CH90325A - Füllfederhalter. - Google Patents

Füllfederhalter.

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CH90325A
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Aktiengesellschaft Rober Bosch
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Bosch Robert Ag
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Description


  Füllfederhalter.    Bei Füllfederhaltern wird bekanntlich der  Ausfluss der Tinte aus dem Tintenraum in  die Feder dadurch ermöglicht, dass der Tinten  raum mit der Aussenluft in Verbindung ge  bracht ist, um die durch den     Tintenausfluss     im Tintenraum entstehende Luftverdünnung  durch Lufteintritt zu beheben. Das einwand  freie Ausfliessen der Tinte wird gestört, wenn  man durch den gleichen Kanal, durch den die  Tinte in die Feder tritt, die Luft in den  Tintenraum eintreten lässt. Man hat daher  schon früher den Luftkanal vollständig ge  trennt vom Tintenkanal geführt. Diese Kon  struktionen ergeben aber einen sehr plumpen       Schreibfederträger,    wodurch der ganze Füll  federhalter unerwünscht dick ausfällt.  



  Die vorliegende Erfindung beseitigt die  sen Nachteil, ohne den Vorteil der getrennten       Luft-    und Tintenführung     aufzugeben.    Er  findungsgemäss wird der Luftkanal nur  durch eine an der Unterseite der Schreibfeder  anliegende     Tintenführungszunge    vom Tinten  flusskanal getrennt. Der     Tintenausflusskanal     befindet sich also zwischen der Schreibfeder  und der Zunge, während der Luftkanal unter  halb der Zunge verläuft.    Eine besonders schlanke Bauart des  Federhalters erzielt man, wenn der Luft  kanal, der unterhalb der     Tintenführungs-          zunge    liegt, in den     Schreibfederträger    selbst  eingearbeitet ist.  



  Um den Füllfederhalter dem Schrift  charakter der verschiedenen Benutzer anzu  passen, ist nicht nur die Breite und Weich  heit der     Schreibfederspitze    massgebend, son  dern es kommt auch die Grösse der     Luftein-          trittsöffnung    in Betracht. Der Füllfeder  halter für eine grosse und kräftige Hand  schrift muss also eine grössere     Lufteintritts-          öffnung    haben als der für eine kleine und  zierliche Handschrift. Es wird deshalb zweck  mässig der     Lufteintrittskanal    als. auswechsel  barer Ersatzteil ausgebildet. der unterhalb  der Schreibfeder in die im     Schreibfederträger     befindliche Führungsnut eingesetzt ist.

   Der  auswechselbare Luftkanal kann hierbei  gleichzeitig als     Andrückfeder    dienen, die die  Aufgabe hat. die     Tintenführungszunge    mit  der Spitze bis zur stärkst zulässigen Durch  biegung der Schreibfeder dauernd von unten  gegen diese     heranzudrücken    und an ihr an  liegend zu halten. Der eingesetzte Luftkanal      wird     zweckmässigerweise    durch Schwalben  schwanzform oder dergleichen in der Füh  rungsnut niedergehalten.  



  Dem Luft- und dem     Tintenzuführungs-          kanal    gibt man vorteilhaft einen stetigen Ver  lauf, derart, dass die Kanäle keinem Rich  tungswechsel unterworfen. sind und weder  durch Ecken, noch durch Verengungen und       Erweiterungen    dem Durchgang der Tinte       bezw.    der Luft Widerstand entgegensetzen.  Auf diese Weise sind Störungen im Auslauf  der Tinte und das Hängenbleiben der ein  tretenden Luftperlen im Luftraum verhindert,  und es ist während des Schreibens ein ste  tiger gleicher Nachschub der Tinte     gesichert.     



  Die Zeichnung veranschaulicht einen Füll.  federkalter nach der Erfindung in zwei Aus  führungsbeispielen, das eine ohne und das  andere mit auswechselbarem Luftkanal.  



       Fig.    1 zeigt einen Längsschnitt durch den  Füllfederhalter nach einem ersten Ausfüh  rungsbeispiel,       Fig.    2 einen teilweisen Längsschnitt nach  einem zweiten Ausführungsbeispiel,       Fig.        ss    die Schreibfeder,       Fig.    4 die     Tintenführungszunge,          Fig.    5 den     Schreibfederträger,          Fig.    6 den auswechselbaren Luftkanal.

    Der     Schreibfederträger    a, der beim Nicht  gebrauch des Federhalters in bekannter  Weise mittelst der' Schubstange b in den  Tintenraum c zurückgezogen werden kann,       ist    in seinem     vordern    Teil abgesetzt und weist  gleichzeitig auch eine Abflachung e auf, die  bis etwa zur Hälfte seines Durchmessers  reicht. In dem stehen gebliebenen Teil des       Schreibfederträ;Ters   <I>a</I> ist eine Nut<I>d</I> ein  gearbeitet.

   Diese Nut dient beim ersten Aus  führungsbeispiel als     Luftzuführungskanal,     der durch die auf die abgesetzte Fläche e  aufgelegte     Tintenführungszunge    f nach oben  abgedeckt ist.     Über    die     Tintenführungszunge     f wird die     Schreibfeder    g gelegt.

   Der Hohl  raum zwischen der gewölbten Feder und der  flachen     Tintenführungszunge    bildet den     Tin-          tenausflusskanal        lt..    Zwischen dem abgeflach  ten Teil des     Schreibfederträgers    a und der  Schubstange     b    sind Ansätze i stehen geblie-         ben,    zwischen denen der     Luftzuführun,-,:s-          kanal    d in den Tintenraum ausmündet. Die       Tintenführungszunge    f besitzt in bekannter  Weise einen     gapillarschlitz    k, welcher der  Tinte die Führung gibt, ihr Abtropfen in den  Luftraum aber mit Sicherheit verhindert.

