CH94564A - Röntgenröhre, bei welcher die Antikathode in der Aussenwand der Röhre angeordnet ist. - Google Patents

Röntgenröhre, bei welcher die Antikathode in der Aussenwand der Röhre angeordnet ist.

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CH94564A
CH94564A CH94564DA CH94564A CH 94564 A CH94564 A CH 94564A CH 94564D A CH94564D A CH 94564DA CH 94564 A CH94564 A CH 94564A
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Gerhard Dr Huebers
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Gerhard Dr Huebers
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  Röntgenröhre, bei welcher die Antikathode in der     Aussenwand     der Röhre angeordnet ist.    Es ist bereits vorgeschlagen worden, einen  Teil der im übrigen aus     Cxlas    bestehenden  Aussenwand von Röntgenröhren aus Metall  herzustellen und den metallischen Teil als  Antikathode auszubilden, durch welche die  Röntgenstrahlen hindurch nach aussen in die  Luft treten. Bei der Ausführung derartiger  Röhren ergaben sich Schwierigkeiten, welche  ihre Einführung in die Praxis bisher ver  hindert haben.  



  Gemäss vorliegender Erfindung werden  diese Schwierigkeiten dadurch behoben, dass  die Antikathode mit der Glaswand der Röhre  durch eine so kurze Platinstulpe verbunden  wird, dass die Antikathode möglichst wenig  gegenüber dem aus Glas bestehenden Röhren  teil vorragt. Mit dieser Stulpe oder Kappe  ist ein Kühlgefäss verbunden, durch welches  Kühlwasser hindurch und unmittelbar an der  Antikathode vorbeigeleitet wird, so dass diese  kräftig gekühlt wird.  



  Damit die zu Brüchen neigende Ver  schmelzungsstelle von Glas und Platinstulpe    nicht von Elektronen     getroffen    und dadurch  beschädigt wird, ist es vorteilhaft; die Ka  thode so nahe an die Antikathode heranzu  rücken, dass die Verschmelzungsstelle von  Glas und Metall nicht mehr von Elektronen       getroffen    wird. Dasselbe Ziel, Schutz der  Verschmelzungsstelle und weiter der ganzen  Glaswand kann auch durch einen die Kathode  umgebenden metallischen Schutzkäfig erreicht  werden, der die Elektronen     auffängt    und so  auch die Entstehung von elektrischen Ruf  ladungen und     Gleitungsfunken    an der Glas  wand verhindert.  



  In den     Fig.    1, 2 und 3 der Zeichnung  sind verschiedene beispielsweise Ausführungs  formen der neuen Röhre dargestellt. In allen  drei Ausführungsbeispielen ist die Glaswand 1  der Röhre bei 2 mit einer kurzen ringförmigen  Platinstulpe oder Kappe 3 verschmolzen,  welche im Verhältnis zu ihrem Durchmesser  geringe Länge hat, so dass die Antikathode  möglichst wenig von der Glaswand vorsteht.  Würde nämlich die Stulpe länger sein und  die Form eines röhrenförmigen Ansatzes      haben; so würde dieser Rohransatz eine elek  trische Feldwirkung auf die Kathodenstrahlen  ausüben und deren Eintritt in den Rohransatz  erschweren, also ihren Aufprall auf die am  Ende des Rohransatzes befindliche Antika  thode schwächen.

   Der Durchmesser der Stulpe  1 ist begrenzt durch die     gastechnische    Mög  lichkeit der Verschmelzung von Glas und  Stulpe.  



  An der Aussenseite der Platinstulpe 3 ist  ein Kühlbehälter 4 befestigt, der mit einer       Zuflussöffnung    5 und einer,     Abflussöffnung    6  versehen ist und durch den     beire    Betriebe  der Röhre Wasser hindurchgeleitet wird,  welches die Antikathode     bespült.    Die Vorder  wand 7 des vorteilhaft runden Kühlbehälters  besteht aus einem für Röntgenstrahlen durch  lässigen Material, also beispielsweise aus  Aluminiumfolie.  



  Die Antikathode 8 besteht nach     Fig.    1  und 2 aus einem dünnen Blech     bezw.    einer  Folie aus einem vakuumbeständigen     Anti-          kathodenmaterial.    Sie kann mit der Platin  stulpe 3 verschweisst oder verlötet sein. ' Noch  vorteilhafter ist es, die Stulpe 3 als Kappe  oder Tasse auszubilden und den zentralen  Bodenteil 8, welcher der     Glühkathode    9 gegen  überliegt. erforderlichenfalls durch     Hämmern     oder dergleichen so weit zu verdünnen, dass  die verdünnte Stelle 8 als Antikathode dienen  kann, welche in ihr durch die aufprallenden  Kathodenstrahlen erzeugte Röntgenstrahlen  nach aussen gelangen lässt.

   Die Antikathode  8, das Wasser im Kühlbehälter 4 und die  Aluminiumfolie 7 wirken als     Röntgenstrahlen-          filter.     



  Während nach der     Ausführungsform    nach       Fig.    1 die von der     Glühkathode    9 ausgehen  den Elektronen die Verschmelzungsstelle 2  von Glas und Platinstulpe     treffen    und da  durch unter Umständen deren Bruch herbei  führen     können,    ist nach     Fig.    2 die     Glüh-          kathode    9 der Antikathode 8 soweit genähert,  dass die Verschmelzungsstelle 2 nicht mehr  von Glühelektronen     getroffen    werden kann.  



