CH94236A - Verfahren zur Herstellung eines festen Oxydationsproduktes aus trocknenden Ölen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines festen Oxydationsproduktes aus trocknenden Ölen.

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CH94236A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09FNATURAL RESINS; FRENCH POLISH; DRYING-OILS; OIL DRYING AGENTS, i.e. SICCATIVES; TURPENTINE
    • C09F7/00Chemical modification of drying oils
    • C09F7/02Chemical modification of drying oils by oxidising

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines festen Oxydationsproduktes aus trocknenden Ölen.    Die bekannte Herstellung eines festen  Oxydationsproduktes aus trocknenden Ölen,  zum Beispiel von     Linoxyn    aus Leinöl nach  dem     Waltonverfahren    nimmt 4--6 Monate in  Anspruch. Nach dem     Taylorverfahren    erhält  man ein dunkles, schlecht riechendes Produkt,  das in der Hitze klebrig ist.  



  Es wurde nun ein neues Verfahren ge  funden, das sich für die Oxydation von trock  nenden Ölen, z. B. Leinöl, vorzüglich eig  net und keinen der Mängel zeigt, die den  alten Verfahren anhaften. Die Oxydation des  fetten, trocknenden Öles durch Behandeln  mit einem     sauerstoffhaltigen    Gase, z. B. Luft,  nach diesem Verfahren besteht im wesent  lichen darin, dass man dem zu oxydierenden  Öle, z. B. Leinöl, durch ein geeignetes Ver  teilungsmittel eine grosse Oberfläche und da  durch; eine grosse Berührungsfläche mit dem  oxydierenden Gase gibt, worauf es dem Ein  fluss     sauerstoffhaltiger    Gase, z. B. Luft, aus  gesetzt wird.  



  Als Verteilungsmittel können     kleinstückige     oder     pulverförmige    Substanzen, in denen sich  die fetten Öle nicht lösen, dienen, z. B.  wasserlösliche anorganische Verbindungen. Es    können aber auch bei gewöhnlicher Tem  peratur feste, höher als das trocknende Öl  schmelzende Substanzen verwendet werden,  in denen sich das trocknende Öl, z: B. Leinöl,  nach dem Schmelzen der     erstern    löst, z. B.  chinesischer Talg,     Presstalg,    hochgehärtete  Öle, Wachse, Paraffin,     Ceresin,        Stearin,    Kolo  phonium usw. Diese Lösung wird nach dem  Erstarren zur Erzielung der grossen Oberfläche  zerkleinert. Man kann das zerkleinern er  sparen, wenn man das zu trocknende Öl,  z. B.

   Leinöl, durch Erwärmen in einer höher  schmelzenden Substanz löst,- die Eigenschaft  hat, porös zu erstarren, wie z. B. hochgehär  tetes     Rüböl.    Diese poröse Form kann auch  dadurch erhalten werden, dass man in die  Lösungen von trocknendem 61     und    höher  schmelzender Substanz während des     Erstamens     Luft einleitet. Schliesslich kann als Vertei  lungsmittel für das trocknende Öl, eingetrock  netes Öl, also bereits oxydiertes Öl, z. B.       Linoxyn,    verwendet werden.  



  Verwendet man als Verteilungsmittel eine  wasserlösliche Substanz, in der sich das trock  nende<B>01,</B> z. B. Leinöl, nicht löst, so kann  diese neutraler oder basischer Natur sein,      letzteres zur     Abbindung    der als     Nebenprodukt     auftretenden     niedern    Fettsäuren. Das trock  nende Öl, z. B. Leinöl,     kaiirr    in rohem oder  vorbehandeltem Zustande mit dein Verteilungs  mittel zusammengebracht werden. Die Vor  behandlung besteht in einem Neutralisieren  oder in einem Durchblasen vor) Luft oder im  Zusatz von     Sikkativ.    Es können auch meh  rere dieser     Vorbehandlungsmethoden    mit dem  Öl     vorgenommen    werden.  



