Einrichtung zur Vertäuung von Luftfahrzeugen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Einrichtung zur Vertäuung von Luftfahrzeugen.
Es ist bekannt, sass, wenn ein Luftfahr zeug an einem Landungsplatz ankommt, be sonders wenn ein merklicher Wind herrscht. es ausserordentlich schwierig und gefährlich ist, das Luftfahrzeug so zu vertäuen, dass es gegen Beschädigung tunlichst geschützt ist. Das erforderte bisher die Dienste einer grossen Anzahl von Menschen und die Oberaufsicht eines erfahrenen Experten.
Die den Gegenstand der Erfindung bil- sende Einrichtung besitzt einen ortsfesten Stützpunkt und mindestens eine zu demsel ben konzentrische Bahn für ein Vertäuungs teil, welcher Mittel aufweist für die Befesti- gumg von Vertäuungsseilen eines Luftfahr zeuges und gegen aufwärts gericbtete Bewe gung gehalten wird.
Auf der Zeichnung sind drei Ausfüh lungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 1 ist eine Seitenanaicht eines dersel ben mit vertäutem Luftschiff: Fig. 2 ist eine Draufsicht hierzu; Fig. 3 zeigt in grösserem Massstab den Vertäuungsteil.
Fig. 4 eine Oberansicht davon, Fig. 5 ein Detail; Fig. 6 ist eine Seitenansicht eines Teils einer zweiten Ausführungsform, und Fig. i eine Draufsicht desselben; Fig B. 9 und 10 zeigen Details hierzu; Fig. 11, 12, 13, 14 und 15 veranschau lichen eine dritte Verkörperung der Erfin dung.
Gemäss den Fig. 1 bis 4 ist in oder nahe dem Zentrum eines passenden offenen Rau mes, welcher der Länge des zu vertäuenden Luftschiffes angemessen ist, eine stationäre Vorrichtung 11 vorgesehen, die zum Beispiel aus einem Betonpfeiler oder dergleichen be steht und in der Erde geniigencl befestigt ist, Auf dem obern Teil des Pfeilers 11 ist eine Platte 12 (Fig, 3 und 4) angeordnet, auf welcher mittelst vertikalen Zapfens 17 und eines Kugellagers 13 ein Vertäuungsglied gelagert ist, welches ein Paar Kanaleisen l4 besitzt, die durch Streben 15 miteinander verbunden und. gegeneinander almgesteift sind.
Die innern Enden der Kanaleisen 1-"_, sind an einem Teil 16 befestigt, welcher den Zapien 17 aufnimmt und in der Verlän gerung der Kanaleisen 14 kürzere Kanaleisen 18 trägt, die gegenseitig wie die Kanaleisen 14 miteinander verbunden sind.
In einem zum Zapfen 17 des zentralen Pfeilers 11 konzentrischen Kreis sind mit Zwischenräumen Pfeiler 20 angeordnet, die dem Pfeiler 11 in Konstruktion ähnlich sind. Auf den Pfeilern 20 ruht eine stationäre Führungsbahn aus kreisrund gebogenem Kanaleisen 21, das aus einer Anzahl von Teilen bestehen kann. Die obere Flansche desselben ist an einer durch eine Platte 22 abgeschlossenen Stelle unterbrochen. Die Platte 22 kann abgenommen werden, um das Vertäuungsglied abheben und wieder an sei nen Platz bringen zu können.
An den äussern Enden der Kanaleisen 14 ist ein Teil 23 vorgesehen, der Gleiträder oder Rollen 24, 25 und 26 trägt, welche sich ge gen die entsprechenden Teile des Kanaleisens 2 t legen.
Der Vertäuungsteil ist mit Ringen 2 7 versehen zur Aufnahme der Kabel 28 oder anderer Mittel (siehe Fig. 1), durch welche das Luftschiff vertäut wird. Diese Ringe 27 sind an den Versteifungsteilen 15 mittelst eines Drehringes 29 befestigt (Fig. 5).
