CH88485A - Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Signalen und andern Wirkungen mittelst elektrischer Schwingungen nach sich bewegenden Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnzügen. - Google Patents
Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Signalen und andern Wirkungen mittelst elektrischer Schwingungen nach sich bewegenden Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnzügen.Info
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Description
Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Signalen und andern Wirkungen mittelst elektrischer Schwingungen nach sich bewegenden Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnzügen. Bei den bisher bekannten drahtlosen Übertragungen nach Eisenbahnzügen be fand sich auf der Lokomotive, beziehungs weise in dem Zuge eine Empfangseinrich tung gewöhnlicher Art, die durch eine ausserhalb befindliche Gebeanlage beein flusst werden konnte.
Diese Einrichtungen haben insbesondere den Nachteil, dass die an den einzelnen räumlich weit voneinander liegenden Blockstationen befindlichen Sen der mit Energie versorgt werden müssen, ferner, dass es Schwierigkeiten macht, das Signal einem bestimmten Zuge zu über tragen und nicht auf sämtliche im Bereiche der elektrischen Wellen befindlichen Züge. Ein Hauptnachteil besteht aber darin, dass die meistens auf der Lokomotive angeordne ten Empfangseinrichtungen durch Störun gen fremder Sender .oder durch atmosphä rische Störungen, bezw. durch in der Nähe der Eisenbahnstrecke befindliche Metall massen beeinflusst werden.
Diese Nachteile werden bei der vorlie- genden Erfindung dadurch vermieden, dass auf der Lokomotive des fahrenden Eisen bahnzuges der Erzeuger elektrischer Schwingungen untergebracht wird, an be stimmten Stellen des Bahnkörpers aber Mit tel zur Bceinflussung der Energie dieses Er zeugers.
Als Erzeuger der elektrischen Wechsel ströme eignet sich insbesondere ein Katho- dengenerator, der so angeordnet ist, dass seine Energie vermittelst einer Spule auf einen auf dem Bahnkörper befindlichen abgestimmten Kreis abgegeben werden kann. Zweckmässig- wird die Kopplung der Röhre mit dem Schwingungskreis und der Wider stand des Schwingungskreises so gewählt, dass bei der von dem abgestimmten Kreis entzogenen Energie die Schwingungen mit Sicherheit aussetzen oder doch erheblich zu rückgehen.
Ebenso wie bei Eisenbahnzügen kann die Erfindung selbstverständlich auch An- wendung finden bei andern Fahrzeugen, wie überhaupt' zur Übertragung von Wir kungen irgendwelcher Art von und nach bewegten Körpern. Man ordnet zum Beispiel den Generator auf dem bewegten Körper an und die Mittel zur Beeinflussung desselben (Auslösemittel) an geeigneten Punkten der von dem Körper beschriebenen Bahn.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist diese neue Signaleinrichtung beispielsweise ver anschaulicht. Fig. 1 zeigt im allgemeinen o.ls Beispiel eine Röhrenschaltung, wie sie für den vorliegenden Zweck benutzt wer den kann. 1 ist die Kathodenstrahlröhre, die mit einem Schwingungskreise 2 in an sich bekannter Weise gekoppelt ist. An den Klemmen 3 und_ 4 wird der die Anode spei sende. Gleichstrom zugeführt.
Wenn in einer solchen Röhrenanordnung dauernd Schwingungen erzeugt werden und dann der Widerstand R des Kreises 2 vergrössert wird, so nimmt der Strom 1A in diesem Kreis allmählich ab, entsprechend der Kurve Fig. 2, bis er in einem bestimmten Punkte plötzlich rasch abfällt. Dies ist der Punkt, an dem die Schwingungserzeugung sehr stark zurückgeht oder ganz aufhört. In ähnlicher Weise ändert sich auch der Ano- denarom in.
