CH94594A - Steuerventil an Einkammer-Druckluftbremsen. - Google Patents

Steuerventil an Einkammer-Druckluftbremsen.

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CH94594A
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CH
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piston
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pressure
braking
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Handel-Maatschappij H Alber Co
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Handel Mij H Albert De Bary &
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Description


  Steuerventil an Einkammer-Druckluftbremsen.    Die Erfindung bezieht sich auf ein Steuer  ventil an Einkammer-Druckluftbremsen, deren  Hilfsluftbehälter durch einen Trennungskolben  in zwei ihrem Inhalt nach veränderliche Kam  mern geteilt ist, die also neben einer stufen  weisen Verstärkung der Bremswirkung ein  stufenweises Lösen gestatten.  



  Bei den bekannten Steuerventilen für der  artige Bremsen wird sowohl der Brems- wie  der Lösevorgang durch ein gemeinsames  Steuerorgan geregelt, das aus zwei überein  ander angeordneten, durch einen gemeinsamen  Steuerkolben betätigten Schiebern, einem  Grund- und einem Abstufungsschieber, besteht.  



  Bei bekannten Schnell- und Personenzug  bremsen, deren Steuerventil auf diesem Prinzip  beruht, fallen die Scbieber infolge der be  trächtlichen Bremszylinderabmessungen ziem  lich gross aus, daher entsteht zwischen ihnen  infolge des hohen Betriebsdruckes von etwa  5 Atm. eine grosse Reibung, die im Betriebe  häufig zu Unzuträglichkeiten führt, insofern  infolge dieser Reibung der Grundschieber  durch den Abstufungsschieber beim Bremsen  vorzeitig mitgenommen wird, d. h. bevor der    Abstufungsschieber den durch das zwischen  Grundschieber und hinterer Anschlagfläche  der rahmenförmigen Kolbenstange des Steuer  kolbens vorgesehene Spiel bedingten Hub zu  rückgelegt hat. Diese Erscheinung äussert  sich in unerwünschter Weise auf die Brems  wirkung, die dadurch naturgemäss anders aus  fällt, als der Absicht des die Bremse bedie  nenden Lokomotivführers entspricht.  



  Dieser Nachteil wird gemäss der Erfindung  dadurch beseitigt, dass das Steuerventil mit  je einem besondern Steuerorgan für den     Brems-          und    Lösevorgang versehen wird, wobei die  beiden diese Steuerorgane betätigenden Steuer  kolben auf der eineu Seite mit der Haupt  leitung in Verbindung stehen, also auf dieser  Seite stets dem Hauptleitungsdruck ausgesetzt  sind, wobei der Steuerkolben, der das den  Bremsvorgang regelnde Steuerorgan betätigt,  auf seiner andern Seite vom Druck der Luft  derjenigen Kammer des Hilfsluftbehälters be  aufschlagt wird, die beim Bremsen Druckluft  an den Einkammer-Bremszylinder abgibt, wo  hingegen der Steuerkolben, der das den Löse  vorgang regelnde Steuerorgan betätigt, auf      seiner andern Seite vom Drucke der Luft der  andern Hilfsluftbehälterkammer beaufschlagt  wird.

    



  Da es infolge dieser Arbeitsverteilung auf  zwei verschiedene Steuerorgane möglich ist,  diese, die gemäss der Erfindung als Schieber  ausgebildet sind, mit kleineren Abmessungen  auszuführen, als dies bei der Anwendung von  Grund- und Abstufungsschieber möglich ist,  so fällt auch die gesamte zu leistende Rei  bungsarbeit kleiner aus, als bei der bisher  gebräuchlichen Bauart.  



  Auf der Zeichnung ist der Erfindungs  gegenstand in einer beispielsweisen Ausfüh  rungsform veranschaulicht.  



