CH90716A - Verfahren zur Herstellung von Zellstoff und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zellstoff und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens.Info
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- D—TEXTILES; PAPER
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- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
- D21C1/00—Pretreatment of the finely-divided materials before digesting
- D21C1/06—Pretreatment of the finely-divided materials before digesting with alkaline reacting compounds
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Description
Verfahren zur Herstellung von Zellstoff und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. - Gegenstand der Erfindung ist ein Ver fahren zur Herstellung von halbwertigem Zellstoff aus Holz. Das Wesen der. Erfin dung beruht darauf, dass zu Stücken zer kleinertes Holz mit abgeklärter Schwarzlauge im Kocher ohne Dampfzusatz behandelt, darauf mit einer Mischung von frischer Natronlauge und abgeklärter Schwarzlauge unter Druck gekocht wird, wonach die Masse mit Wasser gewaschen, geschliffen und -sortiert wird.
Eine zur Ausführung , des Verfahrens geeignete Vorrichtung ist auf der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Fig. 1 ist ein Grundriss; und Fig. 2 eine Seitenansicht der Vorrichtung. Drei Kocher A sind auf einem Fundament in schräger Lage angeordnet. Oberhalb der Kocher befinden sich drei Mischgefässe M zur Aufbewahrung der Natronlauge. Diese sind mit Rührwerk versehen. Das für die Lösung der kaustischen Soda erforderliche Wasser wird durch ein Wasserleitungsrohr V mit Zweigrohren v jedem Mischgefäss M zu geführt. Damit die Wärme von Abdampf und Alkalireste in den Abgasen nicht verloren gehen, führt vom. Oberdeckel jedes Kochers A ein Rohr a zu jedem Mischgefäss M.
Von den Mischgefässen M führen Rohre in <I>zu</I> den Kochern zwecks Einfüllung frischer Lauge. B ist ein Behälter, in den die Schwarzlauge aus den'Kochern A durch Rohre a1 entleert- wird. K ist ein Becken, welches niedriger als der Behälter B liegt und zur Aufnähme der jederzeit vorhandenen, am Boden des Behälters B sieh ansammelnden Inkrusten dient; es steht mit dem Behälter B durch eine als Schleuse ausgebildete Wand k, die sich in Führungen heben und senken lässt, in Verbindung..
C ist ein Behälter, -der etwas höher als die Kocher A angeordnet ist. Er dient zum Sammeln geklärter Schwarzlauge und steht zu diesem Zwecke mit dem Behälter durch eine Rohrleitung b-e in Verbindung. In diese Leitung ist eine Zentrifugalpumpe P eingeschaltet. Von dem Behälter C führt eine Rohrleitung -cl zu, den Röhren, in, welche von den Mischgefässen M zu den. Kochern führen. D ist eine Dampfleitung, welche bei schrägliegenden- Kochern durch Leitungen d mit dem- Bodenteil und durch Leitungen -dl etwa mit der- Längsmitte jedes Kochers in Verbindung steht, um eine wirksame Dämpf- zufuhr zu erreichen.
Bei senkrechten Kochern erfolgt der Dampfeintritt in den Boden, der Kocher mittelst eines oder mehrerer Rohre.
ist . ein EFektrolyseur. für die Zersetzung von Kochsalz, welcher durch eine Leitung e; in die eine Zentrifugalpumpe p eingeschaltet ist, mit den Mischgefässen M in Verbindung steht.
Das Material, Fichten- oder Föhren-Scheiter von 10 bis 13 cm Durchmesser und von 60 cm Länge . werden längsweise durchgeschnitten, damit die Lauge in das Holz vollständig eindringen kann. Grössere Scheiter werden gespalten. D'te Seheiter werden zweckmässig in trockenem Zustande in die Kocher A ge- schafft, worauf abgeklärte Schwarzlauge in die Kocher aus dem Behälter C durch die Röhre' cl und m eingefüllt wird.
