CH94742A - Einrichtung zum Anlassen von Dampfturbinen mit Kondensationsbetrieb. - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen von Dampfturbinen mit Kondensationsbetrieb.

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CH94742A
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condenser
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Maschinen-Fabriks-Ges Bruenner
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Erste Bruenner Maschinen Fab
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  Einrichtung zum Anlassen von Dampfturbinen mit Kondensationsbetrieb.    Das Anlassen von     Kondensations-Dampf-          turbinen    mit Generatoren geschah bisher derart,  dass die Kondensationsanlage zuerst mit  Fremdstrom oder, wenn eine     Hilfs-Antriebs-          turbine    vorhanden war, mit dieser in Betrieb  gesetzt wurde, worauf dann bei entsprechen  der Luftleere die Hauptturbine auf volle  Drehzahl gebracht, der Generator erregt und  der     Kondensations-Antriebsmotor    nunmehr  von diesem Generator mit Strom versorgt  wurde.  



  War keine Stromquelle und auch keine       Hilfs-Antriebsturbine    vorhanden, so wurde die  Hauptturbine mit     "Auspuff"    auf die volle  Drehzahl gebracht, wobei ein Wechselschieber  zwischen Turbine und Kondensator geschlos  sen werden musste, um eine übermässige Er  wärmung des Kondensators zu verhindern.

    Nach Erreichung der vollen Drehzahl wurde  der Generator erregt, der Kondensationsmotor  angelassen und nach Erreichung entsprechen  der Luftleere der Wechselschieber geöffnet,  wobei sich eine in der Auspuffleitung befind  liche     "Rückschlagklappe    selbsttätig     schloss.       Abgesehen von der ziemlich umständlichen  Durchführung der verschiedenen     Handgriffe     hat das Auspuffverfahren den einen schwer  wiegenden Nachteil, dass hierbei der rück  wärtige Teil der Turbine raschen Tempera  turänderungen ausgesetzt wird, was insbe  sondere bei grösseren Anlagen durchaus zu  vermeiden ist und wegen der unvermeidlichen       Verziehungen    und andern Nachteilen als  schädlich bezeichnet werden     muss.     



  Den Gegenstand der Erfindung bildet eine .       Einrichtung    zum Anlassen von Dampftur  binen mit Kondensationsbetrieb, bei welchen  unter Weglassung des teuren und schweren  Wechselschiebers und der     Hilfs-Antriebstur-          bine    für den Kondensationsantrieb der Kon  densator beim Anlassen der Turbine mit Hilfe  einer besondern     Dampfstrahlluftpumpe    mit  einer oder mehreren Dampfdüsen entlüftet  wird, wobei gleichzeitig zum Niederschlagen  des     Turbinenleerlaufdampfes    eine von der  Turbine und der     Kondensationspumpengruppe     unabhängige     Hilfswasserquelle    verwendet  wird.

        Bei einer Ausführungsform werden zum  Niederschlagen des     Turbinenleerlaufdampfes     Sprühdüsen verwendet, während bei einer  zweiten Ausführungsform zum selben Zwecke  von einem Hochbehälter oder aus einem vor  handenen natürlichen Gefälle kommendes  Wasser und bei einer dritten Ausführungs  form von einer nicht zur Turbine und deren  Hilfseinrichtungen gehörenden     Wässerpurnpe     Wasser durch die Kondensationsrohre getrie  ben wird.  



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise  Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes  in der Anwendung bei einer mit einem Ge  nerator gekuppelt zu denkenden Dampftur  bine in der Ansicht mit teilweisem Schnitt.  



  In der Zeichnung bezeichnet A die Dampf  turbine, B das Verbindungsrohr zum Kon  densator und C den Kondensator; D,     D1    sind  zwei     Dampfstrahlsauger,    die in     Hintereinar)der-          schaltung    an der     Luftabsaugestelle    B des  Kondensators C diesen entlüften sollen und  Dampf durch die Rohrleitungen F und     F,     erhalten. Es können aber auch mehr als zwei       Dampfstrahlsauger    in gemischter Schaltung  (hintereinander und parallel) diesem Zwecke  dienen.

   Au einer Stelle des     Wasserkastens        G     des Kondensators ist eine Leitung H ange  schlossen, durch die eine oder mehrere im       Dampfeintrittsstutzen    B zwischen Turbine  und Kondensator liegende Sprühdüsen J ge  speist werden. Ist ein Hochbehälter oder eine  beliebige, entsprechend grosse, zum Beispiel  dampfbetriebene Wasserpumpe vorhanden, wie  eine solche etwa im Kesselhaus als Speise  pumpe verwendet wird, so können die Sprüh  düsen J entfallen und die nötige Kühlwasser  menge vom Hochbehälter aus durch die     Pumpe     in die Kühlrohre     K    des     Oberflächen-Konden-          sators    gedrückt werden.  



  Das Anlassen geschieht derart, dass zu  nächst mittelst der     Dampfstrahlsauger    D,     D,     der Kondensator C entlüftet und der     Zufluss     des Wassers zu den Düsen J     geöffnet    wird.  Die Luftleere saugt das Wasser an und  dieses genügt, um die geringere Dampfmenge,  welche zum     Ingangsetzen    der Dampfturbine    erforderlich ist, niederzuschlagen. Auch die  Oberflächenwirkung des Kondensators kann,  wie oben angedeutet, zum Niederschlagen  des Dampfes verwendet werden. Ist die  Dampfmaschine auf voller Drehzahl, so wird  der Generator erregt und die     Kondensations-          pumpengruppe    auf gewöhnliche Art in Gang  gebracht.

   Die     Dampfstrahlsauger    D,     D1    wer  den geschlossen und der Maschinensatz kann  belastet werden. '

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Anlassen von Dampf turbinen mit Kondensationsbetrieb unter Weg lassung von Wechselschiebern und Hilfsan- triebsturbinen für den Kondensationsbetrieb, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensa tor beim Anlassen der Dampfturbine durch eine bescndere Dampfstrahlluftpumpe mit einer öder mehreren Dampfdüsen entlüftet wird, wobei gleichzeitig zum Niederschlagen des Turbinerileerlaufdampfes eine von der Turbine und der Kondensationspumpengruppe unabhängige Hilfswasserquelle verwendet wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlassen der Dampfturbine die entstandene Luftleere aus einer von der Kondensationspumpen gruppe unabhängigenllilfswasserquelledurch Sprühdüsen Wasser ansaugt, welches den Turbinenleerlaufdampf niederschlägt. 2. Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlassen der Dampfturbine von einem Hochbehälter oder aus einem vorhandenen natürlichen Gefälle Wasser durch die Kondensator rohre eines Oberflächenkondensators ge trieben und so die Oberflächenwirkung zur Kondensation des Turbinenleerlauf dampfes herangezogen wird. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Anlasser) der Dampfturbine von einer nicht zur letz teren und deren Hilfseinrichtungen gehö- senden Wasserpumpe Wasser durch die Kondensatorrohre eines Oberflächenkon densators getrieben und so die Ober- flächenwirkung zur Kondensation des Turbinenleerlaufdampfesherangezogen wird.
CH94742D 1920-02-16 1920-12-23 Einrichtung zum Anlassen von Dampfturbinen mit Kondensationsbetrieb. CH94742A (de)

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