CH89464A - Auslösevorrichtung für Höchststromschalter. - Google Patents

Auslösevorrichtung für Höchststromschalter.

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CH89464A
CH89464A CH89464DA CH89464A CH 89464 A CH89464 A CH 89464A CH 89464D A CH89464D A CH 89464DA CH 89464 A CH89464 A CH 89464A
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Inventor
Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay

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  • Breakers (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description


  Auslösevorrichtung für Höchststromschalter.    Gegenstand der Erfindung ist eine Aus  lösevorrichtung für Höchststromsehalter, bei  der ein in Abhängigkeit von der Stromstärke  des zu unterbrechenden     Stromkreises    arbeiten  der elektromagnetischer Selbstunterbrecher  durch Vermittlung eines Schaltwerkes einen  Hilfsstromkreis schrittweise zu schlielen ver  mag, dessen Schliessung den     Höchststron-          schalter    zum Ansprechen bringt.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes in Ver  bindung mit einem zum Schutze eines     Haupt-          stromnotors    bestimmten Höchststronschalter  schematisch dargestellt.  



  Der Magnetkern A des     Höclststromsclal-          ters    ist mit zwei gleichsinnig gewickelten Er  regerwicklungen B und C versehen. Von die  se n liegt die eine, B, im Zage des den     Haupt-          stronunotorD    enthaltenden Hauptstromkreises,  während die andere, C, einem Hilfsstromkreise  angehört, der von den Polen der den Haupt  stromkreis speisenden Gleichstromquelle ab  gezweigt ist. Zwischen das eine Ende der  Erregerwicklung C und einen Punkt der die  Hauptstromwicklung B mit den Motor D    verbindenden Leitung E ist ein Widerstand  F eingeschaltet.

   Der Mlagnetkern A trägt an  seinem untern Ende ein Stromschlussstück al,  das die Überbrückung einer im Hauptstrom  kreise liegenden, aus zwei festen Stromschluss  stücken a3 und a4 bestehenden Unterbre  chungsstelle ermöglicht; an dem Stromschluss  stücke a1 greift eine der magnetischen Zug  kraft des Höchststromschalters entgegenwir  kende Feder a2 an. Die Verhältnisse sind so  g ewi ithlt, dass die Hauptstromwicklung b B den  Höchststromschalter A nur bei sehr starker  Überlastung (Kurzschluss) zu öffnen vermag.

    Die im Hilfsstromkreise liegende Wicklung  C und der Widerstand F dagegen sind so  bemessen, dass durch einen den Hilfsstrom  kreis unter Umgelung des Widerstandes F  durchfliessenden Strom eine Öffnung des Haupt  stromschalters d B C herbeigeführt und durch  einen die Erregerwicklung C und den Wider  stand F in Reihe durchfliessenden Strom ein  Festhalten des Höchststromschalters ABC  in der     Ausschaltstellung        ei-müglieht    wird.  



  Im Zuge der die     Hauptstroinwieklung    B  des     llüchststron@sclialters    mit     dein    Motor D      verbindenden Leitung E liegen in Hinterein  anderschaltung zwei Erregerwicklungen H  und H1, die in einander entgegengesetztem  Sinne auf einen Magnetkern G aufgewickelt  und so bemessen sind, dass sie gleichgrosse  magnetische Zugkräfte hervorrufen. Auf dem  Magnetkerne G befindet sich ausserdem noch  eine dritte, in sich kurzgeschlossene Wicklung  J. Die eine, H1, der beiden hintereinander  geschalteten Erregerwicklungen ist durch eine,  eine Unterbrechungsstelle enthaltende Leitung  G5 kurzschliessbar.

   Die Unterbrechungsstelle  der Leitung G5 wird gebildet durch ein fest  angeordnetes Stromschlussstück y2 und ein am       obern    Ende des     Magnetkernes    G befestigtes  bewegliches Stromschlussstück g'. An dem  Stromschlussstück g1 greift eine Feder g3 an,  die sich mit ihrem andern Ende auf einen  fest angeordneten Teller g4 stützt. Die Er  regerwicklung H ist so bemessen, dass ihre  magnetische Zugkraft bei normaler Strom  stärke nicht ausreicht, die Kraft der Feder  g 3 zu überwinden, während sie bei Auftreten  eines Überstromes in der Leitung L' eine Ab  wärtsbewegung des Magnethernes G hervor  zurufen vermag, wobei die Feder g3 zusam  mengedrückt und die Unterbrechungsstelle g1  g2 geöffnet wird.  



