Geldüberweisuugsfor malst-. Im bankmässigen Geldüberweisungsverkehr ist bisher die Verwendung von formularmässi gen Anträgen sehr selten. Die benutzten Formulare haben lediglich den Zweck, den Kunden zur genauen Formulierung seiner Anträge zu zwingen und dadurch die<B>M</B>ög lichkeit einer fehlerhaften Ausführung zu ver mindern. Es verbleibt aber den Banken im übrigen die gleiche Arbeit für jeden einzelnen Überweisungsauftrag, wie wenn dieser brief lich gestellt wäre. Insbesondere gilt dies von solchen Aufträgen der Kunden, zu deren Ausführung die Bank wieder den Giroverkehr einer Zentralbank in Anspruch nehmen mass (indirekter Überweisungsverkehr).
In diesem Falle hat die Bank nicht nur ein an die Zentralbank gerichtetes Überweisungsformular auszufüllen, sondern auch noch ein nebenher laufendes Avis, meistens als Postkarte. Es werden zumeist mehrere Abteilungen der Bank in Anspruch genommen; jede von ihnen hat bei der Verbuchung in der Regel den Emp fänger der Überweisung zu bezeichnen, was erhebliche Schreibarbeit macht, Das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Formular soll ein Mittel sein, um den Geschäftsvorgang bei der Bank zu vereinfachen, und zwar; worauf besonders Wert zu legen ist, ohne dass der Kunde gleichzeitig mit der Arbeit belastet wird, die die Bank erspart.
Das Formular= besteht in seiner einfach sten Ausführung aus zwei zusammenhängen den Stücken aus Papier, Karton oder der gleichen, die auf je einer Seite mit Vor drucken und Lücken versehen und so über einander gefaltet sind, dass der eine Vordruck aussen und der andere verdeckt liegt und die Lücken des einen Stückes b die Projektion der Lücken des andern Stückes cc bilden.
Der Vordruck auf dem ersten Stück a ist so gestaltet, dass das Stück nach Ausfüllung der Lücken einen Geldüberweisungsauftrag bildet; und der Vordruck auf dem zweiten Stück b ist so beschaffen, dass das Stück nach der gleichlautenden Ausfüllung der Lücken eine Mitteilung bildet, die dem Geld empfänger die eintreffende Greldübexweisung anzeigt. Die Rückseite des zweiten Stückes b kann zu diesem Zweck als Adressenseite einer Postkarte gestaltet sein.
11Iit dem zweiten Stück b kann noch ein drittes c abtrennbar verbunden sein, das einen geeigneten Vordruck und Lücken enthält, nach deren Ausfüllung es einen Beleg über die abgetrennten Stücke a und b bildet.
Das Stück a kann, wie in Fig. 1 durch Schraffur angedeutet, durch Verwendung von Wasserzeichenpapier, durch Unterdruck usw. derartig ausgestaltet sein, dass die nachträg liche Fälschung und Abänderung des ge schriebenen Auftragtegtes ebenso erschwert ist, wie bei einem der üblichen Scheck formulare.
iLan kann dem Formular noch ein viertes Stück d hinzufügen, das vorteilhaft zwischen das zweite Lind dritte Stück eingeschoben und über welches das dritte Stück c gefaltet wird. Die Vordrucke der Stücke a auf c befinden sich dann auf der einen, die Vor drucke der Stücke<I>b</I> und<I>d</I> auf der Gegen seite des auseinandergefalteten Blattes. Das Stück d trägt dünselben Vordruck mit. den selben Lücken wie das Stück c. kann also gleichzeitig mit dem Stück c in einen zweiten Beleg über die abgetrennten Stücke a und b verwandelt werden.
Die Teile c und d sind durch eine Per forierlinie getrennt.
In den Zeichnungen, Fig. 1 bis 4, ist eine Ausführungsform 'des Formulars als Beispiel dargestellt.
