CH94175A - Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen zur dauerhaften, zuverlässigen Ausführung von Trockenlegungen, Dichtungsarbeiten, Wasserbauten und ähnlichen Arbeiten geeignet zu machen. - Google Patents

Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen zur dauerhaften, zuverlässigen Ausführung von Trockenlegungen, Dichtungsarbeiten, Wasserbauten und ähnlichen Arbeiten geeignet zu machen.

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CH94175A
CH94175A CH94175DA CH94175A CH 94175 A CH94175 A CH 94175A CH 94175D A CH94175D A CH 94175DA CH 94175 A CH94175 A CH 94175A
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren, um Mörtel-, Zement- und     Betonmassen    zur dauerhaften, zuverlässigen       Ausführung    von     Trochenlegungen,    Dichtungsarbeiten, Wasserbauten und ähnlichen  Arbeiten geeignet zu machen.    Bei Dichtungsarbeiten- und     Trockenlegun-          gen    und dergleichen macht man täglich die  Beobachtung, dass die nach bekannten Vor  schriften oder mit im Handel befindlichen  Mitteln (Zusätzen) hergestellten wasserdichten       Beton-,    Zement- und     11lörtelmassen    bestenfalls  nur     darin    ihren Zweck erfüllen, wenn die  Arbeit unter völligem.

       Ausschlusse    von Feuch  tigkeit und Wasser ausgeführt und der Un  tergrund     vorher    gehörig gereinigt werden  kann. In jenen Fällen, wo es unmöglich ist,  diesen Vorbedingungen zu genügen, versagen  die genannten wasserdichten Baumaterialien  gänzlich, auch wenn sie die ihnen     zugeschrie-          berie        Eigenschaft    tatsächlich in hohem Grade  besitzen.  



  Vollkommene     Undurchlässigkeit    reicht näm  lich allein nicht hin, um     1Uörtel-,        Zemeilt-,          Beton)riasse    und dergleichen zur Ausführung  solcher Arbeiten geeignet zu machen: Aus  den Beobachtungen der Praxis ergibt sich  vielmehr die Notwendigkeit, dass die Zement-,  Mörtel- und     Betonmassen    neben völliger Was  serdichtigkeit ihre     ursprüngliche    Güte in un-    geschmälertem Masse und überdies noch andere  Sondereigenschaften beziehungsweise gestei  gerte Eigenschaften aufweisen, wenn sie zu  dem genannten Zwecke tauglich sein sollen.  



  Handelt es sich zum Beispiel darum, ohne  voraufgehende     Abtiefung    oder Ableitung des  Wassers Reinigung oder sonstige Vorbereitung  in einem Tunnel oder Schachte einen Wasser  einbruch d. h. unablässig hervorsprudelnde  Wasseradern zu stopfen, so besteht die Auf  gabe zunächst im Aufbringen und dauernden       Haftenmachen    des Dichtungsmaterials. Ge  lingt es nicht, diese Schwierigkeit zu -über  winden, so verliert auch der Umstand, dass  der angewandte     Baustoff    völlig wasserdicht  ist, für den vorliegenden Zweck jegliche Be  deutung.  



  Die     bekannter)    wasserdichten Baumateria  lien versagen nun beim Ausführen solcher  Arbeiten gleich anfangs in dem genannten       Punkte.    Entweder wird das aufgebrachte       11laterial    mangels genügender Haftung von  dem hervordringenden Wasser vorweg fort  gespült, oder es weicht nach     furzet    Zeit      unter dem Drucke der aufgestauten Wasser  menge.

   Hierbei macht sich oft ein weiterer     14Tan-          gel.geltend,    indem     zufolgenichtgenügendrasch          fortsehreitender    Erhärtung der anfänglich     haf-          tentleibende    Belag nach     kurzem    vom Wasser  durchbrochen und hernach stückweise fort  gespült wird.  



  Es wurde nun gefunden, dar Zement-     und          Mörtelmassen    alle die vorgenannten Eigenschaf  en in dein zur Ausführung von Arbeiten der  eingangs erwähnten Art erforderlichen Masse  erteilt werden, wenn man ihnen wenigstens  ein lösliches Chlorid einverleibt, was am besten  durch Auflösen dieses     Chlorides;    beziehungs  weise dieser Chloride, in dem zum Anmachen  des trockenen     Baustoffes    dienenden Wasser  geschieht.

   Die für diesen Zweck hauptsäch  lich in Betracht kommenden Chloride sind       Chlorcalcium,        Chlorstrontium,        Chlorbaryum,     Chlormagnesium,     Chlorkalium,        Manganchlorür.     