    Das hintere Ende der Führungszunge ist  verbreitert und bildet zwei Lappen 1, wel  che sich nach hinten gegen die Ansätze i  am     Schreibfederträger    anlegen. Am Schaft  ende der Schreibfeder g befinden sich Aus  nehmungen r, so dass sich die Schreibfeder  mit dem abgesetzten Teil<I>m</I> auf die Lappen<I>1</I>  der     Tintenführungszunge    f auflegen kann  und so gezwungen ist, stets die richtige Lage  einzunehmen. Zur Befestigung der Schreib  feder<I>g</I> auf dem     Schreibfederträger   <I>d</I> dient  ein von vorn übergeschobener Ring n., der  bis zu der Absetzung des     Schreibfederträgers     zurückgeschoben werden kann und dadurch  die     Tintenführungszunge    am Herausfallen  nach vorn hindert.

   Beim Schreiben tritt die  Tinte aus dem Tintenraum c in den Kanal     lt     ein und fliesst an der     Tintenführungszunge     entlang zur Spitze der Feder     g.    Entsprechend  der ausfliessenden Tintenmenge tritt durch  den     Luftzuführun-,skaual    d Luft in den Tin  tenraum und gleicht die durch den     Tinten-          ausfluss    entstehende Luftverdünnung im Tin  tenraum aus.  



  Nach dem zweiten Ausführungsbeispiel  ist in die als     Luftzuführungskanal    dienende  Längsnut d des     Schreibfederträgers    ein  Einsatz p eingesetzt, der einen offenen Ka  nal o enthält und gleichzeitig als Andruck  feder dient, welche die Aufgabe hat, die       Tintenführungszunge    f auch bei der stärkst  zulässigen     Durchbiegung    der     Schreibfeder     beim Schreiben von unten gegen diese zu  drücken, und gleichzeitig hat sie die Auf  gabe, Luft in den Tintenraum zu führen, um  die durch den     Ausfluss    der Tinte entstandene  Luftverdünnung auszugleichen.

   Zu diesem  Zweck ist der Einsatz p in seiner vordern  Hälfte nach oben gekrümmt und liegt da  bei mit diesem Teil nicht auf dem Boden der  Nute d auf. Um das Kippen des Einsatzes  innerhalb der Nut zu verhindern, ist der hin-           tere    Teil der N     ist    als     Schwalbenschwanz-          führung        ausgebildet,    in welche die ebenfalls       schwalbensehwanzförmige        Aridrückfeder    ein  geschoben werden kann.

   Diese Lagerung des  Einsatzes<I>p</I> in der -Nut<I>d</I> des Schreibfeder  trägers     a    ermöglicht die leichte Auswechsel  barkeit desselben, und wenn dann der Quer  schnitt des Luftkanals in verschiedener     lich-          ter    Weite ausgeführt wird, so ist dadurch  die Möglichkeit geschaffen, durch die Wahl  eines entsprechenden Luftkanals die aus  fliessende     Tintenmenge    zu verändern.  



  Die Luft- und Tintenkanäle sind bei den  Ausführungsbeispielen so geführt, dass ihr  Verlauf ein stetiger ist, das heisst sie weisen  weder Richtungswechsel, noch Ecken der       Querschnittsveränderungen    auf, durch wel  che der Durchgang der Tinte nach der einen  und der Luft nach der andern Seite behindert  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Füllfederhalter, mit voneinander getrenn tem Tintenausfluss- und Luftkanal, dadurch gekennzeichnet, dass die Kanäle nur durch eine Tintenführungszunge voneinander ge trennt sind, welche unterhalb der Schreib feder angeordnet ist, so dass sich der Tinten ausflusskanal zwischen der Schreibfeder und der Tintenführungszunge befindet, während der Luftkanal unterhalb der Zunge verläuft. UNTERANSPRÜCHE: 1, Füllfederhalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Luftkanal unterhalb der Zunge in den Schreibfeder träger eingearbeitet ist. 2.
    Füllfederhalter nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich der Luft kanal in einem auswechselbaren Einsatz befindet, so dass ein grösserer oder klei nerer Luftkanal benutzt werden kann, je nachdem der Tintenverbrauch gemäss dem Schriftcharakter ein grösserer oder kleine rer ist. Füllfederhalter nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der den Luftkanal enthaltende Ein satz zugleich als Andrückfeder wirkt, wel che die Tintenfülirungszunge an die Schreibfeder andrückt. 4.
    Füllfederhalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen \? und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass der auswechselbare Einsatz in eine Führungsnut des Schreib federträgers so eingelegt ist, dass er vorn federt und hinten niedergehalten wird. Füllfederhalter nach Patentanspruch und Unteransprüchen d und 4, dadurch ge kennzeichnet, dass dem als Andrückfeder wirkenden Einsatz (p) so starke Spannung erteilt ist, dass er die Tintenführungszunge bis zur stärkst zulässigen Durchbiegung der Schreibfeder an dieser anliegend hält. 6.
    Füllfederhalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 5, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tintenführttngs- zunge (f) an ihrem hintern Ende Vor sprünge (Z) hat, die sie einerseits durch einen Anschlag (i) des Schreibfederträgers, anderseits durch das Schaftende der Schreibfedeir vor dem Herausfallen sichern. 7. Füllfederhalter nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch ge kennzeichnet, dass die Schreibfeder an ihrem Schaftende mit Aussparungen (r) versehen ist, die sich an entsprechende Anschläge des Schreibfederträ.gers legen und die richtige Lage der Schreibfeder sichern.
CH90325D 1919-11-13 1920-10-29 Füllfederhalter. CH90325A (de)

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CH90325D CH90325A (de) 1919-11-13 1920-10-29 Füllfederhalter.

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