CH93655A - Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser bei Dampfkraftanlagen, insbesondere Dampfturbinenanlagen. - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser bei Dampfkraftanlagen, insbesondere Dampfturbinenanlagen.Info
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Description
Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser bei Dampfkraftanlagen, insbesondere Dampfturbinenanlagen. Bei Dampfkraftanlagen, insbesondere bei solchen mit Dampfturbinenbetrieb ist man bestrebt, das gesamte erzeugte Dampfgewicht als Kondensat wieder zu gewinnen und als Kesselspeisewasser zu benutzen. Dentioeh geht praktisch ein bestimmter Betrag ver loren, der als sogenanntes Zusatzwasser stän dig zugeführt werden muss.
Für den Kessel betrieb ist es auf,)erordentlich vorteilhaft, wenn dieses Zusatzwasser als v öllig gereinigtes, das heisst destilliertes Wasser zur Verfügung stellt.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, der artiges destilliertes Zusatzwasser in einfacher und vor allein billiger Weise zu erzeugen. Erfindungsgemäss geschieht dies dadurch, dass in eitiern Verdampfer, in welchem das rohe, zu destillierende Zusatzwasser verdampft wird, ein Vakuum aufrecht erhalten wird, das höher ist als das Vakuum im Dampfrnaschinenkon- densator.
In der Fig. 1 ist ein Beispiel einer Ein richtung zur Ausführung des Verfahrens ver- anscliaulicht. a. ist eine Dampfmaschine, b der Abdampfstutzen, durch den der Abdan rpf mittelst des Abdampfrohres c dem Oberflächen kondensator d zugeführt wird. In der Ab dampfleitung, oder wie in der Figur gezeichnet, in einer Abzweigung derselben, befindet sich der Verdampfer e, in dein das zu destillierende, rohe Zusatzwasser verdampft wird.
Es tritt nämlich ein Teil des Dampfes aus der Ab- dainpfleitung c in das in den Kopf des V er- #n e mündende Zweigrohr c', umspült die Rohre des Verdampfers e und fliesst durch das ain Boden des Verdampfers angeordnete, wieder in das Abdampfrohr mündende Zweig rohr c" zurück.
Der Abdampf dient also als Heizdampf des Ve-dampfers e und hat eitle Temperatur, welche gleich der Sättigungs temperatur ist, die dem iin Oberflächenkon densator d herrschenden Druck. entspricht.
Durch die Rohre des Verdampfers e steigt das verdampfte Rohwasser zu der Sammel- leitung U, in die diese Rohre des Verdampfers e münden; durch die Leitung g werden die Roh:vasserdämpfe zum Destillierkondensator L geleitet. Um die Verdampfung des dem Ver dampfer durch das Rohr f zugeführten Roh wassers zu bewirken, ist es erforderlich, in dem Verdampferraum ein Vakuum zu schaffen, welches um einen bestimmten Betrag höher ist als das Vakuum, unter dem der Heizdampf steht.
Zu diesem Zwech wird der Destillierkon- densator L durch das kalte Kühlwasser für den Maschinenkondensator, ehe dasselbe in den Maschinenkondensator gelangt, gekühlt. In der Fig. 1 ist gezeigt, wie das Kühlwasser durch das Rohr n<I>a</I> zunächst in den Konden sator d und dann durch die Leitung ra in den Maschinenkondensator d gelangt.
Selbst verständlich braucht man nicht unter allen Umständen die Gesamtheit des Kühlwassers durch den Kondensator i zu schicken, sondern es wird häufig ein Teilstrom genügen; auch ist es nicht unbedingt nötig, die Konden satoren l und d, hintereinander zu schalten. Es ist nur erforderlich, dem Kondensator l soviel kaltes Wasser zuzuführen, dass das Vakuum in ihm etwas grösser ist als in d. Bei Anlagen mit Rückkühlwerken kann man zweckmässig das Zusatzwasser für das Rück- kühlwerk zum Betriebe des Kondensators l benutzen.
