CH90350A - Verfahren und Einrichtung zur technischen Behandlung von Materialien, auf welche Luft schädlich einwirkt. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur technischen Behandlung von Materialien, auf welche Luft schädlich einwirkt.

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CH90350A
CH90350A CH90350DA CH90350A CH 90350 A CH90350 A CH 90350A CH 90350D A CH90350D A CH 90350DA CH 90350 A CH90350 A CH 90350A
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Aktiengesellschaf Gesellschaft
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Metallbank & Metallurg Ges Ag
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  Verfahren und Einrichtung zur technischen Behandlung von Materialien, auf  welche Luft schädlich einwirkt.    Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur technischen Behandlung von  Materialien, auf welche Luft schädlich ein  wirkt. Nach dem Verfahren wird die Behand  lung in mindestens einem, indifferentes Gas  enthaltenden, zur Aufnahme von Arbeitern  geeigneten Raum vorgenommen. Dieses Ver  fahren eignet sich insbesondere zur Heissbe  handlung von Metall, also zur Behandlung  von Metall durch (Hüben, Schmelzen, Giessen,  Ziehen, Pressen, Schmieden, Walzen.

   Auch  eignet sich das Verfahren zur Behandlung  von feuergefährlichen Stoffen,     zurr    Beispiel  von Schwefelkohlenstoff oder Benzin, wie  auch bei der Einwirkung von solchen Stoffen  aufeinander, die durch den     Luftsauerstoff     schädlich beeinflusst werden, zum Beispiel  beim Einführen von elementarem Phosphor  oder leicht oxydierbaren Metallen und der  gleichen irr Schmelzen, zum Zwecke der Her  stellung einer Legierung oder der Ausübung  chemischer Reaktionen.  



  Zur Heissbehandlung von Metallen eignet  sich jede Einrichtung, welche mindestens    einen     Glühofen    und an diesen angeschlossen  mindestens eine Arbeitskammer besitzt, die  i ni it indifferenteni Gas angefffilt m und zur  Aufnahme von Arbeitern geeignet ist.  



  In der     Zeichnunä    ist     eine    derartige     Ein-          richtung        als     im Schnitt  schematisch dargestellt.  



  Es ist     a    der     Glühofen,    an dem eine  Arbeitskammer b, die eventuell auch als     Kühl-          raunt    dient,     angeschlossen    ist. Beide Räume  sind durch die Falltüre c voneinander ab  schliessbar. In der Arbeitskammer b herrscht  durch die Einfüllung eines indifferenten Gases  eine     sauerytoffreie    Atmosphäre, welche     zweek-          mässig    unter einigen Millimetern     Überdruck     steht. Die     Arbeitskammer    b ist luftdicht nach  allen Seiten hin abgeschlossen.

   Sie ist so  gross, dass Arbeiter, die     zweckentsprechender     Weise mit     Respiratorapparaten    ausgerüstet  sind, sich in derselben bewegen und die  Behandlung von Materialien     ausführen    können.  An die eine Absperrwand d, welche eine  verschliessbare Türe     h    besitzt, ist ein Sonder  schacht f angebaut, der durch     Öffnen    der      Türe h an die Arbeitshammer b anschliessbar  ist. Dieser Sonderschacht dient zum     Aus-          und    Einschleusen von Arbeitern zur Kammer b  und wird, nachdem die Arbeiter sich in den  selben begeben haben, nit indifferentem Gase  gefüllt und dann geschlossen.

   Unter der Seiten  wand     d    geht     voll    aussen eine Grube e durch  in die Arbeitskammer b. Diese ist nit einem  indifferenten Stoffe, z. B. Wasser, Schwer  petroleum und dergleichen, oder mit ent  sprechenden schweren gasen angefüllt lnd  dient zur Einbringung des zu behandelnden  Materiales in den Arbeitsrauen b unter Luft  abschluss.  



  Die Beschickung des Ofens a erfolgt wie  bisher üblich von Hand oder     mittelst    Kette,  Zahnstab, Wanderrost, schräger Sohle usw.,  indem das Glihgut auf Wagen durch die  Grube e in die     Arbeitskammer        b    gefördert  wird,     voll    wo es durch die Arbeiter in den  Glühraum a weiter gefördert wird.  



  Die Einrichtung kann mehrere Öfen be  sitzen; es kann an jeden Ofen mindestens  eine Arbeitskammer angeschlossen sein oder  es hönnen verschiedene Öfen all eine Arbeits  hammer angeschlossen sein. Ferner kann jede  Arbeitskammer mit einer oder mehreren     Kühl-          kammern    verbunden sein.     Arbeits-    und Kühl  kammern können auch getrennt angeordnet  sein, so dass der Glühraum zwisclen beiden  liegt und man die Abkühlung des Glühgutes  getrennt vor sich gellen lassen     kann.    Die  Einrichtung kann auch nach Art eines Ring  ofens gebaut sein.    Alle Räune können auf gleicher Mühe  liegen, jedoch können auch verschiedene tiefer  als die andern angeordnet sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur technischen Behandlung von Materialien, auf welche Luft schädlich einwirkt, dadurch gekennzeichnet, dar die Behandlung in mindestens einem indifferentes Gas enthaltenden, zur Aufnahme von Arbeitern geeigneten Raume vorgenommen wird. PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Verfahren nach Patentanspruch I insbesondere zur Heiss behandlung von Metallen, dadurch gekenn zeichnet, dass an mindestens einen Glühofen mindestens eine Arbeitskammer angeschlossen ist, die reit indifferentem Gas angefüllt und zur Aufnahme voll Arbeitern geignet ist. UNTERANSPRÜCHE : 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, ge kennzeichnet durch einen für sich - mit indifferentem Gas füllbaren und all die Arbeitskammer anschliessbaren Sonder schacht zum Ein- und Aussellleusen von Arbeitern. 2. Einrichtung nach Patentanspruch 1I- und Unteranspruch 1, - gekennzeichnet durch eine unter einer Seitenwand der Arbeits hammer von aussen durchführende, mit einem indifferenten Stoffe gefüllte Grube.
CH90350D 1919-03-14 1920-06-16 Verfahren und Einrichtung zur technischen Behandlung von Materialien, auf welche Luft schädlich einwirkt. CH90350A (de)

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