CH92914A - Verfahren zur Herstellung von Unterwasserbauten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Unterwasserbauten.

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  Verfahren zur     Herstellung    von     I        nterwasserbauten.       Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver  fahren zur     Herstellung    von     Unterwasser-          bauten.     



  Mit dem Verfahren nach vorliegender Er  findung wird bezweckt, bei Unterwasser  bauten die     Verwendung    von     kostspieligen)     Pfahlwerk.     Hilfsdämmen        usw.        züi    vermeiden,  sowie auch diejenige von leer     züi    pumpenden       Vortreibrohren.     



  Gemäss vorliegendem Verfahren wird min  destens ein Behälter mit nachgiebigen, was  serdichten Wänden, z. B. ein     Schlauch,    ein  Sack ohne     Vortreibrohr    unter Wasser ge  taucht und dort von oben mit einer ihn aus  füllenden und ihn so     ziim    Bauelement formen  den Masse, z.<B>13.</B> weichem     Betonmörtel,     Druckflüssigkeit, Druckluft, ausgefüllt.  



  Die Zeichnung dient zur     Frläuteriing    des  Verfahrens, und es zeigen:       Fig.    1 und 2 schematische     Darstellungen.     welche die Herstellung (den     (iuss)    eines Fun  damentes veranschaulichen;       Fig.    1 zeigt dabei die Lage des     Behiihers     vor     Ausfüllung,    und       Fig.    2 nach     Ansfiflnng    desselben.    1 ist der     Wasserspiegel,    2 sind über den  letzteren hervorragende     Füllschläuche    zum       Einfüllen    einer weichen     Bussmasse,    z.

   B.     Be-          toninasse,    in den     Bebä        lter    3. der als     grösserer          Schlauch    oder Sack     ausgebildet    ist und nach  giebige,     wasserdichte    Wände hat. Der     Behä    l  ter 3 wird ohne     Vortreibrolir    frei auf den       Grund    4 versenkt, nachdem vorher Luft     und     Flüssigkeit     aus        demselben    entleert werden.

         @V:ihrend    der Füllung wird der Druck der       Fülli>>asse    annähernd durch den Druck des  den Behälter umgebenden Wassers     ausge-          glichen.        Infolge    der wasserdichten Beschaffen  heit des     Ge-webes,    aus     welchem    die     Wandun-          gen    des Behälters 3 hergestellt sind, wird  w<B><U> </U></B>     hrend    des     Giissvorgziiige,-,    kein     Zufluss    von  Flüssigkeit     züi    der     Gussmasse    erfolgen,

   so dass  ein Wegspülen der     Betonmasse        vermieden     wird. Um die     Gussmasse    in den Behälter 3  einzupressen und denselben so     züi        füllen,    dass  derselbe die     gewünschte    Form als Bauelement       annimmt,    wird     gegenüber    dem Druck des den       Behälter    umgebenden Wassers ein     Überdruck          angewendet.        Gegebenenfalls    können, wie in       Fig.    ? angedeutet ist,

   vor der Versenkung ein      Geflecht aus Eisen oder anderem Material  bildende     Verstärkungsstangen    5 und Stützen  6 angeordnet     werden,        welche    den Behälter in  einer Füllstellung halten. Wenn der zu gie  ssende     Unterwasserbau    Teile aufweist,     @-#:        el-          ehe        über    dem Wasserspiegel hervorragen  sollen, so     können        Verstärkungsstangen        ffir     diese Teile während oder vor dein Giessen  angeordnet werden.  



  Die Schnittfiguren 3 und 4 dienen zur Er  läuterung, wie nach dem Verfahren ein     Wehr     oder ein     Darum    hergestellt     werden        kann.    Die  Füllung der hierbei als Behälter     ver < vendeten          Schläuche    3 erfolgt in der Weise, dass zierst  die Bodenschicht (drei Schläuche     iin    Quer  schnitt betrachtet), dann die nächste     Schicht          (zvfei    Schläuche) und zuletzt die obere     Schicht     (ein Schlauch)

       gefüllt         wird.    Die Schläuche       werden    mit Hilfe von Ankern 7 und Anker  tauen 8 befestigt. Ist die     Strömung    des     Wais-          sers    stark, so kann, wie dargestellt,     auf    der  der Ankerseite entgegengesetzten Seite ein       Schatzlappen    9 aus Segeltuch     nder        @l;

  @r.lei-.          chen    angebracht werden, welcher die     leeren     Schläuche auf den Boden festhalten soll.     Die     Richtung des Stromes ist in     Fig.    3     lind        -1     die Pfeile 10 angegeben.  



