CH94323A - Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Präparates aus Kakao mit Chlorcalcium. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Präparates aus Kakao mit Chlorcalcium.

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CH94323A
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  Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Präparates aus Kakao     finit        Chlorcalcium.            Loew    und     Emmerich    haben durch jahre  lange Versuche die ausgezeichnete thera  peutische Wirkung von     Chlorcalcium    fest  gestellt     (siehe        "Ärztliche    Rundschau" 1915,  Nr. 35). Der     allgemeinen    Verwendung des       Chlorcalciums    für Heilzwecke     stellten    sich  jedoch bis heute bedeutende Hindernisse  entgegen.

   Das     Chlorcalcium    wurde entwe  der in Lösungen verordnet, die aber wegen  ihres     salzigen    Geschmackes nur mit Wider  willen von den Patienten genommen wur  den, oder in Form von Tabletten, die ihrer  seits von der äusserst störenden     Eigenschaft     des     Chlorca1ciums,    an der Luft zu zerflie  ssen, nicht befreit werden konnten     und,die     ausserdem, trotz zugesetzter     Geschmacks-          korrigentien,    immer wieder den wider  lichen     Geschmack.    des     Chlorcalciums    auf  wiesen.  



  Durch :die Erfindung ist es gelungen, aus       Chlorcalcium    und Kakao ein bequem     do-          sierbares        Präparat    herzustellen, das feuch  tigkeitsunempfindlich ist, und bei dem der  bittere Geschmack des     Chlomcalciums    in  folge der     absolut    gleichmässigen Verteilung    des letzteren und .des passend wählbaren       Mengenverhälnisses    zwischen Kakao und  Kalksalz zurücktritt.  



  Nach der Erfindung stellt man eine kon  zentrierte, z. B. 60     %ige,        Chlorcalciumlösung     her und lässt diese Lösung von Kakao auf  saugen. Ein Zusatz von V     /o#        wasserfreiem     Chlor     calcium    zu dem Kakao dürfte bei re  gelmässigem Gebrauch desselben den thera  peutischen Ansprüchen genügen. Das Ge  menge wird darauf gegebenenfalls entweder  in der üblichen Weise durch einen warmen  Luftstrom oder im Vakuum bei mässiger  Hitze getrocknet. Hohe Temperaturen be  wirken eine Zersetzung des Kakaos oder  .eine Beeinträchtigung seines Geschmackes.  



  Auf die beschriebene Weise     erhält    man  ein     Arzneipräparat,    bei     welchem    -der grösste  Teil des zugefügten     Chlorcalciums    orga  nisch gebunden ist. Durch Untersuchung  ist festgestellt worden,     dass    nur zirka 30       Chlorcalcium    bei der     Dyalyse    diffundieren,  während zirka 52 % chemisch gebunden und  zirka<B>18</B> bis 20 % in kolloidaler Form vor  handen sind. Mithin handelt es     sich.bei    der           Herstellung    des Präparates nicht nur um  eine innige Mischung von Kakao und Chlor  calcium, sondern um einen chemischen  Vorgang.  



  Um ein Bewegen allzu .grosser Mengen zu  umgehen, empfiehlt     .est    sich, zum Aufsau  gender Chlor     calciumlösung    nur einen     ali-          quoten    Teil der Kakaomenge zu benutzen  und das so erhaltene Gemisch     gegebenen-          falls    nach erfolgtem Trocknen und Pulveri  sieren, dem unveränderten     Rest,des    Kakaos  zuzusetzen.  



       Beispiel:     Zu     9.7    kg des fein gemahlenen Kakaos  werden 3 kg     Chlorcalcium    mit Wasser, zu  5 Liter gelöst, unter Umrühren zugesetzt.  Die Flüssigkeit wird dabei vollständig auf  gesaugt, so dass ein praktisch trockenes. Pul  ver entsteht.     Dasselbe    kann, um es ganz  trocken zu machen, noch getrocknet     werden.     Das erhaltene Gemenge von Kakao mit       Chlorcalcium        wird    hierauf in 80 kg nicht  behandelten Kakao unter gutem Mischen  eingetragen. Das Produkt ist .dann     fertig     und kann als Nährmittel für den gedachten    therapeutischen Gebrauch     verwendet    wer  den.

   Die Erfahrungen haben gezeigt,     ,dass    bei  Einhaltung dieser Vorschrift das resultie  rende Produkt auch bei     längerem    Liegen an  feuchter Luft durchaus seinen ursprünglich       trockenen    Charakter bewahrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines halt baren Präparates aus Kakao und Chlorcal- cium, dadurch gekennzeichnet, dass man eine konzentrierte Chlorcalciumlösung von dem Kakao aufsaugen lässt. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet., dass man das Präparat durch einen warmen Luftstrom trocknet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Präparat im Vakuum bei mässiger Hitze trocknet.
CH94323D 1919-07-03 1920-06-28 Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Präparates aus Kakao mit Chlorcalcium. CH94323A (de)

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