CH94489A - Verfahren und Apparat zur Nachweisung von Bodenschätzen, wie Wasser, Erzen, Erdöl, Kohlen, Salzen, elektrischen Erdkabeln etc. - Google Patents
Verfahren und Apparat zur Nachweisung von Bodenschätzen, wie Wasser, Erzen, Erdöl, Kohlen, Salzen, elektrischen Erdkabeln etc.Info
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Description
Verfahren und Apparat zur Nachweisung von Bodenschätzen, wie Wasser, Erzen, Erdöl, Hohlen, Salzen, elektrischen Erdkabeln ete. Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Apparat zur Nachweisung von Boden schätzen, wie Wasser, Erzen, Erdöl, Kohlen, Salzen, elektrischen Erdkabeln etc.
Das vorliegende Verfahren beruht auf der Eigenschaft der Bodenschätze, nach jeder Richtung hin ihrer >eiligen Art entsprechende eigentümliche Strahlen (Emanationen) auszu senden. Gemäss der Erfindung wird das zu untersuchende Gelände nacheinander mit ver schiedenen pendelnd und auswechselbar auf gehängten Substanzen nach verschiedenen Richtungen abgeschritten, bis eine dieser Substanzen von den Ausstrahlungen der Boden schätze angezogen oder abgestossen und da durch Vorhandensein, Art und Lagenrichtung eines Bodenschatzes angezeigt wird. Als der artige Substanzen können beispielsweise die selben Stoffe wie die aufzusuchenden Boden schätze verwendet werden.
So zum Beispiel eignen sich zum Feststellen des Vorhanden seins von Wasser, Petroleum, Kohle, Gold und dergleichen, am besten wiederum Wasser, Petroleum, Kohle, Gold und dergleichen; in- dessen können auch andere Substanzen, wel che chemische oder physikalische Affinität zu den aufzusuchenden Bodenschätzen be sitzen, zur Feststellung des Vorhandenseins der letzteren benutzt werden. So zum Beispiel eignen sich Schwefel zur Feststellung des Vorhandenseins von Gold, ein Gemisch von Quecksilber, Mangan und Wolframstrahl zur Feststellung des^ Vorhandenseins von Süss wasser usw.
Zur Ausführung des Verfahrens wird ein Apparat angewendet, welcher aus zwei in einem Winkel zueinander gerichteten, an ihrem Scheitelpunkt federnd miteinander verbundenen, in Lagern drehbar gelagerten Schenkeln besteht.
Auf der Zeichnung ist diese Vorrichtung in verschiedenen Ausführungsformen beispiels weise dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine dieser Ausführungsformen in Seitenansicht und Fig. 2 in Rückansicht. Der Apparat ist aus einem Stab von be liebigem geeignetem Metall oder auch aus mehreren zusammengesetzten Metallen, bei spielsweise Stahl, Eisen, Kupfer usw., oder auch aus Rohr, Fischbein, Holz oder der gleichen, hergestellt und derart zusammen gebogen, dass er zwei spitzwinklig zueinander gerichtete, in ihrem Scheitel federnde Schen kel a, <I>a</I> bildet. Der eine dieser Schenkel a ist an seinen beiden Enden mit Spurzapfen f versehen, die sich in lose auf sie aufgesetzten Lagerpfannen b drehen.
Auf den zweiten Schenkel a ist ein Schieber d in Form eines Rohrstückes oder einer Spirale mit einiger Reibung aufge schoben, um je nach Erfordernis diesen Schen kel entsprechend verlängern oder verkürzen zu können. An diesem Schieber d ist mittelst Haken, Öse oder in sonst geeigneter Weise eine Kapsel e vorteilhaft auswechselbar und pendelnd aufgehängt. Der zweite Schenkel a kann in einer fest mit dem ersten Schenkel verbundenen Führung c nach Art eines Tasters oder Greifzirkels schwingen und zur Messung des Schwingungsausschlages ist die Führung c vorteilhaft mit einer Skalenteilung ver sehen.
