CH90354A - Presse zur Herstellung von Blechböden mit umgebördeltem äusseren Rande. - Google Patents

Presse zur Herstellung von Blechböden mit umgebördeltem äusseren Rande.

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CH90354A
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Aktiengesellschaft Fried Krupp
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Krupp Ag
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  Presse zur Herstellung von Blechböden mit umgebördeltem äusseren Rande.    Die Erfindung bezieht sich auf Pressen  zur Herstellung von Blechböden mit umge  bördeltem äusseren Rande und bezweckt, eine  Presse dieser Art zu schaffen, die es ge  stattet, derartige Blechböden in einem ein  zigen Arbeitsgange so herzustellen, dass der  umgebördelte Rand, sei es auf der Aussenseite  oder auf der Innenseite, praktisch genau eine  im     Achsialschnitt    geradlinig verlaufende  Mantelfläche erhält.  



  Auf der Zeichnung sind in     Fig.    1 bis 3  in schematischem     achsialen    Längsschnitt die  in Betracht kommenden Teile einer der be  kannten Pressen wiedergegeben, während       Fig.    4 bis 8 in gleicher Darstellung drei  Ausführungsbeispiele der entsprechenden Teile  der den Gegenstand der Erfindung bildenden  Presse veranschaulichen, und zwar beziehen  sich die     Fig.    4 bis 6 auf das erste Aus  führungsbeispiel,     Fig.    7 auf das zweite und       Fig.    8 auf das dritte Ausführungsbeispiel.  



  Bei den Pressen zur Herstellung von  Blechböden, mit umgebördeltem äusseren  Rande wird bekanntlich das zugeschnittene  und gegebenenfalls zur Rotglut erhitzte    Blech     a        (Fig.    1) auf das     Gesenk    B der Presse  gelegt und durch den Stempel C in das     Ge-          senk    B gedrückt, wobei sich der     umgebördelte     Rand bildet.

   Hierbei erfährt der umgebördelte  Rand eine vom Boden nach seinem freien  Ende hin zunehmende Vergrösserung seiner  Wandstärke, und zwar entspricht die Ver  grösserung der Wandstärke der Verminderung,  die jeder Durchmesser eines vor dem     Um-          bördeln    des Randes auf diesen konzentrisch  zur Längsachse der Presse gezogenen Kreises  bei dem     Pressvorgange    erfährt. Aus diesem  Grunde hat man bei bekannten Pressen die  Breite des Ringspaltes zwischen Stempel und       Gesenk    nicht gleich der     urprünglichen    Blech  stärke ö, sondern mindestens gleich der  grössten, am freien Ende des umgebördelten  Randes auftretenden Blechstärke     ö1    gewählt.

    Es wird so verhindert, dass das Blech am  freien Ende des umgebördelten Randes wieder  auf seine ursprüngliche     Stärke    zusammen  gepresst wird und hierbei der Weiterbewegung  des     Pressstempels    einen so grossen Wider  stand entgegensetzt,     dass    unzulässige, das  Blech oft bis zum Zerreissen beanspruchende           Zugspannungen        auftreten.    Wenn der Ring  spalt zwischen Stempel und     Gesenk    in der  angegebenen Weise bemessen ist, wird das  Blech beim Niedergang des Stempels zu  nächst in der aus     Fig.    2 ersichtlichen Weise  eingebeult.

   Diese     Einbeulung    sucht das Blech  im weiteren Verlauf des     Pressvorgangs    bei  zubehalten, so dass nach erfolgtem Pressen  zwischen dem nur an seinem freien Ende  den Ringspalt ausfüllenden umgebördelten  Rande und den Mantelflächen beider     Press-          werkzeuge    (Stempel und     Gesenk),    wie     Fig.    3  zeigt, ein Spielraum entsteht, der     umgebür-          delte    Rand also weder auf der Innenseite  noch auf der Aussenseite zylindrisch wird. Da  bei derartigen Blechböden, die z.

   B. als Dampf  kesselböden Verwendung finden, mindestens  eine der den äusseren Rand begrenzenden  Metallflächen eine Zylinderfläche sein muss,  so     ist    es erforderlich, an den Blechböden  eine der Metallflächen durch einen weiteren  Arbeitsgang zylindrisch zu gestalten.  



  Diesen zweiten Arbeitsgang erspart die  den Gegenstand der Erfindung bildende Presse  in einfacher Weise.  



  Bei dem in     Fig.4    bis 6 dargestellten  ersten Ausführungsbeispiel der     Presswerkzeuge     besteht der zur Anlage an den     unrgebürdelten     Rand bestimmte Teil des Stempels der Presse  aus einem zylindrischen stählernen Ringe D,  der derartig schräg geschlitzt ist, dass die  Trennungsflächen     dl    und d  des Ringes in  unbelastetem Zustande um ein bestimmtes       Dl    ass     c,        (Fig.    4)

       auseinanderfedern.    Der zur  Anlage an den     umgebördelten    Rand bestimmte  Teil des     Gesenkes    besteht aus einem starren  Ringe     E'.    Die Abmessungen der beiden     Press-          werkzeuge    D und     E    sind so gewählt, dass  der Halbmesser des Ringes D des unbelasteten  Stempels um das Mass der Blechstärke des  Werkstückes     1'    kleiner ist als der Halbmesser  des     Gesenkringes    E.  



  Beim Niedergange des Stempels wird das       Werkstück        .F    zunächst ebenfalls in einer der       Darstellung    nach     Fig.    2 entsprechenden Weise  eingebeult.     Irn    weiteren Verlaufe des     Press-          vorganges    wird infolge der jetzt eintretenden  Verstärkung der Wandstärke des sich um-    bördelnden Randes der geschlitzte Ring D  zusammengepresst.

