CH87114A - Einrichtung zum Signalgeben (z. B. Telephonieren etc.) bei Drahtseilbahnen. - Google Patents
Einrichtung zum Signalgeben (z. B. Telephonieren etc.) bei Drahtseilbahnen.Info
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Description
Einrichtung zuni Signalgehen (z. B. Telephonieren etc.) bei Drahtseilbahnen. Um bei Drahtseilbahnen ein Signalgehen (Telephonieren etc.) zwischen den Stationen und besonders bei Personenseilbahnen das Signalgehen zwischen Stationen und Wa gen zu ermöglichen, mussten bisher beson dere Signalleitungen angelegt. werden. Ab gesehen von den hohen Installationskosten ist infolge der leichten Zerstörbarkeit der schwachen Leitung durch äussere Einflüsse eine Unsicherheit des Betriebes, insbeson dere bei Anlagen im Gebirge, verknüpft.
Bei diesen Signalleitungen ist auch ein Spre chen während der Fahrt schwer möglich, weil die Herstellung eines stetigen Kontak- tss mit, der Signalleitung mit Hilfe eines Signalstabes schwer durchführbar ist. Es muss zum Zwecke des Sprechens erst der Wagen zum Stillstande gebracht werden. was aber Störungen im Fahrbetriebe her beiführt.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass zwischen zwei Seilen der Seilbahn, beispielsweise dem Trag- und Zugseil, von denen wenigstens das eine keinen metallischen Kontakt mit seinen Auflagern aufweist, niedrig-ohmigo Signalapparate geschaltet sind, so dass die Seile als Schwachstromleitungen benützt werden können.
Es kann zwischen zwei solche Seile auch ein Schwachstromkreis geschaltet sein, durch dessen Schliessen vom fahrenden oder stehenden Wagen aus eine Stationsbremse betätigt wird, indem zum Beispiel durch Er regen einer Einrichtung (Elelttromagnet., Solenoid oder dergleichen) ein Bremslüft- strcmkreis unterbrochen wird. Es kann diese Bremsart mit einer selbsttätigen Wa genbremse in der Weise verbunden werden, dass die selbsttätig wirkende Wagenbremse während ihres Einrückens den erwähnten Stromkreis selbsttätig schliesst.
Es ist auch möglich, die Seile sowohl zur Leitung des Signalstromes, als auch des Bremsauslösestromes zu benützen, wenn der erstgenannte Strom so schwach ist, dass er die Unterbrechung des Bremslüftstrom.- kreises nicht bewirken kann.
Die Vorteile dieser Einrichtung, speziell zum Telepbonieren bei Seilljahnen, liegen gegenüber der Verwendung besonderer Te- lephonleitungen in Gier grossen Sicherheit des f elephonischen Betriebes, in den gerin gen .lnlagehosten, sowie in der schnelleren Herstellung der Telephonverbindung in folge Wegfalles des Leitungsbaues.
Bei Per- sonens:eilbahnen ist ein Vorteil, auch darin geleg(#n, dass die Signale an fest. im Wagen angebrachten Signalapparaten gegeben wer den ILönnen, mit deren Hilfe sowohl vom fahrenden, als auch vom stehenden Wagen aus Signale ge;-ebezi und gesprochen wer den kann.
Die Verwendung niedrig-ohmiger Signal apparate hat gleichzeitig den Vorteil, dass die Erdströme so gering werden, dass die Ab- horcl_möglichkeit. bei Telephonapparaten auf ein unschädliches Mass herabgesetzt wird.
Für die Einrichtung gemäss der Erfin- dun- -enügt eine Isolation der Seile vonein- and- derart, class weder in den Stationen, ncell auf der Strecke und im Wagen ein melailischer Scltluss stattfinden kann. Dies wird in einfachster Weise durch Anordnung isolierender Zwischenlagen zwischen Seile und Seilaufla;-er erzielt.
Eine nichtmetal lische, schwach leitende Verbindung ist in folge Benützung niedrig-ohmiger Signal apparate kein Hindernis.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus- führungsbeispiel einer Einrichtung, die so wohl zum Signalisieren ;Telephonieren), als auch zum Einlösen der Stationsbremse dient.
i ist das du= ch Isolierzwischenlagen von seinen? metallischen Auflager isolierte Trag seil und 2 das nicht isolierte Zugseil, welche Seile zur Stromleitung benützt werden. Im Wal-en 3 befindet. sieh eine Bremsbatterie 4 von der erforderlichen Stärke, zum Bei spiel 10 Volt bei 100 Watt. Momentleistung, die im Normalzustande durch einen Um schalter 5 stromlos gehalten wird.
