Lager für Ruder. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Lager für Ruder, das insbesondere für Stehruder mit Vorteil verwendet wird, zum Zwecke, die Abnutzung der Ruderschäfte klein zu halten.
In der beiliegenden Zeichnung sind Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt die Anbringung von Steh ruderlagern an einem Boot, das eine Lager in Arbeitsstellung, das andere mit umge klapptem Bügel; Fig. 2 und 3 stellen das Stehruderlager von zwei verschiedenen Seiten dar; Fig. 4 zeigt dasselbe mit umgeklapptem Bügel; Fig. 5 zeigt die Anbringung von Sitz ruderlagern an einem Boot, das eine Lager (wie bei Fig. 1) in Arbeitsstellung, das an dere mit umgeklapptem Bügel; Fig. 6 und 7 stellen das Sitzruderlager von zwei verschiedenen Seiten dar; Fig. 8 zeigt dasselbe mit umgeklapptem Bügel; Fig. 9 zeigt die Anbringung von Sitz raderlagern mit nicht umklappbaren Bügeln, das eine in Arbeitstellung, das andere in der Rubelage mit im Wasser an der Längs seite des Bootes liegendem Ruder; Fig. 10 und 11 stellen ein solches Sitz ruderlager mnit nicht umklappbaren Bügeln von zwei Seiten dar, teilweise im Schnitt;
Fig. 12 ist dasselbe im Grundriss.
An einem Halter, der zwei Zungen 1 und 2 aufweist, die mit Bohrungen 3 ver sehen sind, ist zwischen einem Gabelteil 4 des Halters ein Gelenkstuck 5 mittelst eines abgebogenen Lappens 6 und einer Schraube gelenkig, schwenkbar nach Pfeil I, ge lagert. Das freie Ende des Lappens 6 des Gelenkstückes 5 weist eine abgeschrägte Fläche 8 auf, die während dem Rudern gegen eine ihr entsprechende Ebene 9 des Gabel teiles zu liegen kommt; das Gelenkstück 5 weist neben einem Zapfen 10 noch einen Tel ler 11 auf. Über den Zapfen 10, der eine Ringnute 12 aufweist, wird ein Bügel 13 ge steckt, der zur Aufnahme eines der Ruder dient. Um die so gebildete Lagerung vor Fremdkörpern zu schützen, ist am Bügel 13 ein zylindrischer Mantel 4 angedreht, der über den Umfang des Tellers 11 greift, wo- durch die Lagerung gut abgeschlossen ist.
Um ein Abspringen des Bügels vom Zapfen 10 zu verhindern, wird in denselben ein Stift, 15 getrieben, der in die Nute 12 zu liegen kommt.
Die Konstruktion nach Fig. 1, 2, 3 und 4 wird insbesondere für Stehruderboote ver wendet. Der Halter wird mittelst der Zun gen 1 und 2, die je nach der Wandung des Bootes eines grösseren resp. kleineren Ab stand zueinander aufweisen, mit dem Schiffs körper 16 nach Fig. 1 und 5 verschraubt. Während dem Rudern verbleibt das Gelenk stück 5 in der nach Fig. 3 gezeichneten Lage, d. h., die beiden Flächen 8 und 9 kommen aufeinander zu liegen. Bleiben die Ruder für kurze Keit unbenutzt, so dreht sich der Bitgel 13 um den Zapfen 10 unm zirka 90 , wodurch das Ruder, in demselben hängend, ruhig an der Längsseite des Bootes im Wasser schwimmt, wie linke Seite von Fig. 9 zeigt.
Werden die Ruder längere Zeit in den Ruhestand versetzt, so werden die Bü gel 13 in die Stellung von Fig. 4 geschwenkt, wodurch die Ruder in das Boot nach linker Seite von Fig. 1 und 5 zu liegen kommen. Durch diese Vorrichtung wird, ein unnützes Aneinanderreiben der Ruder mit dem Schiffs körper vermieden, wodurch eine bedeutend längere Lebensdauer beider Teile erzielt wird. Da die Stehruder in Arbeitsstellung einen grösseren Winkel zum Wasserspiegel einnehmen als die Sitzruder, so muss der Bü gel 13 die in Fig. 3 gezeichnete Schräglage (nicht wie Fig. 7) inne haben, und dies wird durch die Biegung des bereits erwähnten Lappens 6 erreicht.
Ferner ist nach den Fig. 5, 6, 7 und 8 ein Sitzruderlager mit ebenfalls umklapp barem Bügel vorgesehen, das nicht wesent lich von der bereits beschriebenen Konstruk tion abweicht. Der Lappen 6 bekommt, wie Fig. 7 und 8 zeigen, eine gerade Form, da die Sitzruder einen kleinen Winkel zum Was serspiegel bilden, in der Arbeitsstellung. Ferner weist der Halter einen Ansatz 17 auf, auf den der Lappen 6 bei umgeklapptem Bügel nach Fig. 8 zu liegen kommt.
Die in den Fig. 9, 10, 11 und 12 gezeigte Ausführungsform für Sitzruder ist wesent lich einfacher als die im vorangehenden Ab schnitt beschriebene. Der Halter wird statt mit zwei Zungen nur mit einer Zunge 18, die aber bedeutend breiter sein kann, ausgeführt. Der Einfachheit halber wird das Gelenkstück 5 beiseite gelassen, hierdurch wird der Bü gel 13 direkt auf dem Halter drehbar, aber nicht schwenkbar montiert.
Die Lagerung des Bügels selbst bleibt bei allen drei Ausführungsformen die glei che. Der Bügel wird aus Rohguss hergestellt und sauber poliert, so dass der mit Leder gepolsterte Ruderschaft eine gute, glatte Lagerung findet.