresortüre vorgehänbde Pendel oder auf Kontaktlagern ruhende Kugeln zur Be tätigung des Alarmkontaktes des Tresors be nutzt.
Die bekannten Pendelsicherungen besitzen den Nachteil, dass sie nur in einer bestimm ten Lage angebracht werden können. Sie sichern den Tresor nur gegen äussere Er schütterungen, da sie nur durch deren un mittelbaren Einfluss auf das Pendel zur Wirkung gelangen. Es erfolgen dadurch sehr viel falsche Alarme, zum Beispiel bei der Wächterkontrolle, wenn der Wächter die Türe des Raumes, in dem der Tresor sich befindet, öffnet und schliesst, durch Vorbei fahren schwerer Wagen usw.
Der Zugang zum Tresor durch Ausbohren an einer nicht geschützten Stelle ist stets möglich. Auch macht die genaue Einstellung der Kontaktgabe viel Schwierigkeiten. Ku- gelsicherungen sind nicht genügend empfind lich. Iin übrigen weisen sie dieselben Nach teile wie die Peinlelsicherungen auf.' In neuerer Zeit ist daher schon vorgeschlagen worden, die Sicherung mit Zuhilfenahme der lichtempfindlichen Selenzellen zu bewirken.
Eine derartige Sicherung ist jedoch nur von ZVert, wenn dem Einbrecher der Ort ihrer Aufstellung unbekannt ist, sonst kann er sich leicht gegen dieselben durch Ver decken der Selenzellen oder durch Umhüllen der von ihm benützten Lichtquelle schützen.
Erfindungsgemäss werden die Nachteile dieser Sicherungen durch Benutzung eines unabhängig vom Tresor gelagerten Hebel- sy stems als Sicherungs- und Schaltorgan vermieden, das unter Druck mit einem Ende gegen die Tresortüre anliegt und mit dem andern Alarmkontakte steuert. Eine Be tätigung der Alarmkontakte erfolgt damit nur durch eine Verstellung der gesicherten Wandoberfläche in der Drehebene des Hebel systems.
Versuche haben ergeben, dass eine derartige Sicherung bei genügender Über setzung zwischen den beiden Enden des Hebelsystems äusserst empfindlich eingestellt werden kann, Es ist möglich, eine derartig feine Einstellung zu erreichen, dass zum Beispiel ein Fingerdruck auf eine kurze, 8 mm starke Eisenplatte, eine schwache Erwärmung der Tresorwandung und der gleichen genügt zur Abgabe eines Alarm signals.
Das Hebelsystem besteht zweckmässig aus der Kombination zweier in rechtwinklig zu- einaaider gerichteten Ebenen drehbarer He bel, von denen der eine mit einstellbarem Drucl@e gegen den andern anliegt und zur Steuerung der Kontakte dient, während der andere gegen die Tresortüre aufliegt. Die Hebel sind zweckmässig mit der Kontakt- einrichtung in an sich bekannter Weise in ein drehbar gelagertes Rohrgehäuse ein gebaut, um durch Drehung des letzteren aus der Arbeits- in die Ruhelage den Schrank öffnen zu können.
Das Rohrgehäuse kann in der Arbeitslage der Sicherung feststellbar sein, um eine Verstellung des Hebelsystems unabhängig von der Tresorwandung zu ver hindern. Die dem Sicherungsapparate zu gehörige Schaltung ist vorteilhafterweise derart, getroffen, dass unter Vermeidung einer Wheatstoneschen Brücke bei Unterbrechung des Stromes, bei einer Stromschwächung oder Stromverstärkung, beim Abschalten der Batterie und dergleichen Beeinflussungen der Schaltung jedesmal ein Alarmsignal gegeben wird.
