CH88615A - Fahrtregler zur Beeinflussung des Steuerorgans von Hebezeugen. - Google Patents

Fahrtregler zur Beeinflussung des Steuerorgans von Hebezeugen.

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CH88615A
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Haftung Siemens- Beschraenkter
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Siemens Schuckertwerke Gmbh
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  Fahrtregler zur     Beeinflussung    des Steuerorgans von Hebezeugen.    Die für Hebezeuge bekannten Sicherheits  vorrichtungen zur Einhaltung eines vorge  schriebenen     Fahrdiagrammes    wirken gewöhn  lich sowohl für die Anfahrt, als auch für  das     Stillsetzen    mittelst eigener, vom Hebe  zeuge gesteuerter Kurvenstücke oder derglei  chen auf die Steuervorrichtung des Antriebs  motors. Hierdurch werden im allgemeinen  unzulässige     Beschleunigungs-    und Verzöge  rungswerte ausgeschlossen, und insbesondere  wird am Fahrtende die Geschwindigkeit so  weit vermindert, dass ein wesentliches Über  fahren des Haltepunktes nicht eintreten kann.

    Die erwähnten Kurvenstücke werden zum  Beispiel bei Fördermaschinen auf dem     Teu-          fenzeiger        (Teufenzeigermutter)    direkt oder  auf einer vom     Teufenzeiger    angetriebenen  Scheibe befestigt. Im ersten Falle steht. als  Weg für die Kurvenstücke der durch die  Bauhöhe des     Teufenzeigers    gegebene Weg  der Wandermutter, im zweiten Fall ungefähr  der Umfang der baulich im Durchmesser be  grenzten Scheibe zur Verfügung.  



  Je länger der Fahrweg bei sonst gleichen    Umständen ist. um so kürzer müssen daher  die Kurvenstücke ausgeführt werden. 'Tun  ist aber grosse Genauigkeit eine Bedingung  derartiger selbsttätiger Steuerungen. Je kür  zer nun ein solches Kurvenstück: wird, um so  weniger genau     kann    damit eine Einstellung  des     Anfahr-    und Verzögerungsvorganges  durch entsprechende Formgebung der Kur  venstücke erfolgen.  



  Die     vorliegende        Erfindung    hat nun die  Aufgabe, die     Anwendung    grosser und ge  nauer Kurvenstücke zu ermöglichen. Diese  Aufgabe wird dadurch gelöst, dass während  eines vollen Hubes des Hebezeuges das An  triebsmittel der Kurvenstücke mehr als     einen     Umlauf vollführt, die     Kurvenstricke        dageo,en     nur einmal vor den mit ihnen     zusammen-          arbeitenden    Gegenorganen vorbeilaufen. Dies  kann auf verschiedene Weise geschehen.  



  Eine     Ausführun--:sforin    ist folgende: Die       Kurvenstucke    sind auf einer Scheibe in einer  gemeinschaftlichen     Querschnittsebene    be  festigt, wobei während des Umlaufes der           S,lieibe    eine solche     Verschiebung        zwischen          cl(--v    Scheibe und der mit den     Kurvenstücken     zusammenarbeitenden, mit dein Steuerorgane       verbundenen    Teile stattfindet,     da.ss    während  eines Hubes des Hebezeuges kein Kurven  strick mit diesen Teilen wiederholt zusam  menarbeitet.

   In     Fig.    1 ist diese Ausführungs  form dargestellt. Das     Kurvenstück    l., das       auf    einer Scheibe 6 sitzt,     welche    vorn     Teu-          fenanzeiger        bewegt    wird, dient in bekannter       Wcise    zur Anfahrt und gestattet das     Aus-          l(-en    des Steuerhebels 5 nur in dem Masse,  als der Rollenhebel 3, der auf einer     Achse          sitzt,    welche (furch den Steuerhebel. 5     bewegl;

            tz-ird,        freigegeben    wird. Die Achse der  Scheibe 6 ist an ihrem einen Ende 7     schrau-          benförmig    gestaltet, so dass sie und damit  die- Scheibe bei ihrer Drehung auch gleich  zeitig eine     aelisiale        Verschiebung    erfährt.       Das        Kurven@tiicli:    1 hat nur eine solche Breite;  dass der Rollenhebel 3 bei Drehung der  Scheibe 6 so lange an dem     Kurveiistüclz    an  bis die Kurve zu Ende ist.

   Die Scheibe       honiint    dann     aus    dem Bereiche des     Rollen-          hebels    3;     eint    kann sie mehrere Umdrehun  gen - der Teufe entsprechend - machen,       ohiae    dass     der    Steuerhebel 5 beeinflusst wird.

    Jetzt wird das     Kurvenstück    2 gegen das  Ende der Fahrt durch     achsiale    Verschiebung  der Scheibe<B>6</B> in den Bereich des Rollen  heDels I     gebracht.    Auch dieses     Kurvenstück    2  ist so breit     -eba        lten,        da.ss    sich trotz der     ach-          sialen        Verschiebung    der Scheibe die Rolle  des Hebels d auf der Kurve 2 abwälzt.

   Der  Steuerhebel 5 kann nunmehr so weit aus  gelegt werden, als es das     Kurvenstück    2     zu-          Man    kann nun auch die     Kurvenstücke     so auf eine Trommel legen, dass das eine  den Anfang     und    das andere das Ende einer       Sebraubenliuie    bildet. In diesem Falle       bra.uclit    man nur einen Rollenhebel, der dann  auf dem     zwischen    den beiden Kurvenstücken       lie:enden    Trommelteil eine Schraubenlinie       beschreibt.     



