Spüleinrichtung mit elektrischer Auslösung bei Abortanlagen mit mehreren Spülkästen. Die bisher gebräuchlichen Spüleinrich- iungen mit elektrischer Auslösung für Rei henaborte hatten alle den Nachteil, dass für jeden Abortabteil eine besondere elektrische Auslösevorrichtung erforderlich war. Dieser Umstand hat in erster Linie zur Folge, dass sich derartige Anlagen sehr verteuern, und dass durch das Vorhandensein so vieler elek trischer Vorrichtungen und Leitungen die Instandhaltung einer solchen Anlage wie derum kostspielig war.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Spüleinrichtung mit elektrischer Aus lösung bei Abortanlagen mit mehreren Spülkasten, bei welcher die Auslösung der Spülung für alle Spülkästen mit. Hilfe nur einer einzigen elektrischen Auslösevorrichtung herbeigeführt wird. Dies wird. dadurch erreicht, dass zur Herbeiführung der gleichzeitigen Entlee rung aller Spülkästen einer Abortanlage nur eine einzige elektrische Auslösevorrich tung mit durch deren Betätigung entleer- barem Wasserbehälter dient. der höher als der oberste Spülkasten angeordnet ist und durch je eine besondere Zuleitung mit den.
einzelnen Spülkästen in Verbindung steht, derart, dass bei einer durch Betätigung der elektrischen Auslösevorrichtung herbeige führ@en Entleerung des Wasserbehälters durch Überschwemmung der Spülkästen die Hebewirkung in jedem einzelnen derselben eingeleitet und damit die Spülung der Ab orte bewirkt wird.
Es ist klar, dass bei dieser Einrichtung nicht nur die Herstellungskosten derselben durch den Wegfall einer Reihe von elek trischen AAuslösevorrichtungen wesentlich verringert werden, sondern dass damit zu gleich auch die Wartung und Instandhal tung der Anlage wesentlich vereinfacht wird.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Aus- fiihrungsbeispiel des Erfindungsgegenstan des. Fig. 1 ist eine Gesamtansicht desselben für drei übereinanderliegende Stockwerke, in welchen je eine Abortreihe von einem gemeinsamen Spflkasten bedient wird; Fig. 2 zeigt die den Stockwerken gemein same elektrische Auslösevorrichtung mit dem zugehörigen Wasserbehälter; Fig. 3 stellt einen Spülkasten dar.
a ist ein an höchster Stelle der Anlage, beispielsweise im Dachstocke, über den Ab orten angeordneter Wasserbehälter, der mit einer in einem geschlossenen Kasten unter gebrachten elektrischen Auslösevorrichtung b versehen ist, durch deren Betätigung eine Entleerung des Wasserbehälters a herbeige führt werden kann. In jedem der einzelnen. Stockwerke befindet sieh eine Abortreihe reit einem dieser gemeinsamen Spülkasten c. Der Wasserbehälter a wird von der Was serzuleitung d gespeist, von welcher Neben leitungen f abgezweigt sind, die nach den Spülhästen c führen. Von dem Wasser behälter a führt zu jedem Spülkasten c eine Ablaufleitung g, die zur Überschwemmung der einzelnen Spülkästen c dient.
Letztere sind durch die Spülleitungen h mit den Abortschüsseln verbunden.
i sind die bei derartigen Reihenabort anlaven in Anwendung kommenden Luft leitungen, weiche bekanntlich dazu dienen, die bei Entleerung der Spülkästen auftre tende Saugwirkung der Doppelwasserver schlüsse r durch Luftzuführung derart rechtzeitig zu unterbrechen, dass ein voll- kormmenes Leersaugen der Abortsammel- röhre vermieden wird. Dies ist deshalb er forderlich, weil sonst bei der nächsten Be nutzung des Abortes der Kot sich trocken im Sammelrohr ansetzen und dadurch bald Verstopfungen hervorrufen würde.
