CH94772A - Verfahren zur Verbesserung von Zahnzementen, welche unter Verwendung von Kieselsäure nach den üblichen Verfahren hergestellt werden. - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung von Zahnzementen, welche unter Verwendung von Kieselsäure nach den üblichen Verfahren hergestellt werden.

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CH94772A
CH94772A CH94772DA CH94772A CH 94772 A CH94772 A CH 94772A CH 94772D A CH94772D A CH 94772DA CH 94772 A CH94772 A CH 94772A
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  Verfahren zur Verbesserung von Zahnzementen, welche unter Verwendung von  Kieselsäure nach den üblichen Verfahren hergestellt werden.    Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren zur  Verbesserung der Eigenschaften, insbesondere  zur Erhöhung der Härte und der Transparenz  von Zahnzementen, welche unter Verwendung  von Kieselsäure nach den üblichen Verfahren  hergestellt werden. Das Verfahren besteht  gemäss der Erfindung darin, dass die Kiesel  säure in kolloidalem Zustande zur Anwendung  gelangt.

   Die angegebenen     günstigen    Wirkun  gen des Verfahrens gemäss der Erfindung  treten bei Zahnzementen auf, welche unter  die Gruppen der     Chlorzinkzemente,    der     Zink-          sulfatzeinente,    der     Zinkoxydphosphatzemente     und der     Silikatzemente    fallen und bei welchen  allen schon bisher Kieselsäure zugesetzt wurde.  



  Die kolloidale Kieselsäure kann als     Sol,          Hydrogel,        Acetogel,    oder     Alcogel    zur Anwen  dung gelangen. Bei den genannten Gruppen  von Zahnzementen werden zunächst einerseits  ein Pulver     resp.    eine Paste, anderseits eine  Flüssigkeit bestehend aus einer Lösung von  Phosphorsäure oder sauren Phosphaten vor  bereitet, welche dazu     bestimmt    sind, durch    Vereinigung den Zahnzement zu liefern.

   Man  kann nun die kolloidale Kieselsäure bei den  verschiedenen Gruppen entweder dein Pulver,       bezw.    einer aus dem Pulver hergestellten  Paste, zusetzen und das Pulver     bezw.    die  Paste dann mit der phosphorsauren Flüssig  keit mischen oder das Pulver     bezw.    die Paste  (Oxyde, Silikate, Polysilikate) mit einer kol  loidalen Lösung der Kieselsäure in Phosphor  säure     bezw.    sauren Phosphaten behandeln.  Endlich kann man auch     @    sowohl zum Pulver       bezw.    zur Paste, als auch zur Flüssigkeit  die kolloidale Kieselsäure hinzufügen.

   Man  kann auch als Flüssigkeit eine kolloidale Lö  sung von Kieselsäure in Phosphorsäure oder  einer Lösung von sauren Phosphaten ver  wenden.  



  Erforderlichenfalls können Zusätze von  färbenden Stoffen gemacht werden, so dass  die plombierte Stelle     ain    Zahn möglichst der  Färbung des Zahnes selbst gleichkommt.  Neben     Acetogel    der Kieselsäure     kannT'gleich-          zeitig    eine beliebige andere     Säum        mitbenutzt     werden,      Einen weiteren Vorteil besitzt das Ver  fahren im besondern noch bei den     Silikat-          zementen,    bei deren Herstellung ebenfalls  Phosphorsäure oder saure Phosphate benutzt  werden. Solche     Silikatzemente    weisen die  unerwünschte Eigenschaft auf, nach dem Er  härten noch Säure abzuspalten.

   Es hat sich  gezeigt, dar bei Anwendung kolloidaler Kie  selsäure die Phosphorsäure durch die kolloi  dale Kieselsäure gebunden wird. Die erhält  liche Verbindung bildet mit den bekannten  Pulvern     bezw.    Pasten, zu deren Herstellung  z. B. Silikate oder Polysilikate verwendet  werden können, ebenfalls     Silikatzemente,    Ver  bindungen, die keine Säure abspalten, und  bei sehr grosser Härte eine hohe Beständig  keit gegen alkalische und saure Flüssigkeiten  aufweisen. Je nach .der Zusammensetzung  des Pulvers     bezw.    der Paste lassen sich Ze  mente von hoher Transparenz herstellen.

