CH94171A - Dampfwarmwasser-Heizkörper. - Google Patents

Dampfwarmwasser-Heizkörper.

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CH94171A
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  • Steam Or Hot-Water Central Heating Systems (AREA)

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      Dampfwarmwasser-Heizkörper.       Die Erfindung bezieht sich auf jene       Dampfwarmwasser,    , Heizkörper, bei den in  einem, mit Umlaufgliedern in Verbindung  stehenden     Heizglied    mindestens ein unten  offenes Dampfrohr angeordnet ist, in das der  Dampf entgegen dem Druck einer im     Heiz-          glied    vorhandenen, durch eine     Überlaufein-          richtung    geschaffenen Wassersäule eintritt.

    Gemäss dieser Erfindung ist eine vom Dampf  eintrittsraum in die     Kondenswasserableitung     führende     -\Terbindungs-    oder Nebenleitung       vorgesehen,    deren im Bereiche der     Da.mpfzu-          strömung    befindliche     Öffnung    oberhalb des  Höchstwasserspiegels liegt. In diese Neben  leitung kann ein Kondensator, etwa. eine  Rohrschlange, geschaltet sein.

   Die obere,     vör-          zugsweise    düsenartige Öffnung der Neben  leitung ist entsprechend     clem    zur     Anwendung     kommenden     Maximalclampfdruck    so bemes  sen, dass bei Anheizen die in der Anlage be  findliche Luft leicht entweichen kann, wo  gegen Dampf nur in geringer Menge, die  überdies, wenn eine Rohrschlange     angeordnet     ist, kondensiert wird, durch die Nebenleitung       anstreten-kann.    -    Die Regelung der Heizwirkung, nämlich  die Vergrösserung oder Verkleinerung der       Wärmeaustauschflächen    des Dampfrohrsy  stems,

   also der Grad der     Abwärtsverdrän-          gung    des Wassers in den unten offenen  Dampfrohren durch den von oben einströmen  den Dampf kann durch Regelung der Dampf  zuströmung, also durch irgend ein Drossel  organ besorgte werden.

   Diese Art der Rege  lung der Heizwirkung ist aber nur sehr un  vollkommen, weil die Dampfwasser - Heiz  fläche stets einen vom Dampfdruck abhängi  gen Höchstwert erhält und die Dampfdrosse  lung bei höheren     Wassertemperaturen    prak  tisch wertlos     wird.    Eine viel empfindlichere  Regelung der     Heizwirkung    kann aber da  durch ermöglicht. werden, dass nicht die       Dampfzuströmung    mehr oder minder gedros  selt wird, sondern die     Wasserüberlaufleitung,     zu welchem Zwecke diese ein Drosselorgan  erhält,     mittelst    dessen sie auch gänzlich ge  sperrt werden kann.  



  Einen noch höheren Grad der Empfind  lichkeit der Regelung der Heizwirkung kann  man aber erreichen, wenn man die Verbin-           dung        zwischen        dem        Innenraum    des Dampf  rohres und dem Wasserraum des Heizgliedes  von einem     Regelungs-    oder Drosselorgan be  einflussen lässt, weil man die im     Heizglied     und in den angeschlossenen     Radiatorgliedern     befindliche Wassermenge, oder die Räume,  in denen sich diese Wassermenge befindet,  mit der Regelung gar nichts zu tun haben.  



  Die     Fig.    1, 2 und 3 der Zeichnungen  zeigen eine     beispielsweise    Ausführungsform  eines Heizgliedes gemäss der Erfindung, wo  bei     Fi(,:    1. einen     lotreeh.ten    Schnitt,     Fig.    2  eine Seitenansicht der Gesamtanordnung des  Heizkörpers     teilweise    im Schnitt, und     Fig.    3  eine Draufsicht des Heizkörpers veranschau  lichen;

       Fig.    4 zeigt eine Einzelheit der Innen  einrichtung des     Heizgliedes;        Fig.    5 zeigt in  schematischer Darstellung eine andere Aus  führungsform des Heizkörpers, und     Fig.    6  eine dritte     Ausführungform    des Heizgliedes.  ,je in einem lotrechten Schnitt.  



