CH92965A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Nadeln an Schnürbändern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Nadeln an Schnürbändern.

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CH92965A
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D98/00Machines for making laces; Applying fibre or celluloid to ends of laces

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Description


      Verfahren    und     Vorrielitung    zur Herstellung der     Nadeln    an     Sehnürbändern.       Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur  Herstellung der Nadeln an Schnürbändern,  wobei die Nadeln in bekannter Weise aus  einem in das     Schnürbandendc    eingeführten       Zelltiloidstäbclien        bestehen.    Die Herstellung  solcher Nadeln an Schnürbändern     geschalt     bisher stets in der Weise,

   dass das durch ge  eignete Mittel erweichte     Zelluloidstäbchen    in  das     Schnürbandende    eingeführt und gemein  sam mit diesem einer mit     Tiber    die ganze  Länge der Nadel gleichzeitig erstreckenden  Pressung auf warmem oder kaltem Wege un  terworfen wurde. Im Gegensatz hierzu er  folgt     gemäss    vorliegender Erfindung die Bil  dung der Nadel in der Weise, dass der     Press-          druck    von einem zum andern Nadelende all  mählich fortschreitend ausgeübt wird.

   Hierbei  wird zweckmässig ein     Zelluloidstäbchen    von  einer sich nach dem     Schnürbandende        zii    ver  jüngenden Keilform benutzt.  



  Durch die Anordnung dieses neuen Ver  fahrens wird nicht nur der Vorteil erreicht,  dass die Nadel glatter wird als bei der bis  herigen Pressung,     sondern    infolge der     sielt     nach     dein    Ende     zti        verjüngenden        Keilforst       des     Zelluloidstä        bchens    und dadurch, dass der  Druck allmählich von einem zum andern Ende  der entstehenden     Schnürbandnadel    wandert,  wird das Zelluloid teils     vorgeschoben,

      teils  in den Faserstoff     hineingedruckt    und ein nach  aussen vortretender Überschuss ebenfalls ein  gedrückt und geglättet. Auf diese Weise er  hält man eine besonders     schöne    und glatte       Schnürbandnadel    und eine unbedingt sichere  Verbindung des     Zelltiloidstäbchens    mit dem  Faserstoff bei     sparsamstem        Zelluloldver-          brauch.     



  Die Ausübung des     Pressdruckes    kann vor  teilhaft in der Weise erfolgen, dass das mit  dem eingesetzten     Zelluloidstäbehen    versehene       Schnürbandende    durch eine     Pressform    hin  durchgezogen wird. deren     Backen    zwecks be  quemer Ein- und Ausführung des Schnür  bandes in der Querrichtung auseinander be  wegt werden können.  



  Die bei der Bildung der Nadel     zti    leistende       Formänderungsarbeit    kann dabei durch die  am Schnürband von der     Bedienungsperson     ausgeübte "Zugkraft erfolgen. Um diese Zug  kraft gering zu halten, können die Backen  vorteilhaft von Rollen gebildet und letztere      gegebenenfalls noch mit einem Fussantrieb  versehen sein. Dadurch kann die von der  Hand auszuübende Zugkraft auch bei Anwen  dung eines sehr hohen     Pressdruckes    fast über  flüssig gemacht und die Leistungsfähigkeit des  ganzen Verfahrens wesentlich erhöht wer  den.

   Schliesslich können die rollenförmigen       Pressbacken    auch noch vorteilhaft so ausge  bildet sein, dass sie am Ende der Nadel gleich  das überschüssige Material abquetschen und  dadurch eine glatte, saubere Spitze an der  Nadel bilden.  



  Auf der Zeichnung ist eine zur Ausfüh  rung des Verfahrens geeignete Vorrichtung  in mehreren Ausführungsbeispielen darge  stellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 und 2 eine Vorrichtung mit in der       Bewegungsrichtung    des     Schnfirhandes    fest  stehenden und nur quer dazu beweglichen  Backen,       F!-z.    3 bis 7 die dazu     gehörigen    Backen in  geöffneter und in     geschlossener    Stellung,       Fig.    8 und 9 eine Vorrichtung mit von  Rollen gebildeten, lose drehbaren     Pressbacken,

            Fig.    10 und 11 eine Vorrichtung mit von  Rollen gebildeten     Pressbacken.    die eine be  sondere Antriebsvorrichtung besitzen,       Fig.    12 bis 17 eine Vorrichtung mit von  Rollen gebildeten     Pressbacken    und eine be  sondere     Gesenkform    zum Abquetschen der  Nadelspitzen     enthaltenden        Pressbacken.     



  Die in     Fig.    1 bis 7     dargestellte    Vorrich  tung besitzt ein Gehäuse 1, das     unten    auf  einer Grundplatte ? befestigt ist und oben  eine feste     Pressbacke    3 trägt. Die obere       Pressbacke    4 ist mittelst einer Verlängerung 5  in einem Schlitz der untern Backe 3 heb- und  senkbar geführt und mittelst einer Feder 6  an einem Ständer 7 aufgehängt, der seiner  seits auf der Grundplatte ?     befestigt    ist. Die  Feder 6 ist bestrebt, die     Pressbacke    4     für    ge  wöhnlich in der in     Fig.    1 und 2 dargestellten  Hochlage zu halten.  



