CH88572A - Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Papiermasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Papiermasse.

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Arendt Dr Oskar
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  Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Papiermasse.    Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zum Herstellen von Formkörpern, ins  besondere von Hohlkörpern, ans Papiermasse.       Gemäss    der Erfindung erfolgt ein wiederholtes       Aufgautschen    von aus dünnem Papierstoff  wasser auf Unterformen niedergeschlagenen       Faserstoffschichten    auf Oberformen in der  Weise, dass diese Unter- und Oberformen,  welche konzentrisch zu einem Drehungsmittel  punkt in     Papierstoffwasser    enthaltenden Kam  mern angeordnet und absatzweise um den Dre  hungsmittelpunkt gegeneinander     fortschaltbar     sind, in den Schaltpausen wenigstens einmal  gegeneinander bewegt und die.

   jeweils auf den  Unterformen vorhandenen     Faserstoffschichten     auf die Oberformen     aufgegautscht    werden.  



  Zur Erläuterung der Erfindung werden  im folgenden einige Ausführungsbeispiele des  Verfahrens beschrieben.  



  Das in     Fig.    1 im Längsschnitt und in       Fig.    2 in Draufsicht schematisch dargestellte  Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Aus  führung des Verfahrens dient beispielsweise  zur Herstellung eines     kegelstumpfförmigen     Hohlkörpers. Der Antrieb der siebartigen    Unterformen<I>i</I> gegenüber den Oberformen<I>k</I>  erfolgt, wie bereits bekannt, durch Druck  wasser. Ebenfalls bekannt ist das Absaugen  des     Faserstoff        wassers    zur Bildung der     'Nieder-          schlagschichten    auf den Unterformen.  



  Es arbeiten sechs in einer entsprechen  den Zahl vorn Abteilungen angeordnete     Sätze     zu je drei     Unter-    und drei Oberformen zu  sammen.  



  Im ringförmigen, in     Kammern    unterteilten  Stoffwasserbehälter     a    sind an hydraulisch auf  wärts bewegbaren Platten d die siebartigen       Unterformen    i vorgesehen, die mit den Ober  formen k zusammen arbeiten. Die Oberfor  men     k    sind dabei an einer Drehscheibe     b     angeordnet, die mittelst einer Säule     c    drehbar  gelagert ist und auch am äussern Rande der  Kammern des Stoffwasserbehälters a unter  Zwischenschaltung von     Kugellagern    unter  stützt ist.

   Die Platten     d,    auf denen die       LTrrterformen    i aufsitzen, sind auf nicht dar  gestellten Kolben befestigt, welche in hydrau  lischen     Presszy    lindern f spielen, in welche       Saugluftleitungen        g    und Druckwasserleitun  gen     1a    hineinführen, und können unter hy-           draulischem    Druck aufwärts bewegt werden.  Das     @V        asser    wird durch die Unterformen i  hindurch, zwecks Bildung der     Stoffschichten     auf den Unterformen,     abgesaugt.     



  Die Unter- und zugehörigen Oberformen  einer jeden Abteilung der Vorrichtung haben  einen bestimmten Durchmesser, beziehungs  weise eine bestimmte lichte Weite derart,  dass je ein     Unterformensatz    mit dein zu  gehörigen     Oberformensatz    unter Berücksichti  gung der     abzugautschenden    Stoffstärke zu  sammenpasst. Die Unterformen     weisen    daher  in den verschiedenen Abteilungen in der Fort  schaltungsrichtung abnehmende     äussereDurch-          messer    auf. Die Oberformen enthalten zweck  mässig auswechselbare Einsätze, die in den  Oberformen festgehalten werden.

   Diese Ein  sätze werden aus den jeweils über den Aus  stosstisch d gelangenden, die Gegenstände  von der gewünschten     Stoffstärke    enthalten  den Oberformen entweder selbsttätig oder  von Hand ausgestossen.  



  Beim Fortbewegen des drehbaren Teils  der Vorrichtung werden dann in den ent  leerten     Oberformen    neue Einsätze am Ein  satztisch in     eingefügt,    und der Arbeitsgang  wird fortgesetzt.  



  Das Ausstossen der Einsätze aus den  Oberformen kann zum Beispiel in bekannter  Weise derart erfolgen, dass die mechanisch  darin verriegelten Einsätze zufolge Anschlages  eines     Entriegelungshebels    am Ausstosstische  freigegeben und aus dem jeweils über den  Ausstosstisch gelangenden     Satze    von Ober  formen selbsttätig ausgestossen werden. Die  Einsätze können aber auch gegebenenfalls  elektromagnetisch in den Formen festgehalten  und durch     Ent-    oder     Ummagnetisieren    frei  gegeben werden.  