  Bei der Ausführungsform des     Heizkörpers     nach den     Fig.    1 bis 4 ist das Heizglied mit  1 bezeichnet und dieses steht oben und unten  durch die     Nippelverbindungen    2 und 3 mit  den Umlauf- oder     Radiatorglieclern    4 in Ver  bindung. Das Heizglied bildet also das eine       Endglied    des ganzen Heizkörpers. Das Heiz  gliea 1 ist ebenso wie die     Radiatorglieder    4  gänzlich mit Wasser gefüllt, und erhält ein  bis in die Nähe des Bodens hinabreichendes  Dampfrohrsystem, das hier aus Doppelrohren  besteht, nämlich aus je einem Innenrohr 5  und einem einen im Querschnitt ringförmi  gen Zwischenraum 7 freilassenden Aussen  rohr 6.

   Der Ringraum 7 ist unten offen und  oben geschlossen und sein oberer Teil ist mit  der Dampfzuleitung verbunden.  



  Der durch ein Rohr 8 zuströmende Dampf  (vergleiche     auch        Fig.    4. die einen lotrechten  Schnitt, senkrecht auf den in     Fig.    1 darge  stellten lotrechten Schnitt des     Dampfein-          trittsraumes    zeigt) tritt in     eineVerteilkammer     9 ein, aus der er durch Zweigstutzen 10 und  11 in den Ringraum 7 der Doppelrohre strömt.

    Die     Einströmung    durch das Rohr 8 kann auch  durch eine     thermostatische    Einrichtung ge  regelt werden, die aus     einem    Ausdehnungs-         körper    12     (Fig.    2) besteht, der seinerseits  aus einer Reihe von ausdehnbaren Elemen  ten zusammengesetzt ist. Der Thermostat 12  ist in einem an der Vorderseite des     Heizglie-          des    dicht angesetzten Gehäuse 13 eingeschlos  sen und an der tiefsten Stelle des Heizgliedes,  d. h. so angebracht, dass er vom kältesten Um  laufwasser beeinflusst wird und leicht zu  gänglich ist. Der Thermostat wirkt auf das  die     Dampfzuströmung    regelnde Ventil 14 in  bekannter Weise.  



  Im Innern des     Heizgliedes    1 ist eine Über  laufeinrichtung angeordnet, die aus einem  Rohr 15 besteht und mit der Kondenswasser  ableitung 16     (Fig.    1 und. 3) verbunden ist.  



  Vor dem Anlassen     wird    der ganze Heiz  körper mitsamt dem Rohrsystem mit Was  ser gefüllt. Wird dann Dampf in das     Heiz-          glied    1 einströmen gelassen, so wirkt er ent  gegen der im Heizglied vorhandenen Wasser  säule und drückt das Wasser aus den Ring  räumen 7 des Doppelrohrsystems.

   Zu Beginn  der     Dampfeinströmung    oder schon bei einem  sehr kleinen     Dampffüllungsgrad    wird der  obere Teil der Innenrohre 5     erwärmt,    so dass  das darin befindliche Wasser emporsteigt  und kälteres von unten nachströmen muss,  wodurch die     Wasserzirkulation    eingeleitet       wird.    Durch eine erstmalige Einstellung wird  der     Dampfeintrittsdruck    durch ein     RegeInngs-          organ    17     (Fig.    2) so bestimmt, dass das das  Innere des Doppelrohrsystems 5,

   6 erfüllende       Wasser    gerade bis in die Nähe des untern  Randes verdrängt     wird.    so dass kein unmittel  barer Dampfeintritt in das zu erwärmende  Wasser erfolgen kann. Da aber beim Anhei  zen die im     Dampfverteilungsnetz    befind  liche Luft, in das     Dampfheizrohrsvstem    6       -gelangen    müsste, so     würde    dieses dadurch mit  Luft ganz     oder    teilweise erfüllt werden und  daher dem angestrebten     Zweck    einer siche  ren Erwärmung nicht erfüllen.

   Es ist daher  gemäss der vorliegenden Erfindung eine be  sondere Rohrverbindung 18 zwischen dem       Dampfeintrittsraum        bezw.    der     Verteilkam-          mer    9 oberhalb des durch die     Überlaufrich-          tung        gegebenen        Wasserspiegels    und     d?r        1ion-          clenswasserahleitung    16 angeordnet.

