CH89029A - Stopfapparat. - Google Patents

Stopfapparat.

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CH89029A
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Ochsenhirt Rudolf
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Ochsenhirt Rudolf
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  Stopfapparat.    Stopfapparate, welche dazu dienen, das  Stopfen von Löchern in Geweben zu erleich  tern, sind an sich bekannt geworden. An  diesen bekannten Apparaten unterscheidet mau  wesentlich zwei den Stopf- oder     Verwebe-          prozess    ermöglichende Einrichtungen, das so  genannte Webeteil und das sogenannte Haken  teil, die je eine Reibe Haken aufweisen und  die beide zusammen     zur        Aufnahme    der Kette  der Stopfstelle dienen.

   Diese Kette wird da  durch gebildet, dass um einen der feststehen  den Haken in Hakenteil ein im zu stopfen  den Stoff zunächst festgelegter Faden ge  schlungen, dann in einen der gegenüberliegen  den Haken des Webeteils eingelegt, zum zwei  ten Haken in Hakenteil zurückgeführt, und  so fort, bis die Stopfstelle mit der Kette über  deckt ist. Der Schuh wird mittelst einer ge  wöhnlichen Stopfnadel eingeführt, und zwar  beim Webeteil, dann durch die Kette zurück  gestrichen bis annähernd zum Hakenteil. Das  Heben und Senken der Kette erfolgt durch  Umlegen der Haken des Webeteils nach rechts  oder links, wodurch die, durch die     Dralit-          stärke    der Hakenglieder in Abstand gehalte-    neu Fadentrume abwechselnd nach oben und  unten bewegt werden.

      Die Breite der Kette wird durch die breite  des zu stopfenden Loches und dementsprechend  durch die Anzahl der mit dem Faden be  legten Haken bestimmt; die Länge der Kette  dagegen wird zunächst natürlich durch die  Länge des zu stopfenden Loches bestimmt.  Um den dadurch notwendigen wechselnden  Abstand zwischen Webe- und Hakenteil ein  zustellen, geht man zwei Wege, nämlich ent  weder bei ortsfester Lagerung des Webeteiles  oder Hakenteiles das Gegenstück auf Leisten  verschiebbar anzuordnen, oder was besser ist,  beide Teile,

   nämlich sowohl das Webeteil wie  auch das Hlakenteil mit Bezug auf das zu  stopfende     Loch    gegenüber der zum Aufspannen  des     Stoltes    dienenden Unterlage     einstellbar          anzuordnen.    Bei diesem letzteren     Wege    be  diente     nian    sich einer     endlosen        Schraubenfeder,     welche über den zu     stopfenden    Teil des     Stoffes     auf ein Spannholz (die     obgenaunte        Unterlage),

       welches den     Stoff        straff        erhält,    gestreift wurde,  wobei in deren     Windurigen    Haken     geklemmt         wurden, die mit dem Webe- beziehungsweise  mit dem Hakenteil in Verbindung standen.  



  Wiederum in anderer Weise befestigte  man das Haken- und das Webeteil mit Na  deln auf einem Filz, welcher gleichzeitig als  Unterlage für das aufzuspannende Tuch dient.  Hierbei wurde aber auf die Dauer durch das  wiederholte Einführen der Nadeln das Gefüge  und Haltevermögen des Filzes schnell zer  stört. Bei den andern Einrichtungen, bei wel  chen die endlose Schraubenfeder zum Auf  spannen des Stoffes über die Holzunterlage  und für die Befestigung des Webe- und des  Hakenteiles Verwendung gefunden hat, er  forderte die endlose Schraubenfeder zum Auf  ziehen und Abziehen über den Holzklotz in  der Regel grössere Kraftaufwendung, als Kin  dern und     Frauen,    welche sich der Apparate  bedienen, eigen ist.  



  Insbesondere auch erfordert bei den be  kannten Einrichtungen das Auslösen der Ha  ken des Webe- und     Hakenteiles,    welche die  Fadenkette tragen, aus den gebildeten Schlau  fen besondere umständliche Handreichungen.  