Auf der Zeielinung ist ein Ausführungs beispiel der Erfindung veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. 1 eine Schnittansicht des Sicherungsapparates, parallel zu .der Tresor wandung gesellen, Fig. 2 eine ähnliche An sicht senkrecht zur Tresorwandung; Fig. 3 zeigt die Einzelheiten der Lagerung eines gegen die Tresorwandung unmittelbar auf ruhenden Hebels, und Fig. 4 eine Sperrvor richtung zum Sperren des Rohrgehäuses in seiner Arbeits- und seiner Ruhelage;
Fig. 5 zeigt die dem Sicherheitsapparate zugehörige Schaltung. Die Sicherungsvorrichtung besitzt einen ungleicharmigen Hebel 1, der um eine wag rechte Achse 2 drehbar angeordnet ist. Die Achse ist in einem Lagerboche 3 ge lagert. Dieser Hebel liegt mit einem Ende mittelst Isolierpimpel la zwischen Kontakt federn 4 und 5, welche gleichnamige Alarm kontakte geschlossen halten, bis der eine oder andere durch Verstellung des Hebels 1 indem einen oder andern Sinne von den zu gehörigen feststehenden Kontaktteilen ab gehoben wird.
Mit dem andern Ende lie;-t der Hebel 1 mittelst einer an ihm an;e- brachten Nase 6 mit einstellbarem Drti"#:i auf einem Grate 6a an der Seitenfliielie eines zweiten Hebels 7, der um eine reelit- winklig zur Achse 9 angeordnete Achse 7r drehbar ist und mit dem freien Ende g@@@'en die Tresorwandung 9 anliegt. Zur Ein stellung des Druckes zwischen beiden He beln dient ein einstellbares Gewicht 10, das auf dem kurzen Arme des Hebels 1 ver schiebbar sitzt.
An Stelle des G e wielite s könnte auch eine Feder verwendet werden. Ebenso liesse sich die Sicherung mit Hilfe nur eines einzigen drehbaren Hebels aus führen, der unter Federwirkung gegen die Tresortüren anliegen würde. Das Rohrsystem müsste dann oberhalb des Tresors gelagert werden, um eine wagrechte Lagerung des Hebels zu erzielen.
Idas ganze Hebel- und Kontaktsystem ist in ein rohrförmiges Gehäuse 11 eingebaut, das aus einem langen Rohr und zwei kur zen Rohren 13 und 14 bestellt, welch letz tere an den Enden des langen Rohres an gebracht sind. Das Rohrsystem ist um das Rohr 14 als Lagerzapfen drehbar angeordnet. Zu diesem Zweck ist das Rohr 14 in einem Gehäuse 15 gelagert, das zweckmässig in das dem Tresor benachbarte Mauerwerk oder der gleichen eingelassen ist. Das Rohr 14 ist mittelst eines an seinem Ende vorgesehenen Zapfens 16 in dem Boden des Gehäuses 15 gelagert und besitzt eine zweite Lagerung in dem Deckel 17 dieses Gehäuses.
Uni eine achsiale Verschiebung desselben zu verhin dern, dient ein Stellring 18. Die Dreh-
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bewegung <SEP> des <SEP> Ptolirsvstenis <SEP> ist <SEP> begrenzt <SEP> durch
<tb> einen <SEP> mit <SEP> Einkerbungen <SEP> 19 <SEP> versehenen, <SEP> an
<tb> dem <SEP> Rohre <SEP> 14 <SEP> anriebraehten <SEP> Ring, <SEP> in <SEP> dessen
<tb> Einkerbun'-'en <SEP> in <SEP> bestimmten <SEP> Stellun-en <SEP> des
<tb> Rohrsystems <SEP> (zwecl@niässig <SEP> in <SEP> der <SEP> Ruhe- <SEP> und
<tb> in <SEP> der <SEP> Betriebsstellung) <SEP> ein <SEP> Sperrhaken <SEP> 19#t
<tb> einfiillt, <SEP> der <SEP> iuittelst <SEP> Hand <SEP> auslösbar <SEP> ist..
<tb> Damit <SEP> die <SEP> Alarinkontikte <SEP> Unbefangenen
<tb> nicht' <SEP> zugün@@'lic#h <SEP> sind.