        Diese Rohrleitung stellt also eine Neben  leitung vom     Dampfeintrittsraum    zur     Kon-          denswasserableitung    dar, nämlich eine Lei  tung, die dem Wege vom Eintrittsraum durch  die Rohre 6, dem     Überlaufrohr    15 zur     Kon-          denswasserableitung    gewissermassen parallel  geschaltet ist. Die obere Windung des Roh  res 18 wird durch ein düsenförmiges Ein  satzstück 19 gebildet, das in den     obern    Rand  der     Verteilkammer    9 ragt.

   Dieser obere Raum  ist bei der vorliegenden Ausführungsform       durell    eine Wand 20 zu einem     A-förmigen     Kanal ausgebildet, dessen einer Schenkel 21  mit der     Dampfeinströmung    8 und dessen     an-          clerer    Schenkel 22 mit dem untern Teil der       Verteilkammer    9 in     Verbindung    steht, wobei       das    Einsatzstück 19 im Scheitel der beiden       Scbenkel    21 und 22 liegt     (Fig.    4). Die     Ver-          teilkammer    9 ist durch eine Schraubkappe 23  geschlossen.

   Der das Heizglied abschliessende  Deckel 24 wird     mittelst    eines in die Kappe  23 eingeschraubten Bolzens 25 niederge  halten.  



  Die Öffnung 19 der Nebenleitung 18 ist  entsprechend dem zur Verwendung     hommen-          den        Maximaldampfdruck    so bemessen, dass  beim Anheizen die Luft leicht entweichen  kann, während der Dampf nur in einer sehr  geringen Menge durch die Nebenleitung strö  men kann. Zweckmässig ist diese Nebenlei  tung ausserhalb oder, wie in     Fig.    1 darge  stellt. innerhalb des Wassers zu einer Rohr  schlange 26 ausgebildet, in der der Dampf  auf seinem Wege durch die Nebenleitung 18  kondensiert wird.

   Es kann also durch das  Einströmen von Dampf in die Nebenleitung  18, nachdem durch diese die Luft verdrängt       worden    ist, kein Verlust entstehen, weil auch  die geringe, durch die Nebenleitung 18 strö  mende Dampfmenge ihre Wärme an das um  gebende Heizwasser abgibt und nur Kondens  wasser zur Ableitung 16 gelangen kann.  



  Das sich bei der Wärmeabgabe des Damp  fes im Heizrohrsystem bildende Kondensat  tritt in die Flüssigkeit des Heizgliedes über  und bildet damit einen Teil der     Zirkulations-          flüssigkeit.    Je tiefer das Nasser in den         Dampfheizrohren    abwärts gedrängt wird, de  sto grösser ist die Heizfläche und umgekehrt,  so dass die     Heizwirkung    geregelt werden  kann.  



  Die Nebenleitung 18 zwischen     Dampfein-          trittsraum    und     Kondenswasserableitung    hat  auch den Zweck, ein     Leersaugen    des Reiz  körpers bei allenfalls in der Dampfleitung  sich bildendem Vakuum zu verhindern, weil  ja die Mündung 19 dieser Nebenleitung durch  Vermittlung der     Kondenswasserableitung    mit  der äussern Atmosphäre in Verbindung steht,  so dass also im Heizglied kein Vakuum ent  stehen kann.

   Ausserdem wird schon bei einem  von Null fast kaum verschiedenen Druck  durch die Leitung 18 ein Dampfübergang  unter gleichzeitiger Kondensation zur     Kon-          denswasserableitung    stattfinden, so dass also  bereits eine Erwärmung der Füllflüssigkeit  zu einem Zeitpunkt eingeleitet wird, wo we  gen des sehr geringen Druckes eine Erwär  mung der Füllflüssigkeit durch die Heizrohre  6, die mit der Flüssigkeit in direkter Verbin  dung stehen, unmöglich wäre. Hierdurch wird  auch bereits die Wasserzirkulation einge  leitet, die sonst bei den     Dampfheizrohren    bei  einem grösseren Druck eingeleitet werden  müsste.

   Auch das Fernhalten der Flüssigkeit  wird durch die Nebenleitung 18 bei einem       ganz    geringen Dampfdruck und infolgedessen  mit einem sehr geringen Wärmeaufwand be  sorgt.  



  Die Regelung der Grösse der Heizfläche  geschieht hier, wie bereits erwähnt, durch  ein     Dampfdrösselventil    17, was aber, wie  eingangs hervorgehoben worden ist, nur in  einer unvollkommenen Weise geschehen kann,  wenn der Dampfdruck vom Kessel her un  verändert bleibt.  