  Ein am untern Ende des Magnetkernes G  befestigter, durch den fest angeordneten Ma  gnetanker g6 hindurchgeführter Bolzen g7 trägt  eine Schaltklinke g8, die mit einem     Schalt-          rade    K derart zusammenzuarbeiten vermag,  dass beim jedesmaligen Abwärtsgange der  Schaltklinke gs das Schaltrad K sich im  Sinne des Pfeiles x um einen Zahn weiter  dreht. Das Schaltrad K ist auf eine Welle  k1 aufgekeilt, auf der ein mit einem Strom  schlussstücke h3 versehener Schaltarm k2 be  festigt ist. An dem Schaltarme k2 einerseits  und dem (nicht dargestellten) Lager der Welle  k1 anderseits ist eine Spiralfeder k4 befestigt,  die den Schaltarm k2 und das Schaltrad h  entgegen dem Sinne des Pfeiles x zurückzu  drehen sucht.

   Das am beweglichen Schalt  arme k2 sitzende Stromschlussstück k3, das  durch eine Leitung IM mit dem einen Ende  der Erregerwicklung C des Höchststromschal-         ters        verbunden    ist, bildet zusammen mit     einem     fest angeordneten, mittelst einer Leitung N  an den negativen Pol der Stromquelle an  geschlossenen Stromschlussstück k5 eine Unter  brechungsstelle des die Erregerwicklung C  enthaltenden Hilfsstromkreises CMl2k3k5N,  durch deren Schliessung der     Höchststromschal-          ter    zum Ansprechen gebracht werden kann.  



  Dem Schaltrade h ist eine Sperrklinke P  zugeordnet. Diese wird durch einen     doppel-          armigen    Hebel gebildet, dessen einer Arm p1  unter dem Einflusse eines im Zuge der     Haupt-          stromleitnng    E liegenden, bei Überlastung  wirksamen Magneten Q steht, während an  den andern Hebelarme p2 eine der magneti  schen Zugkraft entgegenwirkende Feder p3  angreift. Der Magnet Q und die Feder p3  sind so aufeinander abgestimmt, dass der Ma  gnet Q die Zugkraft der Feder p3 nur so lange  zu überwinden und somit die Sperrklinke P  das Schaltrad I zu sperren vermag, als ein  Überstrom die Hauptstromleitung E durch  fliesst.  



  Bei der Betrachtung der     Wirkungsweise     der beschriebenen Einrichtung soll davon aus  gegangen werden, dass der Motor D laufe  und eine normale Stromstärke aufnehme, und  dass alle Teile sich in der gezeichneten Stel  lung befinden. Bei dieser Stellung ist ins  besondere die Erregerwicklung H' durch die  Leitung     G',    deren Unterbrechungsstelle     y'        g           überbrückt    ist, kurzgeschlossen, und es bleiben  sowohl die     Sperrklinke    P unter der Wirkung  der Feder     p1,

      als auch die     Schaltklinke        9s     unter der     Wirkung    der Feder     93    ausser Ein  griff mit dem     Schaltrade        Ii,    der Schaltarm     k=     verharrt in seiner     Öffnungsstellung,    und die       Unterbrechungsstelle        ala-a'    des Höchststrom  schalters ABC ist überbrückt. Es fliesst dann  im     Hauptstromkreise    ein Strom vom positi  ven Pole der     Gleichstromquelle    über     asca'rc3          BEQHG'g192G'LD    zum negativen Pole.  