Das in Z gebildete Kondensat wird nach Fig. 1 durch eine Pumpe o abgeführt, während die Luft, die durch U ndichtheiten oder mit dein Rohwasser in den Konden sator l gelangt, mittelst des Rohres<I>p</I> durch eine beliebige Luftpumpe gefördert wird.
Fig. 2 zeigt ein weiteres Beispiel einer Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens. Es wird nach Fig. 2 die in Fig. 1 für das Destillat vorgesehene Pumpe o dadurch ent behrlich, dass das Destillat durch das Rohr q in den Maschinenkondensator d geleitet wird.
Es ist dazu nur nötig, dass der Apparat l etwas höher steht als der Maschinenkonden- sator d. Entsprechend der Differenz der Va kua in d und Z stellt sich eine Niveaudiffe renz H des Flüssigkeitsspiegels ein. In Fig. 2 ist ferner gezeigt, dass man auch die aus d zr[ entfernende Luft in den 1U' aschinenkon- den#ator c1 schaffen kann.
In Fig. 2 ist dafür eine Dampfstrahlpumpe r vorgesehen, die nur ein ganz geringes Druckgefälle zu überwinden hat.
In Fig. 3 ist eine andere Betriebsni < i ylich- keit dargestellt, bei der der Oberflächenkon densator L in der Fig. 1 und 2 durch einen Mischkondensator, der in der Figur als Strahlenkondensator s gezeichnet, ersetzt ist. Das Betriebswasser für s ist das durch die Pumpe u in Umlauf gehaltene Destillat, das einem Vorratsbehälter t entnommen wird und in den Behälter zurückfliesst.
Damit das -Um laufwasser genügend kühl ist, muss der Be hälter t gekühlt werden, was durch die Kühl- sehlarrge o veranschaulicht ist. Das gewonnene Destillat fliesst durch das Rohr w ab.
Die in Folgendem geschilderte beispiels weise Ausführungsform des Verfahrens hat den Vorteil, dass der Wärmebedarf für die Destillierung praktisch gleich Null ist. Bei dieser Ausführungsform wird das destillierte Zusatzwasser aus Kühlwasser gewonnen, das zunächst einem Destillierkondensator zu geführt wird. Die Gesamtheit des aus dem DestillierkondensatorabfliessendenKühlwassers wird dann durch den Maschinenkondensator geleitet und dort weiter erwärmt, worauf der zu destillierende Teil des Kühlwassers in einen Verdampfer gelangt, der unter dem Vakuum des Destillierkondensators steht.
Zwischen beide Kondensatoren ist eine Prrmp- vorrichtung, die zweckmässig . als Dampf- strahlapparat ausgebildet wird, eingeschaltet, die den erforderlichen Unterschied der Vakua schafft und aufrecht erhält. Bei solchen Kondensationen, die mit Wasserrückkühlung arbeiten, wird zweckmässig das meist kalte Zusatzwasser, das die in dem Kaminkühler verdunstete Wassermenge ersetzt, dem vorge schalteten Kondensator zugeführt.
Eine beispielsweise Einrichtung zur Aus führung dieser Art des Verfahrens zeigt die Fig. 4. a ist der Oberflächenkondensator einer Kraftmaschine. Der Dampf tritt durch b ein und das Kondensat wird durch die Pumpe entfernt. Das Kühlwasser tritt durch d ein und durch das Rohr e aus.
Von e aua wird ein Teil des erwärmten Kühlwassers abge- zweigt und gelangt durch das Rohr y in den Verdampfer f. In dem V erdanipfer f herrscht ein so hohes Vakuum, dass ein Teil des durch y zustriirnenden Wassers verdampft, w < ilnrend der Liest durch die Pumpe /r an die Atmosphäre gefördert wird.
Das in dem Verdampfer f erforderliche Vakuum wird irr dem Kondensator i erzeugt. Bedingung da für, dar) in dein Verdampfer f eine teilweise Verdampfung eintritt, ist, dalj der absolute Druck in i- niedriger ist als der Sättigungs- druck, welcher der Temperatur des durch einströmenden Wassers entspricht.