  Der Erfindungsgegenstand zeichnet sich  vor den bekannten Einrichtungen dadurch aus,  dass sowohl das Webe- wie auch das Haken  teil an je einer Brücke umklappbar gelagert  ist, welche Brücken sich in der Längsrichtung  der seitlichen, ihnen zur Führung dienenden  Leiten eines Stoffspannrahmens behufs Än  derung ihres     gegenseitigen    Abstandes ver  schieben lassen, wobei ihre Feststellung in  der jeweils gewählten Lage durch zuverlässige  Sperrvorrichtungen erfolgt. Nach beendetem  Stohfprozess können der Webe- und der Haken  teil umgeklappt und dadurch die Haken aus  den Fadenschlaufen des Stopfgewebes heraus  geführt werden.  



  In der Zeichnung ist der Erfindungsgegen  stand beispielsweise in zwei Ausführungs  formen dargestellt. Fig. 1, 2 und 3 zeigen  den Apparat im Schnitt, Draufsicht und Sei  tenansicht in einer Ausführungsform; Fig. 4,  5 und 6 zeigen eine andere     Ausführungsform,     und zwar zeigt:    Fig. 4 eine Schnittansicht nach Linie     G-          H    der Fig. 5 unter Weglassung des Haken  teiles.  



  Fig. 5 eine Draufsicht des Apparates.       Fig.    6 eine Schnittansicht nach     Linie        1:--          I'    der     Fig.    5 ;       Fig.    7 zeigt eine gegenüber     Fig.    4-6  anders geartete Ausbildung der Seitenleisten,  zu welcher     Fig.    8 die besondere Ausbildung  der Feststellklammern deutlich macht.  



  Der Apparat nach den     Fig.    1, \? und 3  besteht im wesentlichen aus dein, in allen  Darstellungen strichpunktiert angedeuteten  Holzkörper A, dem Rahmen     B,    dem Webe  teil C und dem Hakenteil<I>D.</I>     Am    Rahmen     B     sind Bügelfedern     a    und<I>b</I> angeordnet, welche  sich beim Aufschieben des Rahmens auf den  Holzkörper A in dessen Nuten     c    einlegen und  den     Stoff,    der vorher über die     Oberflüche    des  Holzkörpers A gebreitet wurde,     festklemmen.     Es ist hierbei von Wichtigkeit,

   dass das Fest  klemmen und Aufspannen des     Stoffes    unter  Freilassung der Ecken erfolgt, weil hierdurch  die an den Ecken auftretende Faltenbildung  des     Stoffes    ohne     Einfluss    auf das feste An  pressen des     Stoffes    an den     Seitenflächen    ist.  



  An den Längswangen f des Rahmens wer  den in Schlitzen     d    Schieber e geführt, welche  eine U-förmige Gestalt besitzen. Der kürzere  Schenkel dieser Schieber lehnt sich gegen die  Innenseite der Rahmenwangen     f'    an. Die  Schieber tragen Nasen     g,    welche in Rastlöcher       h    der Rahmenwangen     f'    eingreifen. Die aussen  liegenden Schenkel der Schieber sind mittelst  Federn i an den Webe-     beziehungsweise    den  Hakenteil C und D so angeschlossen, dass  durch einen Druck von Hand, senkrecht auf  die aussen liegenden Schenkel, die Schieber e  den Rahmenwangen f genähert werden, wo  durch das Auslösen der Nasen     g    aus den  Rasten stattfindet.

   Hiernach können der        .lebe-    und der Hakenteil auf dem Rahmen  verschoben werden, wobei deren Führung in  den Schlitzen     d    der Wangen<I>j'</I> liegt. Sobald  die Entfernung zwischen Webe- und Haken  teil eingestellt ist, werden die Schieber e frei  gegeben und     springen    deren Nasen     g    in die  nächstgelegenen Rasten ein. Die Schieber e      sind durch Brücke k am Webeteil und Brücke  G am Hakenteil quer verbunden. Die Brücken  tragen aus Federstahl gebogene Lagerarme  m, deren Augen durch Umrollen des Stahl  bleches gebildet sind.  



  Wie aus Fig.3 ersichtlich ist, sind die  Lagerarme m der Stofffläche zugebogen (Fig-.  3, unten) ; durch Überwindung der Federkraft  der Lagerarme     m    können deren Augen aber  von der Stofffläche wegbewegt werden (Fig. 3,  oben). In den Augen dieser Lagerarme sind  Haken- und Webeteil drehbar gelagert, da  mit nach Beendigung des Verwebens die  Haken aus den schlaufenförmigen Enden der  Fadenkette ausgelöst werden können. Diese       Drehung    geschieht entgegen der Spannung  der Federn in.  