  An der untern Verlängerung 5 der.     obern          Pressbacke    ist eine     Zugstange    8     angelenkt,     welche mit einem nicht dargestellten Fusstritt  in Verbindung steht, durch     welchen    die     Press-          backe    entgegen der     Wirkung    der Feder 6 ab-         wärts    bewegt werden     kann.    Zur Begrenzung  dieser Bewegung in den     Fndlagen        sind    an  der Backe 4 zwei Querstifte 9, 10     ;angebracht,     welche einen Anschlag bilden.

   Die     1:r          mung    der     Pressbacken    geschieht     durch        ein     Gasrohr 11, welches in das mit     Öffnung-en        1.'     zum Durchtritt der Verbrennungsluft     bez,#v.     der Abgase     versehene    Gehäuse 1     einmündet.     



  Die Gestalt der beiden     Pressbacken    3, 4  ist so gebildet, dass sie in der aus     Fig.    5 und 6  ersichtlichen     Schlusslage    einen zylindrischen  Kanal 14 freilassen, in welchem die im vor  stehenden Teil der breiteren Backe 3 ange  ordnete und nach innen     zii        verjüngende     Rinne 15     einmündet.     



  Die Herstellung der Nadel geschieht nun  in der Weise, dass ein     Zelluloidplättchen   <B>16</B>  von keilförmigem Querschnitt in das     Sclmfir-          bandende    eingeschoben und letzteres bei ge  öffneter Stellung der     Pressbacken        z #ischen     diese     eingelegt    wird.

   Darauf werden die       Pressbacken,    wie aus     Fig.    6 und 7 ersichtlich,  um das strichpunktiert dargestellte Schnür  bandende geschlossen und nun das     Schnfir-          bandende    durch die     Pressform    in     Richtung     des Pfeiles hindurchgezogen.

   Das     Zelluloi        1-          plättchen,        welches    vorher     schon    in     bekannter     Weise durch     Eintauchen    in     Aceton        etv.-as    auf  geweicht war,     "wird        durch    die beiden     Pre        ss-          backen    dabei zu einer solchen Weichheit ge  bracht, dass es das     Schnürbandende    völlig  durchdringt.

   Das Hindurchziehen durch die  keilförmige Gestalt des Plättchens 16 in Ver  bindung mit dem allmählich von einem     zuiii     andern Nadelende fortschreitenden     Pressdruck     wird dabei eine     besonders    günstige Vertei  lung der     Zelluloidmasse    und ein sparsamer  Verbrauch derselben erzielt.  



  Das in     Fig.    8 und 9 dargestellte Beispiel  unterscheidet sich von den     vorhergehenden     nur dadurch, dass die zusammenarbeitenden       Pressflächen    von Rollen 17, 17' gebildet sind.       @.    an denen die erstere an dem festen     Prei')_          Lackenteil    3, letztere     da--e,#zcn        an        dein        heb-          und    senkbaren Teil 4 11111     Ziipfcu    18     bezw.    19  drehbar gelagert ist.

       Diese    Rollen     sind        init          ringstimlaufenden        l@iiincii        versehen.    welche       sich    in der     Schii;lIstAhni.@        \\-ic        aiis        Fig.    8 er-      sichtlich ist, zu einer     Durchtrittsöffnung    14  von     kreisförmigem    Querschnitt ergänzen.

    Durch die Anordnung dieser Rollen an Stelle  der     1'ressbacken    mit fester     Wandung,    wie     hei          Fig.    1 bis 7, wird die gleitende     Reibung    durch  rollende     Reibung    ersetzt und     dadurch    ein be  deutend leichteres Arbeiten erzielt.     Fern,-;r     wird     hierdurch    die     Verwendung    eines     noch     höheren     Pressdruckes    ermöglicht, so     dai.;

      die       Erwärmung    unter Umständen     ganz    fortfallen  und die Kosten     fier    Heizung der     Pressbacken     gespart werden können.  



  Bei dein in     Fig.    10 und 11     dargestellten     Beispiel ist die     Erfindung        dadurch    noch     zwei-.          ter    ausgebildet, dass die als Rollen ausgebilde  ten     Pressbacken    20, 21 mit einem     Fussantrieb          versehen    sind.

       Beide        Prcssbacken    20, 21 sind  dabei in     wagrechter        Richtung        bewegliche        an-          geordnet,        urr    das Einlesen der     Schnürh@inder          zti    erleichtern.

   Die Rolle 20 stellt die teste       Pressbacke    dar,     während    die Rolle 21     an     einem     ini    Hebel 22     verschiebbar    geführten  Schlitten 23 befestigt ist und die     bewegliche          Pressbaeke    bildet.