  Von den oben genannten Verteilungsmit  teln werden diejenigen, in denen das trock  nende<B>01,</B> z. B. Leinöl, unlöslich ist, vorher  in die     kleinstückige,    z. B. pulverförmige Form  gebracht. Bei denjenigen, höher schmelzenden,  bei gewöhnlicher Temperatur festen Vertei  lungsmitteln, in denen das     trocknende    Öl,  z. B. Leinöl, löslich ist, wird die     kleinstückige     Form erst nach dein Erstarren, durch Pul  verisieren, Schaben, Bändern oder durch Düsen  wirkung hergestellt.  



  Das Verhältnis der Mischung Öl und     Ver-          teilungs-        bezw.    Verdünnungsmittel kann in  weiten Grenzen variieren. Es ist abhängig  von der Eigenart des Öles; der des Vertei  lungsmittels und von der Apparatur und  Temperatur.  



  Die     Mischung    kann entweder auf Hürden,  wobei man     durch        L'mscharrfeln        unterstützend     eingreift,     dein        Einfluss    der Luft ausgesetzt  werden, oder rotierend oder     sonstwie    beweg  lich eingerichteten geschlossenen Apparaten,  durch die ein Luftstrom zwecks Erneuerung  der Luft und zwecks     Abführung    und Wieder  gewinnung der flüchtigen     Reaktionsprodukte     streicht.  



       Sobald    die Oxydation vollendet ist, trennt  man das Oxydationsprodukt vom Verteilungs  mittel je nach der Eigenart des letztern.  Ist das Verteilungsmittel eine wasserlösliche  Verbindung, so entfernt man es durch Aus  waschen mit Wasser. Ist ein fett- oder wachs  artiger Körper in dem wohl das     trocknende     Öl, aber nicht mehr das     Oxydationsprodukt     löslich ist, so     trennt    man das Oxydations  produkt vom Verteilungsmittel durch Schmel  zen     Lind        nachheriges    Pressen und Zerrtriftr-    gieren, wie zum Beispiel     Linoxyn    von ge  härteten Ölen.

   Ist aber das     Oxydationspro-          dukt    des Öles als Verteilungsmittel     verwendet     worden, so ist selbstverständlich keine Tren  nung notwendig, da ja das Oxydationsprodukt  mit dem Verteilungsmittel identisch ist.         Beispiel   <I>1:</I>  800     kg    feingepulvertes Kochsalz werden  mit 200 kg Leinöl innig gemengt. Die Mi  schung gelangt in eine rotierende Trommel.  die auf 40 erwärmt wird und wird hier der  oxydierenden     Wirkung    eines durchziehenden       Luftstromes    ausgesetzt. Die abziehende Luft  streicht durch Natronlauge, durch die Kohlen  säure, Essigsäure, Ameisensäure     etc.    gebunden  werden.

   Sobald die Oxydation vollendet ist,  wird die     Trommel    entleert und die Mischung  mit Wasser ausgelaugt. Man erhält das     Li-          noxyn    in flockiger Form, wenn     rnan    warmes  Wasser     zum    Auslaugen verwendet.         Beispiel   <I>2:</I>  750 kg vollständig gehärtetes Sonnen  blumenöl werden geschmolzen und mit     ,\350    kg       Leinöl,        dem    3     %        seines        Gewichtes        harzsaures          Mangan    zugegeben sind, gemischt.

   Nach dem  Erstarren dieser Mischung wird sie auf einer  Schleudermühle zerkleinert, die pulverförmige  Masse wird auf Hürden ausgebreitet und von  Zeit zu Zeit mechanisch     unigewendet.    Sobald  die Oxydation vollendet ist, wird die Masse  aufgeschmolzen, das aus dem Leinöl ent  standene     Linoxyn    durch Abziehen des ge  schmolzenen     Sonnenblumenfettes    zunächst  von der Hauptmenge desselben, durch Ab  pressen von dem Rest befreit. Man erhält  hierbei das     Linoxyrr    in Plattenform.