  Der Webeteil besitzt eine grössere Anzahl  nebeneinander gelagerter Haken n, welche  drehbar gelagert und mit Blättern o ausge  stattet sind, welche beim Darüberstreichen  sieh stach rechts oder links wenden. Die Ha  ken q im Hakenteil sind unbeweglich und in  einer Reihe mit stach oben gerichteten Öff  nungen an das Griffblech     p    angeschlossen.  



  Statt der seitlichen Führungswangen f  und der zugehörigen Spannfedern a, b können  rauch, wie in den Fig. 4-8 dargestellt ist,  seitliche Führungsleisten Verwendung finden,  welche aus Rundstäben r mit     Einkerbungen     bestehen, oder aus mit gewindeförmigen Gän  gen versehenen Stäben s, und die an den En  den durch Zugfedern t zusammengehalten wer  den. Die Stäbe r und die Federn t bilden hier  zusammen den Stoffspannrahmen. Die Brücken  u, von welchen die eine das Webeteil C, die  andere das Hakenteil D trägt,     bestehen    aus  flachen Blechkörpern, welche an den Stirn  seiten in Gelenken v Klammern w tragen,  die durch je eine Feder x mit entsprechenden  Vorsprüngen y in die Einkerbungen. der Seiten  leisten r eingeführt werden.

   Die Brücken u  sind an den einander zugekehrten Seiten  mit Lageraugen z ausgestattet, in welchen  eine gekröpfte Welle 1 gelagert ist, welche  wiederum bei den Lageraugen 2 an dem  Webe- respektive dem Hakenteil angelenkt ist.    Während Fig. 2 das Webe- und Haken  teil der ersten Beispiele in der Stellung beim  Stopfen darstellt, zeigt die Fig. 5 das     Webe-          und        Hakenteil    des zweiten Beispiels in     einer     um mehr als 90  gedrehten Stellung, zwecks  Auslösen der in den Haken des Webe- und  des Hakenteils gebildeten schleifenförmigen.  Enden der Fadenkette.  



  Durch die gekröpfte Welle 1 kann sowohl  der horizontale Abstand der Körper C und D  von dem zu stopfenden Stob innerhalb der  in Betracht kommenden Grenzen ohne weiteres  eingestellt werden, anderseits kamt das Dre  hen der Körper C und D aus der Arbeits  stellung (nach Fig. 2) in die Aushängestellung  nach Fig. 5 hier leicht erfolgen.  



  Der an und für sich bekannte Stopf- oder  Verwebeprozess geht mit Hilfe der beschrie  benen Apparate in folgender Weise vor sieh:  Der auszubessernde Stoff wird über den  Holzkörper A gespannt, so dass die Stopfstelle  auf     der        Oberfläche    des Holzkörpers glatt auf  liegt.

   Hierauf wird der übrige Teil des Stopf  apparates von oben     lter    auf den Holzkörper       gedrückt,    wobei der Stoff durch die Federn  a und b (Fig. 1-3), resp. durch die     feder-          beeinflussten    Leisten     r,        bezw.        #        (Fig.        -1-8)          festgespannt    wird, und nun das Webe- oder  das Hakenteil, oder auch beide in die zweck  entsprechende Entfernung am Rahmenwerk  eingestellt.

   Der     Webefaden    wird zunächst,  und     zwar        zweckmässig    von der linken Seite       beginnend,    unter vorherigem Festheften des       Fadenendes    im     Stoff    um einen der links  liegenden Haken des Hakenteiles geschlungen.  hierauf zum gegenüberliegenden Haken des       Webeteiles    geführt. zum folgenden Haken des  Hakenteiles     zurückgeführt,    hierauf zum fol  genden     Hakest    des     Webeteiles        geführt    und so  weiter, bis die solcher Art gebildete Kette  das zu stopfende Loch überdeckt.

   Hiernach  wird der     Schussfaden,    und zwar     zweckmüssig     von rechts her     mittelst    einer Stopfnadel durch  die Kette, und zwar in     möglichster    Nähe der  Haken des     NVebeteils    durchgeführt, weil dort  die     Kettenfäden,    welche durch die Drahtstege       der    Haken     voneinander    getrennt sind, am  weitesten     auseinander    stehen.