  Eine viel empfindlichere Regelung der  Heizwirkung kann mit der in     Fig.    5 darge  stellten Einrichtung erreicht werden. Hier  ist der ganze Heizkörper zur Erleichterung  des Verständnisses     schematisch    dargestellt,  wobei aber die Einrichtung im Wesen der  eben geschilderten entspricht und sich von  dieser lediglich durch eine besondere Ausge-           staltung    der Regelungsvorrichtung unter  scheidet.  



  In dem geschlossenen, gänzlich mit     \Vas-          ser    gefüllten Heizglied 27 ist also, ebenso  wie früher, ein oben geschlossenes und unten  offenes Rohr 28 angeordnet, dessen oberes  Ende etwas höher liegt als der     Flüssigkeits-          @l>iegel    im     Heizglied    27. Herrscht in diesem  Rohr 28 kein Überdruck, so dringt von unten  her Wasser ein, und zwar bis auf die Höhe  des     Wassers    im Heizglied 27. Ausserhalb der  Wasseroberfläche im Rohr 28 ist noch ein  freier Raum.

   In diesem Raum mündet von  oben her die     Dampfzuströmung    29, und fer  ner liegt in ihm die obere, mit einer Düse       30    versehene Öffnung des Rohres 31, das     ab-          wii.rts    zu einem Kondensator 32 führt, von  dem ein Rohr 33 zur     Kondenswasserableitung_     34 ausgeht. Die Teile 31, 32 und 33 bilden  also die oben erwähnte Nebenleitung zwischen  der     Da.mpfzuströmung    29 und der     Kondens-          zvasserableitung    34, die mit dem Überlauf  rolir 35, das hier ausserhalb des Heizgliedes  <B>2</B>7 angeordnet ist, durch das Rohr 36 ver  bunden ist.

   Das     Heizglied    27 steht mit den  L     mlauf-    oder     Radiatorgliedern    37 oben und  unten in Verbindung.  



  Soweit entspricht der Heizkörper im     We-          @en    dem vorhin geschilderten. Bei Anlassen       der    Heizung, wobei also Dampf durch (las  Rohr 29 zuströmt, wird     zunä,clist    die in der  Dampfzuleitung und im     obern    Teile des  Rohres 28 enthaltene Luft durch das Rohr  21, den     lionderisator    32 und das Rohr 33 in  die mit der Aussenluft in Verbindung ste  hende     Kondenswasserableitung    34 entwei  chen, und schliesslich wird im Rohr 28     ober-          halb_        cles    Wasserspiegels nur mehr Dampf  vorhanden sein,

   der bei Anwachsen des  Druckes den Wasserspiegel im Rohr 28     herab-          driiclrt,    eine     gewisse    Wassermenge aus dem  Rohr 28 verdrängt und das Abfliessen einer       deich    grossen     Wassermenge    aus (lern     Über-          laufrobr    35 durch das Rohr 36 zur Ableitung       31    bewirkt.

   Die vom Dampf     bespülte        Innen-          1'läche    des Rohres 28 wirkt als Heizfläche  auf das das Rohr 28     umgebende    Wasser des       Heizgliedes    27 und     das    sich beim Wärme-         austausch    bildende Kondenswasser, das sich  mit dem Rest des im Rohre 28 stehenden       )Ärassers    vermengt, bedingt jeweils ein Über  laufen einer gleich grossen Wassermenge  durch die Rohre 35 und 36 zur Ableitung 34.

    Nachdem die ganze Luft durch das Rohr 31  entwichen ist. wird durch die Düse 30 ein  Teil des durch das Rohr 29 zuströmenden  Dampfes in das Rohr 31 gelangen, kommt  aber von hier in den     Oberflächenkondensator     32, der gleichfalls das ihn umgebende Was  ser des Heizgliedes<B>2-7</B>     envärint,    so dass also  auch der durch die Nebenleitung strömende  Dampf zur Heizwirkung herangezogen wird  und im kondensierten Zustande durch das  Rohr 33 der     Ableitung    34 zufliesst.  