  Fig. 1 zeigt das Steuerventil im Schnitt,  in Verbindung mit dem zugehörigen Brems  apparat in schematischer Darstellung in der  Lösestellung;  Fig. 2 zeigt das den Lösevorgang steuernde  Organ in der Stellung, die es bei jeder Bremsung  einnimmt ;  Fig. 3 zeigt das den Bremsvorgang regelnde  Steuerorgan in der Betriebsbremsstellung,  Fig.4 dasselbe in der Schnellbremsstellung.  Das Steuerventil G ist bei L an die durch  gehende Hauptleitung angeschlossen. Es be  sitzt die beiden mit der Hauptleitung in of  fener Verbindung stehenden Kolbenkammern I  und II, in denen sich die beiden Steuer  kolben k1 und k2 befinden. Der Kolben k1 ist  in bekannter Weise mit Spiel mit dem Schie  ber S1 verbunden, der den Bremsvorgang  regelt; der Kolben k2 dagegen ist mit dem  Schieber S2, der zur Regelung des Lösevor  gangs dient, starr verbunden.

   J ist der be  kannte Einkammer-Bremszylinder mit dem  Kolben l. H ist der Hilfsluftbehälter, der  durch den Kolben m in zwei Kammern A  und B geteilt wird. K ist eine mit dem Hilfs  luftbehälter H verbundene Kammer, die den  Raum A vergrössert, H ist eine in der Löse  stellung mit der Hauptleitung verbundene Auf  nahmekammer, die nach erfolgtem Bremsen  das Lösen beschleunigt. p ist das in bekannter  Weise im Grundschieber vorgesehene, vom  Kolben k1 beherrschte Abstufungsventil, r ist  ein in die zum Bremszylinder J führende    Leitung 3 eingebautes Rückschlagventil. V ist  ein Ventil, dessen Zweck und Wirkungsweise  unten näher beschrieben ist.  



  Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist  folgende:  Ist die Bremse geladen und befinden sich  die Steuerorgane in der in Fig. 1 dargestellten  Lösestellung, so wird zwecks Einleitung einer  Bremsung in bekannter Weise Druckluft aus  der Hauptleitung L durch das Führerbrems  ventil abgelassen. Bei jedem Sinken des  Hauptleitungsdruckes nimmt der Steuerkol  ben k2 die in Fig. 2 dargestellte Stellung ein,  in der er sämtliche durch ihn überwachte  Kanäle abschliesst. Seine Bewegung erhält  er durch den auf seiner rechten Seite sich  äussernden Überdruck der Hilfsbehälterluft,  da der Raum IV durch die Rohrleitung 5  mit der Kammer K und der Kammer A des  Hilfsluftbehälters H in Verbindung steht.  



  Der Steuerkolben k1, dem die Regelung  des Druckluftzuflusses zum Einkammerbrems  zylinder beim Bremsen obliegt, hat infolge  des Sinkens des Hauptleitungsdruckes und  infolge des sich nunmehr geltend machenden  Überdruckes in der Kammer B des Hilfluft  behälters bei einer sogenannten Betriebsbrem  sung, die schon durch ganz geringen Druck  abfall in der Hauptleitung herbeigeführt wer  den kann, die Stellung nach Fig. 3 einge  nommen, weil der verhältnismässig geringe  Inhalt der beim Bremsen an den Einkammer  bremszylinder Druckluftabgebenden Kammer B  eine Drehung erfährt.

   Da die Druckabnahme  in der Hauptleitung gering ist und der Über  druck rechts vom Kolben k1 bald aufhört,  weil die Luft von der Kammer B über die  Leitung 2, die Steuerkammer III, das mit  dem Kolben k1 unbeweglich verbundene, in  folge Verschiebung des letzteren gegenüber  dem Schieber S1 nach links geöffnete Ab  stufungsventil p und die Kanäle 10 und 3  in den Raum C des Einkammerzylinders ge  langt, so verschiebt sich der Kolben     ki    nicht  über die in     Fig.    3 dargestellte Stellung hinaus  nach links.

   Sinkt dabei der Druck in der  Kammer B infolge des     Auffüllens    des Raumes C  unter den links auf den Kolben     Ici        wirkenden         Leitungsdruck, so erfährt dieser Kolben durch  den nunmehr überwiegenden Leitungsdruck  eine geringe Rechtsverschiebung, die wohl  hinreicht, das Abstufungsventil p zu schliessen,  nicht aber den Steuerschieber S1 nach rechts  zu bewegen, weil dieser infolge Adhäsion  ziemlich fest auf dem Schieberspiegel liegt  und zu seiner Bewegung einer nicht unbe  deutenden Kraft bedarf. Damit ist die Brems  abschlussstellung herbeigeführt.  



