CH94806A - Verfahren zur Nutzbarmachung von Materialien, welche kohlenstoffreiche, brennbare Bestandteile, untermengt mit unbrennbaren Bestandteilen enthalten. - Google Patents

Verfahren zur Nutzbarmachung von Materialien, welche kohlenstoffreiche, brennbare Bestandteile, untermengt mit unbrennbaren Bestandteilen enthalten.

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CH94806A
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  Verfahren zur Nutzbarmachung von     itlaterialien,        welche        hohlenstoffreiche;    brennbare  Bestandteile, untermengt mit     unbrennbaren    Bestandteilen enthalten.    Vorliegende Erfindung betrifft die Nutz  barmachung von     Materialien,    welche kohlen  stoffreiche, brennbare Bestandteile untermengt  mit unverbrennbaren Bestandteilen enthalten  durch Trennung der brennbaren von den     un-          brennbaren    Bestandteilen.  



  Gemäss der Erfindung bewirkt man diese  Trennung in der Weise, dass das Material  zu feinem Pulver vermahlen und hierauf mit  Wasser und Mineralöl behandelt wird, wobei  das Material zuerst mit Wasser vermengt  und hernach diesem Gemenge Mineralöl zu  gesetzt wird. Letzteres benetzt leichter die  brennbaren Bestandteile, das Wasser dagegen  leichter die unbrennbaren. Dies hat ein Zu  sammenballen der brennbaren     kohlenstoff-          reichen    Teilchen und Abstossung und Aus  scheidung der unbrennbaren Teilchen zur  Folge. Wasser wird     zweckmässigerweise    schön  beim Vermahlen des     Materials    zugesetzt.  



  Über die Mengenverhältnisse lassen sich  keine allgemein gültigen Angaben machen.  Die Menge des Mineralöls richtet sich nach  der Natur des zu verarbeitenden Materials.    Es sollte davon nur so viel zugesetzt werden,  dass das gepulverte     1AIaterial,        bezw.    die darin  enthaltenen,     kohlenstoffreichen    Bestandteile  gerade restlos aufgenommen werden.

   Ein  ungenügender Zusatz bringt die gewünschte  Wirkung nicht hervor; die Anwendung einer  zu grossen Menge bedeutet Verlust, da der       Überschuss    mit den     kohlenstoffreichen    Be  standteilen nicht zusammentritt, sondern im  Behandlungsgefäss an die Oberfläche steigt  und mit dem Wasser und den darin schweben  den     Unreinigkeiten    abfliesst.

   Die richtige  Menge des Mineralöls lässt sich bei der Ans  führung des Verfahrens leicht ermitteln, in  dem man Ö1 zugibt, bis ein     Zusammenballen          eingetreten    ist und Austreibung des Wassers  samt den darin schwebenden     Unreinigkeiten     aus der     agglomerierten        .Masse    stattgefunden  hat.  



  Die     Menge    des Wassers kann innerhalb  weiter Grenzen     schwanken.    Es ist empfehlens  wert, eine solche Menge Wasser zu verwen  den, welche während der Behandlung das  freie Schweben des Materials ermöglicht.      Wenn eine zu beschränkte Wassermenge und  zu wenig Öl zur     Anwendung    gelangt, so er  hält man beim Umrühren ein sehr mürbes,       krümmeliges    und völlig trocken erscheinendes       Gemenge.     



  Wenn das gepulverte Material mit den  beiden Flüssigkeiten in geeigneten     Verhält-          rrissen    genügend lange Zeit behandelt, das  heisst in Bewegung gehalten und unter aus  reichender Erneuerung des Wassers durch  gerührt wird, so lässt sich eine     vollkommene     Trennung der brennbaren und unbrennbaren  Bestandteile erzielen.

   Sie kommt in der Weise  zustande, dass das Mineralöl sich an die       kohlenstoffreichen    Teilchen anhängt, worauf  diese unter dem     Einflusse    der Bewegung sich  zu einer plastischen Masse zusammenballen,  während von den ausgestossenen,     unbrenn-          baren        Verunreinigungen    die gröberen und  schweren Teilchen sich im Behandlungsgefässe  zu Boden setzen, die feineren dagegen im  Wasser suspendiert bleiben und mit ihm bei  der Erneuerung entfernt werden.  



  Das vorliegende Verfahren eignet sich  namentlich zur Nutzbarmachung von stark  und innig reit     unbrennbaren        Verunreinigungen     durchsetzter oder vermengter Steinkohle,  Braunkohle und     kohlenhaltiger    Schiefer.  