In der Antriebsstation 6 ist. ein Bremsauslöse- magnet i vorgesehen, der im erregten Zu stande durch Anziehen eines Schalthebels 8 einen Bremslüftst.romkreis 9 unterbricht, welcher in geschlossenem Zustand in be kannter Weise den Bremskeil 10 in der 2e- lüfteten, ausgeschalteten Stellung hält. Wird mittelst. des.
Umschalters 5 der Strom kreis geschlQssen, so wird durch Anziehen des Schalthebels 8 der Bremslüftstromkreis unterbrochen und die Stationsbremse ein gerückt..
Diese Bremsart. gewährt den Vorteil, dass im Beclarfsfa.lle nicht die Wagenbremse ein gerückt \;erden muss, wodurch eine Reihe von Nachteilen, wie Abniitztinz der Brems backen, Beschädigung des Seils, umständ liche Lösung der Bremse usw. beseitigt wer den. Es wird also auch im Falle der Gefahr die normale Betriebsbremse betätigt, wo durch die Betriebssicherheit erhöht wird.
Wird die Einrichtung so getroffen, dass die selbsttätige Waenbrerrse im Augen blick ihrer Wirkung den vorgenannten Stromkreis, etwa durch Betätigung des Schalters 5, schliesst., dann sind die selbst tätige Wagenbremse und die Stationsbremse gleichzeitig wirksam, wobei mit letzterer zu,leich der Fahrstrom abgeschaltet wird.
Der Schalter 5 kann in an sich bekannter Weise, auf mechanischem oder elektrischem Weze, von cler Wagenbremse betätigt. wer den und hierfür zum Beispiel die beschrie- bene Einrichtung 1, 9 benutzt- werden.
Sollen die Seile 1, 2 auch zum Telepho- nieren dienen, dann sind in der Antriebs station die Telephonapparate 11 zum Brems auslösemagnet 'i parallel geschaltet. und diese Apparate, sowie die Telephonapparate 12,<B>13</B> im Wagen 3, bezw. in der Taltelepbon- station 14 durch Stromsicherun,-en 15 gezen die Einwirkung des stärkeren Bremsaus lösestromes geschützt.
Es kann daher weder der schwächere Stromkreis des Berg- oder Talstationstelephons die Wirkung des Bremsauslösestromkreises vollbringen. d. h. den Bremsa.uslösemagnet i erregen und auch nicht dessen Wirkung stören. noch der Bremsauslösestromkreis die Telephon- apparate beeinträchtigen, so dass eine gleich zeitige Wirkung beider Stromkreise mög lich ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung an Drahtseilbahnen zum Signalgeben, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Seile der Seilbahn, von denen wenigstens das eine keinen metallischen Kontakt mit seinen Auflagern aufweist, nie- drig-ohmige Apparate geschaltet sind, so dass die Seile als Schwachstromleitungen für den Signalstrom benutzt werden kön nen. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen die zwei Seile (1, 2) der Seilbahn ein Schwachstromkreis geschaltet ist, der vom Wagen aus geschlossen werden kann und das Einrücken der Stationsbremse mittelbar bewirkt. 2.Einrichtung nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet durch eine im Schwach stromkreis eingeschaltete Einrichtung durch deren Erregen ein Bremslüftstrom- kreis in der Station unterbrochen wird. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 1, ge kennzeichnet. durch eine selbsttätige Wa genbremse, die, bei ihrer Einlösung den Bremsschwachstromkreis selbsttätig schliesst. 4.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1., dadurch gekennzeich net., dass zur gleichzeitigen Benützung der Seile (1, 2) zuni Zwecke. des Bremsens und Signalgebens, für das Bremsen ein stärkerer Strom benutzt. werden kann und die Signalapparate durch Strom sicherungen (15) gegen die Einwirkung des stärkeren Stromes geschützt. sind. 5. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass die Signal apparate in den Stationen und im Wagen angebracht. sind.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT87114X | 1917-01-02 | ||
| AT210818X | 1918-08-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH87114A true CH87114A (de) | 1920-11-01 |
Family
ID=25604959
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH87114D CH87114A (de) | 1917-01-02 | 1920-03-26 | Einrichtung zum Signalgeben (z. B. Telephonieren etc.) bei Drahtseilbahnen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH87114A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT1596U1 (de) * | 1993-07-12 | 1997-08-25 | Waagner Biro Ag | Verfahren und einrichtung zur stillsetzung einer seilförderanlage |
-
1920
- 1920-03-26 CH CH87114D patent/CH87114A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT1596U1 (de) * | 1993-07-12 | 1997-08-25 | Waagner Biro Ag | Verfahren und einrichtung zur stillsetzung einer seilförderanlage |
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