  Ist eine Bremsung vorgenommen worden  und es erweist sich, dass die Bremswirkung  zu stark ist, so wird eine stufenweise Ab  schwächung der Bremswirkung dadurch her  beigeführt, dass der Leitungsdruck mittelst  des Führerbremsventils etwas erhöht wird.  Dabei nehmen beide Steuerkolben im Steuer  ventilgehäuse die Lösestellung nach Fig. 1  ein. Durch die Leitung 3 und die davon ab  zweigende Leitung 4 entweicht dann über  die rechte Höhlung des Schiebers S2 und die  ins Freie führende Öffnung 9 aus der Kam  mer C des Einkammerbremszylinders die Druck  luft so lange, bis diese Verbindung unterbrochen  wird, was eintritt, sobald die aus der Haupt  leitung über die Leitung 1, die linke Höh  lung im Schieber S2 und die Leitung 2 in  die B-Kammer des Hilfsluftbehälters H ein  strömende Luft den Kolben m in diesem  nach rechts verschoben hat.

   Dabei wird der  Kolben m, solange er sich noch links von  der Mündung des Kanals q befindet, in der  Kammer A einen höheren Druck erzeugen,  als in der Kammer B herrscht, denn die  wirksame Fläche des Kolbens m ist rechts  um den Betrag des Kolbenstangenquerschnittes  kleiner als links und ausserdem ist die linke  Fläche des kleineren Gegenkolbens n mit dem  gleichen Druck belastet, wie die rechte Seite  des Kolbens m, also verkleinert sich die wirk  same Fläche des Kolbens m noch um das  Mass der Fläche des Kolbens n. Es muss also,  wenn sich der Kolben m im Gleichgewicht  befindet, der Druck in der Kammer A grösser  sein als in der Kammer B, also auch grösser  als in der Leitung L.

   Dabei ist zu berück  sichtigen, dass das stufenweise Abschwächen  der Bremswirkung durch Einlassen ganz ge-    ringer Luftmengen aus dem Hauptluftbehälter  in die Hauptleitung erreicht werden kann.  Der Steuerkolben k2 wird also bei diesem  Vorgang auf der rechten Seite über Leitung 5  und Steuerschieberkammer IV einem Druck  ausgesetzt, der allmählich über den gering  erhöhten Leitungsdruck hinauswächst und er  verschiebt sich infolgedessen nach kurzer  Zeit nach links und unterbricht den Lösevor  gang durch Abschliessen der durch den Schie  ber S2 beherrschten Kanäle.

   In dieser Lage  verbleibt der Kolben k2, bis weitere Druck  erhöhungen in der Hauptleitung zum Zweck  des stufenweisen Herabsetzens der Brems  wirkung vorgenommen werden, wobei er jedes  mal in die in Fig. 1 dargestellte Lösestellung  gelangt; um nach Ansteigen des Druckes in A  über den Leitungsdruck, wieder nach links  in die Abschlussstellung zu gehen. Dieses  stufenweise Abschwächen der Bremswirkung  lässt sich so lange fortsetzen, bis der Kolben m  die Bohrung q im Hilfsluftbehälter über  schreitet. Ist die Bremswirkung bereits so  weit abgeschwächt, dass der Kolben m dicht  links neben der Öffnung q sich befindet und  wird eine weitere Druckerhöhung in der  Hauptleitung vorgenommen, so gehen die  Kolben k2 und m wieder in die Stellung nach  Fig. 1.

   Die Öffnung q im Hilfsluftbehälter  befindet sich dabei links vom Kolben m, so  dass zwischen den Räumen B und A Druck  ausgleich stattfindet. Es steht nun keine Kraft  mehr zur Verfügung, um den Steuerkolben k2  in die Abschlussstellung zurückzubringen; es  tritt völliges Lösen der Bremse ein. Die  Kammer M erleichtert ein rasches Ansteigen  des Druckes in der B-Kammer des Hilfsluft  behälters und ermöglicht infolgedessen beliebig  grössere oder kleinere Lösungsstufen herbei  zuführen.  



  Wird eine Schnell- oder Notbremsung  eingeleitet und zu diesem Zweck die Haupt  leitung durch das     Führerbremsventil    rasch  und ergiebig entlüftet, so nehmen beide  Steuerkolben schnell     rare    äusserste -linke Stel  lung ein, der Schieber     S2    sperrt dabei wieder  sämtliche von ihm überwachte Kanäle ab,  der Schieber<B>81</B> vermittelst mit seiner Höh-      lung eine Verbindung zwischen den Leitungen 6  und 3 (siehe Fig. 4). Es strömt also Leitungs  luft in die C-Kammer des Einkammer-Brems  zylinders.

