CH88050A - Vorrichtung zum elektromagnetischen Löschen des beim Unterbrechen eines elektrischen Stromkreises entstehenden Lichtbogens. - Google Patents

Vorrichtung zum elektromagnetischen Löschen des beim Unterbrechen eines elektrischen Stromkreises entstehenden Lichtbogens.

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CH88050A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  Vorrichtung zum elektromagnetischen Löschen des beim     Unterbrechen    eines  elektrischen Stromkreises entstehenden Lichtbogens.    Die Erfindung bezieht sich auf solche  Vorrichtungen zum elektromagnetischen Lö  schen des beim Unterbrechen eines elektrischen  Stromkreises entstehenden Lichtbogens, die  mit zum Weiterleiten des Lichtbogens be  stimmten     Funkenhörnern    versehen sind. Die       Erfindung    bezweckt, eine solche Vorrichtung  dieser Art zu     schaffen.    die sich bei beson  ders kleinen Abmessungen des zum Unter  brechen benutzten Schalters durch eine vor  teilhafte Wirkungsweise auszeichnet und auch  zum Auslöschen von     Wechselstrornlichtbogen     mittelst eines Gleichstrommagnetfeldes ge  eignet ist.  



  Auf der Zeichnung ist in schematischer  Darstellungsweise ein von Hand     bedienbarer     Schalter veranschaulicht, der mit einer ein       Ausführungsbeispiel    des Erfindungsgegenstan  des bildenden Vorrichtung ausgerüstet ist,  und zwar zeigt       Fig.    1 einen aufrechten Längsschnitt, und       Fig.    2 die zugehörige Oberansicht.  



  9 und B bezeichnen zwei prismatische       Kohlestücke    von rechteckiger Grundfläche.    die sieh mit je einer aufrechten Seitenfläche       a'    und     br        berühren    können und die Strom  schlussstücke des Schalters bilden.

   Die Strom  schlussstücke     --1    und B liegen in dem     Strom-          kreis    einer einen Stromverbraucher speisenden       Gleichstromquelle.    Das     Stromschlussstück   <B>A</B>  ist an einem     Stabe        a-        (Fig.    1) und das     Strom-          schlussstück   <I>B</I> an einem     Stabe        b2    befestigt.  Die Stäbe     n=    und     b2    bestehen aus nicht  magnetischem Stoffe.

   Der Stab     a=    ragt reit  seinem freien Ende in eine     entsprechende          Ausnehmung    eines rechteckigen Rahmens C  und ist mit diesem starr verbunden. Der  Stab     b'=    dagegen ist     irn    Rahmen C verschieb  bar und trägt an seinem aus dem Rahmen C  herausragenden Ende einen Handgriff     b4,          mittelst    dessen das     Stromsc.lilulistüek    B in  Richtung des Pfeiles x     (Fig.    1)     verschoben     werden kann.

   An der obern Fläche der Strom  schlussstücke A und B ist je ein Funken  horn,     a:'        und        b3,    befestigt, dessen Ursprung  in der     -Nähe    der Berührungsflächen     a'    und     b'     liegt, und das in der aus     Fig.    1 ersichtlichen        "eise        re.:htwinlzlib    abgebogen ist.

   An den      senkrecht zu den Berührungsflächen     a'    und<I>b'</I>  verlaufenden Innenseiten des Rahmens C sind  zwei einander gegenüberstehende Polkerne     r='     und     c2    befestigt, die mit Erregerwicklungen  <B>1.3</B> und     c'    umgeben sind. Die     Erregerwick-          lungen        c3    und     rr'    sind mit     Gleichstrom    ge  speist.

   Die     Polkerne        r'    und     c=    sind so an  geQrdnet,     dass:hre    aufrechten Symmetrieebenen  und die Berührungsflächen     a'    und<I>b'</I> des     ge-          se,lossenen    Schalters in einer Ebene liegen.

         Zri    beiden Seiten der     Funkenhörner        a3    und     b3     sind zwei     aufrechtstehende,    halbkreisförmige       Sci)eiben        r'    und     c';    angeordnet, die mit     ab-          wärtsgerichteten    Stielen an den freien Pol  fläehen der     1':@lherne    c' und     r2    befestigt sind.

    Die     lialbki@e:,#l'ürmigen    Scheiben     r-    und     r\          bilä'-n        dernnaeh        Polschuliteile    des     Blasmagnetes     ,.r ,.