Fig. 5 und 6 veranschaulichen die Fal tung bei einer andern Ausführungsform. Fig. 7 und 8 zeigen an einem Beispiel den Vordruck und die Ausfüllung dieser Art des Formulars.
In allen Figuren ist a das eigentliche Formular für einen Geldüberweisungsauftrag, welchen nach den in Fig. 3, 4, 7 und 8 er läuterten Beispielen eingewisser Otto Kramei seiner Bankverbindung, nämlich der Deutschen Bank in Berlin erteilt. Der Vordruck ist durch lateinische Schrift kenntlich gemacht. Der Auftrag lautet in diesem Fall dahin, einem gewissen Heinrich Küppers in Krefeld, der ein Konto bei der Gewerbe- und Handels bank in Cöln hat, den Betrag von 1500 2,1. zu überweisen.
Der Auftraggeber schiebt ein geschwärztes Blatt mit der Schwärze nach unten zwischen die Stücke<I>a</I> und<I>b</I> und füllt mit einem Tintenstift das Stück a der Fig. 1 so aus, wie es Fig. 3 zeigt, wodurch zugleich das Stück b in der Weise ausgefüllt wird, wie es Fig. 4 erkennen lässt. Will der Auf traggeber einen Beleg zurückbehalten, so trägt er in den Abschnitt e, auf dem entsprechende Hinweise vorgedruckt sind, noch die Summe, die beauftragte Barrk, die Bestimmung des Geldes und das Datum ein.
Er trennt dann die zusammenhängenden Stücke a und b von dein Abschnitte ab und übergibt sie seiner., Bank. Diese behält das Stück a zurück und schickt das Stück b, nachdem es die vor geschriebenen Stellen durchlaufen hat, an die zweite Bank, die nun das CTeld auf gewil)Irn- liche Weise (durch Gutschrift, Postcheck usw.) weiterleiten kann. Durch Anwendung des Formulars werden der ersten Bank folgende Arbeiten erspart 1.
Die Ausfertigung eines Kassenauftrages für die eigene lasse (durch Stück a); 2. Die Ausfertigung einer besonderen Be- rracln-ichtigung an die zweite Bank (durch- Stück b) ; 3. Die Ausstellung einer Belastungsauf gabe an den Auftraggeber (durch Stück c); 4. Sehreibarbeit bei der Verbuchung auf dein Konto des Auftraggebers (durch die Benutzung der blossen Formularnummer); 5. Das Kopieren der unter 1-3 erwähnten Schriftstücke.
In demselben Masse spart die zweite Bank an Arbeit.
Das Formular nach Fig. 5 bis 8 ist vier teilig, indem zwischen die Stücke b und c ein Stück d eingeschaltet ist, das sich mit denn Stück c deckt und den gleichen Vor druck wie dieses trägt. Vorteilhaft ist Stück c nach vorn über das Stück d gefaltet und von diesem durch Perforierung getrennt. Vor der Ausfüllung der Stücke a und c wird ein geschwärztes Blatt mit der Schwärze nach unten unter beide geschoben, so dass mit den Stücken<I>a</I> und ,c die Stücke<I>b</I> und<I>d</I> aus gefüllt werden, und zwar b gleichlautend mit a und d gleichlautend mit c.
Der Auftrag geber trennt hiernach entweder die zusammen hängenden Teile<I>a, b</I> und<I>d</I> ab, und übergibt sie seiner Bank, während er das Stück c (wie im Falle der Fig. 1 bis 4) als Beleg zurückbehält, oder er schickt das ganze vier teilige Formular an seine Bank. Im zweiten Fall schickt die Bank das Stück c als Be lastungsaufgabe dem Auftraggeber zurück. In jedem Fall behält die Bank das Stück a als Auftragsdokument und schickt die noch zusammenhängenden Stücke b und d an die zweite Bank. Diese behält das Stück d als Buchungsunterlage, während sie das Stück b an den kreditierten Kunden weiterschickt.
Fig. 6 zeigt die Formulare nach Fig. 5 in einem Heft vereinigt.