   Hierauf wird      der Scbussfaden nach dem festen Hakenteil  beigestrichen, die Haken des Webeteiles durch  Umlegen der Blätter o gewendet, der Schuss  faden von links her zurückgeführt, in gleicher  Weise wie vorgeschrieben zum Hakenteil bei  gestrichen, die     haken        n    abermals gewendet  und so weiter, bis auch der     Schulfaden    die  Stopfstelle überdeckt. Der Schussfaden wird  beim jedesmaligen Wenden durch den Stoff  hindurchgeführt. Nachdem der Webvorgang  beendet ist, ist es erforderlich, die Haken  auszulösen. Zu diesem Zwecke wird vorteil  hafterweise zunächst das Griffblech des Ha  kenteiles D angehoben, wobei sich das Haken  teil in den Lageraugen m, resp. auf der ge  kröpften Welle 1, drehen kann. Hierbei kön  nen, wenn die Haken gegen der Stoff, bezw.

    den Holzkörper A drücken, die federnd an  geordneten Lageraugen m, resp die Welle 1.  nachgeben. Ist das Hakenteil so weit gedreht  worden, dass die Kettenschlingen gelöst sind,  so wird es samt Brücke zurückgeschoben.  



  In genau gleicher Weise wird das Webe  teil aus den Kettenschlingen gelöst. Hierauf  wird der abhebbare Apparatteil vom Stoff  entfernt, die Kettenschlingen mit dem Stoff  vernäht, und ist hiermit ein Stopf- oder     Ver-          webeprozess    beendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Stopfapparat mit einem sogenannten Webe teil und einem sogenannten Lakenteil, da durch gekennzeichnet, dass sowohl das Webe als auch das Hakenteil au je einer Brücke zur Ermöglichung eines bequemen Auslösens der Haken des Webe- und des Hakenteils aus dem Stopfgewebe umklappbar gelagert ist, wobei der gegenseitige Abstand dieser beiden Brücken durch Verschiebung derselben längs der als Führungsleisten dienenden seit lichen Leisten eines Stoffspannrahmens be liebig eingestellt werden kann und die Fest stellung der Brücken durch Sperrorgane er folgt, welche in Einkerbungen oder Ausspa rungen in den genannten seitlichen Führungs leisten eingreifen. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die seitlichen Führungs leisten des Stoffspannrahmens mit Federn in die Nuten eines Holzkörpers eingreifen, um den über den Holzkörper gespannten zu stopfenden Stoff durch diesen Feder druck in seiner Lage festzuhalten. 2. Apparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haken- und der Webeteil in ans Feder stahl hergestellten, gegen die Stoffläche zu gebogenen Lagerarmen (ne) der Brücke n drehbar gelagert sind, derart, dass die Ha ken von Haken- und Webeteil auch bei wechselnder Stoffdicke gegen die Stoff fläche. federnd drücken und nach beende tem Stoffprozess durch Umklappen des Webe- und des Hakenteils aus dem Ge webe leicht ausgelöst werden können. 3.
    Apparat nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass der Webe- und der Hakenteil durch eine gekröpfte Welle (1) an die zugehörenden Brücken (u) angelenkt sind, welch letztere an den beiden zylin- drischen Führungsleisten (r) durch Klam- rnern (tc) festgehalten werden, die in Ein kerbungen in diesen Leisten eingreifen. 4.
    Apparat nach Patentanspruch und Unter anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die- den Webe- und den Hakenteil tragenden Brücken durch Bügelfedern t@) an L-förmige Schieber (e) angeschlossen sind.
    welche in den Seitenwangen (ff' <B>)</B> des Stoffspannrahmens (D) geführt und in Rast löchern (h) dieser Seitenwangen mittelst einer am inneren Schenkel des Schiebers (e) angeordneten 'Nase (g) festgestellt wci-- den. 5.
    Apparat nach Patentanspruch und Unter- anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die seitlichen Führungsstangen (r) an den Stirnenden durch Zugfedern (t) zusammen- gezogen und gegen einen zurr Auflegen des Stoffes dienenden Holzkörper gepresst werden.
CH89029D 1919-03-13 1920-05-12 Stopfapparat. CH89029A (de)

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