  Durch Abpressen des überflüssigen Was  sers erfolgt die Fertigstellung der Gegen  stände. Dieses Abpressen des überschüssigen  Wassers kann zum Beispiel auch ohne Her  unternehmen der Oberformen mit den darin  befindlichen Hohlkörpern auf der zu diesem  Zweck alsdann mit einem besonderen     Ab-          presstische    versehenen Vorrichtung erfolgen.  Auf einem solchen     Abpresstische    können Ab-         presseinrichtungen,    z. B. mit Druckwasser auf  blähbare elastische     Pressformen,    oder auch  mechanisch verstellbare     Pressformen,    in die  Oberformen eingeführt werden.  



  Auch eine     Absaugung    des überschüssigen  Wassers könnte dabei erfolgen. Um das Ab  pressen des überschüssigen Wassers wirksamer  zu gestalten, empfiehlt es sich, den     Press-          druck    während des     Pressvorganges    mehrmals  zu unterbrechen, damit die unter der Wir  kung des hohen Druckes eingeschlossenen  Wasserteilchen frei werden und austreten  können.  



  Besonders bei dünnwandigen, nur aus we  nigen     aufeinandergegautschten    Stoffschichten  bestehenden Formkörpern können hinter dem  an die     Aufgautschabteilungen    der Vorrich  tung sich anschliessenden     Abpresstisch    auch  noch besondere Trockentische vorgesehen wer  den, so dass auf derselben Vorrichtung die  Körper vollständig verwendungsfertig zum  Ausstosstische gelangen. Auf diesen Trocken  tischen werden beispielsweise mit Dampf oder  auch elektrisch beheizte Unterformen in die  Oberformen eingeführt, worauf dann über  dem Ausstosstische die fertig getrockneten  Hohlkörper aus den Oberformen ausgestossen  werden.  



  Zur Vereinfachung und Verbilligung, so  wie zur Erhöhung der     Leistungsfähigkeit    des  Verfahrens kann dasselbe auch in der Weise  ausgeführt werden, dass nicht bei dem ab  satzweisen Zusammenarbeiten je eines     For-          mensatzes    von Unterformen mit einem     For-          mensatze    von Oberformen nach nur einmali  gem     Abgautschen    einer Schicht bereits eine       Fortschaltung    der     Formensätze    gegeneinander  erfolgt,

   sondern dass zwei- oder mehrmaliges       Abgautschen    neuer Stoffschichten vor jedes  inaligem     Weiterschalten    der Vorrichtung mit  tels derselben     übereinanderstehenden    Formen  sätze von Unter- und Oberformen stattfindet.  Dies kann dadurch erreicht werden, dass  auf die Unterformen gelegte, als Stoffträger,  d. h.     Papiermasseträger,    dienende, das Stoff  wasser     durchlassende    Gummibeutel verwendet  werden.

   Die als Stoffträger -dienenden Gummi  beutel. sind in Falten gelegt, so dass es mög-      lieh ist, dieselben hydraulisch auf verschie  dene äussere Durchmesser auszudehnen und  dadurch bis zu einem gewissen Grad eine  Anzahl von Unterformen mit verschiedenem  äussern Durchmesser zur Herstellung von  Formkörpern mit wachsender Wandstärke in  den     darüberstehenden    Oberformen zu ersparen.

    Bei diesen faltig gelegten Stoffträgern auf den  Unterformen tritt eine unzulässige Zerrung  der darauf niedergeschlagenen Stoffschicht des  halb nicht ein, weil auch im faltig gelegten  Zustande des von einem     Gumtnibeutel    ge  bildeten Stoffträgers der äussere Umfang des  Stoffträgers etwa derselbe bleibt wie im glatt  ausgedehnten Zustande beim     Abgautschen     der Schicht in die Oberform.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Herstellen von Formkör pern, insbesondere von Hohlkörpern, aus Pa piermasse, dadurch gekennzeichnet, dass ein wiederholtes Aufgautschen von aus dünnem Papierstoffwasser auf Unterformen nieder geschlagenen Faserstoffsehichten auf Ober formen in der Weise erfolgt, dass diese Unter- iind Oberformen, welche konzentrisch zu einem Drehungsmittelpunkt in Papierstoffwasser ent haltenden Kammern angeordnet und absatz weise um den Drehungsmittelpunkt gegen einander fortschaltbar sind,
    in den Schalt pausen wenigstens einmal gegeneinander be wegt, und die jeweils auf den Unterformen vorhandenen Faserstoffsehiehten auf die Ober formen aufgegautscht werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auspressen über schüssigen Wassers aus der gegautschten Papiermasse durch Einführen von Press- formen in die mit der fertiggegautschten Papiermasse gefüllten Oberformen bewirkt wird. 2.
    Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass "der zum Auspressen des überschüssigen Wassers angewandte Pressdruck mehrmals unterbrochen wird. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., dass nach dem Abpressen des Wassers die Fertigtrocknung der Formkörper durch Einführung von beheiz ten Unterformen in die Oberformen be wirkt wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung von auf die Unterformen aufgelegten, als Stoffträger dienenden, dehnbaren Beuteln während einer Schaltpause nacheinander wenigstens zwei Stoffschiehten in die zu- gehörigen Oberformen gegautscht werden.
CH88572D 1915-12-28 1917-08-29 Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Papiermasse. CH88572A (de)

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