<SEP> ist <SEP> das <SEP> Rohr <SEP> 14 <SEP> durch
<tb> eine <SEP> Kippe <SEP> 20 <SEP> finit <SEP> Bajonettverseliluss <SEP> abge schlo,ssen. <SEP> die <SEP> in <SEP> ihrem <SEP> Innern <SEP> einen <SEP> An 21 <SEP> treibt, <SEP> welcher <SEP> bei <SEP> der <SEP> Drcliung
<tb> der <SEP> Kappe <SEP> zwecks <SEP> Lösung <SEP> des <SEP> Bajonett.ver scliltisses <SEP> einen <SEP> A1.trnikontakt <SEP> betätigt.
<SEP> Dtircli
<tb> die <SEP> Kappe <SEP> sind <SEP> die <SEP> Alarmkontakte <SEP> und <SEP> das
<tb> entsprechende <SEP> Hebelende <SEP> bequem <SEP> zugiitiglieh.
<tb> Ii_ <SEP> der <SEP> gezeichneten <SEP> Arbeitslabe <SEP> befindet
<tb> sich <SEP> das <SEP> Holir <SEP> 11 <SEP> in <SEP> seiner <SEP> wagrecbten <SEP> Stel lung <SEP> vor <SEP> der <SEP> Treortüre, <SEP> während <SEP> es <SEP> in <SEP> ab geschaltetem <SEP> Zustande <SEP> lotrecht <SEP> herabhängt.
<tb> Das <SEP> gegen <SEP> die <SEP> Tresortiire <SEP> anliegende <SEP> Ende
<tb> des <SEP> Hebels <SEP> 7 <SEP> trugt <SEP> eine <SEP> Stellsebraube <SEP> 22 <SEP> zur
<tb> Einstellen- <SEP> -der <SEP> Sicherung.
<SEP> Die <SEP> geringste
<tb> Ersebütterung <SEP> oller <SEP> Deformation <SEP> der <SEP> Türe
<tb> bringt <SEP> das <SEP> ganze <SEP> Hebelsystem <SEP> in <SEP> Bewegeng,
<tb> und <SEP> einer <SEP> der <SEP> Kontakte <SEP> 4 <SEP> und <SEP> 5 <SEP> wird <SEP> durch
<tb> Drehung <SEP> des <SEP> Hebels <SEP> in <SEP> denn <SEP> einen <SEP> oder <SEP> a<B>11-</B>
<tb> (lern <SEP> Sinne <SEP> ge < iffnet, <SEP> so <SEP> dass <SEP> ein <SEP> A1larnisignal
<tb> ertönt. Die Gesanitschaltungsanordnung der Si cherung ist in Fig. 5 veranschaulicht, in welcher der Apparat ini eingeschalteten Zu stand angenommen ist. Zur Zentrale selbst; gehören drei Relais 23, 24, 25, sowie ein Kippschalter 26.
Die Relais 23 und 24, die Kontakte 4 lind 5 und Widerstände 27, 28 liegen wie folgt ,in Hintereinandersebaltung: Vom +Pol der Batterie b über Leitung 29, Schleiffeder 30d, Kontakt 5, Widerstand 28, Schleiffeder<B>30e,</B> Leitung 31, Relais 24, Lei tung 32, Schleiffeder 30b, Widerstand 27, Kontakt 4, Schleiffeder 30i, Leitung 41, Relais 23 nach dem -Pol der Batterie. Von den beiden Relais 23, 24 zielet das Relais 24 seinen Anker an, wodurch der Kontakt 33 unterbrochen ist.
Der Anker 46 des Relais 23 bleibt abgefallen. da die Strom- menge zti gering ist. um denselben anzu ziehen.
einer der Kontakte 4 oder 5 unter brochen oder tritt aus irgendeinem Grunde ein Leitungsbruch auf, so wird der liontaht 33 des Relais 21 gescblosen und vom -;-Pol der Batterie findet ein Stromfluss über den I%onfaht@ 35 am Kippsc#lialter. den Kontakt <B>33</B> am Rel:ii.s 2-1 und die: Wicklun- des R.e_ lais 25 nach dein _Minuspol der Batterie statt.
Das Relais 25 wird erregt und über den Kontakt 36 wird ein Alarmwecker 37 ein- gescbaltet. Durch Schliessen des Kontaktes 38 wird das Relais 25 zum dauernden Anzitge seines Ankers gebracht (--Pol der Batterie, Relais 25.