  Zur Regelung der     Heizwirkung        -wird    min  in der     Überlaufleitung    35, 36 ein     Drossel-          oder    Absperrorgan eingeschaltet, und zwar  vorzugsweise für     obern        Ende    des Überlauf  rohres 35, das bei der dargestellten Ausfüh  rungsform in ein Gefäss 38 hineinragt, von  dem das Rohr 36 abzweigt. Auf dem Ende  des     Überlaufrohres    35 ist zur     Ermöglichung     einer     Feineinstellung    des Abflusses ein Na  delventil 39 angeordnet, mit dem das Über  laufrohr 35 auch gänzlich abgesperrt wer  den kann.

   Wird (las Nadelventil 39 gesperrt,  so dass also durch das     Überlaufrohr    35 kein       ZVasser    abfliessen kann, so     kann    der in das  Rohr 28     einströmende    Dampf das dort be  findliche     MTasser    auch nicht nach unten ver  drängen,     oben    Glas     zti    verdrängende Was  ser durch     (las        gesperrte    Rohr 35 nicht ent  weichen     könnte.    Wird das Nadelventil     ge-          öffnet,    so kann der Dampf den Wasserspiegel  im Rohr 28 nach     i@'Tass,

  aabe    des durch die Ven  tilöffnung     gebotenen    Widerstandes nieder  drücken. Durch die     stärkere    oller schwächere       rröffnung    des     Nadelventils    39 kann also die  Heizfläche des     Rohres    28 geändert werden,  und zwar in viel empfindlicherer Weise, als  dies durch     Änderung    der     Dampfzuströmung     möglich     wäre.        -weil    ja die Regelung der Ab  flussmenge des     Z@,Tassers,    also     eines        dichterer'     Mittels als Dampf,

   in viel genauerer     und          wirkamerer        @3'eisc        'oe@clielieri        kann.        :11;4        dis,          Regelung    der     @ai'rpfzuaröniun.         Die Regelung der     Überlaufwassermenge     bietet aber auch noch andere Vorteile.

   Sollte  zum Beispiel aus irgend einem Grunde, sei  es, dass das     _    Anheizen     besonders    rasch vor  sich geht, sei es, dass ein abgesperrt gewe  sener Dampfstrang erst während des Betrie  bes geöffnet wird, wobei es, also vorkommen  mag, dass die Luft nicht genügend rasch  durch das Rohr 31     entweichen    kann; sollte  also aus derartigen     Gründen    das Heizglied  infolge der Anwesenheit von Luft im Rohre  28 nur unvollkommen wirken, was sich durch  eine sehr langsame oder ungenügende Erwär  mung bemerkbar macht, so braucht man nur  das Regelungsventil 39 auf kurze Zeit, etwa  drei bis fünf Minuten,     zu    schliessen.

   Hier  durch wird es dem aus dem     Dampfluftge-          miscli    sich bildenden Kondensat unmöglich,  eine jeweils gleich grosse Menge Wasser durch  das     Überlaufrohr    35 zu verdrängen und es  findet ein Rückstauen des Wassers im Rohre  28 statt, wodurch schliesslich das im Rohr  28 immer höher steigende Wasser des Dampf  luftgemisches durch das Rohr 31 verdrängt.  Ist das schädliche     Dampf@luftgemisch    auf  diese Weise beseitigt worden, wobei selbst  verständlich der -darin enthaltene Dampf  im Kondensator 32 unter Wärmeabgabe kon  densiert wird, so wird das Regelungsventil 39  wieder so weit geöffnet, als es der beabsich  tigten Heizwirkung entspricht, und der Heiz  körper muss nunmehr in befriedigender Weise  arbeiten.  



  Wie man sieht, wirkt das Regelungsorgan  39 bei dieser Ausführungsform auf den Über  schuss der gesamten, im Heizkörper befind  lichen Wassermenge ein, da es sich aber für  die Regelung der Grösse der Heizfläche in den  Dampfrohren nur darum handelt, die aus  diesen Heizrohren zu verdrängende Wasser  menge zu regeln, so kann die Regelung noch  dadurch weit empfindlicher gemacht werden,  dass man das Regelungsorgan tatsächlich nur  an der Verbindungsstelle zwischen Dampf  rohr und Wasserraum des Heizgliedes wirken  lässt. Eine solche Ausführungsform des     Heiz-          gliedes    ist in     Fig.    6 schematisch dargestellt.  