  Die gleichzeitige     Anwendung    mehrerer  dieser Chloride erweist sich, bei Wahl ge  eigneter     llerrgenverhältnisse,    in den meisten  Fällen als vorteilhaft.  



  In allen jenen Fällen, wo hinsichtlich der  oben genannten     Eigenschaften    nur     mässige     Anforderungen zu erfüllen sind, erzielt man  ein befriedigendes Ergebnis,     wenn    man an  Stelle des     Anmachewassers    eine zirka 33 0 Bö  zeigende     Chlorcalcitrmlauge    verwendet. Derart  angemachter Zement bindet erheblich rascher  ab und ist bedeutend weniger durchlässig,  als gewöhnlicher Zement. Lösungen von stär  kerer oder geringerer Konzentration als 23     Be     erweisen sich, da wo in Gegenwart von     Druck-.          wasser    gearbeitet werden muss, meistens als  ungeeignet, weil das Abbinden zu langsam  erfolgt.  



  Handelt es sich indessen um die Ausfüh  rung besonders schwieriger Arbeiten, etwa  von der eingangs angedeuteten Art, so ist es  zur     Herbeiführung    eines vollen     und    dauernden  Erfolges nötig, dem Zement ausser dein     Chlo-          ride,        beziehungsweise        Chloriden        etwa        1/.r-3        %     einer oder mehrerer der nachstehend aufgezähl  ten Substanzen beizusetzen:

       Calciumnitrat,          Strontiumnitrat,        141agnesiumnitrat,    Braunstein,       Manganoxyd,        Baryurnsuper,oxyd,    Chromoxyd,    Antimonoxyd,     Antinronbutter,        Manganborat,          Zucker.     



  Die     Wirkung    des     Chloridzusatzes        läl,lt    sich  ferner dadurch verstärken, dass     mau    bei der  Herstellung des     Chlorides    2 bis 7 Gewichts  prozent einer der hiernach aufgeführten, auf  das     feinste    gepulverten Substanzen     zugibt:          Kohlenschlacke,        Kalkspat,    Feldspat, Bauxit.  Schwerspat,     Flussspat.     



  Die     Sonderzusätze    unterstützen teils in  allgemeiner Weise die     Wirkung    des Chlorid  zusatzes, teils macht sich ihr     Einflufa    vor  wiegend zugunsten der einen oder andern  schätzbaren Eigenschaft des Zementes geltend.  Ein     Verbalten    der erstgenannten Art zeigt  z. B. Braunstein, während Bauxit hauptsäch  lich die     Dichtigkeit    fördert. Kohlenschlacke  und     Flussspat,    dagegen, allein oder zusammen  verwendet, beschleunigen das Abbinden und  erhöhen die Festigkeit.

   Die Nitrate der     Erd-          kalimetalle    begünstigen das Erhärten, nebenbei  steigern sie     zumeist    auch die Dichtigkeit.  Eine durchgehende, scharfe Definition und  Einteilung     aller    Sonderzusätze     nach    ihrer       Wirkungsweise        läf,it    sich nicht aufstellen, weil  die     Wirkungen    ineinander übergreifen.  



  Durch Wahl der Sonderzusätze und ge  eigneter     Hengenverhältnisse    hat     rnan    es in  der Hand, die Eigenschaften des Zementes  von Fall zu Fall den Erfordernissen der Pra  xis entsprechend abzustimmen.  



  Man kann beispielsweise folgende -Mischun  gen der Zusätze benützen       Beispiel   <I>1:</I>  In einer     Clrlorcaleiumlösung    von 23       B6     werden Braunstein,     Caleiumnitrat    und Zucker  in den     nachstehenden        1Hengenverhältnissen     gelöst, beziehungsweise verrührt:  Ca C12-Lösung     -l3    0     B6    Gewichtsteile 93  Braunstein, fein     gepulvert    "       Calciumnitrat    " 4  Zucker 1  Dieses     Gemisch    wird an Stelle von Was  ser zum Anmachen des Zementes benützt.

    Dabei ist auf gründliches Durchmischen bei       tunlichster    Beschleunigung zu sehen und der       gebrauchsfertige        Zernentrnörtel    unverweilt     und       
EMI0003.0001     
  
          hungsweise    aufzutragen.  <I>Beispiel 2:</I>  Man stellt in der unter 1 angegebenen  Weise ein Gemisch heraus  
EMI0003.0003     
  
    Mn <SEP> CI--Lösutig <SEP> v. <SEP> 13-21  <SEP> Bö <SEP> Gewichtsteile <SEP> 93
<tb>  Calciumnitrat <SEP> (fest) <SEP> 5
<tb>  Braunstein <SEP> " <SEP> 2       und verfährt damit wie beschrieben.  