   Die Bewegung     geschieht     mittelst der Zahnstange 24 und des     7.alin-          rades    25 von einem Hebel 26 ans. der     tliii-cli     einen     Fussantrieb        betätigt    werden     kann.    Die  Rolle 20 ist     atif    einer     Welle    27     befesti:,r.    wel  che durch die     Kegelräder   <B>28.</B> 29     Lind    die  Welle 30 ebenfalls mit einem     Fusstrittfiebcl--          gestänge    31 in     Verbinduns    steht.

   Diese An  ordnung     ermöglicht    es,     class    sowohl     d:is    Mi  nen und Schliessen der Backen, als auch deren       Drehbewegung    durch Fusstritte erfolgen Dün  nen     Lind    die     ssedienungsoerson    beide     H:

  incle     für das Einschieben des     Zelltiloidplättcliens    in  das Schnürband     Lind    das Einlegen des letz  teren     zwischen    die     Backelf        verfügbar        lizit.     Ausserdem braucht das     Durchziehen    des  Schnürbandes durch die Form     während    des       Pressvorganges    nicht     nichr    von     Hand        zii    er  folgen, so dass die ganze Arbeit     wesentlich     erleichtert und beschleunigt wird.  



  Die in     Fig.    12 bis 17     gezeigte        Ausführungs-          form    stellt noch eine     weitere        Vervollko111111-          nung    des Verfahrens     und    der     Vorrichtung     dar, insofern, als die beiden drehbaren     Press-          hacken        20,   <I>21</I> an ihren     Arbeitsflächen    als Ge-         seich    derart     aus,5cbildet    sind,

   dass sich     ain          SLhlusse    des     Arbeitsvorranges    eine geschlos  sene     Gesenkforni        niit        Schnittkanten    3 3 bildet       lind    dadurch das     sich        ein    der Nadel etwa bil  dende     überschüssige    Zelluloid selbsttätig     ab-          quetscht.    Fis.

   12 zeigt die     Offenstellung    der       beiden        Backuri    20, 21, von denen die letztere       nach    Einlegen des     Schnürbandes,    wie     ans          Fig.    13     ersichtlich    ist,     gegen    die Backe 20 in  die     Schlussstelltnig    bewegt werden kann.

   In  dieser     Schlussstellnng    greifen beide Backen  mit dein an ihrem Umfange angebrachten  Zahnkranz 35, 36 ineinander und schliessen  das     strichpunktiert    gezeichnete     Schniirband-          ende    mit dem keilförmigen     Zelluloidstäbchen     16, wie aus     Fig.    13 ersichtlich ist,     zwiselien     sich ein.

   Nun wird das     Schnürband    von     Hand          vollends    zwischen die beiden Backen gezo  gen und letztere durch Betätigung mit einem  Fusstritt in der Richtung der     eingezeichneten     Pfeile in die in     Fiz.    15 gezeichnete Lage     ge-          schwungen.    Dabei     erhält    die Nadel die strich  punktiert     gezeichnete    Gestalt,

   und der am       @iul@crii    Nadelende sich etwa     bildende        Zelln-          loidkopf    34     wird        durch        ,die    am Ende der     Cie-          senkforin        angeordneten    Schnittkanten 33     ab-          Zeqiietscht.        Durch    diese     Anordnung    wird auf  besonders einfache Weise eine schöne glatte       Nadel    mit     guter    Spitze erzielt.

Claims (1)

  1. <B>PATE,</B> NTAX.LSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Nadelei an SLhniirli < indern mittelst eines in das Schnür- bandende eingeschobenen erweichten 7_elln- loidstübchens, dadurch gekennzeichnet. dass der Pressdruck allni:
    ,ihlicli von einem zitrii andern Nadelende fortschreitend ausgeübt wird. UNTERANSPR-CCHF Verfahren nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, class zum Einschieben in das Schnfirbandende ein Zelltiloidstäbchen von nach dem @ittssern Ende<B>711</B> weriingter Foren verwendet wird.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprucb 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mit Zelluloid versehene Schnür- handende seiner Länge nach zwischen ein geschlossenes Backenpaar hindurchbewegt wird.
    PATENTANSPRUCH 1I: Vorrichtung zur Ausübung des ,Verfahrens nach Patentanspruch I, gekennzeichnet durch zwei gegeneinander bewegliche Pressbacken, die in der Schlussstellung eine auf der Ein trittsseite erweiterte Durchziehüffnung für das Werkstück bilden. UNTERANSPRüCHE 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I, da durch gekennzeichnet, dass die beiden gegeneinander beweglichen Pressbacken gleichzeitig drehbar angeordnet sind. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die beiden gegeneinander beweg lichen, drehbaren Pressbacken mit einer Antriebsvorrichtung versehen sind.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden drehbaren Pressbacken an ihrem Ende mit Schnittkanten versehen sind, durch welche das bei der Drehung nach der Nadelspitze zu bewegte über schiissige Zelluloid abgequetscht wird.
CH92965D 1921-03-08 1921-03-08 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung der Nadeln an Schnürbändern. CH92965A (de)

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