CH94351A - Selbsttätige Bremsumstellvorrichtung. - Google Patents

Selbsttätige Bremsumstellvorrichtung.

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CH94351A
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Handel-Maatschappij H Alber Co
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Handel Mij H Albert De Bary &
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  Selbsttätige     Bremsumstellvorriehtung.       Um volle oder schwerer beladene Wagen  bei durchgehender Bremsung der Eisenbahn  züge dem Erfordernis entsprechend mit stärke  rem     Bremsklotzdruck    abzubremsen als leere  oder leicht beladene Wagen, muss ein Organ  umgestellt werden, durch dessen verschiedene  Stellung der     Bremsklotzdruck    entsprechend  der jeweiligen     Wagenbelästung    abgestuft wird;  diese Umstellung erfolgt bis heute fast immer  von Hand aus.

   Man hat sich trotz der damit  verbundenen Nachteile nicht dafür entscheiden  können, eine der vorhandenen selbsttätigen  Umstellvorrichtungen einzuführen, weil diese  bisher noch nicht jenen Grad der Eignung  erreicht     haben,    der für den Eisenbahndienst  unerlässlich ist.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist nun eine selbsttätige Umstellvorrichtung       für    das den     Breinsklotzdruck    abstufende Organ,  bei welcher mindestens die bei gleichmässigen  Belastungsänderungen des gleichmässig bela  denen Wagens     c__jrretende    und bis zur nächsten  Belastungsänderung bleibende Veränderung  der     Durchbiegung    mindestens einer Tragfeder    des     Wagens    mittelst eines Gestänges auf  mindestens ein Zwischenglied übertragen wird,  das diese bleibende Veränderung auf das um  zustellende Organ weiterleitet und dasselbe  verstellt, wobei die     Anordnung    so getroffen  ist, dass die durch nur kurze Zeit währenden  Stösse und Schwankungen eintretenden.

   Durch  biegungsänderungen der Tragfeder keine Wir  kung auf das     umzustellende    Organ ausüben.  



  Die Vorrichtung kann entweder mit     nür     einer Tragfeder oder mit zwei oder mehreren  Tragfedern in Verbindung gebracht werden.  Die durch Stösse und Schwankungen hervor  gerufene     Durchbiegungsänderungen    der Trag  feder können durch eine Hemmung aufge  nommen und vernichtet worden.  



  In den Zeichnungen sind in den     Fig.    1-3  das eine, -in den     Fig.    4-6 ein zweites Aus  führungsbeispiel je in der Ansicht, im lot  rechten und     wagrechten    Schnitt dargestellt.  Bei diesen Ausführungsformen werden die  durch Stösse hervorgerufene     Tragfeder-Durch-          biegungsänderungen    durch eine Hemmung auf  genommen und vernichtet. Die     Fig.    7 und 8      veranschaulichen ein drittes Ausführungsbei  spiel, und zwar in     Fig.    7 im Längsschnitt in  bezug auf den Wagen und in     Fig.    8 im  Schnitt     A--B    der     Fig.    7.  



  Die in den     Fig.    1-3 dargestellte Ausfüh  rungsform besteht in folgendem- Am Feder  bund 1 einer Tragfeder des Wagens oder des  Wagendrehgestelles ist die Stange 2 gelenkig  befestigt, die an der Kurbel 3 einer Welle 4  angreift. Die Kurbel ist mit der Welle 4  nicht fest verbunden, sondern wirkt .auf die  selbevermittelst der spannungslosen Schrauben  feder 5 ein, deren eines Ende in einer Boh  rung der Kurbel steckt, während das andere  in die Bohrung einer auf der Welle 4 be  festigten Scheibe 6 eingelegt ist. Die Welle 4  ist im     Wagenuntergestell    quer zu dessen  Längsachse gelagert, und mit ihr ist der  Arm 7 und der     Masse-Rotationskörper    8 fest  verbunden. Der Arm 7 greift an der Über  tragungsstange 9 an, die zu dem umzustellen  den Organ führt.  



  Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist  folgende: Hebt oder senkt sich unter einer  eintretenden Belastungsänderung, die immer  eine bleibende, d. h. längere Zeit andauernde  ist, der Wagenkasten, so wird die Kurbel 3  in der einen oder andern Richtung auf die  Feder 5 einwirken. Die Feder 5 wird dabei  gespannt, die Trägheit des     Massekö        rpers    über  wunden, und die Welle 4 erleidet eine der       Änderung    der     Tragfederdurchbiegung    ent  sprechende Drehung in der einen oder andern  Richtung., welche Bewegung durch den Arm 7  und die Übertragungsstange 9 zum umzustel  lenden Organ weitergeleitet wird.

   Schwan  kungen und Stösse, die stets nur     kurze    Zeit  währen, und rasch vor sich gehen, so dass  die Tragfeder rasch wieder in ihre frühere  Lage zurückkehrt, werden von der Feder 5  im Vereine mit dem     blassekörper    8 absor  biert, weil letzterer infolge seiner Trägheit so  rasche Bewegungen nicht mitmachen kann.  



