CH94024A - Vorrichtung zum Verhindern der Ausströmung von dem Flüssigkeitsinhalt eines Kochers in die zum Kocher führende Dampfleitung. - Google Patents

Vorrichtung zum Verhindern der Ausströmung von dem Flüssigkeitsinhalt eines Kochers in die zum Kocher führende Dampfleitung.

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CH94024A
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  Vorrichtung zum Verhindern der Ausströmung von dem     Flüssigkeütsinhult    eines       Kochers    in die zum Kocher     führende    Dampfleitung.    Beim Kochen von Holzschnitzel in     Sulfit-          kochern    hat man häufig     damit        zii    rechnen,  dass der     Druck    in der Dampfleitung unter  den im Kocher augenblicklich herrschenden  Druck sinkt und infolge dessen die Säure in  die Dampfleitung eindringt. Dies kann     zum     Beispiel eintreten, wenn an die Dampfleitung  zum Kocher noch andere Kocher angeschlos  sen sind und diese zum Dämpfen oder Art  hetzen momentan eine grosse Menge Dampf  verbrauchen.

   Es kann auch     vorkommen,    dass  das Ventil der direkt in den     Kocherinhalt     Dampf führenden Leitung, das gleich vor dem  Kocher liegt, undicht ist, oder dass dasselbe  für den     Augenblick    offen steht und somit  Säure zurückfliesst. Bei     indireldem    Kochen       mittelst    Rohrschlangen können die Rohre un  dicht sein und Säure in die Leitung eindringen.  



  Lauge oder Säure, welche in solchen Fäl  len in das     Leitungsnetz    gelangt, kann aber  grosse Schwierigkeiten und Betriebsstörungen  veranlassen, indem sie die     Leitungen        zerfrisst     und wenn sie in den Kessel, oder in einen       gegebenenfalls    an die Leitung angeschlosse-         nen    Dampfspeicher, oder in eine Dampftur  bine oder dergleichen gelangt, in solchen An  lagen grosse Störungen veranlassen.  



  Als ein Beweis dafür, wie gross die ge  nannte Gefahr tatsächlich ist, möge erwähnt       werdet),    dass man es bei indirekter     Kochung     noch niemals wagte; das Anheizen des Kocher  inhaltes mit niedrigerem Dampfdruck als dem  im Kocher vorhandenen Drucke auszuführen,  obschon durch ein derartiges     Verfahren    eine  Menge von Vorteilen zu erreichen wäre. Die  Sache verhält sich natürlich so, dass der Druck.

    im Kocher infolge der entwickelten Gase viel  schneller steigt als der Temperatur des Kocher  inhaltes entspricht, weshalb     zürn    Beispiel  beim     Sulfitkochen    das Anheizen bis auf 100        sehr    leicht mit einem niedrigeren     Drucke,     beispielsweise einem     Überdruck    von 1 kg aus  geführt werden könnte, wenn nicht eben zu  befürchten wäre, dass Säure durch undichte  Rohrschlangen in die Leitung gelangen würde.       Man    hat daher die     Leitlangen    in vielen Fällen  zu schützen versucht, indem man sie trotz  der hohen Kosten     weitmöglichst    aus säure-      festem Metall ausgeführt hat.

   Oder     inan    hat  in den Leitungen     Einrichtungen    angeordnet,  die anzeigen,     wenn        Säure    in die Leitung ge  langt, damit diese dann abgesperrt werde.  



  Die vorliegende     Erfindung    bezweckt, das  Eindringen des     Kocherinhaltes    in die     all    den  Kocher angeschlossenen Leitungen und Ein  richtungen zu verhindern, diese also vor     All-          fressungen        durch    Säure schützen zu     können,     so dass keine besondere Signalvorrichtung  angeordnet zu werden braucht.

       Cberdies        er-          möglicht    die Vorrichtung     gemäh    vorliegender  Erfindung das Anheizen mit niedrigerem  Drucke, der den atmosphärischen Druck nur  ganz wenig übersteigt,     auszufübren,    was von  ganz besonderer Bedeutung ist, wenn     der     Kochdampf auch für Krafterzeugung verwen  det wird.  



  Die     Erfindung    ist gekennzeichnet durch  ein in der zum Kocher führenden     Dauij,f-          leitung    vor dein     üblichen    Absperrventil des  Kochers angeordnetes Ventil     (zweckmässig     ein     Rückschlagventil)    und ein     zwischen    diesen  beiden Ventilen in die Rohrleitung     mündendes     Rohr, welches Dampf, Luft, Wasser oder ein  anderes Druckmittel von höherem Drucke als  dein Höchstdrucke des Kochers enthält.