  Auf beiliegender Zeichnung veranschau  lichen die     Fig.    1 und 2 teils in der     Ansicht;     teils im Schnitt je ein Ausführungsbeispiel  einer zur Ausübung des Verfahrens dienenden  Einrichtung.  



  Unter     Benützung    der in     Fig.    1 darge  stellten Einrichtung gestaltet sich die Aus  übung des Verfahrens beispielsweise folgen  dermassen. Als verbrennbares Material wird  Steinkohle     zuerst    in einer     1Iahlvorrichtung,     zum Beispiel einer Kugelmühle A, unter Zur  <B>13</B> eines eines Quantums Wasser     nass    gemahlen.  



  Vor dieser Verkleinerung wird die Steinkohle  in der üblichen Weise einem Wasch- und       Sichtprozess    unterworfen, um die     Unreinig-          keiten,    wie Schiefer     etc.,    zu entfernen. Nach  dem das Material in der Mühle A fein ge  mahlen ist, um die aschenbildenden Teilchen  abzusondern, wird das im Wasser schwebende       31aterial    durch der)     Auslass        13    abgelassen und    in den hydraulischen     Sortierer    C gefördert.

    Hier werden die gröberen Materialteilchen  durch den Streicher D zur weiteren Zer  kleinerung in die Mühle     zurückbefördert,     während die fein zerteilten, im Wasser  schwebenden Teilchen durch die Förderrinne     E     in den hydraulischen     Separator    F gelangen.  In letzteren ragt eine gelochte Röhre I hin  ein, welche mit einer Pumpe     J    verbunden  ist. Von dieser führt eine Röhre 1' zu einem  im     Separator    angebrachter, mit einer Anzahl       tangential    gestellter Austrittsdüsen G     ver-          sehenen        Rührer    H.

   Das aus den Düsen aus  tretende Wasser versetzt den     Rührer    in lang  same Drehung. Das Wasser und die darin  schwebenden     Unreinigkeiten    werden durch  die Röhre 1 aus dem     Separator    abgesaugt  und von den Düsen wieder abgegeben. Es  findet hierdurch ein     Umrühren    des Materials  im untern Teil des     Separators    statt, wodurch  die     Ablagerung    der schwereren     Unreinigkeiten     auf dem Boden gefördert wird, während die  kohlenstoffhaltigen, im Wasser schwebenden  Bestandteile im     Separator    aufsteigen.

   Die  schwereren     Unreinigkeiten    setzen sich in  folge ihres grösseren spezifischen Gewichtes.  Es findet so im     Separator    eine primäre Tren  nung der     Unreinigkeiten    statt. Die im     Separa-          tor    F abgelagerten     r-nreinigkeiten    werden  von Zeit zu Zeit durch eine mit Absperr  organ versehene     Ablassröhre    1" abgelassen.  Das Wasser im     Separator    gerät durch das  beständige     Rühren    in eine derartige Bewegung,  dass ein Ablagern der schwebenden kohlen  stoffhaltigen Teile und leichter, flockiger       Unreinigkeiten    verhindert wird.

   Diese Teile  und     Unreinigkeiten    gelangen durch eine Zu  fuhrrinne in einen     Verdickungs-    und     Sammel-          behälter        K    Das Material wird dem     Primär-          separator    F' von der Mühle beständig zuge  führt und fliesst daher im Wasser schwebend  ständig in den     Samniel-    und Setzbehälter 11.  Dieser Behälter ist mit einer Anzahl     Rüh-          rern    L versehen und von grossem Fassungs  vermögen.

   Das     iin    Wasser schwebende Mate  rial tritt in den Behälter und die     kohlen-          stoffhaltigen    Teile beginnen     sich    zusammen  zuballen, während das Wasser und die darin      schwebenden     Unreinigkeiten    in einen     Über-          ]auf        L1    gelangen und abgeleitet werden.  



  Die Steinkohle und allfällig darin ent  haltene     Unreinigkeiten,    wie Kieselerde, Sili  kate     etc.,    gelangen nun vom Behälter     K     durch eine Röhre     l11   <I>zu</I> einer Pumpe<I>N,</I>  welche sie in eine Kammer 0 fördert. In  der Röhre     AI*    mündet eine mittelst Regulier  organ     M'    kontrollierbare Luftzuleitung<B>311,</B>  so dass das     Granze    eine Vorrichtung bildet,       mittelst    welcher Luft in die kohlenstoffhaltige  Masse eingeblasen und Wasser zugeführt  werden kann.