    <I>Beispiel 1:</I>  Zur Herstellung der Paste     werden     80 g schwefelsaure Magnesia und       ?20    g schwefelsaure Tonerde in Wasser gelöst  und  100 g     Natriumsilikat    in     wässriger    Lösung zu  gesetzt; hierauf Natronlauge bis zur neutralen  Reaktion (Zusatz von     Phenolphtalein).    Hier  auf werden noch 150     g        Kieselsäure-hydrogel          (70%        wasserhaltig)        zugesetzt,        ausgewaschen     und bis zur     Pastenkonsistenz    auf der Presse  vom Wasser befreit.

   Das Produkt kommt  als Paste zur Verwendung.  



  Die Säureflüssigkeit setzt sich zusammen  aus  20 g saurem     Aluminiumorthophosphat,     20 g saurem     Zinkorthophosphat,     60 g saurem     Orthophosphorsäure.     



  Die kolloidale Kieselsäure wird bei vor  stehendem Beispiel somit nur der Paste zu  gesetzt.    <I>Beispiel</I>     Il:       Zur Herstellung der Flüssigkeit werden  32 g     Aluminiumhydroxyd    mit 20 g     Kiesel-          säureacetogel        und    150 g Wasser innig gemischt  und der     Mischung    108 g     Pyrophosphorsäure       zugesetzt. Unter starker Erwärmung tritt  klare Lösung ein.

   Dieser klaren Lösung     wer-          den        weitere        50        g        Acetogel        (50        %        säurehaltig)     zugegeben und in der Kugelmühle drei Stun  den vermahlen     (Suspensoid).     



  Zur Herstellung des Pulvers werden  20     g        Natriumsilikat    mit  3,5 g     Calciumhydroxyd    und  15 g     Aluminiumsilikat          nass    vermahlen, getrocknet und geglüht.  



  Die kolloidale Kieselsäure wird in diesem  Beispiel nur der Flüssigkeit zugesetzt.  <I>Beispiel</I>     III:     Zur Herstellung der Paste werden  20     g        Natriumsilikat        kryst.    mit  3,5 g     Calciumhydroxyd    und  15 g Aluminiumsilikat       na,ss    vermahlen, getrocknet und geglüht. Das  erhaltene Pulver wird mit soviel     Alcogel    der  Kieselsäure innig vermischt, bis eine steife  Paste entsteht.  



  Zur Herstellung der     Flüssigkeit        werden     16 g saures Aluminiumphosphat mit  4 g Wasser und  6     g        Kieselsäur        eacetogel        (50%        säurehaltig)     in der Kugelmühle     innigst    vermahlen.  



  Beim vorliegenden Beispiel wird also die  kolloidale     Kieselsäure    sowohl der Paste als  der Flüssigkeit zugesetzt.    <I>Beispiel IV</I>    Zur Herstellung der Paste werden  200 g Zinkoxyd. und  4 g Borax gemischt.  



  Als Flüssigkeit werden 50 g     Kieselsäure-          Gel    gesättigt mit Zinkchlorid verwendet.         Beispiel   <I>V</I>    Das Pulver besteht aus  100 g scharf geglühter     Magnesia,    als Flüs  sigkeit werden 50 g     Kieselsäure-Gel    gesättigt  mit Chlormagnesia verwendet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung der Eigen schaften, insbesondere zur Erhöhung der Härte und der Transparenz von Zahnzementen, welche unter Verwendung von Kieselsäure nach den üblichen Verfahren hergestellt werden, da durch gekennzeichnet, daf,) die Kieselsäure in kolloidalem Zustande zur Anwendung gelangt. UNTERANSPRüCHE: l.. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die kolloidale Kiesel säure als Sol zur Anwendung gelangt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die kolloidale Kiesel säure als Gel zur Anwendung gelangt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man eine kolloidale Lösung von Kieselsäure in einer Lösung von sauren Phosphaten anwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeich net, dass man eine kolloidale Lösung von Kieselsäure in Phosphorsäure anwendet.
CH94772D 1917-05-05 1919-06-12 Verfahren zur Verbesserung von Zahnzementen, welche unter Verwendung von Kieselsäure nach den üblichen Verfahren hergestellt werden. CH94772A (de)

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