  Steigt nun aus irgend einer Ursache (z. B.  infolge mechanischer Überlastung des Motors  D) die Stromstärke im Hauptstromkreise über  einen bestimmten Grenzwert an, ohne indessen  denjenigen Betrag zu erreichen, bei welchem  die Erregerwicklung B des Höchststromschal-      ters ABC anspricht, so zieht der Magnet Q  den Hebelarm p1 der Sperrklinke P an, und  die Klinke P gelangt     finit    ihrem Hebelarme  p2 in Eingriff mit dem Schaltrade K. Zu  gleich wird der Magnetkern G durch die ma  gnetische Zugkraft der Erregerwicklung H  entgegen der Wirkung der Feder g3 nach  unten gezogen. Zu Beginn der Abwärtsbewe  gung des Magnetkernes G hat sich die durch  die Stromschlussstücke g', g2 gebildete Unter  brechungsstelle der die Erregerwicklung H'  kurzschliessenden Leitung G5 geöfnet.

   Der  Strom im Hauptstromkreise nimmt daher jetzt  seinen Weg über die hintereinandergeschal  teten Erregerwicklungen H und H'. Infolge  dessen verschwindet die bisher von der Er  regerwicklung H ausgeübte magnetische Zug  kraft im Kerne G, und an ihre Stelle tritt  für kurze Zeit die ii gleichen Sinne wirkende  Zugkraft der Kurzschlusswicklung J, in der  beim Verschwinden des Feldes der Wicklung  H ein starker Induktionsstroh auftritt. Der  Kern G vollendet daher seine Abwärtsbewe  gung bis zur Berührung finit dein Anker g6  und kehrt beim Verschwinden des Feldes der  Wicklung J unter der Wirkung der Feder  g3 in seine Ausgangsstellung zurück. Bei der  geschilderten Abwärtsbewegung des Kernes G  greift die Schaltklinke g8 in das Schaltrad b'  ein und dreht dieses im Sinne des Pfeiles x  um eine Zahnteilung weiter.

   Hierbei nähert  sich das am Schaltarme c2 angeordnete Strom  schlussstück k3 dem festen Stroncschlussstücke       k5    um einen Schritt. Die Wicklung J wirkt  naturgemäss um so stärker dämpfend, je  grösser die Stromstärke war, die den Haupt  stromkreis durchfloss und die Wicklung H  erregte. Am Schlusse der Aufwärtsbewegung  des Kernes G berühren sich die     Stronschluss-          stücke    g' und g2 wieder, und die Erreger  wicklung H' wird wieder kurzgeschlossen.  Darauf beginnt das Spiel von neuem und  wiederholt sich bei Fortdauer der     Überlastung     im Hauptstromkreise so lange, bis die     Strom-          schlussStüCke    k3 und k5 in Berührung mitein  ander gelangen.

   Sobald dies der Fall ist,  fliesst ein Strom über den Hilfsstromkreis  +CHk2k3k5N-, der die bisher stromlose    Erregerwicklung C des Höchststromschalters  ABC erregt und die Unterbrechung des  Hauptstromkreises     durch    Abheben des Strom  schlussstückes a' von den Stromschlussstücken  a3 und a4 zur Folge hat, worauf der Motor  D rasch zum Stillstande kommt. Da zugleich  mit dein     Hauptstrome    auch die Erregung des  Magneten Q verschwindet, gelangt die Sperr  klinke P ausser Eingriff finit dem Schaltrade  K, und der Schaltami k2 kehrt unter der  Wirkung der Spiralfeder k4 in seine aus der  Zeichnung ersichtliche Ausgangsstellung zu  rück, wobei sieh das Schaltrad K entgegen  dein Sinne des Pfeiles x dreht.

   Die Erreger  wicklung C bleibt indessen noch erregt, da  jetzt ein Strom     über+CFFQHG5g1g2-ED-          fliesst,    der bei der angegebenen Bemessung  des Widerstandes F ausreicht, den angehobe  nen Magnetkern A entgegen der Wirkung  der Feder a2 festzuhalten, so dass der Haupt  stromkreis sich nicht wieder schliessen kann.  Erst wenn nach Beseitigung der     störenden     Ursache ein im Hauptstromkreise liegender  (nicht dargestellter) Handausschalter geöffnet  wird, verliert die     Erregerwicklung    C ihren  Strom und der Höchststromschalter gelangt  in die gezeiclnete Stellung zurück. Nach  Sclliessurg des erwähnten Handausschalters  ist dann die Einrichtung von neuem betriebs  fällig.  