In Fig. 2 ist in grösserem Massstabe der die Spülung aaslösende Wasserbehälter a mit der elektrischen Auslösevorrichtung b im Schnitte dargestellt.
Diese Ausführung entspricht der Vor richtung nach Schweiz. Patent Nr. 63965 und besitzt einen Kipptrog m, der das Wasser zulaufventil n beherrscht und für gewöhn lich von der elektrischen Auslösevorrich tung gesperrt wird. Doch kann auch jede andere elektrisch auslösbare Vorrichtung Verwendung finden. In Fig. 3 ist die detaillierte Ausführung eines der Spülkästen c gleichfalls im Schnitt dargestellt, welcher den Schwimmerhebel p zur Steuerung des Wasserzulaufventils k enthält.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist folgende: Bei Stromschluss in der elektrischen Aus lösevorrichtung b wird der Kipptrog in lm Wasserbehälter a (Fig. 2) zum Kippen frei gegeben. Er sinkt, füllt sich und bei seinem Untertauchen öffnet er zugleich das Was serzulaufventil n.
Sobald das Wasser im Wasserbehälter a genügend hoch gestiegen ist, tritt der Heber o in demselben in Wirk- sainkeit und gibt den Inhalt des Behälters a, durch die Ablaufleitungen g nach den einzelnen Spülkästen c ab, wodurch die vor her schon nahezu bis zum Rand ihres He bers l gefüllten Spülkästen derart über schwemmt werden, dass in jedem einzelnen Spülkasten c die Heber L in gleicher Weise die Entleerung der Spülkästen c bewirken.
Nach der Entleerung derselben kann von unten her Luft zum Heber l zutreten, wo durch die Heberwirkung rechtzeitig unter brochen wird, so dass jeder Spülkasten c nach der Entleerung sich stets wieder füllen kann, bis sein Zulaufventil h: durch den Schwimmerhebel p wieder geschlossen wird.
In derselben Zeit hat sich auch der Wasserbehälter a wieder gefüllt, und der Kipptrog t. wurde durch den steigenden Wasserspiegel wieder in die für die nächste Auslösung erforderliche Gebrauchsstellung (Fig. 2) selbsttätig eingestellt, in der er durch die elektrische Auslösevorrichtung gesperrt wird.
Da die nun einmal erforderliche elek trische Auslösevorrichtung sehr leicht in einem Raum untergebracht werden kann, der den Abortbenutzern nicht zugänglich ist (wie zum Beispiel auf dem Dachstocke), so braucht vor allem mit einer mutwillil-en Störung nicht gerechnet zu werden. Schliess lich lässt sich auch die eine Vorrichtung ehr leicht durch eine einfache Kontrolle in s<B>s</B> Ordnung halten und gegen Erfrieren schüt- zen, so dass ein Versagen der Einrichtung so gut wie ausgeschlossen ist. Aber selbst, wenn aus irgendeinem Grunde die elek trische Auslösevorrichtung, beispielsweise durch eine Störung an dem Uhrwerke, wel ches sie periodisch in Tätigkeit setzen soll.
kurze Zeit nicht wirken sollte, so kann die Einrichtung jederzeit sehr leicht als ab setzend spülende Anlage eingestellt werden. Hierzu ist nur erforderlich, den Kipptrog m im Wasserbehälter a so zu beschweren, dass er nie in die Ruhe- oder Sperrstellung ge langen kann und ständig überschwemmt bleibt. Da hierdurch der Wasserzufluss zum Wasserbehälter a nicht mehr unterbrochen wird, so wird der Heber o jedesmal zur Überflutung kommen, sobald der Wasser tand im Behälter a die erforderliche Höhe erreicht hat.
Durch entsprechende Einstellung eines Regulierhahnes q in der Wasserzuleitung d können dann die Zeitabschnitte, in denen jeweils die Spülung erfolgen soll, beliebig geregelt werden.