  Auch hier ist wieder in dem mit Wasser    zu füllenden Heizglied 40 ein Dampfrohr 41  eingesetzt, das von dem Eintrittsraum 42  ausgeht, in welchen die Dampfzuleitung 43  einmündet. Neben dem Wasserraum 40 ist       eine    Kammer 44 angeordnet, in welcher das  vom untern Teil des Wasserraumes abzwei  gende     Überlaufrohr    45 aufsteigt, und von der  unten die     Kondenswasserableitung    46 aus  geht.

   Vom     Dariipfeintrittsraum    42     führt    eine  Verbindungsöffnung 47 unmittelbar in die  Kammer 44 und diese unmittelbare Verbin  dung stellt nichts anderes dar, als die vorhin  mehrfach erwähnte Nebenleitung, da auch  durch sie der     Dampfeintrittsraum    42 mit der       Kondenswasserableitung    46 verbunden ist. Es  wird also die bei     Inbetriebsetzung    der Hei  zung in der Dampfleitung befindliche Luft  durch den Dampf durch die düsenförmige  Öffnung 47 in die Kammer 44 gedrängt wer  den und durch die Leitung 46 ins Freie strö  men.

   Die an sich geringfügige Dampfmenge,  die nach Verdrängung der Luft durch die  Öffnung 47 in die Kammer 44 strömt, wird  hier, da sie ihren Weg zwischen der Aussen  wand und dem     Überlaufrohr    45 nimmt, ihre  Wärme nutzbringend     abgeben    und, bevor sie  noch zur Ableitung 46 kommt, kondensiert,  so dass keine Dampfverluste entstehen.  



  Das Regelungsorgan ist hier nun a m un  tern Ende des     Dampfheizrohres    41 angeord  net. Dieses     Dampfheizrohr    besitzt unten nur  eine, mit einem Drossel- oder Absperrorgan  48 versehene Öffnung, deren freier Durch  gangsquerschnitt durch das ventilartige Ab  sperrorgan 48, dessen Spindel 49 von einem  aussen gelegenen-Handgriff 50 betätigt wird,  beliebig eingestellt werden kann.

   Je mehr die  ser Durchgangsquerschnitt verengt wird,  desto weniger Wasser kann aus dem Dampf  heizrohr 41     in    den Wasserraum des     Heiz-          gliedes    40 fliessen, desto geringer ist das Mass  der durch den Dampf bewirkten Verdrän  gung des Wassers aus dem     Dampfheizrohr     und desto kleiner ist die Heizfläche des  Dampfrohres gegenüber dem es umgebenden  Wasser im Heizglied und umgekehrt.

   Selbst  verständlich stellt sich der Wasserspiegel im       Dampfheizrohr    41, dem jeweiligen Dampf-      druck und dem jeweiligen Eröffnungsquer  schnitt des Regelungsorganes 48 entspre  chend, auf einer bestimmten Höhe ein und  bleibt unverändert auf dieser Höhe, weil  durch die untere Öffnung des     Dampfheiz-          rohres    41 soviel Wasser in den Wasserraum  40 des Heizgliedes verdrängt wird und durch  das     Überlaufrohr    abfliesst, als durch Konden  sation des Dampfes im     Dampfheizrohr    ge  bildet wird.

   Wird das Regelungsorgan 48  gänzlich gesperrt, so dass also die Verbindung  des     Dampfheizrohres    mit dem Wasserraum  des Heizgliedes 40 unterbrochen ist, so kann  die durch Kondensation im     Dampfheizrohr     41 zuwachsende Wassermenge nicht     ver-          @irängt    werden; es steigt daher der Wasser  spiegel im     Dampfheizrohr,    die Heizfläche  wird immer kleiner und- wird Null, wenn das  ganze     Dampfheizrohr    mit Wasser gefüllt ist.  



  Da die Regelung jetzt unmittelbar auf  die Verbindung zwischen     Dampfheizrohr    und       -Wasserraum    des Heizgliedes 40 wirkt, so ist  die in den bei 51 und 52 angeschlossenen       Radiatorgliedern    (in der Zeichnung nicht       dargestellt)    befindliche Wassermenge an dem.  Regelungsvorgangs, gänzlich unbeteiligt, so  dass die Empfindlichkeit der Regelung     kla-          rerweise    erhöht ist.  



  Die Verbindungsöffnung 53 zwischen  dem     obern    Teil des Wasserraumes des     Ileiz-          gliecles    40. und der Kammer 44 dient zur Ent  lüftung des Wasserraumes.  



