CH87950A - Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dergleichen. - Google Patents

Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dergleichen.

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CH87950A
CH87950A CH87950DA CH87950A CH 87950 A CH87950 A CH 87950A CH 87950D A CH87950D A CH 87950DA CH 87950 A CH87950 A CH 87950A
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Anilin-Fabrikation Actien Fuer
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Anilin Fabrikation Ag
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  Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dergleichen.    Es wurde gefunden, dass     p-Phenylendia-          minderivate,    die in einer Aminogruppe durch  einen Oxynaphtalinrest und in der andern       Aminogruppe    durch ein oder zwei organische  Reste substituiert sind, sich in     lervorragen-          der    Weise zum Färben von Pelzen, Haaren,  Federn und dergleichen eignen. Derartige  Derivate sind z.

   B:     2-Oxy-7-naphtyl-4-amino-          diphenylamin,        Di-2-oxy-7-naphtyl-4-4'-di-          aininodiphenylamin,        1-Oxy-5-naphtyl-4-amino-          diphenylamin,    Di-     1-oxy-5-naphtyl-4.4'-di-          aminodiphenylamin,        2-Oxy-7-napltyl-4-amino-          4'-methoxydiphenylaminoder2        Oxy-7-naphtyl-          4-aminodimethylanilin.    Diese Verbindungen  können entweder in direkter Färbung oder  auf verschiedenen Beizen, wie z. B. Kupfer-.  Eisen- oder Chrombeize, verwendet werden.

    Sie ergeben unter Zusatz eines geeigneten  Oxydationsmittels wertvolle grünblaue, grau  blaue, violettgraue oder graue Färbungen.  Die     neuen    Pelzfarben lassen sich auch in  Verbindung mit bekannten Pelzfarbstoffen  verwenden. Dran kann dem Behandlungsbad  auch eine Beize zusetzen.    Die als Pelzfarben hierzu verwendeten  Verbindungen lassen sich durch Einwirkung  der entsprechenden Dioxynaphtaline auf     4-          Aminodiplenylamin    oder     4³4'-Diaminodiphe-          nylamin,    bezw. auf     4-Amino-4'-methoxy-          diphenylamin    oder auf 4-Aminodimethylanilin  nach dem Sulfitverfahren über den Schweflig  säureester gewinnen.  



  Beispiel 1:  Das mit Soda gereinigte Fell wird in ein  Färbebad eingebracht, das im Liter 2 gr  2-Oxy-7-naphtyl-4-amininodiphenylamin und  etwa 40 ccm Wasserstoffsuperoxyd (3 %ig)  enthält. Man färbt etwa 3 Stunden, spült,  trocknet und läutert in der üblichen Weise.  Die so erhaltene Nuance ist ein grünes Blau.  



  Entsprechend der oben angegebenen     Vor-          Schrift    kann     inan        auch    in bekannter Weise       finit        Metallbeizen    vorbehandelte Felle färben.  Man, erhält zum Beispiel auf mit Eisenvitriol       geheiztem    Felle ebenfalls ein grünes Blau.  



  Mittelst des     Di-2-oxy-7-naphtyl-4        #        4'-di-          aminodiphenylamins        kann    man in ähnlicher  Weise in     direkter        Färbung    ein graues Blau      und auf zum Beispiel mit Eisenvitriol ge  beiztem Felle ein Graublau erzielen.  



  Beispiel 2:  Das mit Soda gereinigte Fell wird in ein  Färbebad eingebracht, das im Liter 2     gr     1-Oxy-5-naphtyl-4-aminodiphenylaniin und  etwa 40 ccm Wasserstoffsuperoxyd (3 %)  enthält. Man färbt etwa 3 Stunden, spült,  trocknet und läutert in der üblichen Weise.  Die so erhaltene Färbung ist ein helles Blau.  



  Auf mit Eisenvitriol gebeiztem Felle er  hält man nach obiger Vorschrift ein dunkles  Blau, auf Alaunbeize ein schönes Blau.  



  Mittelst des     Di-1-oxy-5-naphtyl-4³4'-di-          aminodiphenylamins    kann nach ähnlichen  Färbeverfahren in direkter Färbung ein Grau,  auf mit Eisenvitriol gebeiztem Felle ein gelb  liches Grau und auf Alaunbeize ein     violett-          stichiges    Grau erzielt werden.  



  Beispiel 3:  Das mit Soda gereinigte Fell wird in ein  Färbebad eingebracht, das im Liter 2 gr       2-Oxy-7-naphtyl-4-aniino-4'-methoxydiphenyl-          amin    und etwa 40 ccm Wasserstoffsuperoxyd  (3%) enthält. Nach 3-stündigem Färben wird  gespült, getrocknet und geläutert. Die Fär  bung ist Blaugrau.  



  Auf Alaunbeize erhält man ein Graublau,  auf Eisenbeize ein Grau.    Beispiel j  Das Färbebad wird bestellt mit 2 gr    2-Oxy-7-napltyl-4-aminodimethylanilin und  40 Ccm Wasserstoffsuperoxyd (3 %). Das mit    Soda gereinigte Fell wird in diesem Bade in  der üblichen Weise während etwa 3 Stunden  behandelt; darauf wird in bekannter Weise  gespült, getrocknet und geläutert. Man ge  winnt so ein wertvolles Graublau.  



  Auf Eisenbeize erhält man ein tiefes Blau  grau und auf Alaunbeize ein Blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dergleichen, dadurch gekenn zeichnet, dass man das zu färbende Material in wässeriger Lösung und unter Zusatz eines geeigneten Oxydationsmittels, mit p-Phenylen- diaminderivaten, die in einer Aminogruppe durch einen Oxynaphtalinrest und in der andere Aminogruppe durch mindestens einen organischen Rest substituiert sind, behandelt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da? die zu färbenden Waren vorgebeizt werden.
    \'. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Behandlungsbad eine Beize zugesetzt wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass den dort genannten p-Phenylendiaminderivatennochmindestens eine andere Pelzfarbe zugesetzt wird.
CH87950D 1918-02-14 1920-06-19 Verfahren zum Färben von Pelzen, Haaren, Federn und dergleichen. CH87950A (de)

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