  Die Vorrichtung bewirkt also, dass sich  das umzustellende Organ bei bleibender Be  lastungsänderung des Wagenkastens in jene  Lage einstellt, die der neuen Wagenbelastung  entspricht     Lind    in     dieser    Stellung von selbst    verbleibt, solange sich die Belastung nicht  ändert. Tritt als Folge besonders heftiger  Stösse eine Änderung in der Stellung des um  zustellenden Organes ein, dann wird es so  gleich wieder in die richtige Lage zurückge  stellt.  



  Bei der in den     Fig.    4-6 dargestellten  zweiten Ausführungsform besitzt die Feder 5  eine gewisse Anfangsspannung und wirkt mit  ihren Enden auf zwei lose um die Welle 4  drehbare Hülsen 10 und 11, von welchen je  eine Anschlagbacke 12     bezw.    13     (Fig.    4 und 5)  nach vorne ragt, welche durch die Spannung  der Feder 5 beiderseits an die auf der Welle 4  lose sitzende Kurbel 3     angepresst    werden.  Zwischen den beiden Anschlagbacken ist ein  kurzer Arm 14 eingeklemmt, der auf der  Welle 4 festsitzt. Auf der Welle 4 sitzt ferner  der Rotationskörper 8 fest.  



  Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist  folgende: Dreht sich bei einer Belastungsände  rung die Kurbel 3, so wird die eine oder  andere Hülse 10     bezw.    11 mittelst der Backe  12     bezw.    13     mitgenommen.    Die gespannte  Feder 5 bewirkt sodann, dass auch die zweite  Hülse dieselbe Drehung macht, wobei deren  Anschlagbacke den Arm 14 und damit die  Welle 4 mitnimmt, wodurch in weiterer Folge  die Einwirkung auf das umzustellende Organ  erfolgt.  



  Die Wirkung des Rotationskörpers 8 ist  hier die gleiche wie bei der ersten Ausfüh  rungsform.  



  Die Hemmung kann bei beiden Ausfüh  rungsformen, anstatt von dem     Masse-Rota-          tionskörper    von einer Flüssigkeitsbremse ge  bildet werden. Diese kann beispielsweise die  Form der bekannten mit Flüssigkeit arbeiten  den Türschliesser haben, bei welchen sich ein  Hebelarm oder eine Kolbenstange in dem  Masse bewegen kann, in dem die Flüssigkeit  unter einem gewissen Widerstand von einer  Kolbenseite auf die andere gedrückt wird.  Diese Flüssigkeitsbremse wird am Waggon  gelagert und der     Hebelarm    oder die Kolben  stange. mit dem Arm 7 verbunden, der sich  sonach nur nach Überwindung des bestehen  den Widerstandes bewegen kann.

        Bei der in den     Fig.    7 und 8 dargestellten  dritten Ausführungsform wird nicht die Durch  biegung bloss einer Tragfeder des Wagens  zur Betätigung des umzustellenden Organes  benützt, wie dies bei den     vorbeschriebenen     Ausführungsformen der Fall ist, sondern es  werden zwei Tragfedern hierzu in der Weise  herangezogen, dass eine Verstellung des um  zustellenden Organes nur dann im Verhältnis  zur Belastung erfolgt, wenn eine Belastungs  änderung beider Tragfedern gleichzeitig und  in der gleichen Richtung erfolgt, d. i., wenn  der Wagen gleichmässig beladen oder entladen  wird und wenn die Last auf dem Wagen  gleichmässig verteilt ist.  



  Die Konstruktion ist folgende : An' zwei       Achstragfederbunden        1-einer    Längsseite des  Wagens oder eines Drehgestelles eines Wagens  sind die Stangen 2 gelenkig angebracht, die  vermittelst der Arme 15 die horizontalen Quer  wellen 16 in Drehung versetzen können. Die  mit diesen Wellen fest verbundenen Arme 17  übertragen vermittelst der Stangen 18 die  Bewegung auf die Stäbe 19 und 20, die auf  der Querwelle 21 schwingbar aufgehängt sind.  Um dieselbe Welle drehbar sind auch das       Hängeisen    7, von dem die zum umstellenden  Organ führende Übertragungsstange 9 weg  führt, und der     Mitnehmerarm    22.

   Ein zweiter       Mitnehmerarm    23 ist auf der Welle 21 fest       aufgekeilt.    Die beiden     Mitnehmerarme    22, 23  sind winkelförmig so gestaltet, dass deren       wagrechter    Teil von der entgegengesetzten  Seite über den zunächst befindlichen Stab 19       bezw.    20 und über das     Hängeisen    7 reicht       (Fig.    8).

   Die gespannte Schraubenfeder 5 ist  mit ihren beiden Enden einerseits in eine       Bohrung    des     Mitnehmerarmes    22     (Fig.    8) und  anderseits in eine Bohrung des Bundes 24  der Welle 21 eingesteckt und *bewirkt,     -dass     sich die beiden     Mitnehmerarme    22, 23 beider  seits an das     Hängeisen    7 und an den benach  barten Stab 19     bezw.    20 anlegen.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  folgende:  Die dargestellte Stellung ist jene, wie sie  einer bestimmten gleichmässigen Belastung;  d. i. einer gewissen gleichmässigen Einsenkung    der beiden mit der Vorrichtung verbundenen       Achstragfedern    entspricht.  