Dies wird dadurch erzielt, dah die Gesamtheit des aus dem Kondensator i austretenden Kühlwassers denn Kondensator a zugeführt und in diesem -eiter erwärmt wird. Das in i erhaltene Kondensat, das ist das gewonnene destillierte Zusatzwasser, wird durch die Pumpe k fort geschafft. Das Kühlwasser tritt in den Kon- derrsator <I>i</I> durch<I>l</I> ein und durch (l aus.
Die iuit den Dämpen in den Kondensator i ein tretende: Luft wird durch eine Pumpe t, in der Fig. 4 als Danrpfstrahlpunrpe gezeichnet, lierausgescliafft und in den Kondensator gefördert, wodurch die Pumpe in nur ein geringen Druckgefälle zu überwinden hat.
Dadurch. dafä in i nur eine geringe Er- wärrnung des Kühlwassers stattfindet, wird das Vakuum in a nur ganz urwesentlich verschlechtert, so dal@ der Dampfverbrauch der Kraftmaschine nur unwesentlich erlii;ht wird. Der Mehrbedarf all Dampf frei Betrieb der Destillationsanlage ist daher praktisch gleich Null.
Ferner tritt dadurch, dat) irr i die Kondensierung unter hohem Vakuum stattfindet, eine vorzügliche Entlüftung ein. Dies ist ein besonderer Vorteil, da bekannt- lich sauerstoffhaltiges Speisewasser bezw. Zu satzwasser schmiedeeiserne Ekonorniser- und Kesselheizflächen angreift.
Die Wirkring des Verdampfer-, kann noch erhöht werden, Werrrr derselbe durch Abdampf der Kraftmaschine beheizt wird. In der Fig. 4 ist dies dadurch veranschaulicht, dal:> ein Heizmantel ie vorge sehen ist, in den durch ein Abzweigrohr o Abdampf der Kraftmaschine geleitet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser bei Dampfkraftanlagen, insbe sondere Dampfturbinenanlagen, mit Konden sator der Dampfkraftniaschine, dadurch ge kennzeichnet, dass in einem Rohwasserver- dampfer, in welchem das rohe, zu destillierende Zusatzwasser verdampft wird, ein höheres Vakuum als im Kondensator der Dampfkraft- niaschine aufrecht erhalten wird.U NTERAN SPRACHE 1. Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Verdampfung des Rollwassers in einem Rohwasserver- dampfer bewirkt wird, der in einer Zweig leitung der Abdampfleitung der Dampf- kraftrnaschine liegt.Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser nach Patentarrspi,uch, da durch gekennzeichnet, dass die im Roh wasserverdampfer erzeugten Dämpfe einem besondern Kondensator zugeführt werden, in welchem durch Verwendung von Kühl wasser, das kälter ist als dasjenige des Maschinenkondensators, ein höheres Va kuum als ini Maschinenkondensator erzeugt wird. 3.Verfahren zerr Erzeugung vorn destilliertem Zusatzwasser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das für den Maschinenkondensator bestimmte Kühl wasser oder ein Teil desselben zunächst einen Destillierkondensator, in dem die im Verdampfer erzeugten Dämpfe kondensiert werden, durchströmt und darauf dein Ma- schinenkondensator zugeführt wird. 4.Verfahren zur Erzeugung vorn destilliertem Zusatzwasser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dar das in einem Destillierkondensator gebildete Kondensat in den Maschinenkondensator geleitet wird, und dass die aus dein Destillierkondensator zu entfernende Luft ebenfalls in den Ma- schinenkondensator geschafft wird. . Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die in dem Verdampfer erzeugten Dämpfe in einem Mischkondensator niedergeschlagen werden, der durch das gekühlte Destillat betrieben wird. 6.Verfahren zur Erzeugung von destilliertem Zusatzwasser nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass erwärmtes Kühl wasser des Maschinenkondensators unter das Vakuum eines Destillierkondensators gebracht und dadurch verdampft wird, wobei der erforderliche Unterschied der Vakua zwischen Destillierkondensator und Maschinenkondensator durch eine zwisehezl beide geschaltete Pumpvorrichtung aufrecht erhalten wird.
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