           Beispiel   <I>3:</I>  600 kg vollständig gehärtetes Sonnen  blumenöl werden geschmolzen und 400 kg       Leinöl,        dem        3%        seines        Gewichtes        harzsaures     Blei zugegeben sind, gemischt. Nach dein  Erstarren wird die Mischung auf einer     Pilier-          rnaschine    gebändert. Die weitere Behandlung  erfolgt wie beim zweiten Beispiel.

        <I>Beispiel</I>  700 kg Paraffin werden mit 300 kg Leinöl  in geschmolzenem Zustand gemischt und die       Mischung    mittelst Düsen in     feinzerstäubte          Foren    gebracht. Nach vollzogener Oxydation  erfolgt die Trennung des     Linoxyns    vom Pa  raffin gemäss den beiden vorhergehenden Bei  spielen.  



  <I>Beispiel 5:</I>  800 kg vollständig gehärtetes     Rüböl,    das  in diesem     Härtungsgrad    die Eigenschaft hat,  porös zu erstarren, werden geschmolzen mit  200 kg Leinöl, dem 3  /o seines Gewichtes  harzsaures Blei zugegeben sind, gemischt.  Nach dem Erstarren .wird die     Mischung    sich  selbst überlassen,     bezw.    der Oxydation durch  die in den Poren eingeschlossene Luft. Nach  vollzogener Oxydation erfolgt die Trennung  des     Linoxyns    vom gehärteten     Rüböl    wie bei  den vorhergehenden Beispielen.

      <I>Beispiel 6</I>  Es werden 900 kg zerkleinertes     Linoxyn     mit 100 kg Leinöl     geträ)ikt    und in einer  rotierenden Trommel bei<B>700</B> dem Einfluss  eines Luftstromes ausgesetzt. Nach     ca..    3 Stun  den ist die     klasse    vollkommen trocken und       unterscheidet    sich nicht mehr von dem als  Träger eingebrachten     Linoxyn,    dagegen ist  das Gewicht des nun in der Trommel vor  handenen     Linoxy        ns    ungefähr 1000 kg.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines fester) Oxydationsproduktes durch Behandeln eines trocknenden Öles mit säuerstoffhaltigern Gas, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Öl durch ein geeignetes Verteilungsmittel eine grosse Oberfläche gibt, worauf es dem Ein- flusse von sauerstoffhaltigen Gasen ausgesetzt sind. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das zu oxydierende Öl auf einer festen, pulver förmigen, .wasserlöslichen Substanz fein verteilt, die Mischung dem Einfluss von sauerstoffhaltigen Gasen aussetzt, worauf das Oxydationsprodukt durch Auswaschen des Verteilungsmittels abgeschieden wird. 2. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zu oxydie rende Ö1 in einer höher schmelzenden, bei gewöhnlicher Temperatur festen Substanz durch Erwärmen gelöst wird und die er starrte Mischung in zerkleinertem Zustande bei einer Temperatur unterhalb ihres Schmelzpunktes dem Einfluss der Luft aus gesetzt wird. 3.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das trock nende Öl durch Erwärmen in einer höher schmelzenden Substanz, die die Eigenschaft hat porös zu erstarren, löst. 4. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass inan in die Lö sungen von trocknenden Ölen und höher schmelzender Substanz Luft einleitet zum Zwecke, die Mischung in poröser Form zum Erstarren zu bringen. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Ver teilungsmittel für das trocknende Öl dessen Oxydationsprodukt, also Öl, das bereits ge trocknet ist, verwendet.
CH94236D 1919-04-09 1919-04-09 Verfahren zur Herstellung eines festen Oxydationsproduktes aus trocknenden Ölen. CH94236A (de)

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