Wenn die Scheiter nach einer gewissen Zeit mit Schwarz lauge gesättigt sind, wird ein Teil der letz teren durch die Leitung dl entfernt. Durch das Rohr m wird frische Natronlauge von den Mischgefässen .M zugeführt. Alsdann wird der Dampf durch die Rohre d und dl in die Kocher eingelassen. Das Dampfkochen findet während 6 bis 8 Stunden statt unter einem Druck von 4-9 Atmosphären wobei die Dauer je nach der ursprünglichen Trockenheit der Scheiter und der Beschaffenheit des Hol zes -wechselt. Nachdem das Kochen beendet ist, wird der Dampf abgesperrt, worauf der Kocher etwa eine Stünde unter Druck stehen bleibt.
Hierauf wird die Leitung a1 zur Ent- 4'ernung der -Schwarzlauge in den Behälter I3 geöffnet.: Nach dem Ablassen der Lauge aus den Kochern werden die Scheiter mit einem kräftigen Wasserstrahl gewaschen durch die Stützen z aus den Kochern entfernt und als dann nach der Schleiferei geschaffen, wo sie geschliffen und sortiert werden.
Die Kocher werden jetzt mit neuen Schei tern und mit Schwarzlauge von dem Behälter C gefüllt.. .Für. das jedesmalige Kochen wird von dieser Schwarzlauge gezapft, wobei die selbe mit -neuer Lauge aus den Mischgefässen JU-aufgefrischt wird. Diese Auffrischung kann auch, wenn es gewünscht wird, in den Misch gefässen erfolgen. Bei dem ersten Einsatz., bevor man noch etwas Schwarzlauge be kommen hat, wird-die Lauge von den Misch gefässen IVI etwas stärker als. bei den nachfol genden Kochprozessen gehalten.
Das Verhältnis zwischen der Schwarzlauge und frischen Lauge dürfte ungefähr konstant gehalten werden. Die gesamte Menge für -jedes Kochen ist so gross, dass der Kocher.- ungefähr gefüllt wird. Der erste Einsatz hat. eine Dichte von - ungefähr 8 B6, der nachfolgende Einsatz von frischer Natronlauge ungefähr 7 B6 und die Mischung ungefähr $ B6. Die kaustische Soda, vorzugsweise von Electrolyseuren für Zersetzung von Kochsalz herrührend,
hat am vorteilhaftesten Ungefähr eine- Dichte von 15 B6. Diese -Lauge wird in . den Misch-. gefässen H'mittelst Abdampf von den-Köchern- und durch Zusatz von Wasser =und Schwarz lauge bis .7 Be verdünnt.
__ Bei der praktischen Ausführung des Ver fahrens richtet man sich zwecknpässig- so ein, dass während des Rochens in einem oder mehreren Kochern die i ntleerung von und Holzscheitern aus andern.Kochern vorgenommen wird, während in einem dritten Satz von Kochern das Einbringen von Stücken und Schwarzlauge erfolgt, so dass man mit wenig Personal einen kontinuierlichen Betrieb erreichen kann.
Die hierdurch erhaltene Masse wird in. den Papierfabriken zur Herstellung gewisser Papiersorten. benutzt: Dieser halbwertige Zell stoff kann anstatt einer Mischung von Cellu-- lose und mechanischem Holzschliff verwendet werden. -
Claims (1)
- - PATENTANSPRÜCII: Verfahren zur Herstellung von Zellstoff- aus Holz, dadurch gekennzeichnet, dass zu Stücken zerkleinertes Holz mit abgeklärter Schwarzlauge im Kocher ohne Dampfzusatz behandelt, darauf mit einer Mischung von frischer Natronlauge und abgeklärter Schwarz lauge unter Druck gekocht wird, wonach die 1U' asse mit Wasser gewaschen, geschliffen 'und sortiert wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH90716T | 1920-06-29 |
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| CH90716A true CH90716A (de) | 1921-09-16 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH90716D CH90716A (de) | 1920-06-29 | 1920-06-29 | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff und Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens. |
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| CH (1) | CH90716A (de) |
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1920
- 1920-06-29 CH CH90716D patent/CH90716A/de unknown
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