   Am  geeignetsten dürfte hierfür die     Verwendung          voll    Dampf sein, wobei die     zuströmendeHöchst-          menge        voll    Dampf durch ein kleineres Ventil;  einen     Druckflausch    oder dergleichen begrenzt  und so gross     bemessen    werden kann,     dass    sie  diejenige Dampfmenge sicher überschreitet,  die bei einem etwa entstehenden Undicht  werden bei dem     Rückschlagventile    oder dem  säurefesten Ventile ausströmen kann.  



  In gewissen Fällen hat     inan    damit zu  rechnen,     daP    Dampf voll höherem Drucke  als dem     Höchstdrucke    des Kochers nicht zur       Verfügung    steht. Dies ist<B>zum</B>     Beispiel    der  Fall, wenn der Kesseldruck den     Kocherdruck     nur so     wellig    überschreitet, dass bei einer  plötzlichen     grossen        Dampfentnahme    aus dem       Kessel    dessen Druck unter den     Kocherdruck     fällt.

   In derartigen Fällen wird ein kleiner  isolierter, grösstenteils mit Wasser gefüllter  Behälter     vorgesehen,    in welchen Dampf     voll       den Kesseln durch ein nach dem Behälter       öffnendes        hückschlagventil    eingeführt wird.

         Praktisch    steht der     Behälter    somit stets unter  einem dem     Höchstdrucke    der Kessel     eilt-          sprechenden        Danipfdrueke    und wird nur sehr  langsam durch die geringe     Danipfmeuge    ent  laden, welche gegebenenfalls durch das Druck  schloss     hindurchleckt.     



  Dieser Behälter dient also als Dampf  speicher, aus dessen obern Teile Dampf zur       neuen        Vorrichtung        genommen        wird.     



  Der Erfindungsgegenstand ist beispiels  weise auf der Zeichnung     veransehaulicht.          Fig.    1 zeigt     ini    Schnitt eine Ausführungs  form des     Erfindungsgegenstandes.     



       Fig.    2 zeigt schematisch eine     weitere    Aus  bildung der in     Fig.    1 dargestellten Ausfüh  rungsform.  



  In     Fig.    1 bezeichnet     h    den Kocher,     AS    ist  die säurefeste     Eilimauerung,    A das Absperr  ventil, T die Leitung     zwischein    dem Ventil  A und dein     R.ückschlagventil        B,    an welches  die Dampfleitung L angeschlossen ist.     l'    ist  ein für allemal eingestelltes Ventil in der  schwachen Dampfleitung     1I,    in welcher stets  ein höherer     Druck    herrscht. Das Absperrventil  und die Leitung     '1'    sind aus säurefestem  Metall hergestellt.

   Das Ventil     1-,    die Leitun  gen L und     .@li    sowie das     Rückschlagventil        B     können aus nicht     sä.urefestein    Metall aus  geführt     seih.     



  Die     Wirkungsweise    der dargestellten Vor  richtung ist folgende:       Angenommen    die Ventile     :1    und     B    seien       vollkommen    dicht und für den     Augenblick          geschlossen    und es     llei,rs;-lie    in der Leitung  T derselbe.     Dampfdruck,    wie in der     Leitung        J1.          .Ferner    ist angenommen, dass das Ventil     b'          offen    steht.

   Wird das Ventil A geöffnet, so  strömt unaufhörlich während des Kochver  fahrens     eilie    geringe     Dampfmenge    aus der  Leitung X     finit    der grossen Dampfmenge aus  L in den Kocher     li:    ein.  



       Angenommen    es sinke nun     während    des       Kochverfahrens    der     1)ailipfdi,uch    in der Lei  tung L unter den     ini    Kocher     augenblicklich     herrschenden Druck,. so dringt sofort     Säure              u.        durn    Kocher durch das Ventil<B>A</B> in die       Leitung    1', wobei das     Rückschlagventil        .B          ("esclrlosse))    wird.

   Wenn nun aber durch die       l.cit()r)g    X in T     Dampf    einströmt, dessen       Druck    höher als der Druck im Säurekocher  ist, so verhindert dieser die Säure in T zu  steigen. Die aus der Leitung 11 zuströmende       Dan)pfnrenge    wird allmählich die Säure aus  der Leitung T     zurückdrängen,    bis sich die  Säure nach der Linie     H-H    eingestellt hat;  weil     Dampf    jetzt in den     Kocher    einströmen       kann.     