Kontakt 38, Kontakt ?5, +Pol der Blttterie) und bann nur durch t'mlegen des Kippschalters 26 abgeschaltet werden. Bis dahin ertönt der Alarnnvecker <B>37.</B>
Werden im Leitungsnetze Leiliingen kurz- (reschlosselt, Wirlerstände überbiü@@ILt oder die Stronistiirke in anderer Weise erhöht, so wird das Relais 23 erregt und der Kontakt 39 wird geselilo.s:
en. Daditreli kommt wie der der Anker des Relais 25 zum Anzuge (+Pol der Batterie b, Kontakt 39, Kon- takt 3a_, Relais 2ti. -Pol der Batterie b), welcher die Kontakte 36 und 38 schliesst. Hierdurch wird wieder der Alarm* ecker und eventuell weitere Alarmeinrichtungen wie vorhin in Tätigkeit gesetzt.
Damit auch die Batterie ge-,en unerlaubtes Abschalten gesichert ist, liegt parallel zu derselben ein Mabnetsyst-em 49. Die Spulen dieses Systems werden, solange die Batterie in Ordnung ist,
von einem Ruhestrome durch- flossen. Der Anker bleibt dauernd angezogen und sperrt dtircb den Stift 41 den Hammer 42 eines durch Federkraft betiitigten Weh- hers. Sobald die Batterie abgeschaltet wird.
fällt der Anker des hlektroina-'netes ab, der Ilammer des Weckeis wird freigegeben und schlägt, wie bekannt, gegen eine Glocke 43.
Wird der Sicherungsapparat a.us der wag rechten in die lotrechte Lage gedreht, so wer den die Widerstünde 27, 2'8 aus der La@'e voll Fig. 5 links in die von Fig. 5 rechts be- bracht.
Es erfolgt dadurch die nachstehende Ijmsehaltung: Vom ---Pol der Batterie ver läuft ein Strom über Leitung 29, Schleif feder 30d, Widerstand 28 (Schaltlage rechts von Fig. 5), Kontakt 5, Schleiffeder 30a, Leitung 44 und Relais 23 nach dem -Pol der Batterie, wahrend das Relais 24, das in der Lage nach Fig. 5 links erregt war, über dem Kontakt 4 lurzgeschlossen und strom los wird.
Durch diese Abschaltung des Re lais 21 erhält das Relais 23 mehr Strom und zieht seinen Anker 46 an, während der An ker des Relais 24 abfällt und den Kontakt 33 schliesst. Da, Alarmrelais 25 wird über +Pol der Batterie 5, Kontakt 35, Kontakt 33, Relais 25, -Pol der Batterie wieder erregt.
Zur Abstellung des Alarmes muss der Kippsehalier 26 in der gezeichneten Pfeil- richinng umgelegt werden, wobei die Kon takte 35, 35z. 35\ unterbrochen werden, während der Kontakt 45 geschlossen wird. Durch Unterbrechung des Kontaktes 35, über welchen der Stromlauf für das Relais 25 zu stande kam, wird der Wecker abgeschaltet.
Wird der Sicherungsarm am Abend wieder hochge,chaltet, so erfolgt die Aberregung des Relais 23, da die Kontakte 30a, 30d bei der Drehung unterbrochen werden und in der Stellung rechts von Fig. 5 das Relais nicht genügend Strom erhält, wie vorhin erwähnt. Dieses lä.sst seinen Anker abfallen, wodurch ein Stromfluss über den bei umgelegtem Kipp schalter geschlossenen Kontakt 45 für das Relais 25 erfolgt und -der Wecker ertönt. Dadurch wird man darauf aufmerksam ge macht, dass der Kippschalter umgelegt wer den soll.
Die Lage des Schalthebels 26 bietet somit den Vorteil einer Kontrolle über die Einschaltung der Tresorsicherung.
Durch die Sühaltung ist somit eine Si cherung gegeir Jegliche Beeinflussung der Stromläufe, sowie eine unberechtigte Ver stellung des Sicherungsapparates gegeben.