Die Gebrauchsweise der beschriebenen Ausführungsform des Apparates ist die folgende Hält man die untere und die obere Lager pfanne mit dem zwischen beiden schwingend gelagerten Apparat mit beiden Händen fest, so dass der Schenkel mit den Zapfen vertikal gehalten ist, und geht mit der Vorrichtung in dem Gelände zwecks Absuchung desselben nach einem Bodenschatz hin und her, so wird der Apparat, sobald man sich einem Wasserlauf, Erz-, Erdöl-, Kohlenlager oder dergleichen nähert, durch die Ausübung der strahlenden Kraft dieser Bodenschätze auf den Apparat, um seinen senkrechten Schenkel als Drehachse gedreht und der freie Schenkel durch die in der Kapsel e jeweils befindliche Substanz von chemischer oder physikalischer Wirkung zugleich in pendelnde,
rotierende und anziehende oder abstossende Bewegung gesetzt, und zwar so lange, bis sich derselbe schliesslich beruhigt und genau in die Rich- tung des festzustellenden Bodenschatzes oder, je nach Anziehung oder Abstossung, gerade in die entgegengesetzte Richtung einstellt, wo sich der Bodenschatz befindet. Befindet sich die den Apparat tragende Person gerade über dem vorhandenen Bodenschatz, so stellt sich der Apparat zum Beispiel bei streichen den Wasseradern, Erdölschichten usw. in die Streichrichtung und gegen die Zuströmrich- tung ein.
Aus der Winkelstellung der beiden Schen kel a, a zueinander, die sich aus den ver schiedenen Einwirkungen der Anziehung und Abstossung, der Geschwindigkeit der pendeln den oder drehenden Bewegung, der Art und Masse des Kapselinhaltes, der Schenkellänge usw. ergibt und die an der Skala abgelesen werden kann, lässt sich dann auf Grund von Erfahrungen und durch Berechnung auf Mäch tigkeit, Tiefenlage und Eigenschaft der auf gefundenen Bodenschätze schliessen.
Statt den Apparat, wie in Fig. 1 gezeigt ist, mit nach abwärts gerichteter Öffnung des spitzen Schenkelwinkels anzuwenden, kann er auch umgekehrt, mit nach oben ge richteter Öffnung des Schenkelwinkels, ange wendet werden. Diese Anwendung hat der vorigen gegenüber den besondern Vorteil der leichteren Federung des freien Schenkels a und damit der grösseren Empfindlichkeit des Apparates selbst.
Bei der Ausführungsform des Apparates gemäss Fig. 3 sind die Schenkel a, a geson dert hergestellt, im Scheitelpunkt an einem gemeinschaftlichen Bolzen g gelagert und werden durch eine gegen die den Scheitel punkt überschneidenden Schenkeleciden an greifende Feder lt mit angesetztem Dreh zapfen f' auseinandergespreizt.
Bei der Ausführungsform des Apparates gemäss Fig. 4 ist der die Schenkel a, a bil dende Stab im Scheitelpunkt einfach zu sammengebogen und mit einem Drehzapfen f versehen. Bei der Ausführungsform des Ap parates gemäss der Fig. 5 sind die Schenkel a, a in ihrem Scheitelpunkt ösenförmig zu sammengebogen und mit einem Körner f versehen. Die Ausführungsformen des Apparates gemäss den Fig. 3 bis 5 wirken wie die Aus führungsform gemäss Fig. 1 und 2. .
Bei der Ausführungsform des Apparates gemäss Fig. 6 und 7 ist der eine der Ruten schenkel a, a mit seinem einen Ende mittelst eines Körners im Mittelpunkte eines Kom passes k drehbar gelagert, das andere Ende dagegen als Achse für einen Umdrehungs zähler m ausgebildet, in welchen es einge setzt und wieder herausgenommen werden kann.
Der Umdrehungszähler m bezweckt, die Anzahl der Umdrehungen des Apparates um seine Achse in wagrechter Richtung bei Anwesenheit eines auf die Substanz in der Kapsel e ansprechenden Bodenschatzes fest zustellen und ist nach Art der zur Ermitte- lung der Undrehungszahl rotierenden Wellen verwendeten Tachometer, welche auf dem Druck einer im Innern des Instrumentes be findlichen Flüssigkeit beruhen, der ursächlich der Zentrifugalkraft auf Verschiebung des Zeigers eines Zifferblattes wirkt.
.Kompass k und Umdrehungszähler in sind an einer Stange l gelagert. Mit dem auf dem Kompass k aufgesetzten Rutenende ist, dicht oberhalb des Kompasses, ein Zeiger o fest verbunden, der im rechten Winkel zu der durch die Rutenschenkel a, a gelegten Ebene eingestellt ist. Die ganze Vorrichtung ist vor teilhaft mittelst Kugelgelenkes oder in sonst geeigneter Weise drehbar auf einem Stock oder Pfahl p aufgesetzt, so dass sie durch Einstecken des Pfahls in den Erdboden leicht aufgestellt werden kann.
Bei der Ausführungsform der Vorrichtung gemäss Fig. 8 ist die Rute mit beiden Schen keln a, a drehbar gelagert, und zwar das Ende des einen Schenkels a in dem Mittel punkt des Kompasses k, das andere Schenkel ende in dem Umdrehungszähler m. Bei dieser Ausführungsform ist die Kapsel e mit der reagierenden Substanz im Scheitelpunkt der federnden Schenkel<I>a, a</I> aufgehängt.