       ,,5        C=        (a        ,.G.    Die Anordnung der     halb-          kreIsförmigen    Scheiben     e'    und     c'    ist so     ge-          trolfen,    dass ihre liegenden Durchmesser in  die durch die     obere    Fläche der     Polhörner        a3,          b='        :;ebildete    Ebene fallen.  



  Infolge     df_i-    geschilderten     .Anordnung    und       Aribildung        der-    Scheiben c  und     r''    ist die       hraftliniendiehte    des zwischen ihnen     befind-          lichen    magnetischen Feldes um so kleiner,  je näher die Austrittsstellen der Kraftlinien  den)     Umfange    des Halbkreises liegen; die       hraftliniendiehte    nimmt dabei von dein     Mittel-          purilz-te    des     Halbkreises    nach seinem Umfange  auf allen Radien in gleicher Weise ab.  



  Für die     Betrachtung    der     ZVirkungsweise     der beschriebenen Vorrichtung sei     angenom-          inen,    dass     siel)    der Schalter zunächst in dein  aus der Zeichnung ersichtlichen geschlossenen  Zustande     befindet,    bei dem die durch die       Stromseblussstficke    A und     B    überbrückte  Unterbrechungsstelle von einem elektrischen       Strome    durchflossen ist, und dass ausserdem  die     Magnetwicklungen    c3 und     c'    erregt sind.

         Ini    Rahmen C wird dementsprechend ein  magnetisches Feld erzeugt, dessen Kraft  linien sich auf den in     Fig.    2 strichpunktierten  Wegen schliessen. Zum Unterbrechen des  Stromes wird das     Stromschlussstück        B    durch  Ziehen am Handgriffe     b'    rasch im Sinne des  Pfeiles x     (F]-.    1) verschoben. Bei dieser Be  wegung des     Stromschlussstückes        B    entsteht    an irgend einer Stelle der sich voneinander  entfernenden Berührungsflächen     a.'    und 1,'  der     Stromschlussstücke    A und     B    ein elek  trischer Lichtbogen.

   Dieser Lichtbogen wird  sofort von dem quer zur     Lichtbogenrichtung     gerichteten magnetischen Felde von der Ent  stehungsstelle weggetrieben, und zwar ist  der Sinn des magnetischen Feldes so     gewählt,     dass das Wegtreiben des Lichtbogens in der  Richtung nach oben erfolgt.

   Der Lichtbogen  erreicht demnach sehr rasch die obern     Kanten     der     Berührungsflächen        a        .'-    und<I>b'.</I> Bis zu  diesem     Augenblicke    unterscheidet sich die       ZVirkungsweise    der vorliegenden     @i@sc@vor-          rielitung    nicht von derjenigen     bekannter          Löschvorrichtungen.    Sobald der     Liehtbogen     die     obern    Kanten der     Bei-üln-ungsflächen        1-1'     und b' erreicht hat,

       kommt    er in den     Bereich     des     zwischen    den Scheiben     r'    und     r'    über  tretenden magnetischen Feldes und wird nun  von diesem     weitergetrieben.    Dabei tritt er  mit seinen     Fusspunkten    auf die     Funkenbürner          a3    und     b3    über und wird an diesen mit       grosser        Geschwindigkeit    weitergeleitet.<B>Er</B>  nimmt dabei.

   da für diesen Teil des magne  tischen Feldes die Linien gleicher     Kraft-          liniendichte    zu den Scheiben     e-,        r'    konzen  trische     Halbkreise    sind, ebenfalls halbkreis  förmige (restalt an. Seine Länge nimmt da  her sehr rasch     zii,    und er reift dementspre  chend spätestens darin ab, wenn seine Fuss  punkte an den Enden der     Funkenhörner        rr        #.          b     angekommen sind.  



  Der Hauptvorteil der eben     beschriebenen     Vorrichtung besteht darin,     dal.;    der Licht  bogen von dem     Augenblicke    an, wo seine       Fusspunkte    die obern Kanten der Berührungs  flächen<I>a', b'</I> erreicht haben;

   gezwungen     wird.     einen ganz bestimmten, genau vorgeschrie  benen Weg mit geölter     Regelmässigkeit    und       sehn        grosser        Geschwindigkeit        zurückzulegen.     Wie Versuche einwandfrei ergeben haben,  ist dabei die     Geschwindigkeit,    mit welcher  der Lichtbogen weggetrieben und gelöscht  wird, so     gi-of.;,    dass auch bei sehr starken  Strömen (z. B. 7000 A,     5,50        V    bei einem  Schalter für 75 A Dauerstrom) eine unzu  lässige Erwärmung irgendwelcher Sehalter-      teile     niit    Sicherheit vermieden wird.