  Bei der Ausführungsform nach     Fig.    3 ist  eine Beschädigung der Verschmelzungsstelle 2  und das Auftreten starker     Gleitfunken    ober-    halb dieser Stelle dadurch unmöglich gemacht,  dass um die Glühkathode 9 ein Elektronen  fänger in Form eines metallischen Käfigs  oder dergleichen angeordnet ist.

   Nach dem  dargestellten Ausführungsbeispiel besteht die  ser     Käfig'    aus einem in die     Metallstulpe    3  eingesetzten und darin befestigten     vollwan-          digen    oder gitterförmigen Zylinder 10 und  einer auf den Haltedrähten 11 der Glüh  kathode 9 befestigten vollwandigen oder     gitter-          förmigen    Schutzplatte 1.2. Der     Käfig    10, 12  verhindert das Aufprallen von Elektronen  und Röntgenstrahlen oder auch von zerstäub  ten Metallteilen auf die Glaswandung der  Röhre.  



  Nach     Fig.    3 besteht zudem die Antika  thode aus einer doppelten Schicht, einer  innern, für Kathodenstrahlen leicht durch  lässigen und     vakuumbeständigen    Schicht 13,  beispielsweise     einerAluminiumfolie    -     Lenard-          Fenster    genannt - und einer äussern, die  Kathodenstrahlen bremsenden Schicht 14, die       unmittelbar    auf der zu Kathodenstrahlen     durch-          lässiger    Schicht angeordnet, beispielsweise  darauf aufgewalzt ist,

   so dass keine die Ka  thodenstrahlen bekanntlich stark absorbierende  Luftschicht zwischen     Lenard'scher    Folie 13  und     Antikathodenrnaterial    14 vorhanden ist.  Da die     Antikathodenschicht    14 nun nicht  mehr im Vakuum liegt, sondern durch die       Lenard'sehe    Folie 13 vom Vakuum abgetrennt  ist, kann man als     Antikathodenmaterial    auch       nichtvakuumbeständige    Stoffe mit hohem  Atomgewicht, wie z. B.     Thor    und Uran, ver  wenden, die harte X-Strahlen erzeugen.

   Man  kann aber auch, um weichere X-Strahlen zu  erzeugen, als     Antikathodenstoffe    Materialien  verwenden, die ein geringeres Atomgewicht  haben, aber auch nicht vakuumbeständig  sind.  



  Bei der     Ausführungsform    nach     Fig.    1 ist  noch an der     112etallstulpe    3 oder auch an  dem     Kühlgefäfä'    4 ein Ansatz     bezw.    eine  Metallscheibe 15 angeordnet, welche die Glas  kugel 1 teilweise umfasst und elektrisch auf  geladen wird. Diese verstärkt einerseits die  Kühlung; sodann hat sie noch den     Zweck,     den Feldverlauf     bezw.    den Verlauf der      Kathodenstrahlen in der Röhre     zii    beein  flussen und Störungen durch unbeabsichtigte  Feldeinwirkungen zu beseitigen. Der Erfolg  zeigt sich beispielsweise daran, dass bei An  wendung dieser elektrischen Steuerscheibe  auch sehr harte Röhren ruhig arbeiten.

   Statt  einen besondern Ansatz 15 anzuordnen, kann  man auch das Kühlgefäss entsprechend aus  gestalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Röntgenröhre, bei welcher die Antikathode in der Aussenwand der Röhre angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Antikathode mit der Röhrenglaswand mittelst einer derart kurzen Metallstulpe verbunden ist, dass die Antikathode möglichst wenig gegenüber dem aus Glas bestehenden Teil der Röhre vor ragt, und dass an der Metallstulpe über der Antikathode ein mit Zufluss und Abfluss ver- sehenes Kühlgefäss befestigt ist, durch wel ches beim Betrieb der Röhre Kühlwasser hindurchgeleitet wird, welches die Antikathode bespült<B>und kühlt.</B> UNTERANSPRüCHE 1.
    Röntgenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Glühkathode so nahe an die Antikathode berangerückt ist, dass die Verschmelzungsstelle von Glas und Meta.11 nicht mehr von Elektronen ge troffen wird. 2. Röntgenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass um die Glühkathode ein metallischer Schutzkäfig angeordnet ist, der die Glaswandung der Röhre gegen auf prallende Elektronen schützt. 3. Röntgenröhre nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gekühlte Antika thode ausserhalb eines mittelst der kurzen Metallstulpe in die Röhre eingesetzten Lenard-Fensters urimittelbar auf dem Fens ter aufgebracht ist. 4. Röntgenröhre nach Patentanspruch, dadurch .
    gekennzeichnet, dass die Antikathode mit einem leitenden Ansatz versehen ist, der über einen verhältnismässig grossen Teil der Röhrenglaswand ragt und durch das ihm erteilte Potential eine elektrische Feld wirkung auf die Umgebung und auf den Innenraum der Röntgenröhre ausübt.
CH94564D 1916-03-27 1921-03-19 Röntgenröhre, bei welcher die Antikathode in der Aussenwand der Röhre angeordnet ist. CH94564A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1059117B (de) * 1957-04-08 1959-06-11 Licentia Gmbh Fluessigkeitsgekuehlte Membrananoden-Roentgenroehre

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