       Fig.    5 und 6 zeigen gegenüber 3 und     -1          wieder    schematisch in einem     Querschnitt    die       Ver,%=7eridung    eines einzelnen grossen     @c@-i@a!1-          clies.    Das Einfüllen der     Giessmasse        erfolgt     durch offene Enden des     Sehlauches,    die     über     den Wasserspiegel an den beiden     Ufern    des  Stromes, in welchen das Wehr     eingebaut        -,wer-          den    soll,

       emportarchen.     



  Die     Fig.    7     und    8 zeigen     Einriclitimgen        71111,     raschen Füllen und Entleeren eines derarti  gen Schlauches 3, wobei     Fig.    7 einen Quer  schnitt durch den Strom und     Fig.    8 einen zu  gehörigen     Längsschnitt    zeigt. 7_11m raschen  Füllen sind noch     Füllschläuche    2 und 2' ange  ordnet, welche     finit    dem     Formschlauch    oder  Behälter 3 verbunden und mit Richtseilen 11  versehen sind. Diese werden von einem     Pfahl-          joch    12 aus gehandhabt.  



  Die     Fig.    9, 10, 11 und 13 sind     Grundrisse,          welche    verschiedene Möglichkeiten zum Be  festigen und Verankern des Schlauches 3         während    des     Gussvorganges        veranschauli;-#lieu.     Nach     Fig.    9 und 10 werden hierzu ein Haupt  seil 14, welches auf beiden Ufern des     Stromes     bei 15 verankert ist und Hilfsseile 16     benützt,          welch    letztere den     Formschlauch    3 mit denn       Hauptseil    14 verbinden.

   Nach     Fig.    11     werden     die Hilfsseile direkt an den     Verankerungsstel-          len    15 an beiden Ufern befestigt, und nach       Fig.    12 sitzen diese     Hilfskabel    16 an Ankern  16', die im Strombett festliegen.  



  Die     Fig.    13 und 14     veranschaulichen    die       Befestigung    oder Verbindung von     Konstruk-          tionsteilen,    zur Herstellung von Unterwasser  bauten, z. B. zur Verbindung von Teilen von       Dammgründungen,        Brückengründungen,        Pfei-          lergründungen    und dergleichen.

   Die Teile,  welche durch Einbetten in ein sie     zusainnien-          haltendes    Bauelement     ans        I3etnn-Gussiriasse     miteinander verbunden werden sollen,     wer-          den    an ihrer Verbindungsstelle in den     Nvasser-          dichten    leeren     -,ack    oder     Schlafich    eilige  schlossen, der mit den     nohvendigen        Einrich-          tinigen    verseben ist,

   um ihn     unter        Wasser          finit        weicher        Gussmasse        zii    füllen. Bei der in       Fig.    13 dargestellten Konstruktion eines Teiles  einer Dammgründung wird über die Verbin  dungsstelle zwischen dem senkrechten Pfo  sten 1.7 und dem     wagreehten        Ballcent    18 der  Schlauch oder Sack 3 gelegt.

   Der Sack oder       Schlauch    3 wird gegen das umgebende Was  ser mit Hilfe von Bändern 19 und 20 abge  dichtet, und darauf wird die     Gussmasse        zweck-          i        #iä        *        ssi   <B>-</B>     unter        Druck        durch        einen        Schlauch     eingeführt, welch letzterer über den Wasser  spiegel     hervorragt,    so dass der Behälter 3, wie  auf der Zeichnung angegeben,     geffillt    wird.  



  Hierdurch  wird die Verbindungsstelle voll  ständig eingehüllt und     gegen    den Einfluss des  Wassers geschützt.  