Es ist klar, dass der Vertäuungsteil frei in jede Stellung schwingen kann, in welche er durch das Luftschiff infolge der verschie denen Windströmungen gedrängt wird, wäh rend das äussere Ende des Vertäuungsteiles durch das Kanaleisen 21 gegen Aufwärts bewegungen gehalten wird. Durch diese Vor richtung, ist es möglich, das Luftschiff sicher zu v ertäuen und doch vollkommen frei zu halten, so dass es in jeder Richtung seitwärts ausschwingen kann, um jede Beschädigung des Luftschiffes zu verhindern, während es vertäut ist. Das Luftschiff kann sehr schnell losgelassen werden, wenn es seine Reise wie der aufnehmen soll.
In der in den Fig. 6 und 7 gezeigten Ver körperung der Erfindung ist eine Einrich tung dargestellt für Aeroplane. Dort ist ein zentraler Pfeiler 40 vorhanden, um welchen die Pfeiler 41 konzentrisch angeordnet sind. Auf den Pfeilern liegen der aus Kanaleisen 42 und 43 mit Versteifungen 44 bestehende Vertäuungsteil und ein kreisrundes Kanal eisen 45, in welchem das äussere Ende des Vertäuungsteils läuft. Auf seinem freien Ende sind Räder oder Rollen 46, 47 und 48 vorgesehen, die an den Wänden des Kanal eisens 45 laufen. Auf dem Vertäuungsteil ist ein Oberbau vorhanden, der Stützen 50 für querlaufende Balken 51 besitzt, welche Längsbalken 52 tragen. Diese sind im Quer schnitt so gestaltet, dass sie Führungsbahnen für die Räder eines Aeroplans bänden.
Die Längsbalken 52 sind auf den Quer balken 51 durch Bolzen 53 befestigt, welche durch die Balken 52 hindurch gehen und in Liingsschlitze 54 der Querbalken 51 greifen. wodurch es möglich ist, die Balken quer zu ihrer Längsrichtung einzustellen auf ver schiedene Entfernungen voneinander und sie so anzupassen der Entfernung der Räder von verschieden grossen Aeroplanen. Seile 55 oder dergleichen verhindern die Balken 52, sich zu weit voneinander zu trennen, weicht, ausserdem in jeder gewünschten Stellung auf den Querbalken 51 festgestellt werden kö n- nen durch Muttern der Bolzen 53.
Die Balken 52 sind genügend erhöht, um die Kanaleisen 45 frei zu lassen (Fig. 6). Zur Überbrückung des Zwischenraumes zwischen den äussern Enden der Längsbalken 52 und der Erde dienen Teile 56. die an den Balken 52 bei 5 7 scharnierartig befestigt sind. Diese Teile, wenn sie sich in der heruntergelasse nen Stellung befinden (Fig. 6). ermöglichen es, einen Aeroplan auf die Balken 52 herauf zurollen und umgekehrt von demselben herunter.
Wenn der Aeroplan auf den Balken 52 steht, so können die Teile 56 gänzlich von der Erde aufwärts geschwungen werden, so dass darin der Vertäuuii--steil 42, 43, 44 mit dem aufihm ruhendenAeroplan beiändernder Windrichtung in eine neue Stellung drehen kann.
An den Ringen :',8. die an den Balken 52 befestigt sind, ;reifen Kabel 59 an, durch welche der Aeroplan in Stellung gehalten wird. Anstatt, die Teile 56 an den Balken 52 scharnierartig zu befestigen, können sie in irgend einer andern Weise abnehmbar damit verbunden werden.
Damit der Aeroplan mnit seinem Vorderteil stets gegen den Wind gerichtet ist, dienen zwei Vorrichtungen, welche in den Fig. 8, 9 und 10 in grösserem Massstabe dargestellt sind. Ein Rahmen 60 ist an seinem untern Teile mit Zapfen 61 versehen, die in Tüllen 62 der Längsbalken 52 eingesteckt werden. Der Rahmen 60 ist mit Segeltuch 63 oder dergleichen bespannt. Zwei solcher Rahmen 60 werden auf den Balken 52 aufgesteckt, so dass sie eine Art Flügel bilden, auf welche der Wind wirken kann. so dass durch den selben der Vertäuungsteil mit dem auf ihm ruhenden Aeroplan selbsttätig in die Wind richtung eingestellt wird.
