CH92771A - Rolle für Rollenlager, sowie Verfahren zur Herstellung derselben. - Google Patents

Rolle für Rollenlager, sowie Verfahren zur Herstellung derselben.

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CH92771A
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Kullagerfabriken Aktie Svenska
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Skf Svenska Kullagerfab Ab
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  Rolle für Rollenlager, sowie Verfahren zur Herstellung derselben.    Gegenstand der Erfindung ist eine Rolle  für Rollenlager, die widerstandsfähiger und  haltbarer als die bis jetzt bekannten Lager  rollen ist, sowie ein Verfahren zur Herstel  lung solcher Rollen.  



  Die vorliegende Rolle zeichnet sich da  durch aus, dass die Fasern des Metalles der  Rolle schraubenförmig verlaufen.  



  Es ist eine bekannte Tatsache, dass das  Material einer geschmiedeten, gewalzten oder  gezogenen Stahlstange anisotropisch ist, das  heisst, verschiedene Eigenschaften in der  Längs- und Querrichtung aufweist. Dies  wird für gewöhnlich dem Umstand zuge  schrieben, dass das Material in der Längsrich  tung der Stange verläuft, und zwar zufolge  der Behandlung, welche dasselbe beim  Schmieden, Walzen oder Ziehen erfährt. In  derart behandeltem Material sind längslau  fende Einmengungen, sowie Zonen wechseln  der Zusammensetzung, sogenannte Fasern,  vorhanden. Diese Fasern können durch  die bekannten Wärmebehandlungsverfahren  nicht beseitigt werden. Sie bedeuten Schwä-    chungsstellen der Stange, welche in dem  aus der Stange hergestellten Erzeugnis vor  handen sind.  



  Zur Herstellung von Rollen für Rollenlager  ist es allgemein gebräuchlich, Stangen oder  Draht als Ausgangsmaterial für die Rollen zu  verwenden. Der Einfachheit wegen wird  hier in der Folge das Wort "Stange" als all  gemeine Bezeichnung des Rollenwerkstückes  benutzt.  



  Die Stange wird in die für die Herstellung  der Rollen geeigneten Längsstücke zer  schnitten; die so erhaltenen Stücke werden  einer Wärmebehandlung unterzogen, ge  schliffen und poliert. Die Achse der fertigen  Rolle fällt wenigstens annähernd mit der  Achse der Stange zusammen, und das in oder  in der Nähe der Oberfläche der fertigen Rolle  befindliche Material ist dasselbe, welches in  oder in der Nähe der Oberfläche der Stange  lag. Das fertige Erzeugnis weist demnach  die oben angegebenen, längslaufenden  Schwächungsstellen auf. In Rollenlagern  wird die Belastung der Rolle längs der Er-      zeugenden verteilt, und hieraus folgt, dass die  grössten Beanspruchungen längs derselben  Linien wie die Schwächungen zusammenge  drängt sind.

   Hierauf dürfte die Tatsache zu  rückzuführen sein, dass Rollen für solche La  ger häufig nach längslaufenden Ebenen ber  sten, die von der Oberfläche aus gegen die  Achse gerichtet sind; dies ist sowohl im Be  trieb, als auch bei andauernden Laborato  riumsversuchen festgestellt worden.  



  Zur Behebung dieses Nachteiles wird ge  mäss vorliegendem Verfahren die das Ma  terial für herzustellende Rollen liegende  Stange um ihre eigene Achse verdreht, so dass  die Fasern des Metalles der Stange einen  schraubenförmigen Verlauf annehmen. Die  Grösse der Verdrehung der Stange hängt von  der Art des Materials ab, vom Grad der  Ebenheit der Oberfläche der Stange, vom  Durchmesser der Stange, vom Durchmesser  der fertigen Rollen (Reduktionsmass der  Stange), sowie vom Verwendungszweck der  fertigen Rollen. Die Verdrehung der Stange  kann in warmem Zustand derselben ausge  führt werden, zum Beispiel, wenn die Stange  aus dem Walzwerk kommt, oder nach vor  angegangener besonderer Erhitzung dersel  ben; die Verdrehung kann aber auch in kal  tem Zustand der Stange vorgenommen wer  den.  



  Die vorliegende Rolle, sowie ein Verfahren  zu ihrer Herstellung, ist auf beiliegender  Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel ver  anschaulicht.  