Bei der.Ausführungsform der Vorrichtung gemäss Fig. 9 schliesslich ist das eine Schenkel ende wiederum auf dem Kompass k, das andere Schenkelende als Achse in dem Um- drehungszähler z gelagert und die Kapsel e im Scheitel der Schenkel<I>a, a</I> aufgehängt. Kompass k und Umdrehungszähler m sind hier durch einen runden, mit seitlichen Hand haben q versehenen Bügel miteinander ver bunden.
Bei den beschriebenen Ausführungsformen gemäss den Fig. 6 bis 9 ist die Gebrauchs weise die folgende Lässt man den Apparat, nachdem die Schenkelenden auf dem Kompass aufgesetzt und in den Umdrehungszähler eingesetzt sind, zur - Feststellung des Vorhandenseins eines Bodenschatzes spielen, wobei man den Ap parat so hält, dass Kompass und Umdrehungs zähler senkrecht übereinander liegen, so sucht sich die in der Kapsel e auswechselbar ent haltene reagierende Substanz zunächst, wie bei den vorgenannten Ausführungsformen auch, mit den von dem betreffenden Bodenpchatz ausgehenden Emanationen zu sättigen; es entstehen eine Reihe von Ausschlägen der Rute um die senkrechte Drehachse.
An dem Umdrehungszähler m kann man die Anzahl dieser Ausschläge in horizontaler Richtung direkt ablesen. Allmählich stellen sich die Rutenschenkel <I>a, a</I> in die Richtung des be treffenden Bodenschatzes oder auch senkrecht zu derselben ein. Der oberhalb des Kompasses <I>k</I> fest mit dem Rutenschenkel <I>a</I> verbundene und senkrecht zu der durch die Rutenachsen a, a gelegten Ebene eingestellte Zeiger o gestattet hierbei auf der Kompassskala direkt die Streichrichtung des Bodenschatzes nach Graden, Minuten und Sekunden abzulesen.
Die Stange bezw. der Bügel L dient gleich zeitig als Träger für den Apparat beim Ab gehen der Versuchsstrecke.
Das beschriebene Verfahren nebst Apparat zur Nachweisung bestimmter Bodenschätze besitzt den bisher bekannten Apparaten gegen über den technisch erheblichen Vorteil, dass die persönlichen Einflüsse vermindert sind.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Nachweisung von Boden schätzen, wie Wasser, Erzen, Erdöl, Kohlen, Salzen, elektrischen Erdkabeln etc., dadurch gekennzeichnet, dass das zu unter suchende Gelände nacheinander mit ver schiedenen pendelnd und auswechselbar aufgehängten Substanzen nach verschie denen Richtungen abgeschritten wird, bis eine dieser Substanzen von Ausstrahlungen der Bodenschätze angezogen oder abge stossen und dadurch Vorhandensein, Art und Lagenrichtung eines Bodenschatzes angezeigt wird.II. Apparat zur Ausführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, bestehend aus zwei in einem Winkel zueinander gerich teten, an ihrem Scheitelpunkt federnd miteinander verbundenen, in Lagern dreh bar gelagerten Schenkeln. UNTERANSPRÜCHE: 1. Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der Schenkel drehbar gelagert, am freien Ende des an dern Schenkels aber die auf die Ausstrah lungen bestimmter Bodenschätze reagierende Substanz pendelnd und auswechselbar auf gehängt ist. 2.Apparat nach Patentanspruch II und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem federnd ausschwingbaren Schenkel eine die Substanz auswechselbar tragende Hülse verschiebbar gelagert ist. 3. Apparat nach Patentanspruch I1 und Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem einen als Drehachse dienenden Schenkel eine Kulisse fest verbunden ist, in welcher der die Substanz tragende, federnd schwingbare Schenkel spielt. 4.Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der eine der Schenkel zwischen einem Kompass und einem Um drehungszähler schwingbar eingesetzt und oberhalb des Kompasses ein Zeiger fest mit diesem Schenkel verbunden ist, zur direkten Ablesung der Streichrichtung des durch den Schenkelausschlag als vorhanden festgestellten Bodenschatzes auf dem Kom pass. 5. Apparat nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden beider Schenkel zwischen einem Kompass und einem Umdrehungszähler schwingbar ein gesetzt und eine die reagierende Substanz enthaltende Kapsel auswechselbar und pendelnd im Scheitelpunkt der Schenkel aufgehängt ist. 6.Apparat nach Patentanspruch 1I und Unter anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompass und der Umdrehungszähler in einem Bügel gelagert sind.
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