CH87273A - Anordnung zur Erregung von Gleichstromgeneratoren. - Google Patents

Anordnung zur Erregung von Gleichstromgeneratoren.

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CH87273A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

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  Anordnung zur Erregung von Gleichstromgeneratoren.    Die Erfindung bezieht sich auf Anord  nungen zur Erregung von Gleichstromgene  ratoren, die eine von einer     Fremdspannungs-          quelle    gespeiste und eine vom Ankerstrom  oder einem Teil desselben durchflossene Er  regerwicklung besitzen und in     Leonardschal-          tung    mit einem Elektromotor verbunden sind.

    Soll bei einer derartigen Anordnung die For  derung erfüllt sein, dass die Drehzahl des  Motors bei allen Belastungen konstant blei  ben und ausserdem innerhalb weiter Grenzen  und in feiner Abstufung regelbar sein soll,  so muss die vom Ankerstrome durchflossene  Erregerwicklung des Generators so bemessen  sein, dass das von ihr erzeugte magnetische  Feld ausreicht, um eine     elektromotorische     Kraft zru erzeugen, welche die gesamten  Ohmschen Spannungsabfälle im Ankerstrom  kreise zu decken vermag.

   Soll nun der Mo  tor, bei dem die erwähnte Forderung erfüllt  ist, mit sehr geringer Geschwindigkeit an  laufen und ein grosses Drehmoment abgeben,  so tritt die gegenelektromotorische Kraft des  Motors, deren Grösse durch die Fremd  erregung des Generators bestimmt ist, fast    vollstäindig zurück hinter der vom Anker  strom für Generator induzierten elektromo  torischen Kraft, und der Generator verhält  sich daher ähnlich wie ein Hauptstromgene  rator.

   Bei einer derartigen Anordnung bleibt  aber die Geschwindigkeit des Motors bei  allen Belastungen konstant, wenn für den  Generator das Verhältnis der Ankerspannung  zum     Ankerstrome   
EMI0001.0007  
   bei allen Belastungen  konstant und gieich der Summe der     Olm-          schen    Widerstände (@w) im Ankerstromkreis  ist.     --Nun    erregt sich aber anderseits bekannt  lich ein     Hauptstromgenerator        unter    sonst       gleichen        Umstünden    um so langsamer, er hat  also, wie man sagt, eine um so grössere Zeit  konstante (T), je geringer der     L:

  nterschied     zwischen den     Grössen   
EMI0001.0017  
   und     Yw        wird.    Die  ser Zusammenhang wird durch die     Gleichung     
EMI0001.0021  
       veranschaulicht,    in welcher  die noch nicht     erwähnte    Grösse L den Selbst  induktionskoeffizienten des Ankerstromkreises      bedeutet. Bei Gleichheit von
EMI0002.0001  
   und @'w  wird T = @@ ; das heisst es findet überhaupt  keine Selbsterregung statt.  



  Die Erfindung bezweckt nun, bei solchen       Gleichstromgeneratoren    eine Anordnung zu  schaffen, mit der auch in solchen Fällen, wo  bei geringer Gesclwindigkeit und hoher Be  lastung des     Motors    eine konstante Drehzahl  des Motors verlangt wird, eine sehr schnelle  und und sichere Erregung des Generators  erreicht werden kann.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes veran  schaulicht, und zwar zeigt  Fig. 1 ein Schaltungsschema der ganzen  Anordnung, und  Fig. 2 eine sclematische Darstellung eines  der Erfindung geinäss eingerichteten     Gleich-          stromgenerators.     



  In Fig. 1 bezeichnet A den Anker und  B die tfrenderregte Feldwicklung eines     Gleich-          stromgenerators,    die durch Vermittlung eines  zweipoligen Unischalters C mit einer Gleich  stromfremdspannungsquelle D verbunden wer  den kann. Dur Gleichstromgenerator, der  unter Anwendung der bekannten     Leonard-          schaltung    unmittelbar mit dem Anker E eines  mittelst einer Feldwicklung E i frenderregten  umsteuerbaren Motors verbunden ist, besitzt  ferner eine vom     Ankerstrome        durchflossene     Hauptstromwicklung F.