  Das Verfahren kann auch benützt werden,       nun    Pfeiler, Pfosten und dergleichen mit der  Bodenfläche zu verbinden, wie in     F!-.    14 dar  gestellt. An einem Betonpfeiler oder Pfosten  31 wird am untern Ende ein wasserdichter  Sack 3 mit Bändern 22 sicher befestigt. Dann       ,wird    der Pfeiler fast bis zum Boden ins Was  ser versenkt, worauf der     Sack    durch einen  Taucher     auseinandergefaltet    und gegebenen-      falls verankert wird.

   Nun wird die     Gussmasse          für    den     Fundamentblock    durch eine oder meh  rere, nicht dargestellte Füllschläuche oder  Füllrohre oder durch einen oder mehrere be  sondere Füllkanäle, die im Pfeiler selbst vor  gesehen sind,     eingebracht.    Durch Füllkanäle  kann auch festes Material, z. B. Bruchsteine  oder dergleichen, eingeführt werden. Auf  diese Weise werden Pfeiler und     Fundament-          block    zu einem Ganzen     zusammengegossen.     



  Der Boden des Sackes kann dann bei was  serdichten Wänden     wasserdurchlässig    sein.       Dann    dringt die     Gussmasse    teilweise durch  denselben hindurch und kann sich direkt mit  der Bodenfläche abbinden.  



       Zum        Zwecke    der Herstellung provisori  scher Unterwasserbauten, z. 13. zur vorüber-.  gehenden Absperrung von     Strömen    (z. B.     für     Flösserei), können die Schläuche 3     (Fig.    3 und  4) statt mit     weichem    Mörtel mit unter     Druck     befindlichem Wasser oder für manche Fälle  mit Druckluft gefüllt werden. Dieses Druck  fluidum wird dann bei Abbruch dieser Baute  ans den Behältern 3 entweichen gelassen.

Claims (1)

  1. <B>PATEN</B> TANSPRUCFI Verfahren zur Herstellung von Unterwas serbauten, dadurch gekennzeichnet, dass min destens ein Behälter mit nachgiebigen, was serdichten Wänden ohne Vortreibrohr unter Wasser getaucht und dort von oben mit einer ihn ausfüllenden und ihn so zum Banelenient formenden Masse ausgefüllt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch zur Her stellung von bleibenden Unterwasserbau- ten, dadurch gekennzeichnet, dass der Be hälter mit weicher Betonmasse ausgefüllt wird.
    ?. Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gehenlizeichilet, d2113 dein Behälter vor seiner Versenkung Ver- stärkungs- und Verbindungsteile eili'efiitst werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dar ein Behälter mit wasserdichten Wänden, aber einem wasserdurchlässigen Boden verwendet wird., uni eine Abbindung seines Inhaltes mit seiner Standfläche zu erzielen. 4. Verfahren nach Patentansliruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter an einem zu versenkenden Konstruktionsteil befestigt, mit diesem zu sammen versenkt und dann mit der Masse geffillt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine unter Nasser liegende Verbindungs- stelle getrennter Konstruktionsteile mit einem Behälter umgeben und letzterer dann mit der Masse gefüllt wird. 6.
    Verfahren zur Herstellen,- von provisori schen Unter\vasserbauten. dadurch ge- kennzeichnet, dass der Belii.lter mit einem Druckfluidum gefi.illt wird, welches bei Abbruch dieser Bauten aus den Behältern entweichen gelassen wird.
CH92914D 1919-06-17 1920-10-14 Verfahren zur Herstellung von Unterwasserbauten. CH92914A (de)

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NO281119X 1919-11-28

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CH92914D CH92914A (de) 1919-06-17 1920-10-14 Verfahren zur Herstellung von Unterwasserbauten.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135381B (de) * 1960-12-20 1962-08-23 Wolfgang G Hirth Schalung zum Herstellen von Betonwaenden unter Wasser, beispielsweise von Molen
DE1634236B1 (de) * 1966-07-08 1971-03-18 Skanska Cementgjuteriet Ab Verfahren zum Gründen vorgefertigter Bauteile auf Pfählen, insbesondere unter Wasser

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1135381B (de) * 1960-12-20 1962-08-23 Wolfgang G Hirth Schalung zum Herstellen von Betonwaenden unter Wasser, beispielsweise von Molen
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