   Selbst  bei so starken Strömen (Netzkurzschlüssen),  bei denen der Lichtbogen trotz seiner     halb-          kreisfürmigen    Gestalt auch dann nicht sofort        < ibreil:ft,        wenn    seine Fusspunkte an den freien  Enden der     Funkenhörner    angelangt sind, er  folgt keine     nennenswerte    Beschädigung von  Schalterteilen.  



  Wie durch besondere Versuche festgestellt       wurde,    zeigen sich in     diesem    Falle Schmelz  perlen     alt    den Enden der     Funkenhörner,    da   < diese Stellen etwas länger als die     andern     Stellen, wo sich Fusspunkte des Lichtbogens  bilden     niul,)teti.     



  Die bereits mehrfach erwähnte grosse     Ge-          schwindigkeit,    mit     weleber    der Lichtbogen  weggetrieben und gelöscht wird. ermöglicht  es, auch Wechselstromkreise     finit    einem     lsleich-          stroinitiagnetfelde    ohne Gefahr für den Sehalter  zu unterbrechen. Die Zeit, innerhalb der der       Wecbselstroinlichtbogen        weggetrieben        lind     gelöscht wird, ist nämlich viel kleiner als  die Dauer einer halben Periode, und es be  steht daher keine Gefahr, dass der Licht  bogen     stehen    bleiben kann.

   Die     Möglichkeit,          Wechselstromlichtbogen    mit einem Gleich  strommagnetfelde auszulöschen, ist aber be  sonders deshalb wichtig, weil das Auslöschen  voll     Wech#;elstroinliehtbogen    mittelst eines       Wechselstroniniagnetfeldes    nur sehr schwer  und oft gar nicht durchführbar ist.  



  Ein Vorteil der vorliegenden Erfindung  besteht darin, dass der Schalterweg nicht  wesentlich     grösser    zu sein braucht als die  Überschlagweite der höchsten in Fragekom  menden Spannung. Der kleine erforderliche  Schalterweg     erweist-sich    abgesehen     voll    an  dern mechanischen Vorteilen besonders dann  als erwünscht, wenn die     Auslösung    des Schal  ters elektromagnetisch erfolgen soll. Es kön  nen nämlich dann die Abmessungen des zum  Auslösen erforderlichen Elektromagnetes be  sonders klein gehalten werden.  



  Ohne dass am Wesen der Erfindung etwas  geändert würde, wäre es möglich, die An  ordnung so zu     treffen,    dass die Linien gleicher         Kraftliniendichte    für das zwischen den Schei  ben übertretende Feld nicht eine halbkreis  förmige, sondern eine     aridere    Form bekämen.  Das ist besonders dann     zweckmäfäig,    wenn  es sich darum handelt, den Lichtbogen nach  einer bestimmten Seite hin besonders weit  wegzutreiben.

   Schliesslich     hönnte    man den  zwischen den Scheiben liegenden Funken  hörnern auch eine andere als die aus der  Zeichnung     ersichtliehe        Richtung    geben, die  beim beschriebenen     Ausführungsbeispiele    ge  wählte Anordnung der     Funkenhörner    ist aber  besonders vorteilhaft.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum elektromagnetischen Lü- schen des beint -Unterbrechen eine: elek trischen Stromkreises entstehenden Licht bogens finit zuin Weiterleiten des Lichtbogens bestimiuten Funkenhürnern, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ftuikelilii")rnei# zwischen Polschiiliteilen des Blasniagnetes sieh befinden. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Polschuhteile scheibenförmige (festalt besitzen. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch und 1"n- teransprueh 1. dadurch gekennzeichnet, dass die Scheiben durch einen ungefähr über den Funkenhürnern als Durchmesser errichteten Halbkreis begrenzt werden und dass die Kraftliniendichte voll dem -Mittel punkte des Halbkreises nach dem Um fange auf allen Radien in gleicher 'Weise abnimmt.
    Vorrichtung nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Erregerwicklung des Blasinagnetes von Gleichstrom und die Uilterbrechungsstelle voll Wechselstrom durchflossen ist.
CH88050D 1919-06-11 1920-01-24 Vorrichtung zum elektromagnetischen Löschen des beim Unterbrechen eines elektrischen Stromkreises entstehenden Lichtbogens. CH88050A (de)

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