Wie hieraus liervorgelit, kann die t'1% irhung der plötzlich starken Strom änderung hervorgebracht werden durch eine Zunahme der Dämpfung des mit der Röhre verbundenen Schwingungskreises. Diese Dämpfung kann dadurch lierbeige- führt werden, dass mit dem Schwingungs kreise, wie bereits erwähnt, vorübergehend ein geschlossener, abgestimmter Schwin gungskreis 5 gekoppelt wird, wie in Fig. 3 schematisch gezeigt ist.
Dieser Kreis 5, der sieh beispielsweise in Richtung der Pfeile 6 bewegt, entzieht dem Kreise 2 plötzlich Energie, wenn seine Spule in das Feld der Spule des Kreises 2 gelangt. Ein im Ano denkreis lieg-i-iicles Relais 7, das während der Dauer- der Schwingungserzeugung durch den Strom der Batterie s angezogen ist, wird ini :
Momente der Energieentzie- hizndurch die darin erfolgende Abnahme des Anoclen^2-1,1iclisti omes freigelassen und kann dadurch Kontakte 9 schliessen, wo durch weitere Signalapparate oder derglei chen in Tätigkeit gesetzt. werden können.
I'lg. 4 zeigt zum Beispiel die Anordnun- auf einer Lokomotive. Es befinden sich die Röhre 1 in fit Kondensatoren und eventuell auch die zu betätigenden Vorrichtungen entsprechend dem Relais 7 in einem Kasten 10 im Führerhause der Lokomotive, die zu gehörigen Stromquellen, Anodenbatterie 8,
Heizapparate etc. in einem zweiten Kasten 11 und die Spule des Schwingungskreises 2 in Form eines Rahmens 12 am Untergestelle der Lokomotive, der geschlossene. abge stimmte i'iuslösekreis 5 dagegen in einem Rahmen 13 auf den Schwellen des Balin- körpei s. An Stelle einer Anocienbat-terie kann auch zwecl:
niassia (iiie n)it einer Puf ferbatterie versehene Dynamomaschine be nutzt werden.
Als Auslösekreis wird zweckmässig eine armierte Spule benutzt, die so angeordnet ist, dass eine Beschädigung durch umher- fliegende Steine und dergleichen aus-ge- schlossen ist. Als Konstruktionsform dient zum Beispiel ein Eisenrohr, welches die Windungen umschliesst. und in das auch gleichzeitig der zweckmässig zylindrisch ge staltete Kondensator des Schwingungskrei ses eingeschlossen ist.
Hierbei muss jedoch darauf geachtet werden, dass die rolirförnii-e Umhüllung keinen geschlossenen riia-ne- tischen Kreis darstellt. Dies liisst sich zuni Beispiel dadurch erreichen, (laf.')
clei i isen- ring an einer oder mehreren Siellen unter brochen und durch Isolationsmaterial an diesen Stellen geschlossen wird. Es hat sich gezeigt, class Kurzschlussringe, wie sie etwa. durch eiserne Schwellen in Verbindung finit den Schienenstücken gebildet werden, in der unmittelbaren Nähe der abgestimmten Empfangskreise zu Störungen führen kön nen.
Um dies zu vermeiden, ist es zweck mässig, an den Befestigungsstellen der Scliwingun,skreise etwa vorhandene Eisen schwellen durch Holzschwellen zu ersetzen. oder wenigstens eine leitende Verbindung zwischen den Schwellen und Schienen zu vermeiden.
Die Einrichtung kann verschiedenen Zwecken dienen, zum Beispiel zu Signal zwecken, um etwa den Lokomotiv- oder Zug führer aufmerksam zu machen, dass ein zu beobachtendes Streckensignal sich nähert, oder ihm die Stellung eines Signals ("Halt" oder "freie Fahrt") anzuzeigen, oder zur au tomatischen Auslösung von Kraftwirkungen. etwa zur Betätigung der Bremse.
Handelt es sich zuin Beispiel darum, den Lokomotivführer auf ein sich näherndes Streckensignal aufmerksam zu machen, so wird eine optische oder akustische Signal vorrichtung an clen Kathodenkreis der Röhre angeschlossen. Sobald dann der Zug den auf dein Bahnkörper in gewisser Entfernung vor dem Streckensignal befindlichen ge schlossenen Kreis 13 überfährt, ertönt das Signal.
