CH86590A - Verfahren zur Herstellung harter gusseiserner Gegenstände. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung harter gusseiserner Gegenstände.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung harter gusseiserner Gegenstände. Die Herstellung harter gusseiserner Gegen stände erfolgt bisher dadurch, dar) man har tes weilks und weiches tiefgraues Roheiseu, bisweilen unter Zusatz von andern Metallen, wie z. B. Ferromangan, mischt und in solche Formen giesst, die je nach der Ausdehnung der gewünschten Oberflächenhärte ganz oder teilweise aus eisernen Schalen, zum andern Teil aus Sand oder Masse bestehen, so dass die auf Sehale gegossenen Flächen hart, die andern weich sind.
Die Bruchfläche solcher Gusstücke zeigt an der von der harten Fläche gebildeten Kante ein silberweisses, dichtes Gefüge, welches strahlenfürrnig irr den von grauem oder halbierten (xusseisen gebildeten Kern übergeht.
Da die Härte entsprechend der Verände rung des Gefüges von aussen nach innen ab nimmt, so geht gerade die härteste Schicht bei der Bearbeitung verloren. Da ferner der Kohlenstoff in der harten Schicht fast nur in gebundenem Zustande vorhanden ist, so haben diese bearbeiteten Flächen ein sehr dichtes Gefüge und infolgedessen einen gerin- gen Reibungskoeffizienten, der die für manche Gegenstände. wie z. B. Müllereiwalzen, ge wünschte Griffigkeit sehr heruntersetzt.
Die Herstellung der Giesschalen erhöht die Er zeugungskosten für solche Gussstüehe in be deutendem Masse und bedingt. bei der grossen Menge der für eine Spezialgielierei erforder lichen Schalen ganz bedeutende Anlagekosten.
Gemär) der Erfindung erfolgt nun die Härtung nicht. beim Guss, sondern der in Sand, Masse oder Lehm gegossene Gegenstand wird aus der Form genommen, geputzt, falls nötig oder erwünscht bearbeitet und erst dann ge- härtet.
Zu dieseln Zwecke wird gewöhnliches graues oder meliertes Roheisen, also Eisen von hohem Gehalt an perlitischem Kohlen- stoff (der nach neuesten Forschungen bis 0,90 Prozent beträgt) geschmolzen und in die für gewöhnlichen Grauguss gebräuchlichen For mer, z. B.- aus Sand, Masse oder Lehm, ver gossen. Die gegossenen und gegebenenfalls be arbeiteten Gegenstände werden erhitzt und darauf in Wasser oder einer andern Flüssig- ]zeit' abgeschrc=cht und dadurch gehärtet.
Diese Erhitzung aber darf beine beliebige sein, son dern sie muh mindestens bis zu dem Hitze grade gehen, hei welchem die Umwandlung des Perlits in Martensit vor sich geht. Das ist der aus der Metallographie bekannte so genannte Haltepunkt oder Calescenzpunkt.
Der Haltepunkt wird zuvor an einer Eisen probe gleicher Zusammensetzung wie die der zu hiirtenden !egenstände in bekannter Weise bestimmt.
Die so hergestellten Gegenstände ergeben je nach ihren Querschnittabmessungen eine durchgängige oder mehr oder weniger tiefe Härte. Da die Gegenstände gegebenenfalls schon vor der Härtung fertig bearbeitet wer den können, so bleibt hier im Gegensatze zum Hartgusse die härteste Schicht für den Gebrauch erhalten.
lach diesem Verfahren hergestellte Ver- suchskürper von verhältnismässig starkem Querehnitte,, die also nicht ganz durchgehärtet sind, zeigen auf der Bruchfläche im Innern die gewöhnliche graue Farbe wie vor dein Här ten; nach aussen nimmt die Farbe an Hellig keit zu.
Dagegen ist die Verteilung der Gra- phitadern eine über die ganze Fläche gleich- imül:,i..-;e. Der Unterschied in der Färbung wird lediglich durch die verschiedenen ge- färbtR-n (;rundmalJe, nämlich Perlit im Innern Lind 3Lartensit im äussern, hervorgerufen.
Die mittulstdes Skleroskops von Shorefestgestellte Härte nimmt durch das Verfahren bedeutend zu, beispielsweise von 45 auf 85.
Die chemische Untersuchung ergibt, dass der !rehalt an Gesamtkohlenstoff nach dein Härten etwas geriner ist als vorher. Dieser Verlust bezieht sieh sowohl auf der. (rehalt an Graphit als an gebundenem Kohlenstoff und dürfte auf die Oxydatic,ii leim Glühen zurückzuführen sein.
Da der Graphitgehalt des als @usgang- niaterial verwendbaren Eisens ziemlich grol') sein kann und derselbe beim Glühen und Abschrecken als Graphit erhalten bleibt, so zeigen nach dem neuen Verfahren hergestellte Gegenstände auf den bearbeiteten Flächen unter dem Mikroskop ein weniger diehtes Gefüge als der Schalenhartguss. Dieser Um stand ist für manche Zwecke insofern von Vorteil, als er den Walzen eine bedeutend gi@üläere,
den Porzellanwalzen nahekommende Griffigkeit gegenüber den Schalenhartguss- walzen verleiht, so dass nach diesem Verfahren hergestellte Walzen einen Ersatz für Por zellanwalzen bilden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung harter -uss- eiserner Gegenstände, dadurch gekennzeich- net, dass Eisen von hohem Gehalte an perli- tischem Kohlenstoffe geschmolzen und in die für gewöhnlichen Grauguss gebräucliliclien For- men vergossen wird, worauf di@,<B>-</B> gegossenen Gegenstände nach dein Putzen niinclestens bis zum Haltepunkt erhitzt und dann in einer Flüssigkeit abgeschreckt werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE86590X | 1919-05-20 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH86590A true CH86590A (de) | 1920-09-01 |
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ID=5641352
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH86590D CH86590A (de) | 1919-05-20 | 1919-12-04 | Verfahren zur Herstellung harter gusseiserner Gegenstände. |
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| CH (1) | CH86590A (de) |
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1919
- 1919-12-04 CH CH86590D patent/CH86590A/de unknown
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