   Gleichzeitig wird jeder Teil  des sich umbördelnden Randes, der zur Anlage  an den Ring D gelangt, durch die Federkraft  des     zusammengepressten    Ringes an die Innen  fläche des     Gesenkringes        E    angedrückt     (Fig.    5),  so dass die äussere Mantelfläche des     um-          gebördelten    Randes eine zylindrische Gestalt  erhält, ohne dass es einer weiteren Nacharbeit  bedarf.

   Die     Liraft,    mit der die     Anpressung     des umgebördelten Randes an die Mantel  fläche des     Gesenkringes    E erfolgt, wird noch  verstärkt, wenn der Spielraum zwischen den  Ringen D und     E    etwas kleiner als die Blech  stärke bemessen ist. Zu dem gleichen Zwecke  können auch besondere (nicht dargestellte)  Hilfsfedern vorgesehen sein, die den Zwischen  raum a zwischen den Trennungsflächen     d1    und       d=    des geschlitzten Ringes D zu     vergrüf3ern     suchen.  



  Das in     Fig.    7 veranschaulichte zweite  Ausführungsbeispiel der Erfindung bezieht  sich auf die Herstellung von Blechböden mit       hinerer    zylindrischer Mantelfläche des um  gebördelten äusseren Randes, und zwar ist die  bei diesem Ausführungsbeispiele gewählte  Form der     Presswerkzeuge    in erster Linie für  solche Pressen geeignet, die einen unveränder  lichen Arbeitshub besitzen, wie z. B. Kurbel  und     Exzenterpressen.    Der zur Anlage an den  umgebördelten Rand bestimmte Teil des  Stempels besteht hierbei aus einem starren  zylindrischen Ringe G. Das     Gesenk    wird  durch einen starren Ring     F1    gebildet, dessen  Innenfläche kegelförmig gestaltet ist.

   Jede  Mantelfläche dieser kegelförmigen Innenfläche  ist gegen die Längsachse der Presse unter  einem     Winkel    geneigt, der gleich dem     Winkel     ist, den die in gleicher     Achsialebene    liegenden  Mantellinien der äusseren und der inneren  Mantelfläche des umgebördelten Randes nach  dem Pressen infolge der nach dem freien  Ende des umgebördelten Randes hin erfolgten  Vergrösserung der Wandstärke miteinander  einschliessen. Im Verlaufe des     Pressvorganges     kann sich daher der     Werkstoff    bei der Ver  grösserung der     Wandstärke    des     umgebürdelten     Randes in radialer Richtung frei ausbreiten.

        Am Ende des Niederganges des Stempels       gelangt    der     umgebördelte    äussere Rand des  Werkstückes     K    mit seinen beiden Mantel  flächen gleichzeitig zur Anlage an beide     Press-          werkzeuge    0 und H, so dass die innere  Mantelfläche des umgebündelten Randes zylin  drische Gestalt erhält.  



  Das in     Fig.8    schematisch     veranschaulichte     dritte Ausführungsbeispiel der Erfindung be  zieht sich ebenfalls auf eine Presse zur Her  stellung von Blechböden, bei denen die     innere     Mantelfläche des     umgebördelten    äusseren  Randes zylindrische Gestalt erhalten soll.

    Der zur Anlage an den umgebördelten Rand  bestimmte Teil des Stempels besteht hierbei       aus    einem starren Ringe X und das     Gesenk     aus einem schräg geschlitzten stählernen  Ringe 1, dessen Trennungsflächen n' und       W.=    im unbelasteten Zustande des Ringes       aneinanderliegen.    Die Wirkungsweise unter  scheidet sich von der des ersten, in     Fig.    4  bis 6 dargestellten     Ausführungsbeispieles    der       Presswerkzeuge    nur dadurch,

   dass der ge  schlitzte     Gesenkring    1 durch den beim     Press-          vorgange    sich in radialer Richtung ausbrei  tenden Werkstoff     auseinandergebogen    wird  und bedarf daher keiner weiteren Er  läuterung. Auch bei dem vorliegenden Aus  führungsbeispiele der Pressewerkzeuge können  zur Vergrösserung der Federkraft des ge  schlitzten Ringes<B>N</B> besondere Hilfsfedern  vorgesehen werden.

Claims (1)

  1. PATE\TA\SPRUGH: Presse zur. Herstellung voll Blechböden mit einem umgebördelten äusseren Rande, dessen eine Mantelfläche im Achsialschnitt geradlinig verläuft, dadurch gekennzeichnet, dass die am Ende des Pressvorganges all dem umgebördelten Rand anliegenden, dessen geradlinig verlaufender Mantelfläche ent sprechend gestalteten Teile der die I:
    m- bördelung bewirkenden Presswerkzeuge so ausgebildet sind, dass die Stärke des zwischen diesen Teilen der Presswerkzeuge befindlichen Spaltes derart veränderlich ist. dass sich der Werkstoff des umgebördelten Randes nach der einen Seite hin ausbreiten kann. UNTERANSPRÜCHE 1. Presse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet. dass der zur Anlage an den umgebördelten Rand bestimmte Teil des einen Presswerkzeuges durch einen federn den, geschlitzten Ring gebildet wird. 2.
    Presse nach Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Verstärkung der Federkraft des geschlitzten Ringes be sondere Hilfsfedern vorgesehen sind. 3. Presse nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass von den zur Anlage an den umzubördelnden Rand bestimmten Teilen der Prehwerkzeuge der eine eine zylindrische und der andere eine kegel förmige Mantelfläche hat.
CH90354D 1919-01-13 1920-09-17 Presse zur Herstellung von Blechböden mit umgebördeltem äusseren Rande. CH90354A (de)

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