In der Verkörperung der Erfindung, wie sie in den Fig. 11 bis 15 gezeigt ist, sind in dem zentralen Teile eines offenen Raumes Vorrichtungen vorgesehen, durch welche der vordere Teil de, Luftschiffes gesichert wer den kann. Um den zentralen Teil der Vor richtung sind konzentrische Kanäle angeord net, in welchen Teile liegen, mnit denen die Vertäuungsseile, welche von dem rückwär tigen Ende des Luftschiffes herabfallen, ver bunden werden können. Radiale Kanäle kreu zen die konzentrischen Kanäle und führen in Schuppen, wodurch es möglich ist. die Vertäuungsvorrichtungen den radialen Ka nälen entlang zu führen und das Luftscbiff in einen der Schuppen zu befördern. Diese Anordnung ist in Fig. 13 gezeigt; die Schup pen sind jedoch nicht gezeichnet, und die radialen Kanäle, welche dorthin führen, sind abgebrochen.
Ein Luftschiff in einer Linie mit einem der radialen Kanäle ist durch punktierte Linien auf der Vertäuungsvor richtung gezeichnet. Wie aus Fig. 11 und 13 zu sehen, sind Serien von keilartigen Beton pfeilern 111 oder dergleichen in der Erde befestigt und in konzentrischen Kreislinien (Fig. 12) angeordnet. Auf den Pfeilern der beiden innersten Kreislinien sind sektorför- mige Platten 112 von dreieckiger Gestalt auf- gebolzt, deren Spitze nahe dem Zentrum liegt. Die Platten 112 sind so angeordnet, dass sie zwischen sieh radiale Schlitze 113 lassen, die mit den radialen, zu den Schuppen füh renden Kanälen korrespondieren.
Unterhalb fier innern Enden der Platten 112 liegt ein Rollwagen (Fig. 14 und 15) mit vier Rädern 1l4, die paarweise auf Achsen 115 montiert sind. Ein Verbindungsbalken 116 trägt an einem nach oben durch die Schlitze 113 hin durchragenden Glied 117 eine drehbare Ringöse 118, an welcher Vertäuungsseile be festigt werden können.
Die konzentrischen und radialen Kanäle 123, 125. 127 bezw. 113 sind gebildet durch die Zwischenräume zwischen radial und kon- zentriseh zu den Platten 112 gruppierten Sätzen von segmentförmigen Platten 122, 124, 126, 128, die auf Betonpfeilern 111 be festigt sind, so dass sie seitwärts von den selben abstellen.
Auf der Unterseite aller dieser Platten sind dieselben verbindenden Kanaleisen 120 lie gend mittelst Winkeleisen 119 befestigt. Diese Kanaleisen 120 dienen zum Tragen von Rollwagen 114, 115, 116. Solch ein Rollwa gen ist in Fig. 13 in einer Schlitzkreuzung gezeigt, wo zu diesem Zwecke die Platten weggebrochen sind. An jedem Rollwagen kann das untere Ende eines Vertäuungs seiles, wie in Fig. 11 gezeigt, befestigt wer den. Natürlich kann auch mehr als ein Seil <B>an</B> jedem @\'agen befestigt werden, welche cinrcb die Platten 112, 122, 12:1, 126. 128 an einer Bewegung nach oben verhindert snd.
-An jeder Kreuzung eines kreisrunden und eines radialen Schlitzes ist die Kanal.- führungr <B>120</B> so konstruiert, dass ein Rollwa gen (Fig. 13) gewendet werden kann, um ihn aus einem kreisrunden in einen radialen Schlitz weiter zu leiten. wenn das Luftschiff in einen Schuppen befördert werden soll.
Die die radialen und konzentrischen Schlitze begrenzenden Teile können in ir gend einer passenden Weise konstruiert sein, um die Vertä.uungswagen so zu halten, dass sie gegen eine Aufwärtsbewegung geschützt sind. Der oben beschriebene besondere Typ von Wagen ist natürlich nicht wesentlich, und jede andere bewegbare Vertäuungsvor richtung kann benutzt werden. Auch irgend eine andere Vorrichtung von Bahnen für die bewegbaren Vertäuungsmittel, jede andere Art der Fundamentierung und jede andere Art eines Vertäuungsmittels kann benutzt werden.