  In baulicher Beziehung kann das Heiz  glied und seine Inneneinrichtung selbstver  ständlich in mannigfaltiger Weise ausgeführt  werden.  



  Da, die gesamte, durch die     Heizwirkung          entstehende        Kondensatmenge    durch die     Kon-          denswasserableitung    abfliesst, ohne dass die  Möglichkeit bestünde, dass Dampf als solcher  entweicht, weil ja auch, wie oben gezeigt  worden ist, die in die     Nebenleitung    einströ  mende Dampfmenge jedenfalls kondensiert  wird, ehe sie noch die     Kondenswasserablei-          tung    erreicht,

   so ergibt die Messung des durch  die     Kondenswasserableitung    abfliessenden  Wassers das Mass für die verbrauchte     Heiz-          energie.    Ein solcher Heizkörper eignet sich    also ganz besonders für Heizungsanlagen,  deren Heizenergie verkauft oder vermietet  werden soll. Ein an die     Kondenswasserablei-          tung    angeschlossener Wassermesser wirkt  nämlich unmittelbar als     Heizenergiezähler,     der genau angibt, was der Abnehmer an     Heiz-          energie    verbraucht hat. Eine derartige genaue  Messung der     verbrauchten    Energie ist bei  keiner andern Heizung möglich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Dampfwarmwasser-Heizkörper, dessen mit Wasser gefülltes, mit Umlaufgliedern in Verbindung stehendes Heizglied, welches mit einem zu der Kondenswasserableitung füh renden Überlaufrohr versehen ist, mindestens, ein unten offenes Dampfrohr enthält, in wel ches der Dampf entgegen dem Druck der im Überlaufrohr vorhandenen Wassersäule ein tritt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Kondenswasserableitung und der Dam.pf- einströmung eine Nebenleitung angeordnet ist,
    deren im Bereich der Dampfzuströmung befindliche Öffnung oberhalb des Höchstwas serspiegels liegt, und die dem zur Anwendung kommenden Maximaldruck entsprechend so bemessen ist, dass die beim Anlassen der Hei zung in der Dampfleitung befindliche Luft leicht entweichen kann und durch ihre Ver bindung mit der Aussenluft bei Entstehen eines Vakuums in der Dampfzuleitun'-, ein Absaugen des Wassers aus dem Heizglied verhindert, wogegen Dampf nur in geringer Menge aus der Nebenleitung entweichen kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Heizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in der Nebenleitung ein Kondensator geschaltet ist, um den durch die Nebenleitung strömenden Dampf noch vor der Konclenswasserableitung zu kondensieren und zur Heizwirkung heran zuziehen. 2. Heizkörper nach Patentanspruch. dadurch gekennzeichnet, dass die Öffnung der Ne benleitung in einem aufwärts gerichteten Knie der Dampfzuströmung liegt. 3.
    Heizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die tberlaufleitung ein Drossel- und Absperrorgan enthält, durch welches das Mass der Verdrängung des Wassers in dem unten offenen Dampf rohr des Heizgliedes und damit die Heiz- wirkung unabhängig von dem herrschen den Dampfdruck geregelt werden kann. 4.
    Heizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Öffnung des Dampfheizrohres mit einem von aussen zu bedienenden Regelungsorgan zum Dros seln oder Sperren der Verbindung zwi schen dem Dampfheizrohr und dem sie umgebenden Wasserraum versehen ist, zu dem Zwecke, dass das Mass derVerdrängung des Wassers aus dem Dampfheizrohr und damit die Heizwirkung unabhängig vom herrschenden Dampfdruck regeln zu kön nen, ohne dass die im Wasserraum des Heizgliedes und den übrigen Heizkörper- gliedern -befindliche Wassermenge von dem Regelungsvorgang betroffen werden würde.
    5. Heizkörper nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Überlaufröhr in eine besondere Kammer des Heizkörpers verlegt ist, von der die Kondenswasser ableitung abzweigt und in die auch die Nebenleitung als eine im Querschnitt enge, unmittelbare Verbindung zwischen dem Dampfeintrittsraum und dieser besondern Kammer einmündet. 6. Heizkörper nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch die Verbindung mit einer an die Kondenswasserableitung angeschal teten Wassermessvorrichtung, die zum An zeigen der verbrauchten Heizenergie heran gezogen wird.
CH94171D 1915-01-28 1921-03-15 Dampfwarmwasser-Heizkörper. CH94171A (de)

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