Die Einrichtung wird dann zweck mässig so getroffen, dass das Relais nach ein maliger Auslösung so lange den Stromkreis des optischen oder akustischen Signals ge schlossen hält, bis es von Hand wieder zur Ruhe gesetzt wird. Das jedesinalige An sprechen kann durch einen Chronographen oder durch Registrierapparate aufgezeich net werden, uni eine Kontrolle für den Lo- komotivführer zu haben.
Die Erfindung gestattet auch, den ver schieden langen Bremswegen verschiedener Arten von Zügen. zuni Beispiel Schnell zügen, Personenzügen. Güterzügen, in ein fachster Weise Rechnung zu tragen. Man braucht nur eine paarweise oder gruppen- weise Abstimmung der Kathodengenera toren und der Auslösemittel, cl. h. der abge stimmten Sekundärkreise zu treffen, uni die Cbertragung nach bestimmten Körpern stattfinden zu lassen und andere auszu schliessen.
Die Züge werden nach Massgabe ihres Bremsweges in etwa drei Gruppen eingeteilt. zum Beispiel Schnellzüge. Personenzüge und Güterzüge. Die Sender auf den Loko niotiven werden für jede der genannten rlrei Gattungen auf eine andere Wellenlänge abgestimmt. Vor dem Punkte, an dem die Züge bei einem Haltesignal zum Stehen ge bracht werden müssen, befinden sich in den Abständen der grössten Bremswege für die drei Zu-@attungen abgestimmte Auslöse kreise, deren jeder auf die der betreffenden Zugart eigentümliche Welle abgestimmt ist.
Ein Personenzug wird also zum Beispiel nur auf die für ihn bestimmte Spule 12 an sprechen, nicht dagegen auf die Spulen für Schnellzug oder Güterzug.
Die drei Zuggattungen verwenden jede eine besondere Art von Lokomotiven, so dass die Trennung der Wellenlänge keine prak- tischen Schwierigkeiten machen dürfte. Sollte in besonderen Fällen eine Lokomotive für mehrere Zuggattungen verwendet wer den, so müsste eine Umstellung der Wellen stattfinden. Diese dürfte sich in einfacher eise vornehmen lassen, da eine Einstel lung auf Optimalkopplung für jede Welle mit Rücksicht auf die sehr reichliche Reich weite nicht notwendig ist.
Tim die automatische Auslösung der Bremse nur zu bewirken, wenn das Strek- kensignal auf .,Halt" steht, werden die auf dem Bahnkörper befindlichen abgestimmten Kreisse zweckmässig mit Ausschaltern ver sehen, die mit cteni Streckensignal so ver bunden sind, dass sie die Kreise ausschalten und dachirch unwirksam machen, wenn das Signal auf ..freie Fahrt\ steht.
Hierzu ge nügt auch statt Ausschalten eine Verstim- mung.
Die Einrichtung gemäss der Erfindung gestattet: auch verhältnismässig einfach die rbertragi;ng mehrerer Wirkungen nach be wegten Körpern. Am einfachsten ist es, so- wol:l die Generatoranordnung, als auch die Auslöse mittel mehrfach anzuordnen und an jeden Generator eine besondere Vorrichtung zur Aufnahinü oder henntlichmachung je der Wirkung besonders anzuschliessen.
Für jede Wirkung kann dann eine besondere IIoclifi,eclueiizab-timmung Platz greifen, so class sie sich nicht gegenseitig stören. Es ge nügt aber auch, nur einen der beiden Teile, zum Beispiel das Auslösemittel, entspre- chend der Zahl der gewünschten Wirkun gen mehrfach vorzusehen. Beim Eisenbahn betrieb käme eine Übertragung mehrerer Wirkungen auf die Lokomotive in Betracht, um zum Beispiel dem Lokomotivführer vor automatischer Auslösung der - Bremse zu nächst.
ein akustisches Vorsignal zu geben. vVird auf dieses '%,'orsignal hin die Bremse von Hand ausgelöst, so kann durch einen mit dem Bremshebel verbundenen Schalter der die Schwingung aussendende Schwin gungskreis unterbrochen oder verstimmt werden, so dass beim Überfahren des näch sten Auslösekreises eine Wirkung auf die Bremse nicht mehr stattfindet.
