Terfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Westwoodfelgen.
Das elektrische Schweissen der Ränder der Bördelungen von Westwoodfelgen mit dem Mittelteil des Felgenstabes geschah bisher an beiden Bördelungen gemeinschaftlich durch eine einzige Elektrodenrolle derart, dass diese gleiehzeitig auf die Ränder beicler Bördelun- gen drückte. Die Erfindung beruht nun anf der Beobachtung, dass dieses Verfahren eine ungleichmässige Schweissung zur Folge hat und dass der Grund hierfür eben in dem ge- meinschaftlichen Schweissen der beiden Btir- delungen durch ein und dieselbe Elektroden- rolle zu suchen ist.
Die Ränder des Stahl bleehstabes, aus dem die Felge erzeugt wird, sind nämlich an den gegenüberliegenden Stellen selten vollkommen gleich nach Dicke und Härte, nachdem sie zum Zwecke der Bördelung umgelegt sind, erst recht nicht. Werden nun die beiden Ränder, von denen bald der eine, bald der andere dicker ist, durch ein und dieselbe Elektrodenrolle erfasst, so wird der dickere Rand von derselben inniger berührt, als der dünnere. Das hat zur Folge, dass der elektrische Strom ungleichmässig verteilt wird, was so weit gehen kann, dass die eine Randstelle verbrennt, während die andere kaum erwärmt wird, so dal3 an beiden Randstellen die Schweissnng unbrauchbar ist.
Gesteigert wird die Ungleichmässigkeit der Schweissung noch durch den mechanischen Druck selbst. der an der dickeren Stelle grö sser wird, als an der dünneren Stelle, sowie dass auch noch kleine Unterschiede in der Strulctur des Stabmaterials mitwirken. Schon die feinsten Unterschiede in Stärke und Be schaffenheit des Materials haben Ungleich mässigkeiten zur Folge, die nachteilig auf die Gleichmässigkeit der Schweissung einwirken müssen, auch wenn sich der Felzler erst im Gebraucl zeigen sollte.
Der Erfindung gemäss wird nun die Gleichmässigkeit der Schweissung der Ränder beider Bördelungen daclurch erreicht, dass die Schweissung beider Ränder durch voneinander unabhängige Organe erfolgt, was am besten durch zwei in bezug auf die Bewegungsrich tung des Felgenstabes hintereinander angeordnete Elektrodenrollen geschieht. Auf diese Weise entsteht Unabhängigkeit zwischen den beiden Arbeitsstellen, so dass also auch mit den vorhin gesehilderten Fehlerquellen die ebenfalls geschilderten Nachteile entfallen und Gleichmässigkeit der Schweissung so wit. wie dies praktisch möglich ist, getrieben werden kann.
Fernerhin var es bisher üblich, das elektriche SchweiBen Ränder der Bördelungen von Westwoodfelgen in einem besondern Arbeitsgange an der fertig profilierten und gbogenenFelgevorzunehmen.Zweckmässig des der gebördelte Stahlblechstab, der zur Herstellung der Felge dient, nacheinander ge- schweisst, profiliert und gebogen, und zwar mit Orteil in der angegebenen Reihenfolge. also derart, dass die elektrische SehweiBuno der Bördelungen vor der Profilierung des Mittelteiles des Felgenstabes erfolgt.
Fig. 1 zeiot eine Seitenansicht eines Aus- fürungsbeispiels einer Vorrichtung, die sich zur Durchführung des nachstehend beispiels weise beschriebenen Verfahrens eignet.
Fig. 2 die zugehörige Oberansieht.
Der an seinem mittleren Teil flache, an den Rändern nach oben und einwärts umgebördelte Stahlblechstab a wird in der Pfeilrichtung zwischen zwei übereinander angeordneten. Führungsrollen b, b eingeführt, von denen die obere mit Rillen zur Aufnahme der Bördelungen des Stabes ausgerüstet ist. Als dann gelangt der Stab zwischen zwei hinter- einander angeordnete Elektrodenrollenpaare c und d, welche die Ränder der Bördelungen p a tdenmittleren,flachenStabteilandrücken und dabei ihre Verschweissung mit demselben bewirken.
Die obern soegnannten Schweiss rvjllell c, d sind drehbar in der Verbindungs- lasche i angeordnet, die ihrerseits in den Rahmen Ij senkrecht versehiebbar geführt, aber durch Abrundung ihrer Enden in die Lage i-l. tzt ist. sich nach Bedarf aueh etwas : chräg einzutellen. Die untern Rollen c, d .ind < trt.'f < < iniRahmeni.gelagert.DieZu- führung des elektrischen Stromes zu den beide n Schwssrollen geschieht, wie in Fig. 2 ersichtlich, bei m gemeinschaftlich, kann aber auch getrennt erfolgen. Der Schwessdruck kann durch Eigengewicht der obern Rollen c, d, oder aber durch irgend eine beliebige Druckvorrichtung erzeugt werden.
Nach der Schweissung geht der Stab a zwischen zwei Profilrollen f, f hindurell, die ihm das West- woodprofil verleihen, worauf er dann unmit- telbar anschlieBend mit den Rollen g, g, h in die Ereisform gebogen wird. Die Rollen können sämtlieh oder auch nur, soweit es die Bewegung des Stabes erfordert, angetrieben sein.
Da die obern Schweissrollen c, cl bezüg- lich ihrer Höhenlage voneinanderunabhängig sind, so kann es nicht vorkommen, daB das Anpressen der einen Rolle vermindert oder verhindert wird, wenn die andere Rolle auf eine dickere Stelle stosst. Der Druck beider Rollen wird gleichmäBig, was zur Folge hat, dass beide Bordelungen auch gleichmässig elektrisch erhitzt werden.
Dadurch, dass die elektrischen Schweiss- rollenpaare c und d-in der Wanderriehtung des Stabes a-vor den Profilierrollen f, f angebracht sind, erfassen sie den Mittel- teil des Stabbleches und die an demselben anzuschweissenden Bördelränder in noch ebenem Zustande, was für die Schweissung bes- ser ist, als wenn diese Teile bereits in eine dem fertigen Felgenprofil entspreehende Eurvengestalt übergeführt wären. In letzterem Falle würde zudem das bewährte Westwoodprofil unter der Schweissung leiden, da es notwendigerweise dureh den Druck der Rollen mehr oder weniger zerstört wird.
Ausserdem aber lassen sich die Scbweissrollen, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, in der einfachsten Weise anordnen, während ihre Anpassung an einen bereits profilierten Stab umständlieh ist. Sollte aber durch die Schweissrollen eine Störung, also teilweise Ausbuchtung oder Krümmung des Profils hervorgerufen werden, so wird diese durch die nachher zur Wirkung kommenden Profil- rollen f, f wieder vollkommen ausgeglichen.
Ein weiterer Vorteil des beschriebenen Ver- fahrens besteht darin, dass bei dem am Schluss erfolgenden Putzen, Schruppen, Lackieren usw. keine Unregelmässigkeiten vorhanden sind, die bei dieser Bearbeitung stören könnten.
Die Profilierung der Felge unmittelbar r naeh der Schweissung ohne Unterbrechung der Relativbewegung zwischen der Felge und den ArbeitsorganenhatdenVorteil,dass der geschweisste Stab ohne weiteres genau in der Lage gehalten wird. die fiir die Profilierung zwerkmässig ist, sowie dass er sich nicht vor dem Übergang zu den Profilierrollen wieder verwerfen kann.