  Daraus ergibt sich; dass das Ventil     13     oder vor demselben befindliche Leitungen oder  Einrichtungen     niemals    mit der Säure in Be  rührung gelangen können. Die Wirkung ist  die gleiche,     wenn    Säure in T eindringt; weil  das Ventil     :I    nicht     vollkommen    dicht ab  schliesst.  



  Bei der gezeigten Vorrichtung strömt  Dampf von dem Ventil A unmittelbar in den  Kocher hinein; der Kocher kann aber auch  reit     Heizröhren    versehen sein.    Die Leitung 111, wird in der) meisten Fällen  von dem Dampfkessel abgezweigt. Wenn aber  der     Kesseldruck    den für die     Kochung    erfor  derlichen Höchstdruck nicht wesentlich über  steigt, oder sogar bisweilen unter diesen     Druck     sinkt; so muss das Druckmittel aus einem  andern     Druckbehälter    genommen werden.

   Ist  es dabei     erwünscht,    Dampf als Druckmittel  zur benutzen, so kann dieser Dampf, wie in       Fig.    2 gezeigt ist,     aas    eurem Dampfspeicher  genommen werden.  



       P    stellt hier eine Kesselbatterie: dar, die  <B>zurrt</B> Beispiel für einen Überdruck von G kg       gebaut    ist, während die Kocher Ist und     Ii=     auf einen Höchstdruck vorn beispielsweise  5,5 kg     gebracht    werden.  



  Angenommen es werde im Kocher     1i=    für  den Augenblick gedämpft und der     Darnpf     der     Leitung        L-'        entnonrrrrerr,    während im Kocher       IL'    gekocht werde und der Dampf hierfür  durch die Leitung L' zugeführt.

   Der Druck  im Kocher     K'    betrage augenblicklich 5,5 kg  und durch das Dämpfen im Kocher     K     sinke  der Druck in der Kesselleitung     LP    auf bei-         spielsweise    4 kg, dann ist die Gefahr vor  handen, dass Säure     aus    dem Kocher     KI    durch  die Leitung L' in die Kessel gelangt.  



  Um dieser Gefahr vorzubeugen, ist jeder  der beiden Kocher     11'    und     IL=    mit einer Vor  richtung gemäss     Fig.    I versehen und die Lei  tungen     M    sind an einen teilweise mit Wasser  gefüllten Speicher X angeschlossen, welcher  durch die Leitung Z, in der ein Rückschlag  ventil Y eingeschaltet ist, mit der     Dampf-          leitung        Lr#    in Verbindung steht. In der Lei  tung Z sei ein Ventil     Q    angeordnet. Die  Leitungen T stehen somit mit dem Dampf  raum des Speichers in Verbindung, während  der Wasserraum desselben mit der) Kesseln  verbunden ist.

   Hierdurch wird der Speicher  stets auf einen Druck geladen sein, welcher  sich dem in den Kesseln     vorkommenden    Höchst  druck nähert. Der Speicher hat eine derartige  Kapazität, dass auch im Falle in     LP    ein nie  driger Druck herrscht und der Dampf durch  das Ventil     Y    strömt, so kann jedoch     der-          Speicher        ehren    hinreichend grossen Druck       halten    für die verhältnismässig kurzen Geiten,  wo der Druck in     LP    unterhalb des Druckes  des Kochers Falleu kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zum Verhindern der Ausströ mung von dein Flüssigkeitsinhalt eines Kochers in die zurn Kocher führende Dampf leitung, gekennzeichnet durch ein in dieser Dampfleitung vor dem üblichen Absperrventil des Kochers angeordnetes Ventil und ein zwischen diesen beiden Ventilen in die Rohr leitung mündendes Rohr, welches ein Druck mittel von höherem Drucke als dein Höchst drucke des Kochers enthält.
    UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das erstgerranrrte Ventil ein Rückschlagventil (13) ist. ,\'2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da?) das Verbindungsrohr zwischen den beiden Ventilen senkrecht angeordnet ist. 3.
    Vorrichtung nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass ein Rohr (M) mit einem Dampfspeicher (!Y) in Verbindung steht, welcher Dampfspeicher mittelst eines Rück- schlagventils (Y) mit einem Dampfkessel verbunden ist.
CH94024D 1919-04-12 1920-05-27 Vorrichtung zum Verhindern der Ausströmung von dem Flüssigkeitsinhalt eines Kochers in die zum Kocher führende Dampfleitung. CH94024A (de)

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