  Wird dieser Wagen nun gleichmässig ent  laden, d. h. so, dass beide Achsen in gleichem  Masse entlastet werden, so bewegen sich die  Stangen 18 infolge Hochgehens des Wagen  kastens und sämtlicher Querwellen 16, 21 bei  feststehenden     Federbunden    1 gleichmässig  nach rechts, wodurch die mit ihnen verbun  denen Stäbe 10 und 20 nach rechts aus  schlagen. Dadurch wird der     Mitnehmerarm     22 ebenfalls nach rechts     verschwenkt,    wäh  rend der     Mitnehmerarm    23 unter der Ein  wirkung der gespannten Feder 5 in die gleiche  Schräglage nachgezogen und durch diesen das       Hängeisen    7 in diese Schräglage gebracht  wird.

   Das umzustellende Organ wird dem  nach entsprechend dem Ausmass der Verände  rung der     Tragfederdurchbiegung    verstellt.  



  Wird der Wagen gleichmässig beladen, so  tritt derselbe Vorgang in der andern Rich  tung ein.  



  Da bei Einzelstössen, wie sie zum Beispiel  die Schienenverbindungen verursachen, ent  weder nur eine Tragfeder sich durchbiegt,  oder die     Achstragfedern    in entgegengesetzter       Richtung    spielen, werden die Stösse auch bei  dieser     Ausführungsform    auf die Lage des um  zustellenden Organes keinen Einfluss haben.  Hier wird die Hemmung durch jenes Ge  stänge 2, 15, 17, 18 und 19     bezw.    20 ge  bildet, das zu der bei Stössen oder Schwan  kungen in dem gegebenen Augenblick nicht  oder weniger beeinflussten Tragfeder führt.  Dieses     (xestäiige    nimmt die eintretende Span  nungserhöhung der Feder 5 auf und ver  nichtet sie.

   Fährt nämlich der Wagen über  einen Schienenstoss, so wirken die dadurch  entstehenden Stösse nicht gleichzeitig, sondern  hintereinander auf die beiden Tragfedern;  jenes     Gestänge,    das zur jeweilig nicht     beein-          flussten    Tragfeder führt, bildet sodann die  Hemmung gegen eine Änderung der Lage des  umzustellenden Organes. Auch wenn bei vor  stehend beschriebener Ausführungsform nur  zwei     Achstragfedern    mit der Vorrichtung in  Verbindung stehen, wird das umzustellende  Organ während der Fahrt nur selten aus      seiner Lage kommen und auch dann zumeist  nur um ein sehr geringes     blass.     



  - Die in den     Fig.    7 und 8 dargestellte Vor  richtung kann auch für mehr als zwei Trag  federn eingerichtet werden.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Vorrichtung zur selbsttätigen Umstellung jenes Organes der durchgehenden Bremse von Eisenbahnwagen, durch dessen verschiedene Stellung der Bremsklotzdruck entsprechend der Wagenbelastung abgestuft wird, dadurch gekennzeichnet, das mindestens die bei gleich mässigen Belastungsänderungen des gleich mässig beladenen Wagens eintretende Ver änderung der Durchbiegung mindestens einer Tragfeder des Wagens mittelst eines Gestänges auf mindestens ein Zwischenglied übertragen wird, das diese bleibende Veränderung ver mittelst eines Übertragungsgestänges auf das umzustellende Organ weiterleitet, wobei die Anordnung so_getroffen ist,
    dass die durch nur kurze Zeit währenden Stösse und Schwankungen eintretenden Durchbiegungsänderungen der Tragfeder keine Wirkung auf das umzustel lende Organ ausüben. UNTERANSPRÜCHE: l.. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, < iass eine durch die Ver änderung in der Tragfedereinsenkung be wegte Kurbel eine von zwei losen Hülsen (10, 11) unmittelbar mitnimmt und die zweite Hülse durch ein mit einer Hemmung zusammenwirkendes Zwischenglied nach Überwindung der vorhandenen Hemmung dieser Bewegung nachfolgt und sie auf das umzustellende Organ überträgt. 2.
    Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung in der Durchbiegung mehrerer Achstragfedern auf Stäbe (19, 20) übertragen wird, die zwischen zwei auf entgegengesetzte Seiten wirkenden und durch ein Zwischenglied gekuppelten Mitnehmern (22, 23) angeordnet sind,
    so dass bei einer gleiehmässigen Lastverteilung am Wagen und bei einer gleichmässigen und in der gleichen Richtung erfolgenden Ver änderung in der Durchbiegung sämtlicher Achstragfedern eine Wirkung eines dieser 11Iitnehmer auf das Umstellgestänge für das umzustellende Organ möglich ist.
CH94351D 1918-10-07 1920-09-07 Selbsttätige Bremsumstellvorrichtung. CH94351A (de)

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