CH86373A - Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, welche nicht für die Textilindustrie in Betracht kommen, mit Hypochloriten. - Google Patents
Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, welche nicht für die Textilindustrie in Betracht kommen, mit Hypochloriten.Info
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Description
Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, welche nicht für die Textilindustrie in Betracht kommen, mit Hypochloriten. Die Erfindung betrifft ein Verfahre zum Bleichen vor) Faserstoffen, welche nicht für die Textilindustrie in Betracht kommen, z. B. von Srrlfitzellrrlose, mit Hy pochloriten.
Es ist seit langem bekannt, dass die Bleich wirkung unterchloriger Salze durch Erwärmen, sowie durch Ansäuern ausserordentlich be schleunigt werden kann. Eingehende Versuche haben aber ergeben, dass man einen der bis her üblichen Hypochloritbleiclre erheblich über legenen Bleicheffekt durch ein kombiniertes Verfahren erzielen kann, indem man gemäss dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren das Material zuerst mit angesäuerte, dann mit alkalischer Hy pochloritlösung be handelt.
Dieser Effekt ist überraschend und geht über die einfache Summenwirkung der beiden Lösungen weit hinaus.
Das saure Bleichbad muss also stets dem alkalischen vorangehen. Die Erklärung für den durch dieses Zusammenwirken des sauren und alkalischen Bades erzielten Effekt scheint darin zu liegen, dass die Bleiche mit freier unterchlorigerSäure zu Zwischenprodukten der Oxydation führt, die leichtarid rasch nur durch alkalisches Hypochlorit beseitigt werden.
Diese Erklärung macht es auch verständlich, dass die Reihenfolge saueralkalisch für das Erreichen des Effekts erforderlich ist und dass der urrri- gekehrte Weg, d. h. die Behandlung des Bleichgutes zuerst in einem alkalischen und dann erst in einem sauren Hypochloritbade, nicht zu dem erstrebten Erfolge führt.
Es sei auch betont, dass das neue Verfahren lediglich Hypochlorite verwendet wissen will, andere Bleichmittel für dasselbe also nicht in Betracht kommen.
Die lIengenverhältnisse des Bleichmittels können entweder so gewählt werden, dass mau zur, sauren Vorbleiche weniger Chlorkalk als zur- alkalischen Nachbleiche verwendet, oder dass man umgekehrt zur sauren V orbleiche mehr Chlorkalk anwendet als zur alkalischen Nachbleiche. Man kann aber auch für beideTeile gleiche Mengen des Bleichmittels anwenden.
Im übrigen richten sich die zrr wählenden 111engenverhältnisse, Temperatur, Bleichdauer usw. natürlich ganz nach der Art des zur bleieaendenMaterials und nach dem ge- wünzchten Bleicheffekt.
Unter sonst gleichen Bedingungen, beson ders also bei gleichem Chlorverbrauch, wird nach dem neuen Verfahren ein erheblich besserer Bleicheffekt, d. h. ein weisserer Stoff erzielt wie bei der nur sauren, resp. nur alkalischen Bleiche oder wie bei umgekehrter Reihenfolge der Bäder. Um dasselbe Weiss zu erzielen wie nach jenen Verfahren, kann man daher nach dein neuen Verfahren Chlor und Dampf sparen.
Auch wird die Faser des Bleich gutes bei weitem nicht so leicht angegriffen wie bei der ganz sauren Bleiche oder der sauren I\achb'eiche nach alkalischer Vor bleiehe, weil das unter Umständen für die Faser gefährliche saure Bad, also die freie unterchlorige Sure, nur im Anfange des Bleich prozesses zur Anwendung kommt, wo noch eine grosse Menge leicht oxydabler Substanzen vorhanden ist und die freie unterchlorige Säure noch genügend Bleicharbeit an eben diesen Substanzen vorfindet.
Ausserdem wird das Fasermaterial auch dadurch erheblich ge schont., da?) die Bleiche nicht oder nur zum Teil bei erhöhter Temperatur ausgeführt zu werden braucht.
D'e Ausfül::'ung des Verfahrens erfolgt beispielsweise fülgendermassen Das zu bleichende Material, z. B. Sulfit- zellstoff, wird im Holländer zunächst bei ge wöhnlicher Temperatur mit einer Lösung von Calciumhypochlorit behandelt, welche<B>10"</B> , des Stoffgewichtes an Chlorkalk enthält und in welche ein mit Luft verdünnter Iiohlen- säurestrom eingeleitet wurde,
dessen Kohlen säuregehalt gleich dem Gewichte des in der Lauge vorhandenen aktiven Chlors ist. N,@ch- dem das Chlor dieses angesäuerten Bades verbraucht ist, wird letzteres durch eine frische Bleichlösung ersetzt, welche 3-5',1'o Chlor- kalk, auf das Zellstoffgewicht berechnet, ent hält, die aber nicht angesäuert, sondern alka lisch ist. Sobald das aktive Chlor wieder verbraucht und der Bleicheffekt genügend ist, wird ausgewaschen und der Stoff in üblicher Weise weiter behandelt.
Die Alkalität der zweiten Bleichlösung kann durch Zusatz von Basen, z. B. Soda oder Aetzkalli-, noch erhöht werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, welche für die Textilindustrie nicht in Be tracht kommen, mit Hypochloriten, dadurch gekennzeichnet, dass das zu bleichende Mate rial zuerst mit angesäuerter und darauf mit alkalischer Hypocliloi-itl6sung behandelt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE86373X | 1918-05-10 |
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| CH86373A true CH86373A (de) | 1920-09-01 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH86373D CH86373A (de) | 1918-05-10 | 1919-05-14 | Verfahren zum Bleichen von Faserstoffen, welche nicht für die Textilindustrie in Betracht kommen, mit Hypochloriten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH86373A (de) |
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1919
- 1919-05-14 CH CH86373D patent/CH86373A/de unknown
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