  Ein der vorliegenden Erfindung gemäss be  handelter Zement fängt nach 2-5 Minuten       -in    abzubinden und erlangt binnen zirka 30  Minuten eine Härte, wie sie gewöhnlicher  Zement erst nach 20 Stunden aufweist. Die       Druckfestigkeit    kommt nach 3 Tagen jener  eines 14 bis 20 Tage alten Zementes gleich;  sie ist nach 28 Tagen höher und nimmt beim  Altern noch weiter zu. Die     Volunibeständig-          keit    ist eine     vollkommene.    Die     Biegungs-          festigkeit    beträgt etwa das Doppelte derjeni  gen eines gewöhnlichen Zementes.

   Die     @N'as-          serdichtigkeit    ist, je nach den in Anwendung  gebrachten Zusätzen und Mengenverhältnissen,  entweder absolut oder mindestens bedeutend  höher als bei einem in gewöhnlicher Weise,  ohne diese Zusätze; angemachten Zement.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIJ Verfahren, um Zement-, Mörtel- und Be tonmassen zur dauerhaften, zuverlässigen Aus führung von Dichtungsarbeiten, Trockenlegun gen, Wasserbauten und ähnlichen Arbeiten geeignet zu machen, dadurch gekennzeichnet, dass man dem trockenen Baustoffe mindestens ein wasserlösliches Chlorid einverleibt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Baustoffe mindestens ein Erdalkalichlorideinverleibt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Baustoffe minde stens Manganchlorür einverleibt wird. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Baustoffe minde stens Chlorkalium einverleibt wird. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dasEinverleiben durch Anmachen des trockenen Baustoffes mit einer Lösung mindestens eines Chlorides geschieht. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Verstärkung der Wirkung des Ohloridzusatzes dem Baustoffe ausserdem nündestens eine wei tere Substanz einverleibt wird. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und T1n- teranspruch- 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Baustoffe ausser wenigstens einem Chloride mindestens ein Erdalkalinitrat einverleibt wird. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass dem Baustoffe ausser wenigstens einem Chloride mindestens ein Manganoxyd ein verleibt wird. B. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser wenigstens einem Chloride'dem Baustoffe Baryumsuperoxyd einverleibt.
    wird. 9. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet; dass ausser wenigstens einem Chloride dem Baustoffe Chromoxyd einverleibt wird. 10. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5; dadurch gekennzeichnet, dass ausser wenigstens einem Chloride dem Baustoffe Antimonoxyd einverleibt wird. 11. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser wenigstens einem löslichen Chloride dein Baustoffe Antimonbutter ein verleibt wird. 12.
    Verfahren gemäss Patentanspruch lind Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser wenigstens einem Chloride dem Baustoffe Manganborat einverleibt wird. . 13. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass ausser wenigstens einem Chloride dem Baustoffe Zucker einverleibt wird. 14.
    Verfahren gemäss Patentanspruch ünd'Un- teranspruch 1, - dadurch gekennzeichnet, dar man behufs Verstärkung der Wirkung des Chlorcalciumzusatzes, bei der Herstel- lung des Chlorcalciums eine weitere Sub- stanzr'zugibt. <B>15.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dar man bei der Herstellung des Chlor calciums Kohlenschlacke zugibt. 16.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dar man bei der Herstellung des Chlor- ealciums Kalkspat zugibt. 17. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 1-l, dadurch gekennzeichnet, dal@ man bei der Herstellung des Chlor- aalciums Feldspat zugibt. 18. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dar man bei der Herstellung des Chlor calciums Bauxit zugibt. 19.
    Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 14. dadurch gekennzeichnet, dar man bei -der Herstellung des Chlor- caleiums Schwerspat zugibt. 20. Verfahren gemäss Patentanspruch und Un teranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dar man bei der Herstellung des Chlor- caleiums Flurspat zugibt.
CH94175D 1920-07-26 1920-07-26 Verfahren, um Mörtel-, Zement- und Betonmassen zur dauerhaften, zuverlässigen Ausführung von Trockenlegungen, Dichtungsarbeiten, Wasserbauten und ähnlichen Arbeiten geeignet zu machen. CH94175A (de)

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