CH91573A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hornartiger fester Körper aus mehlförmigen eiweisshaltigen Rohstoffen mit Wasser. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hornartiger fester Körper aus mehlförmigen eiweisshaltigen Rohstoffen mit Wasser.

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CH91573A
CH91573A CH91573DA CH91573A CH 91573 A CH91573 A CH 91573A CH 91573D A CH91573D A CH 91573DA CH 91573 A CH91573 A CH 91573A
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A-G Akalit Kunsthornwerke
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Akalit Kunsthornwerke A G
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hornartiger fester Körper ans     nielilförinIgen          #        eiweisshaltIgen    Rohstoffen     Init    Wasser.         Den    Gegenstand der Erfindung bildet     ein     Verfahren und eine Vorrichtung zur Her  stellung hornartiger fester Körper, besonders  durchsichtiger oder klar     din-clischeinender     Körper ans mehlförmigen eiweisshaltigen     lioli-          stoffen,    die, mit nur so wenig Wasser     be-          feuelitet    werden, dar) sie mehlförmig bleiben.

    Das Neue des Verfahrens besteht darin,     dass'     der Rohstoff in, feinster Mehlform mit dein  Wasser, zum Beispiel in Nebel- oder Dampf  form, zusammengebracht, letzteres durch sorg  fältige     Durchmischung    in die Masse innig  verteilt und die Mischung ohne Zusatz       .von.Härtungsmitteln    unter Vermeidung des  Zwischenzustandes einer plastischen Masse in  der Wärme durch Pressung zu Formstücken  geformt wird.  



  Die nach dem neuen     Verfabren        berge-          stellten    Körper können in beliebiger bekannter  Art nachträglich gehärtet werden.  



  Die Anwendung des Rohstoffes in feinster  Mehlform ist von grosser Wichtigkeit, da es  sich herausgestellt hat,     dass    bei Verwendung         #o*KIeren        Melits    keine     bratiehbaren    Resultate       I     zu erzielen sind.  



       Von        gi-of.)er    Bedeutung     ]Ist    ferner die äusserst  innige Verteilung des Wassers in der     31asse.     Wird diese Verteilung nicht sehr sorgfältig       vorgenoininen,    so     ist    gleichfalls das erzielte  Produkt unbrauchbar.  



  Die     Durchinischung    des     Rolistoffes    in fein  ster     MejAform    mit dem Wasser     ivird        zweck-          inäGigerweise        mittelst        DurchwirbeIns    und  gleichzeitigen scharfen     Anblasens    des Roh  stoffes mit dein Wasser     in        feinstverteiltern     Zustande,     zum    Beispiel mit fein vernebeltem  Wasser oder mit Dampf bewirkt.

   Zur     Vep-          nebehing    des zur -Mischung     mit    dem Rohstoff  dienenden Wassers kann man Dampf,     ge-          presstes    Gas oder beides     gleiehzeitig    benutzen.

    Jedes einzelne     Partikelehen    des     Rohgtoffe.g     wird hierbei     in        loseni    Zustande von dein     feinst     verteilten Wasser in kräftigem Stoss getroffen,  so     daf.')    auch bei     verhültnismässig,    niedriger       Teinperatur    sehr wenig Feuchtigkeit für die       äufkrst    innige Verteilung und     sorgf.-ältige          Durchmischung    ausreicht.

   Versuche haben      schon mit einem durch feuchtes Anblasen  bewirkten     WaSSet'ZLIS'lttZ    Voll weniger als 20     0/0     tadellose Resultate ergeben. Bei     scharfein     Anblasen und     Durchwirbeln    kann     inan    schon       mitt    knapp     1.5   <B>" o</B> auskommen.

       Selbstverständ-          lieh        wird.   <B>,</B>     je        weniger        Feuchtigkeit        ZD        verwendet     wird, auch     umso    weniger Überschüssige     Fetich-          tio,

  keit    nachträglich entfernt werden müssen  <B>b</B>       und        umso        gerin--er    kann daher die Zeit für       I   <B><I>b</I></B>  das Trocknen der durch Pressung erhaltenen       Formstücke        sein.        Auch        wird,        #        je        kleiner        die     Menge     del-    verwendeten Feuchtigkeit ist., die  Gefahr     umso    geringer seil),

       dass    beim Trocknen  die Formstücke     Forin    und Aussehen durch  Schrumpfung verändern.  



