CH94449A - Verfahren zur Herstellung von Cyaniden. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Cyaniden.

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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/002Synthesis of metal cyanides or metal cyanamides from elementary nitrogen and carbides

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Cyaniden.       Im Patent Nr. 67012 ist ein Verfahren  zum     Entkohlen    von Metallen und Metallver  bindungen     beschrieben,    gemäss welchem man  auf das zu     entkohlende    Material. in der Hitze  Stickstoff. und ein     cyanidbildendes    Leicht  metall einwirken lässt, so. dass die im Aus  gangsmaterial enthaltene Kohle mit dem  Leichtmetall und dem     Stickstoff    ein vom     ent-          kohlten    Material leicht trennbares     Cyanid     bildet.  



  Es wurde gefunden, dass dieses Verfahren  sich sehr gut auch zur     Darstellung    von     Cya-          niden    eignet, wenn man das Kohle enthal  tende Material in geschmolzenem Zustande  verwendet. Gemäss der Erfindung beruht  also das neue Verfahren darauf, dass für die  Herstellung von     Cyaniden    aus Stickstoff,  Kohlenstoff und einem Leichtmetall oder  einer Leichtmetallverbindung unter dem Ein  fluss eines kohlenstoffhaltigen Materials das  kohlenstoffhaltige Material im geschmolzenen       Zustande    verwendet wird.  



  Als Leichtmetall wird dabei in bekannter  Weise zum Beispiel ein Alkali- oder     Erd-          alkahmetall    benützt. Als Leichtmetallver  bindungen eignen sich bekanntlich solche, die,    wie zum Beispiel Natriumkarbonat, in Berüh  rung mit dem geschmolzenen, kohlenstoff  haltigen Material ihr Metall abspalten, das  dann mit dem Stickstoff und Kohlenstoff       Cyanid    bildet.  



  Ferner kann man von stickstoffhaltigen  Leichtmetallverbindungen ausgehen,. wie zum  Beispiel den     Cyanamiden,        Amiden    und Ni  triden, die bei der hohen Reaktionstemperatur  und in Berührung mit dem     kohleDstoffhalti-          gen    Material vollständig aufgespalten werden.  Es wird dabei Stickstoff frei, der sich mit  dem Leichtmetall und dem Kohlenstoff zu       Cyanid    verbindet.  



  Endlich ist es auch bekannt,     statt    reinen  Stickstoffes solche     Stickstoffverbindungen.    zu  verwenden, die in der Hitze Stickstoff ab  spalten, wie zum Beispiel Ammoniak, wobei  natürlich der andere Rest dieser Stickstoff  verbindungen nicht schädlich auf die     Cyanid-          bildung    wirken darf.  



  Als kohlenstoffhaltiges Material wird am  vorteilhaftesten geschmolzenes,     karburiertes     Eisen verwendet. Dieses kann entweder von  Anfang an mit einem     Kohlenstoffüberschuss     versehen werden oder man kann     nach    Mass-           gabe    des bei der     -C\--anidbildung    verbrauchten  Kohlenstoffes solchen von Zeit zu Zeit zu  dem     geschmolzenen    Metall     zugeben.    Da die       Cyanidbildung    beim vorliegenden Verfahren  eine stark     exothermische        Reahtion    ist und die  Temperatur der Reaktionsmasse durch     Zusatz     von Kohle noch 

  gesteigert werden kann, so  bleibt das     kohlenstoffhaltiae    Material auch  ohne äussere     Wärmezufuhr    während des Pro  zesses stets flüssig und wirksam. Ausserdem  übt das Verfahren, abgesehen von der     Cyanid-          bildung    auch noch eine reinigende     Wirkung     auf das Eisen aus, indem zum Beispiel Na  trium mit Phosphor und Schwefel Verbin  dungen bildet -und der Stickstoff mit Titan  und Silizium     Nitride.    Man hat also den Vor  teil, dass man als Nebenprodukt, zum Beispiel  von Kohle, Schwefel und Phosphor, vollkom  men     gereinigtes    Eisen erhalten kann.  



  Man kann das Verfahren zum Beispiel  in der Weise ausführen, dass man in einen         basisch        gefütterten        Bessemer-Ionverter    flüs  siges,     Kohlenstoff    enthaltendes Eisen     brin1t     und dann     Natriumdampf    und Stickstoff ein  bläst. Das     dabei    sich bildende     Natriumcyanid     verflüchtigt sieh und wird in einer geeigne  ten, gekühlten     Vorlage    aufgefangen.

   Durch  Zusatz von     Kohle    wird von Zeit zu Zeit der  bei der     Cy        anidbildung    verbrauchte Kohlen  stoff des     flüs"iben        Metalles    wieder ersetzt.

Claims (1)

  1. PA TENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Cyaniden, aus Stickstoff, Kohlenstoff und einem Leicht metall bezw. einer Leichtinetallverbindunb unter dem Einfluss eines kohlenstoffhaltigen Material, dadurch gekennzeichnet, dass man das kohleristofi'lialti@@e Material. im geschmol zenen Zustande verwendet.
CH94449D 1913-03-06 1913-03-06 Verfahren zur Herstellung von Cyaniden. CH94449A (de)

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