Man kann die Anordnungen auch so tref fen, dass durch die Handbetätigung des Bremshebels die Verbindung zwischen dem die Bremse zwangsläufig auslösenden Re lais und der Bremsvorrichtung unterbrochen wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Einrichtung zur drahtlosen Übertragung von Signalen und andern Wirkungen nach sich bewegenden Fahrzeugen, insbesondere Eisenbahnzügen, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem bewegten Fahrzeug ein Generator für elektrische Schwingungen und an bestimmten Stellen der Bahn des bewegten Körpei s Mittel vorgesehen sind, die durch Aufnahme der Schwingungs energie des Generators die Auslösung einer Wirkung auf dein bewegten Fahrzeuge zur Folge haben. UNTERA.NSPRüCHE i.Einrichtung<I>nach</I> dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Schwin gungserzeuger ein Katliodengen.erator benutzt wird., dessen Energie in ein ab gestimmtes Schwingungssystem ge schickt wird. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als Auslösemittel ein geschlos sener, auf die Generatorschwingungen ab-estinirnter Schwingungskreis dient.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass mit dem. Schwin gungsgenerator ein Relais verbunden ist, das durch die Einwirkung des Auslöse mittels auf dem Generator zum Anspre chen kommt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch ge kennzeichnet, dass das Relais im Anoden stromlueis des Kathodenröhrengenera- tors liegt und durch Änderung des Ano denstromes zum Ansprechen gebracht wird. 5.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass der zur Auslösung dienende Schwingungskreis innerhalb eines eisernen Rohres montiert ist, das keinen geschlossenen magnetischen oder elektrischen Kreis darstellt. 6.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen i bis 5, dadurch ge kennzeichnet, cla.ss Generatoranordnun- gen und Auslösemittel.gruppenweise mit verschieden abgestimmten Kreisen ar beiten, so dass die Auslöseinittel nur auf bestimmte, auf sie abgestimmte Genera torkreise wirken können. 7.Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 7- bis 6, bei Eisen bahnen, dadurch gekennzeichnet, dass Eisenbahnzüge gleichartiger Fahrge schwindigkeit mit gleichartig abge stimmten Generatoranordnungen ausge rüstet und die zugehörigen entsprechend abgestimmten Auslösemit.tel an verschie denen Stellen des Bahnkörpers ange bracht sind. B. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, class der als Auslösemittel vorgesehene abgestimmte Schwingungs kreis wirkungslos gemacht werden kann. 9.Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Mittel zur Ausserwirkungsetzung des Auslösekrei- ses mit dem Streckensignal in der Weise verbunden sind, dass der Auslösekreis nur in der "Halt"-Stellung des Strecken signals zur Wirkung auf den fahrenden Zug kommen kann.<B>10.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen i bis 9, dadurch ge kennzeichnet, dass auf der Strecke in Abständen mehrere abgestimmte Aus lösekreise und auf der Lokomotive meh rere getrennte Generatoranordnungen angeordnet sind, so dass beim Überfahren des Streckenvorsignals ein Zeichen für den Führer zum Anlassen der Bremse und nach einer gewissen Zeit die auto matische Auslösung der Bremse erfolgt, wenn die Bremsung dann noch nicht: von Hand eingeleitet ist.1.1. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen i bis 1,0, dadurch ge kennzeichnet, class der Generatorschwin- bungskreis durch einen mit dem Brems liebel verbundenen Schalter wirkungs los gemacht werden kann. 12. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen i bis il, dadurch ge- kennzeichnet, dass durch den Brems liebel die Verbindung zwischen dem die Bremse auslösenden Relais und der Bremsvorrichtung unterbrochen wird.
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