   Um die Drehzahl des  Motors B Er in feiner Abstufung regeln zu  können, ist der Feldwicklung B des     Gene-          rators    in bekannter Weise ein Regelwider  stand G v orgesrlaltet. Der Gleichstromgene  rator enthält ferner eine Hilfserregerwicklung  H. Diese Hilfserregerwicklung H stellt finit  der Sekundärseite J1 eines Transformators  in Verbindung, dessen Primärseite J ebenfalls  über den zweipoligen Umschalter C an die  Fremdspannungsquelle D angeschlossen wer  den kann. Der Umschalter C ist zu diesem  Zwecke mit Kontakten cl, c2, c3, c4 und c5  versehen, die so angeordnet sind, dass die       Schierlen    des     Umschalters    C mit je zwei     voll     ihnen gleichzeitig in Berührung kommen kön  nen.

   Zwei, c2 und e4, dieser Kontakte sind    Leerkontakte, während die übrigen, er und c3,  bezw. c3 und c5, dazu bestimmt sind, die  Feldwicklung B und den mit dieser in Reihe  geschalteten Regelwiderstand G, sowie die  Primärseite J des Transformators derart mit  der Fremdspannungsquelle zu verbinden, dass  sie beim Einschalten gleichzeitig Strom er  halten und beim Umschalten sich die Strom  richtung in der     Feldwicklung    B und der  Primärseite I des Transformators gleichzeitig  umkehrt.

   Zu diesem Zweck ist die Anord  nung so getroffen, dass die Kontakte e1 und  c3 untereinander und mit je einem Ende der  Wicklungen B und J verbunden sind,     wäh-          reild    der Kontakt c3 einerseits reit den an  dern Ende der Wicklung J und anderseits  mit dein Regelwiderstande G in Verbindung  steht, dessen Gleitkontakt G1 all das andere  Ende der Feldwicklung B angeschlossen ist.  Die Transformatorwicklung i liegt also in  jeder     der    beiden     Schliessstellungen    des Uni  schalters C parallel zu dem die Feldwick  lung B und den Regelwiderstand G enthal  tenden Stromkreise.

   Der Wicklungssinn der  Hilfserregerwicklung H ist dabei so gewählt,  dass sich beim Anwachsen des Stromes in  den Wicklungen B und J die durch die  Feldwicklungen<I>B</I> und     H    erregten Magnet  felder addieren.  



  Steht bei der Benirutzung der beschriebenen  Anordnung der Umschalter C auf den     Kor-          talkten    c2, c4r, so fliesst in den Erregerwick  lungen B, F und H des lenerators kein  Strom, und der Motoranker E steht still.  Wird nun der Umschalter C in die stark  ausgezogene Stellung gebracht, in welcher er  auf den Kontakten cl, c3 steht, so fliesst aus  der Fremdspannungsquelle D über den Kon  takt er Strom einerseits in die Primärwick  lung J des Traansformitators und voll dieser  über     c3    nach D zurück,

   anderseits     fliesst    ein  Strom von der     Fremdspaimungsquelle    D über       ei    in die Erregerwicklung     B        des        !Teriei-aZtors     und weiter über     G',    G und  &  nach D zurück.

    Die     Wieldungen   <I>B</I> und<I>.7</I> werden dabei im  Sinne der Pfeile     .x        bezw.        y        (Fig.        l)        durch-          flossen.    Es entstellt also in der     Wicklung    .7  ein     Stromstoss,    der sich auf den die Sekundär-      wicklung 71 enthaltenden Stromkreis durch  Induktion überträgt, so dass auch die Hilfs  erregerwicklung H von einem schnell an  wachsenden Strome von kurzer Dauer durch  flossen wird.

   Der auf diese Weise durch die  Hilfserregerwicklung H fliessende Strom er  zeugt bei entsprechender Wahl der Abmes  sungen aller Teile im Magnetgestelle des  Generators ein magnetisches Feld, welches  das von der Feldwicklung B erzeugte Feld  un einen solchen Betrag verstärkt, dass im  Anrlerstromkreise ein Strom von solcher  Stärke entsteht, dass der Motoranker E auch  bei der grüssten Belastung rasch anläuft.  Seine Geschwindigkeit nimmt dabei einen  durch die Stellung des Gleitkontaktes G1  bestimmten Wert an. Sobald der Strom in  der Primärseite T des Transformators seine  volle Stärke erreicht hat, wird die Sekundär  seite J1 und dabei auch die Hilfserreger  wicklung H stromlos.

