Einrichtung zum Ab- und Einschalten von Zusatztransformatoren in elektrischen Verteilungsnetzen. Die Erfindung betrifft eine weitere Aus bildung der im Patentanspruch 11 des Haupt patentes gekennzeichneten Einrichtung, wel che bezweckt, die Gefahr zu beseitigen, dass bei starker Überlastung oder bei Kurzschlüs sen im Netz die Wicklungen des Zusatztrans formators eine Zeitlang von starken Strö men durchflossen werden, die den Transfor mator beschädigen können.
Fig. 1 stellt ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung der Erfindung dar.
Zwischen den Sammelschienen 1 und den Netzleitungen 2 liegt der Zusatztransformator mit der Serienwicklung 3 und der Erreger wicklung 4. Die Erregerwicklung 4 ist an den Punkten 5 an Spannung gelegt, und der Erregerstrom wird ihr über die Kontakte 6 und 7 und die Schalthebel 8 zugeführt. Zum Kurzschliessen der Erregerwicklung dienen die miteinander verbundenen Kontakte 9 in der bekannten Weise. Die drei Schalthebel 8 sind an eine gemeinsame Stange 10 angelenkt, die die Hebel 8 infolge Sperrung mittelst eines Magnetes 11 gegen die Zugkraft einer Feder 12 so lange an den Kontakt 6 hält, als die Stromstärken im Zusatztransformator ein gewisses Mass nicht überschreiten.
Beim Über schreiten der zulässigen Stromstärke wird der Sperrmagnet, der im vorliegenden Beispiel über einen Stromwandler 13 von der Strom stärke im Zusatztransformator beeinflusst wird, ausgelöst, und die Hebel 8 werden über die Vorschaltkontakte 7 für die Widerstände 14 durch die Federkraft auf die Kontakte 9 gezogen. Mit dieser selbsttätigen Kurzschluss- vorrichtung für die Erregerwicklung sind ausserdem noch die Kurzschlusssehalter für die Reihenwicklung gekuppelt, indem mit dem Kontakthebel 8 ein zweiter,
von ihm elek trisch isolierter Kontakthebel 15 verbunden ist und vor die Kontakte 6 Hilfskontakte 16 gesetzt sind, die mit den Sammelschienen 1 in Verbindung stehen. Diese Kontakte wer den in der Endstellung des Hebels 8 für voll kommenen Kurzschluss der Erregerwicklung selbsttätig durch die Enden der Hebel 1 mit den Kontakten 6 leitend verbunden, wo durch die Zuleitungen von dem Netz zu den Erregerwicklungen mit den an 16 angeschlos senen Leitungen zu den Sammelschienen 1 verbunden werden und die Serienwicklungen 3 kurzgeschlossen werden.
Bei dem eben beschriebenen Ausführungs beispiel wird die Verstellstange 10 und damit die Schaltvorrichtung durch einen Magneten betätigt, der vom Netzstrom erregt wird. Man kann nun die Einrichtung bei Dreh transformatoren weiter vervollkommnen, in dem man sie mit einer andern Vorrichtung verbindet, die zweckmässig ist, um den Dreh transformator gegen die mechanischen Wir kungen plötzlicher Überlastungen durch Überschreitung des zulässigen Drehmomen tes zii sichern.
Gemäss dieser Vorrichtung ist der Rotor des Drehtransformators mit seiner Verstellvorrichtung derartig nach giebig oder lösbar gekuppelt, dass er sich bei Überschreitung des zulässigen Drehmomentes unabhängig von dem Verstellgestänge drehen kann. Bei unzulässigen Stromstössen, wie sie durch Überlastungen oder Kurzschlüsse im Netz hervorgerufen werden, kann somit eine Beschädigung der Verstellvorrichtung ver hindert werden.
Betätigt man nun die oben beschriebene Schaltvorrichtung durch den nunmehr entkuppelten Rotorkörper, so wird einmal, wie eben beschrieben, das Verstell gestänge gegen die Wirkung von Klirzscliiiis- sen mechanisch gesichert, anderseits die Wicklungen elektrisch.
Es ergibt sich aber auch noch der weitere Vorteil, dass nunmehr der entkuppelte Rotor sich auch nicht weiter drehen und Beschädigungen im Drehtrans formator hervorrufen kann, wie es der Fall wäre, wenn der Netzstrom weiter auf ihn wirken könnte. indem er dann zum mindesten Leitungen, die von der Wicklung des Rotor körpers zu den Klemmen am Stator des Transformators führen, zerreisst oder die Iso latoren, an denen diese Klemmen sitzen. ab reisst.
Die Fig. 2 zeigt ein solches Ausführungs beispiel der Einrichtung. In dem Beispiel nach F3g. 2 wird zunächst vor die Erreger- Wicklung des Transformators Widerstand ge schaltet und hierauf diese Wicklung kurz geschlossen. Darnach wird auch die in Reihe mit den Netzleitungen liegende Wicklung kurzgeschlossen. Mit 101 ist die Rotorwelle des Drehtransformators bezeichnet, die ver mittelst des Schneckenradsektors 102 der Schnecke 103 und des Antriebes 104 ver dreht werden kann. Als lösbare Verbindung zwischen der Rotorwelle und dem Schnecken rad dient ein Scherstift 105.
Mit der Rotor welle ist ein ringförmiges Glied 106 mit einer Nase 107 starr verbunden, die beim Verdrehen des Rotors nach Abscheren des Stiftes 105 je nach der Drehrichtung den Kniehebel 108 oder 109 verstellt. Durch Verdrehen der Kniehebel wird nun ein durch den Sperrhebel 110 gesperrter Schalter ausgelöst, der die ge wünschte Schaltung vornimmt, indem er un ter dem Einfluss einer Feder 111 für jede Phase Kontaktbrücken 112 über Kontakte 114, 115 und Kontaktbrücken 113 über Kontakte 115, 116, 117 und Kontaktschienen 118 glei ten lässt. Die Kontaktbrücken 112 sind von den Kontaktschienen isoliert.
Dabei werden zunächst die Widerstände 119 vor die von den Netzleitungen 120 aus gespeisten Pha sen 121, 122 und 123 der Erregerwicklung des Transformators geschaltet und sodann diese über die elektrisch miteinander v e,-- bundenen Kontakte 117 kurzgeschlossen. Durch die Verbindung der Brücken 112 mit den Kontakten 114 und 115 wird auch die an die Klemme 124 und 125 angeschlossene, in Reihe mit den Sammelschienen 126 und den Netzleitungen 120 liegende Wicklung des Transformators kurzgeschlossen. 127 und 128 sind Trennschalter für diese Wicklungen.
Die Widerstände 119 verhindern zugleich ein Kurzschliessen des Netzes, wenn die Schalter auf die Kurzschlussstellung für die Erregerwicklung übergeht.
Der Scherstift 105 dient nur für Gefahr fälle; zur betriebsmässigen Ausschaltung da gegen wird, ebenso wie bei der Anordnung nach Fig. 1, die Klinke des Hebels<B>110</B> un mittelbar, zum Beispiel von Hand oder durch eine Hilfsvorrichtung, ausgelöst und so die Bewegung der Schalter durch die Feder 111 freigegeben. Durch die Einrichtung nach Fig. 2 wird demnach die Auslösung der Schalt vorrichtung, statt durch einen besondern Hilfstransformator (wie in Fig. 1), durch eine mechanische Steuerung des Zusatztransfor mators selbst bewirkt.
Verbindet man auch die Trennschalter<B>127</B> und 128 mit den beschriebenen Schaltern, so kann der Drehtransformator selbsttätig ganz vom Netze abgeschaltet werden.