   Gleichzeitig wird die über das  Ventil V zum Bremszylinder führende Leitung 7  durch den Steuerschieber S1 freigelegt, die  Druckluft der B-Kammer des Hilfsluftbehälters  strömt also über Leitung 2 und den Raum III  in die Leitung 7, drückt das Ventil V gegen  die Wirkung der dasselbe von unten be  lastenden Feder nach unten, schliesst also die  mit einer oder mehreren ins Freie führenden  Öffnungen sich deckenden Bohrungen 11 im  Ventilkörper und tritt durch die nunmehr  freigelegten Öffnungen 12 über Leitung 3 in  den C-Raum des Einkammer-Bremszylinders.  Ist zwischen diesem und der B-Kammer des  Hilfsluftbehälters Druckausgleich eingetreten,  so schliesst die unter dem Ventil V vorgesehene  Feder das Ventil, und die noch in B ent  haltene Druckluft entweicht über die Öffnungen  11 in die Atmosphäre.

   Der schon vorher  unter dem Einfluss des im Raum A bezw. in  der Kammer K sich geltend machenden Über  druckes nach links gewanderte Kolben m des  Hilfsluftbehälters wird in seine äusserste Links  stellung verschoben. Die Schleife o gelangt  zum Anliegen an einen Bolzen im Bremsge  stänge und die Bremswirkung wird durch die  Mitwirkung des Kolbens m auf das mögliche  Höchstmass gesteigert.  



  Wird nach einer Bremsung zum Zweck  des Lösens der Druck in der Hauptleitung  durch das Führerbremsventil wieder erhöht,  so nehmen die Steuerorgane wieder die Lage  nach Fig. 1 ein. Dabei schliesst der den Brems  vorgang überwachende Schieber S1 sämtliche  von ihm überwachte Kanäle ab, nachdem  zuerst das Abstufungsventil p geschlossen ist.  Der den Lösevorgang vermittelnde Steuer  schieber S2 kehrt in seine rechte Endstellung  zurück, wobei er die Hauptleitung L über    den Kanal 1, die linke Schieberhöhlung, die  Leitung 2 mit der Kammer B des Hilfsluft  behälters H verbindet.

   Sobald der Kolben m  unter dem Einfluss des steigenden Druckes in  Kammer B in seine rechte Endlage (Fig. 1)  gelangt, strömt aus der Hauptleitung kom  mende Luft durch die kleine Öffnung q hin  durch in die A-Kammer und zugleich in die  Kammer K und durch die Leitung 5 hin  durch in den Raum IV des Steuerventilge  häuses. Der Raum C des Einkammerbrems  zylinders ist über die Leitungen 3 und 4,  die rechte Höhlung im Schieber S2 mit der  Leitung 9 und damit mit der Atmosphäre  verbunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuerventil an Einkammer-Druckluft bremsen, die einen durch einen verschiebbaren Trennungskolben in zwei ihrem Inhalt nach veränderliche Kammern getrennten Hilfsluft behälter aufweisen und die neben einer stufen weisen Verstärkung der Bremswirkung ein stufenweises Lösen derselben gestatten, da durch gekennzeichnet, dass das Steuern des Brems- und Lösevorganges durch je einen be- sondern Steuerschieber erfolgt, die durch je einen auf der einen Seite vom Hauptleitungs druck beaufschlagten Steuerkolben betätigt werden, von denen derjenige, der den den Bremsvorgang regelnden Schieber betätigt, auf seiner andern Seite durch den Druck der Luft derjenigen Kammer des Hilfsluftbehälters beaufschlagt wird, die beim Bremsen Druck luft in den Einkammer-Bremszylinder abgibt,
    während der den den Lösevorgang regelnden Schieber betätigende Steuerkolben auf seiner andern Seite vom Druck der Luft der andern Hilfsluftbehälterkammer beaufschlagt wird.
CH94594D 1921-01-24 1921-01-24 Steuerventil an Einkammer-Druckluftbremsen. CH94594A (de)

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