  Man     hanii    nun diese Leerarbeit des  Rollenhebels     i-)eseitigen    dadurch, dass man  den Antrieb der Scheibe oder Trommel durch    (las Hebezeug,     nachdem    der     Rollenhebel    mit.  dem einen     Kurvenstücke    gearbeitet. hat, un  terbricht, wie in     Fiy.    2 dargestellt. Diese  Unterbrechung erfolgt durch     Ausrüelsung    der  Kupplung 9 mittelst des     Ausrüchhebels    10,  der vom     Teufenzeiger    betätigt wird. Die übri  gen Bezeichnungen in     Figg.    2 entsprechen de  nen in     Fig.    1.  



  Anstatt einer     mechanischen        Kupplung     kann man auch eine elektromagnetische  Kupplung     benutzen.        die    durch     Schalter      vom     Teufenzeiper        bewegt    -- ein- und aus  geschaltet werden.  



  Statt der gänzlichen     Atisrückung    des An  triebes im Fahrteile zwischen Ende der Be  schleunigung und     Beginn    der Verzögerung  kann als Sonderfall der vorstellend geschil  derten     Ausführungsform    ein     blosser        @Vecbsel     der     Antriebsübersetztin    , stattfinden, so dass  während dieser Zeit der     Kurvenantrieb    -e  ringere     Geschw        indigheit    besitzt.

   Hierdurch  wird für die Kurven selbst an     Weg,        ge-,von-          nen.    Die praktische     Ausführung    dieser     An-          or(lnung    kann durch     veriinderliche    Gewinde  steigung der die     Wandermutter    mit den Kur  venstücken antreibenden Spindel oder, im  Falle die     Kurvenstücke    auf einer Scheibe  sitzen, durch Änderung der     Übersetzung    des       Antriebsvorgeleges    erreicht werden.

   Die Ge  schwindigkeit der     Kurvenstricke    kann     auch     in entsprechender Weise bei     Anwendung     einer Hebelübertragung verändert werden, in  dem das     Hebelübersetzungsv        erhältnis        zwa.n--          läufig    durch die. Fahrbewegung geändert  wird, zum Beispiel durch Anwendung einer  Kulissensteuerung.  



  Anstatt die     Kurvenstücke        verschieden    zu  gestalten, kann man auch die mit dem einen  zusammenarbeitenden Gegenorgane verschie  den ausbilden. Sind es, wie in der Zeichnung       beispielsweise    angenommen. Rollenhebel, so  kann der eine Hebel 3 eine andere Länge  haben als der Rollenhebel     .1.    Wird, in     Ali-          hä-ngigkeit    von dem     zurüclcgelegten        Wee    der  Last, einmal der eine und das andere Mal  der andere Rollenhebel zum     Zusammen-          arbeiten    mit den     Kurvensilieken    gebracht.

    so hat dies     jedesma,l    eine verschiedene Stel-           lung    des Steuerorganes und somit einen an  dern Geschwindigkeitsverlauf der     Last    zur  Folge.  



  Eine weitere Ausführungsform der Er  findung ist in     Fig.    3 dargestellt. Hier sitzen  die Kurvenstücke auf einem über Rollen  geführten Band ohne Ende. Macht das     An-          friebsinittel,    nämlich die eine Rolle, während  eines vollen Hubes des     Hebezeuges    mehr als  eine Umdrehung, so laufen erfindungsgemäss  die Kurvenstücke doch nur einmal vor den  mit ihnen     zusammenarbeitenden    Gegenorga  nen vorbei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fahrtregler zur Beeinflussung des Steuer- organes von Hebezeugen, bei welchen die Bewegungen des Steuerorganes durch von dein Hebezeug in Umlauf versetzte Kurven- stiielke beeinflusst werden, dadurch gekenn zeichnet, dass während eines vollen Hubes des Hebezeuges das Antriebsmittel der Kur- venstücke mehr als einen Umlauf vollführt, die Kurvenstücke dagegen nur einanal vor den mit ihnen zusammenarbeitenden Gegen organen vorbeilaufen. UNTERANSPRÜCHE I.
    Fahrtregler nach Patentanspruch, bei wel chem die Kurvenstücke auf einem Zvlin- derniantel sitzen. dadurch gekennzeichnet. dass der ZB-linder während seines mehr als einmaligen Umlaufes eine seitliche Verschiebung erfährt, wogegen die mit den Kurvenstiieken zusammenarbeitenden Gegenorgane seitlich unversehiebbar sind. 2. Fahrtregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurvenstücke auf einem über Scheiben geführten Band ohne Ende sitzen.
    3. Fahrtregler nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass clie Übersetzung zwi schen dein Antriebsmittel der Kurven stücke und den Kurvenstücken selbst während eines vollen Hubes des Hebezeu ges in Abhängigkeit vorn zurückgelegten _NVege verändert -wird. 4.
    Fahrtregler nach Patentanspruch und Un- teransprucli 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mit den Iturvenstücken zusam- menarbeitenden, mit dem Steuerorgane verbundenen Teile in .@bhän@@'igkeit vom zurücknelenten Wege des fahrenden Teil des Hebezeuges abwechselnd ein- und aus geschaltet werden.
CH88615D 1919-07-15 1919-10-22 Fahrtregler zur Beeinflussung des Steuerorgans von Hebezeugen. CH88615A (de)

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