   Beim Überleiten der kohlen  stoffhaltigen Masse vom Behälter     K    zur Kam  mer 0 wird sie     zweckmässigerweise    durch  Wasserzusatz verdünnt, so dass die Masse  die Form einer freifliessenden Flüssigkeit an  nimmt. Die Pumpe N ist mit einer Wasser  leitungsröhre     N1    und einer vor) einem     01-          behälter        N3    abzweigenden     Olzufuhrröhre        N2     verbunden, damit der Masse zusätzliches  Wasser und ein     agglomerierendes    Mittel, wie  Brennöl, Rohöl,     Schifl'öl,    zugeführt werden  kann.  



  Das Wasser; das schwebende kohlenstoff  haltige Material und das 01 fliessen von der  Pumpe N durch eine Röhre P in die Kam  mer 0 und treten durch     Zufuhrdüsen    Q eines  Rührwerkes R aus. Die Drehung des     Rührers     bewirkt eine innige     Verrnischung    der kohlen  stoffhaltigen Teilchen mit dem 01, was ein  teilweises     Agglomerieren    des     kohlenstoffhal-          tigen    Materials zur Folge hat.

   Dieses Material       kann    eine genügende Zeit lang in der     Kam-          rner    gelassen werden,     um    ein gründliches       Agglomerieren    der kohlenstoffhaltigen Be  standteile und ein Ausstossen des Wassers  oder der von der     kohlenstoffhaltigeir    Masse  ausgeschiedenen, schwebenden Materialien zu  bewirken.

   Um jedoch den     Behandlungsprozess     kontinuierlich zu gestalten, wird das Material  in der Behandlungskammer zweckmässiger  weise nur so lange belassen, bis eine innige  Vermischung des     agglomerierenden    Agens  mit den     kohlenstoffhaltigen    Bestandteilen       stattgefunden    hat,     -worauf    man das im Wasser  schwebende Material aus der Kammer durch  eine     Ablassröhre        Ra    zu einer Pumpe R' fliessen    lässt, welche es in eine zweite Kammer 0'       fördert.    Diese Kammer ist mit einem Rühr  werk     Q1    versehen und von gleicher Konstruk  tion wie die Kammer 0.

   In der Kammer<B>01</B>  wird das Material weiter umgerührt, wobei  eine noch gründlichere Mischung des Öls  mit der     kohlenstoffhaltigen    Masse, ein weite  res     Agglomerieren    der letzteren, sowie ein  weiteres Ausscheiden des Wassers und der  darin - schwebenden     Unreinigkeiten    stattfindet.  



  Von der Kammer<B>01</B> gelangen das teil  weise     agglomerierte,    kohlenstoffhaltige Mate  rial, das Wasser, und die darin schwebenden       Unreinigkeiten    durch ein     Zufuhrrohr        b"'    in  einen Behälter<B>8</B> mit langsam kreisendem       Röhrwerk    T, welches das endgültige     Agglo-          merieren    des kohlenstoffhaltigen Materials und  Abscheiden oder Ausstossen des Wassers und  der darin schwebenden     Unreinigkeiten    bewirkt.

    Die Masse wird so lange im Behälter     b'    ge  lassen, bis das kohlenstoffhaltige Material  eine einigermassen feste Form annimmt und  vollkommen     agglomeriert    ist; worauf     zusätz-          liehes    Wasser durch die Röhre     Ta    und die       Pumpe        T2    in den Behälter gefördert wird.  Die     agglomerierte    Masse gibt die     Unreinig-          keiten    leicht an das Wasser ab, welches sie  fortführt. Wenn gewünscht, kann das Wasser  kontinuierlich zugeleitet werden, bis annähernd  alle abgesonderten     Unreinigkeiten    fortgespült  sind.

   Das Wasser und die schwebenden     Un-          reinigkeiten    können durch Senken des Ab       flussrohres    U abgelassen werden, worauf die  verhältnismässig reine     agglomerierte    Masse  von kohlenstoffhaltigem Material aus dem  Behälter entfernt wird.  



  Bei der Einrichtung gemäss     Fig.    2 ge  langt das Material mit den im Wasser  schwebenden     Unreinigkeiten    von der     Sammel-          kammer        K    in Behandlungskammern<I>I'</I> und<I>U'</I>  und bleibt darin während der Zeitdauer der  Behandlung, welche hier im Unterschiede zu  der im Zusammenhang mit     Fig.    1 beschriebe  nen, eine schubweise ist.