  Es ist manchmal vorteilhaft, die -,Masse  erst einige Zeit nach der     Anfeuelltung    mit  Wasser durch Pressung zu     Fornistückeu    zu  formen.     Züi    dein Zweck kann man den     inehl-          förmigen        eiweiflhaltigen    Rohstoff mit Wasser  sorgfältig bei niedriger Temperatur oder nie  drigem Druck oder bei gleichzeitigem Vor  handensein dieser beiden Bedingungen innig  durchmischen.<B>so</B> dar) ein     la-erungsfälli-es     Zwischenprodukt entstellt, das dann später  durch Pressen unter hohem     Druch:    in der       Wilrine    in Formstücke von der gewünschten  Beschaffenheit' übergeführt wird.

    



  findet das Zusammen  bringen des     mehlförmigen        eiweissbaltigen    Roh  stoffes in feinster     Melilform    mit dein Wasser  und die     Durchmischumr    in einem Behälter  <B>s</B>     att,    in dessen     unterein    Teil der     Rolistoff     durcheinander gerührt wird     und    in dessen  oberem Teil das Wasser in feinstverteiltem  Zustand eingeblasen wird, wobei in diesem  oberen Teil des Behälters fortlaufend jeweils  ein kleiner Teil des Rohstoffes aufgewirbelt  wird.

       Vorteilhafterweise    wird voll dein durch  einander     gertIliften    Rohstoff jeweils die obere  Schicht fortlaufend     weggescharrt,        lioe.ligewor-          fett    und in dein oberen Raum des Behälters       durehwirbelt.     



  Da     zur    Anfeuchtung des     inehlförmigen     eiweisshaltigen Rohstoffes gewöhnliches Wasser  benutzt werden kann und die Masse keiner  lei chemische oder sonstige Zusätze zu er  halten braucht, wird das Verfahren sehr billig.    Zusätze wie     Amnioniak,    gasabspaltende Salze,  z.

   B.     doppelkohlexisaures    Natron     usw.,        vvelche     eine     Auftreibun    der einzelnen     eiweif)haltigen     <B>9</B>     11          mehlförnligen        Partikelchen    der     Rohnlasse    her  beiführen. sind aber nicht     ausceschlosserl.     Ebenso ist ein Zusatz voll<B>Füll-</B> oder Färbe  mitteln möglich.  



  Dadurch,     dass    die Verarbeitung     zum    End  produkt ohne Materialverlust     durch,-uführt     werdet) kann, ist es möglich,     da3    Verfahren  billig auszuüben. Wird einer     zur    Herstellung  von Kunsthorn dienenden -Masse während     d--i-          Verarbeitung        ein        Hürteinittel        zugesutzt.    so  <B>h</B>  sind die     -Massereste        und        Pressabfälle    fast  vollständig wertlos,

   hingegen kann bei dein  Verfahren     gelnäss   <B>E</B>     rfindung    alles wieder ohne  Verlust     mitverwendet    werden, da     ##s    ja die  ursprüngliche Beschaffenheit     unverAndert        bt#i-          behält.     



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel einer Vorrichtung zur Ausführung  eines Teiles des Verfahrens gemäss     Ei,fiii(Itiii".          schetnati,sch    dargestellt.  



  In einem     Misehkasten   <B>i</B> sind     Ini    untern  Teil     Schneeken   <B>b</B> gelagert, um dun     welil-          förmigen    eiweisshaltigen Rohstoff<B>C</B>     l#räftjo.     durcheinander zu bewegen und eitle stets  wechselnde Schicht nach oben     züi    bringen.  Auf     derZeichnung    ist     nureinedieserSchnueL:ten     ganz sichtbar. Die Oberfläche des mehlförmigen  Rohstoffes<B>c</B> wird durch einen     Scharrer   <B>(1</B> be  strichen, dessen Höhenlage durch eilte Spindel  e verstellbar ist.

   Mit dem     Scharrer    drehen  sich oberhalb desselben angeordnete Wirbel  flügel<B>f,</B> zur feinen Verteilung der von dein       Scharrer   <B>d</B> jeweils     hochgeworfenen    Menge       mehlförn)igen    Rohstoffs, in     clein    obern Raum  des Kastens a. In diesen Raum münden       Einspritzdüsell        q,    welche das zuzumischende       )Yasser    mit hoher Geschwindigkeit im Zu  stande feinster Verteilung einspritzen.     Die          Unilaufgeschwindigkeit    und     Unilaufriehtung     der Spindel e kann regelbar sein.  