  Je grösser der Überstrom im Hauptstrom  kreise ist, uni so schneller vollzieht sich die       Bewegung    des Magnetkernes G, und     uni    so  kürzer ist infolgedessen die Dauer der ein  zelnen Schaltschritte. Der Zeitpunkt, zu wel  chem der     Scbaltarin        1c2    mit seinem     Strom-          schlulSstücke        k3    das     Stromschlussstüek    k' be  rührt und damit den die Erregerwicklung C  enthaltenden Hilfsstromkreis schliesst, hängt  also von der     (-rühe    der Überlastung des     Haupt-          stroinkrcises    in der Weise ab,

   dass eine ge  ringe     Überlastung    länger bestehen bleiben  kann als eine starke, wie es     insbesondere    den       Bedürfnissen    eines angestrengten     Dl:otoibe-          triebes    entspricht.  



  Hört der Überstrom auf, bevor die Strom  schlussstücke     k3    und     k--'    einander berühren, so  lässt der Magnet     Q    den Hebelarm p' de      Sperrklinke P los, und die     Sperrklinke    wird  ausgerückt. Die Spiralfeder k4 zieht darauf  den Schaltarm k2 in seine Ruhelage zurück,  so dass eine Unterbrechung des Höchststrom  schalters nicht eintritt.  



  Bei einem sehr starken Überstrome, wie  er zum Beispiel bei einem Kurzschlusse auf  tritt, wird der Magnetkern A unter der Wir  kung der magnetischen Kraft der Erreger  wicklung B sofort angezogen und dadurch  der Hauptstromkreis unterbrochen, ohne dass  die übrigen Teile der Auslösevorrichtung mit  wirken.  



  Soll die Schaltzeit der Auslösevorrichtung  auch unabhängig von der Stromstärke des  Hauptstromkreises veränderlich gemacht wer  den, so kann dies in der Weise geschehen,  dass man das Stromrschlussstück kc5 auf einem  Kreisbogen um die Drehachse des Schaltarmes  k2 verschiebbar anordnet.  



  Wie aus der Beschreibung hervorgeht,  zeichnet sich der     Erfindungsgegenstand    durch  einfache Bauart bei grosser Betriebssicherheit  und Einstellbarkeit der Schaltzeit innerhalb  weiter Grenzen aus.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRUCH: Auslösevorrichtung für Höchststromschal ter, dadurch gekennzeichnet, dass ein in Ab hängigkeit von der Stromstärke des zu unter brechenden Stromkreises arbeitender elektro magnetischer Selbstunterbrecher durch Ver mittlung eines Schaltwerkes einen Hilfsstrom kreis schrittweise zu schliessen vermag, dessen Schliessung den Höclrststromschalter zum An sprechen bringt. UR TERAR SPRÜCHE: 1.
    Auslösevorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Selbst unterbrecher zwei Hauptstromwicklungen von gleicher magnetischer Stärke enthält, die so geschaltet sind, dass in der Schluss stellung des Unterbrechers eine von ihnen kurzgeschlossen ist, während sich in der Öffnungsstellung des Unterbrechers die Wirkungen beider Wicklungen aufheben. 2.
    Auslösevorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Selbstunterbrecherzwecks Verlängerung der Dauer der einzelnen Schaltschritte mit einer weiteren, in sich kurzgeschlossenen Wicklung versehen ist.
    3. Auslösevorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und , dadurch gekennzeichnet, dass der zum Schliessen des Hilfsstromkreises bestimmte bewegliche Schalterteil unter der Einwirkung eines im Sinne des Öffnens des Hilfsstromkreises wirksamen Kraftspeichers steht, der durch einen vorn Hauptstrome erregten Magneten so lange gehindert wird, den beweglichen Schalterteil zurückzuführen, bis die Strom stärke im Hauptstromkreise unter einen bestimmten Wert gesunken ist.
CH89464D 1919-01-07 1920-09-17 Auslösevorrichtung für Höchststromschalter. CH89464A (de)

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