   Inzwischen hat aber  das von der Hauptstromwicklung F erzeugte  magnetische Feld eine solche Stärke erlangt,  dass trotz des Verschwindens des Stromes in  der Wicklung H ein genügend starkes Feld  im Generator bestehen bleibt. Infolgedessen  wird ein Rückgang der Ankerstromstärke im  Stromkreise A F E und ein Stehenbleiben  des Motorankers E mit Sicherheit verhindert.  



  Wird der Unschalter C irr die Ausschalt  stellung c2 c4 gebracht, so verschwindet der  Strom in der Primärseite J des Transfor  mators und in der Feldwicklung B sehr rasch.  Da nach den bekannten Indruktionsgesetzen  hierbei der Strom im Stromkreise 7H die ent  gegengesetzte Richtung wie beim Einschalten  des Umschalters C hat, wirkt jetzt die Hilfs  erregerwicklung H der fremderregten Wick  lung B und der Hauptstromwicklung F ent  gegen, und die Stromstärke im Ankerstrom  kreise A F E sinkt dementsprechend schnell,  so dass der Motoranker E sehr schnell zum  Stillstande kommt.  



  Es leuchtet ohne weiteres ein, dass genau  dieselben Vorgänge nur bei     vertauschter          Stromrichtung    in allen Stromkreisen sich ab  spielen müssen, wenn der Umschalter C in  die gestrichelt gezeichnete Stellung     c3    c5,    bezw. aus dieser in die Nullstellung c2 e4  gebracht wird. Der einzige ins Auge fallende  Unterschied ist nur, dass der Anker E des  Motors jetzt im umgekehrten Drehsinne um  läuft wie vorher.  



  In sehr einfacher Weise lässt sich der  Transformator J J1 mit dem     Gleiehstrom-          generator    A B F H vereinigen, wenn nan,  wie in Fig. 2 dargestellt, das Joch A1 des  Magnetgestelles, auf dessen Polen A2 die  Erregerwicklungen B, F und H untergebracht  sind, unmittelbar als Eisenkern für den Trans  formator benutzt, indem man dessen Wick  lungen T und J1 darüber wickelt.  



  Ohne dass am Wesen der Erfindung etwas  geäniiidet t wird, kann die primäre Transfor  matorwicklung J auch in den Stromkreis  gelegt werden, in dem sich die Feldwicklung  B befindet. Mit dieser Anordnung ist der  Vorteil verbunden, dass nicht nur beim     Ein-          oder    Ausschalten des     Umschalters    C sondern  auch beim Verstellen des Gxleitkontaktes C'  in der     Hilfserregerwicklung    H ein Stromstoss  hervorgerufen werden kann.

   Der     @Hotoranker     E wird daher die der neuen Stellung des       Gleitkontaktes        C'        entsprechende    Geschwin  digkeit wesentlich rascher annehmen als bei  der Anordnung nach     Fig.    1.  



  Es sei noch darauf hingewiesen, dass die  Verwendung     eines    Transformators im Erreger  stromkreis einer     Gleichstroindynamomaschine     an sich bereits bekannt ist. Bei den bekann  ten Anordnungen liegt jedoch die     Primär-          spule    des     Transformators    dauernd     iin    Anker  stromkreise der     Dvnarnoschine.    Es ist daher  mit diesen bekannten Einrichtungen nicht  möglich, eine Abkürzung der Erregungszeit  beim     Inbetriebsetzen    der Dynamo     zri    erzielen,  sondern sie sind dazu bestimmt, eine selbst  tätige Spannungsregelung während des Be  triebes herbeizuführen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Anordnung zum Erregen von Gleichstrom generatoren, die eine von einer Fremdspan- nungsquelle gespeiste und eine vorn Anker strom oder einem Teil desselben durchflossene Erregerwicklung besitzen, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine dritte Erregerwicklung mit der Sekundärwicklung eines Transformators verbunden ist, dessen Primärwicklung über einen Schalter derart an die Frendspannungs- quelle angeschlossen werden kann, dass der Transformator und die zuerst genannte Er regerwicklung beim Einschalten des Schalters Strom aus der Fremdspannungsquelle erhalten. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Anordnung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die primäre Trans- formatorwicklung in demjenigen Strom kreise liegt, der die fremderregte Feld wicklung enthält. 2. Anordnung nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklungen des Transformators auf einem Teil des Magnetgestelles (z. B. Joche) des Gleichstromgenerators unter gebracht sind.
CH87273D 1915-01-06 1920-05-06 Anordnung zur Erregung von Gleichstromgeneratoren. CH87273A (de)

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