CH90549A - Schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen. - Google Patents

Schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen.

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CH90549A
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Roeder Dr Karl
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  schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen.    Ini Turbinenbau sind Schnellsehilussventile,  die zugleiehi als Anlassventile dienen, bekannt  geworden, bei denen das Ventil durch den  von der Ölpuiiripe erzeugten Öldrucle entgegen  der Kraft einer Feder offen gehalten wird,  so dla ss, wenn durch das Öffnen ein es klei neli  Ventils in der Öldruckleitung voll Hand oder  durch den Sicherheitsregler der Öldruck be  seitigt wird, das Schnriellselilussvenitil ge  schlossen wird.

   Nachdem die Turbine auf  diese Weise     ausgesrhaltet    worden ist, besteht,  die Gefahr,     dass    bei Schliessen des kleinen  Ventils in der Öldruckleitung das     Anlass-          und    Schnellschlussventil sehr rasch wieder  geöffnet wird, wodurch Betriebsstörungen  verursacht werden können. Zur Vermeidumg  dieses Übelstandes sind auch schon Vorrich  tungen ersonnen worden, die ilber vielteilig  und wenig zuverlässig sind.  



  Die vorliegende Erfindung l8st die Auf  gabe auf einfache Weise durch eine derartige  Ausbildung der Schnellschlussvorrichtung,  dass bei einem infolge Ölabilusses erfolgenden  Niedergang des Ventils im Zusammenwirken  desselben mit einer Anfahrvorrielltung min-    destens eine Hilfsabflussöffnung für das un  ter dein Kolben befindliche Öl frei wird, die  eine Wiederlierstellung des Öldrueltes unter  dem Kolben, also eine Öffnung des Ventils  erst ermöglicht, wenn nach einem weiteren  Zusammenwirken des Ventils und der     An-          fabrvorrielltuiig    die Hilfsabflussöffnung ge  schlossen ist.  



  Die Zeichnung veranschaulicht den     Er-          fiadungsgegenstand    in einem     Akusführungs-          beispiel.     



  Der auf     d.er    Spindel des     Ventlis    a be  festigte     Koll)ei-.i   <B>b</B> wird     auf    der einen Seite  voll der Feder<B>e,</B> auf der andern' Seite durch,  das bei<B>d</B> eintretende     Druchöl    gedrückt,  Durch die eine     Schraubenspitdel    e     -und    eine  Kappe i aufweisende     Anfahrvorrichtung     kann der Kolben- und damit auch das Ventil  gegen -den Öldruck in jeder beliebigen     Siel--          lung    gehalten -werden;

   Die Kappe i ver  schliesst Öffnungen     g,    durch welche der  Druckraum unter dem Kolben mit dem     Ab-          fluss    h     inVerbindung    stellt.  



  Wenn beim     Ahlassen    der Maschine die  Schraubenspindel e nebst Kappe i durch das      Handrad f zurückgedreht wird, liebt sich  durch den Öldruck der Kolben b und damit  auch das Ventil a. 'Wird durch einen Sicher  heitsregler oder von Hand in der bei d mün  denden Zuflussleitung ein Abilussventil ge  öffnet, so wird der Kolben b durch den Druck  der Feder c nach unten bewegt, bis das Ven  til a geschlossen ist. Die Schlussbewegung des  Kolbens<B>b,</B> die bei den bekannten Bauarten  nur langsam vor sich gellt, da die unter dem  Kolben befindliche Ölmenge durch die meist  lange Leitung d verdrängt werden muss, er  folgt hier sehr rasch und zuverlässig, da zu  der vorhandenen Öffnung in der Leitung d  sofort die ferneren Öffnungen<B>g</B> treten, durch  die das Öl austreten kann.

   Ist das Ventil a  nun einmal geschlossen, so ist ein plötzliches  Öffnen desselben unmöglich. Wird zum Bei  spiel das in der Öldrtichleitung befindliche  Ventil wieder geschlossen, so kalin das Aus  lassventil sieh doch nichlt öffnen, da das Öl  durch die Öffnungen g entweichen kann. Erst  wenn die Spindel e durch das Handrad f  so weit nach unten verschraubt worden ist,  dass die Öffnungen g durch die Kappe i ge  schlossen sind, kann ein langsames Öffnen,  also ein neues Anlassen der Maschine durch  clie Schraubenspilndel e erfolgen.  



  Ausser ihrer Einfachheit und Zuverlässig  keit kann die neue Vorrichtung den Vorteil  aufweisen, dass die Maschine nicht     angelas-          sen    werden kann, bevor die Lager durch die  Hilfspumpe unter Öldruck gebracht sind;  auch kann das Anlassen der Maschine aus  dem kalten Zustand langsam erfolgen.  Ausserdem kann durch den Sicherheitsregler  Mich das durch Öldruck gesteuerte Regel  ventil geschlossen werden, so dass doppelte  Sicherheit gegdg übermässige Umlaufszalil    bestellt. Bei Zweidruckturbinen können  gleichzeitig die beiden Regelventile und die  beiden Anlassventile geschlossen werden.

   Bei  Anzapfturbinen kann ausser den     Frisehdampf-          organen    auch das Überströmventil vor dem  Niederdruckteil, sofern es durch Öldruck ge  steuert wird, durch den Siclierheitsregler ge  schlossen werden.  



  Die Feder über dem Kolben kann so aus  gebildet werden,     dass    bei Unterschreitung  eines gewissen Öldruckes, also bei Eintreten  einer Unregelmässigkeit in der Ölleitung, an  der Ölpumpe oder in deren Antrieb das     An-          lassvenltil    vollständig geschlossen wird, wo  durch auf Ölmangel zurückzuführende Un  fälle ausgeschaltet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen, bei welcher das zugleieh als An lassventil dienende Schnellschlussventil durch Druck des Öls a uf den Kolben einer Hilfs maschine geöffnet und im offenen Zustand gehalten wird, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem 'infolge Ölabflusses erfolgenden Niedergang des Ventils im Zusammenwirken desselben mit einer Anfahrvorrichtung min destens eine Hilfsabfluissöffnung für das un- ter dem kolbeh.beflüdliche <B>01</B> frei -wild, die eine Wiederherstellung des Oldruckes <B>-</B> unter dem Kolben, also* eine Offnungdes Ventils,
    erst-ermöglicht, -wenn nach- eiliem weiteren Zusammenwirken des Ventils und der An- fahrvorrielit-Ling -die Hil-f'sabfluss,öffnung ge- schLossen ist.-
CH90549D 1914-05-13 1920-07-10 Schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen. CH90549A (de)

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CH90549A true CH90549A (de) 1921-09-16

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CH90549D CH90549A (de) 1914-05-13 1920-07-10 Schnellschlussvorrichtung an Dampf- und Gasturbinen.

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