  Fig. 1 zeigt die Rolle in Seitenansicht;  Fig. 2 stellt eine verdrehte Stange dar,  von welcher die Rollen abzuschneiden sind;  Fig. 3 zeigt die Stange vor der Verdre  hung;  Fig. 4 ist eine Endansicht einer nach bis  herigem Verfahren hergestellten, geplatzten  Rolle.  



  Die genaue Gestalt der fertigen Rolle  hängt von der beabsichtigten Verwendung  derselben, sowie von der Gestalt der Lauf  ringe ab, mit welchen die Rolle zusammen  wirken soll. Der Einfachheit wegen ist in  Fig. 1 eine zylinderförmige Rolle 5 darge-    stellt. Die strichpunktierte Linie 6, die pa  rallel zur Achse der Rolle verläuft, stellt eine  gegebene Berührungslinie der Rolle mit den  Laufringen dar. Die punktierten Linien 7  deuten den Verlauf der Metallfasern an, ins  besondere an oder in der Nähe der Ober  fläche der fertigen Rolle. Diese Linien kreu  zen die genannte gegebene Berührungslinie.  In Fig. 4 bezeichnet 10 einen Riss einer Rolle  50, in der die Metallfasern im wesentlichen  parallel zur Achse verlaufen und in der die  Ebene des Risses eine radiale Richtung auf  weist.

   Bei einer Rolle gemäss vorliegender  Erfindung wird der Bildung eines derartigen  Risses infolge der vorgenommenen Verdre  hung der Materialfasern vorgebeugt.  



  Zur Herstellung der vorliegenden Rolle  wird zum Beispiel folgendermassen verfahren:  Als Ausgangsmaterial wird eine Stange 8  (Fig. 3) von derartiger Länge und Dicke be  nutzt, dass die durch Zerschneidung derselben  gewonnenen Rollen genügend Material auf  weisen, um einer zu ihrer Fertigstellung er  forderlichen Bearbeitung unterworfen wer  den zu können. In Fig. 3 bedeuten die punk  tierten Linien 9 Fasern der Stange. Dieselbe  wird dann um ihre Längsachse verdreht, was  bei geeigneter äusserer Temperatur, und zwar  in den meisten Fällen bei gewöhnlicher Luft  temperatur, vor sich gehen kann. Die Ver  drehung der Stange um ihre Achse hat zur  Folge, dass die Metallfasern einen schrauben  förmigen Verlauf annehmen, wie durch die  punktierten Linien 70 der Stange 80 in Fig. 2  angedeutet ist.

   Der Durchmesser dieser  Stange wird dann auf das richtige Mass her  abgesetzt, entweder vor oder nach Ausglü  hen der Stange. Die Stange wird nun gemäss  der Länge der herzustellenden Rollen in ent  sprechende Teilstücke in Form von Rollen  zerschnitten. Diese Rollen werden einer ih  rem Endzweck entsprechenden Behandlung  unterworfen, das heisst fertig bearbeitet, ge  härtet, angelassen, geschliffen und poliert.  Die so erzeugte, in     Fig.    1 dargestellte Rolle 5  besitzt eine feste, ununterbrochene Mantel  fläche, wobei die Metallfasern dieser Fläche  oder in der Nähe dieser Fläche schrauben-      förmig verlaufen, wie durch die Linien 7 an  gedeutet ist. Bei entsprechender Länge der  Rolle wird die gegebene Berührungslinie 6  mehrmals durch diese Schraubenlinien ge  kreuzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Rolle für Rollenlager, dadurch gekenn zeichnet, dass die Fasern des Metalles der Rolle schraubenförmig verlaufen. II. Verfahren zur Herstellung der Rolle nach Patentanspruch I, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Metallstange um ihre eigene Achse verdreht wird, so dass die Fasern des Metalles der Stange einen schraubenförmigen Verlauf annehmen, wo nach zur Bildung der Rollen entspre chende Stücke der Stange abgeschnitten und fertig bearbeitet werden.
CH92771D 1919-11-12 1920-11-05 Rolle für Rollenlager, sowie Verfahren zur Herstellung derselben. CH92771A (de)

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US92771XA 1919-11-12 1919-11-12

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CH92771D CH92771A (de) 1919-11-12 1920-11-05 Rolle für Rollenlager, sowie Verfahren zur Herstellung derselben.

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