   Das im Wasser  schwebende Material fliesst vom Behälter     .K     durch eine mit Regulierorgan     B'    versehene  Leitung A' in eine zu einer Pumpe     D1    füh  rende Röhre     Cl,    in welche durch ein Rohr     El         Luft eingeführt werden kann. Eine Leitung F'  liefert Wasser zur Pumpe und eine Leitung G'  <B>01</B> aus dem Behälter     H'.    Die. Pumpe treibt  die Flüssigkeit mit den darin schwebenden  festen Teilchen durch Düsen     J'    eines Rühr  werkes     L2    in die Behandlungskammer I'.  



  Wenn die Kammer I' mit einer Ladung       Material    beschickt und Wasser und Öl in  erstere eingeführt worden sind, wird das  Ventil in der Ölzuleitung G' geschlossen,  ebenso auch das Ventil B'.     Alsdann    wird  das Gemenge durchgerührt und beständig  mittelst der Pumpe<I>D'</I> durch eine Röhre<I>Z-</I>  aus der     Kammer    I' abgesaugt und durch  die Düsen wieder in die Kammer zurück  geführt.

   Diese Behandlung wird fortgesetzt,  bis eine     gründliche    Vermischung des Öls  mit der kohlenstoffhaltigen     \lasse    erreicht  ist und ein Zusammenballen dieser Masse mit  dem Öl stattgefunden hat.     Wenn    das Mate  rial     agglomeriert    ist, sind das Wasser und.  die schwebenden     Unreinigkeiten    ausgeschieden.  Sie können     dekantiert    werden indem man  eine mechanisch     betätigbare        Dekantiervor-          richtung    P' so weit senkt, dass das Wasser  durch das Ablaufrohr     P        ausfliessen    kann.

    Das     agglomerierte,        kohlenstoffhaltige        2llaterial     und das<B>01</B> setzen sich im Behälter und  können durch ein mit Absperrorgan     versehe-          nes    Rohr P3 abgelassen werden. Zum Zwecke  zurückgebliebene, abgesonderte     Unreinigkeiten     fortzuspülen, kann frisches Wasser oder ein  anderes Reinigungsmittel in den Behälter  eingebracht     werden.     



  Die vom Behälter h ausgehende Leitung     r1.'     erstreckt sich bis zu einer zweiten Behand  lungskammer U'. Ein über der Einmündung  der Röhre C' in die Röhre A' hinausliegen  des     Abschlussorgan        U"    gestattet die wahl  weise Zufuhr von Material zu jeder der  beiden     Behandlungskammern,    sowie das Ab  sperren der einen oder der andern. Der Bau  der Kammer U' stimmt mit jenem der Kam  mer 1' überein.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Nutzbarmachung von Mate rialien, welche kohlenstoffreiche, brennbare Bestandteile, untermengt mit unbrennbaren Bestandteilen enthalten, durch Trennung der brennbaren von den unbrennbaren Bestand teilen, dadurch gekennzeichnet, dass das Mate rial zu feinem Purer und mit Wasser und M=ineralöl behandelt wird, und zwar so, dass das Material zuerst mit Wasser vermengt und hernach diesem Gemenge Mineralöl zu gesetzt wird, wobei letzteres leichter die brennbaren Bestandteile, das Wasser dagegen leichter die anbrennbaren benetzt, was be wirkt, dass die brennbaren Teilchen sich zu sammenballen,
    während die Teilchen der un- brennbaren Bestandteile und die andere Flüs sigkeit abgestossen und ausgeschieden werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet; dass das Vermahlen des zu behandelnden Materials unter Zusatz von Wasser vorgenommen wird.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass nach erfolgtem Zu sammenballen der kohlenstoffhaltigen Teil chen und Absondern und Entfernen des die unbrennbaren Teilchen in Suspension haltenden Wassers die Masse der zusam mengeballtem kohlenstoffhaltigen Teilchen mit Wasser behandelt wird, zum Zwecke, die letztern aschebildenden Verunreinigungen zu entfernen. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch undUnter- ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass natürlicherweise mit aschebilden- den Verunreinigungen innig durchsetzte Kohle verwendet wird.
CH94806D 1919-07-09 1920-06-03 Verfahren zur Nutzbarmachung von Materialien, welche kohlenstoffreiche, brennbare Bestandteile, untermengt mit unbrennbaren Bestandteilen enthalten. CH94806A (de)

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