  Um einen besonders feinen     Niebel    zu<B>er-</B>  zielen, ist vor<B>jede</B> Düse<B>g</B> ein     Vernebler    h  vorgeschaltet, welcher ähnlich wie die<B>be-</B>  kannten     Inhalationsapparatte        ist.     Das in dein     Vernebler        entlialtenu    wird           dureh    aus einem Behälter i     inittelst        eitius          (rübl        ises   <B>k</B> zugeführten Dampf fein vernebelt.

    <I>der -Nebel</I> wird durch     quergerielitete    Düsen     jo     ferner     durchwirbelt    und, gegen die Wand. des       Verneblergefässes    geschleudert, uni dann durch  die Düse     q    auszuströmen.  



  Der     zur    Verneblung benutzte Dampf kann  gleichzeitig auch zur Regelung der     Arbeits-          teinperatur        iiii    Mischkasten benutzt werden.  Wird statt des Dampfes oder neben dem  Dampf gepresstes Gas, zum Beispiel     Press-          luft    oder dergleichen als     Kraftquelle   <B>für</B> die  Verneblung benutzt, so dient diese     Pressluft     als Mittel tun den Nebel zu kühlen und zu  verdünnen, sowie die     Geseliwindigkeit    der  Einführung des Nebels in den Mischkasten a  zu steigern.

   Bei Anwendung von Pressluft  neben Dampf     lässt    sieh leichter vermeiden,       dass    der     Feuchtigkeitsgehalt    und die Tempe  ratur des Nebels zu hoch werden, die Masse  in der Mischmaschine     vvi-kleistei-t    beziehungs  weise sich in plastischen Zustand verwandelt,  was nach     der    Erfindung gerade vermieden  werden soll.  



  Der Kasten a ist oben     init    einem     Deekel   <B>1</B>  ans Holz, Metall oder dergleichen versehen,  in welche Schaugläser in und Fenster<B>',</B> mit  Gaze oder Gewebe für das Entweichen der  Luft bespannt, eingesetzt sind. Die Poren  der Gaze beziehungsweise Leinwand sind so  fein,     dass    das Pulver nicht     init    hinausgetrieben  werden kann. Der Deckel kann auch ganz  aus     Uinwand    oder Gaze bestehen.

   Bei dein       Aublasen    handelt es sieh nur uni relativ ge  ringen Druck.     Ein        Ueberschuss    von Feuchtig  keit     lässt        init    Sicherheit vermeiden, so       dass    zu seiner Abführung auch keine     beson-          dern    Vorkehrungen erforderlich sind.  



  Die, aus dein Mischkasten kommende     3ii-          schun,.    von     mehlförmigem        eiweit,'#lialtigeiii    Roh  stoff und Wasser wird in geheizten Pressen,  zum Beispiel hydraulischen Pressen zu Form  stücken gepresst. Kostspielige geheizte     Hoch-          di-tick-Kiietiii.t"ie.Iiiiieii    sind hier nicht not  wendig.  



  Die in dem Mischkasten und. der Presse  zu verwendenden Temperaturen und Drucke  können     in        welten    Grenzen variieren. So     hat       beispielshalber bei Herstellung<B>voll</B> Platten  von     40> < 40        em        Grössle   <B>und 1-8</B>     inm        Dicli:

  e     für     die    Bildung des oben erwähnten Vorpro  duktes eine Temperatur von     30--40')   <B>C.</B> und  ein Druck von<B>60</B>     l#g        pro        kg/en,2    gute Resultate  gezeitigt,     w-ährend.    bei Herstellung des fertigen  Produktes eine Temperatur von     70-801'   <B>C.</B>  und ein     Druch:    von<B>180-850</B>     ]#g        pro        IZg,,'CM2          esieli    bewährt hat.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> I: Verfahren zur Herstellung hornartiger fester Körper, besonders durchsichtiger oder klar durchscheinender Körper an" inehlförmigen eiweil,')haltigeit Rohstoffen, die mit nur so wenig Wasser befeuchtet werden, dass sie inelilförinig bleiben, dadurch gekennzeichnet, dass der Rolistoff in feinster Mehlforni init dein Wasserzusammengebracht,
    letzteres durch sorgfältige Durchniischung in die Masse äuf)erst innig verteilt und, die -Mischung ohne Zusatz von Härtungsmittelii unter Vermeidung des Zwisehenzustandes einer plastischen Masse in der W.ärine durch Pressung zu Formstücken geformt wird.
    UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Verfahren nach Pateutanspriieh <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Durchmischung des inehlförinigen eiweiss)haltigen Rolistoffes in feinster Mehlforin init dem Wasser Inittelst Durchwirbelns <B>und.</B> gleichzeitigen scharfen Atibl.t#,eiis des Itoligtoffes mit dem #Vasser in feinst verteiltem Zustand be wirkt wird.
    <B><U>9.</U></B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und Unter- ansprueli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass' zum Anblasen des Rohstoffes fein ver nebeltes Wasser verwendet wird. <B>3.</B> Verfahren nach Pateiltan.,zpi,uch I und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Vernebelun- des zur Mischung iiiit dein Rolistoff dienenden Wassers Dampf benutzt wird. <B>A.</B> Verfahren nach.
    Patentanspruch<B>1</B> und den <B>U '</B> nteranspräehen <B>1</B> und '-), dadurch gekenn zeichnet, dass zur Vernehelung des zur Mischung init, dein Rolistoff dienenden MI'assers gepressites (-Jas benutzt wird.
    Verfahren naeh Patentanspruch I und den Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch gekenn- 7eieliiiet, dass zur Vernebelung des, zur ischung mit dem Rohstoff dienenden i M' Wassers Dampf und. gleichzeitig ein ge- presstes Gas benutzt wird.
    <B>6.</B> Verfaliren nach Patentanspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Rohstoff mit Wasser derart bei schwächerer Einwirkung wenigstens einer der beiden Faktoren Druck und Wärme sorgfältig innig durehmischt wird, dass ein lagerungsfähigees Zwischen produkt C12tsteht, das dann später durch Pressen unter hohem Druck in der Wärme in Forinstücke von der gewünschten Be- sehaffenheit übergeführt wird.
    <B>7.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1 und</B> Unter anspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der melilförmige eiweisslialtige Rohstoff im untern Teil eines Behälters durcheinander gerührt wird, in dessen obern Teil das Wasser in feinst verteiltem Zustand. ein- geblasen wird, wobei in diesem obern Teil des Behälters fortlaufend jeweils ein kleiner Teil des Rohstoffes aufgewirbelt wird.
    <B>8.</B> Verfahren nach Patentanspruch<B>1</B> und, den Unteransprüchen<B>1</B> und<B>7,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass von dem durcheinander ge rührten Rohstoff jeweils die obere Sehicht fortjaUfend weggescharrt, hoehgeworfen und in dem obern Rauin des Behälters durch- wirbelt wird.
    PATENTAi,4'SPRUCII II: VorriehtungzurAusführungdesVerfahrens Dach Patentansprueh <B>1.</B> dadurch gf-keiinzei- eIniet, dass ein Teil derselben durch einen Behälter gebildet ist, in dessen unterem Teil ein Rührwerk und darüber Wirbelungsmittel für den inehMirmigen eiweisshaltigen Rohstoff und. wenigstens eine Sprühdrise für das zur Mischung init dem Robstoff dienende Wasser vorgesehen sind.
    IJNTERANSPRüCIIE. <B>9.</B> Vorrichtung nach Patentansprueb, II, da durch gekennzeichnet, dass die Sprühdüse an einen Vernebler angeschlossen ist. <B>10.</B> Vorrichtung nach Patentanspruch<B>11,</B> da- durchgekennzeiehnet, dassdasWirbelungs- mittel durch einen Scharrer gebildet ist.
    <B>11.</B> Vorrichtung naeli Patentanspruch<B>11</B> und dem Unteratispruch- <B>10,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass der Scbarrer in seiner Höhen lage einstellbar ist.
    12. Vorrichtuno, nach Patentanspi-tieb. II und dem Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass der Vernebler ausser Ver- nebelungsdüsen eine<B>b".</B> ondere, gegen die Wand des Verneblers gerichtete Düse besitzt, um das vernebelte Wasser, bevor es der Sprühdüse zugeführt wird, noch gegen diese Wand zu sehleudern und. dadurch einer Durehwirbelung zu unter ziehen.
CH91573D 1915-11-24 1917-09-06 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung hornartiger fester Körper aus mehlförmigen eiweisshaltigen Rohstoffen mit Wasser. CH91573A (de)

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